Verstopfung von Tropfern, Leitung etc. durch Sand

Kreuzundkwer

Neuling
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Hallo Zusammen,

ich bin seit einiger Zeit mit dem Thema der automatischen Bewässerung in meinem Garten beschäftigt. Aufgrund von Rückschlägen mal mehr mal weniger.

Hintergrund ist, dass wir neu gebaut haben und damit auch einen Garten neu angelegt haben. Mit einem Außenwasseranschluss wollte ich Rasen und Pföanzen im Garten bewässern.

Schritt 1: Zwei Gardena OS 140 im Rasen versenkt, Verlegerohr verbuddelt und an den Hauswasseranschluss angeschlossen. Dann festgestellt, das die Wassermenge bei weitem nicht ausreicht, um auch nur einen OS 140 zu versorgen. Konsequenz war Schritt 2.

Schritt 2: Anlage eines Brunnnen zur Wasserversorgung. Brunnenbauer organisiert. Der hat einen Brunnnen gebohrt und mir eine Grundfos JP 5 mit 15 Liter Tand da gelassen. Rasen aufgemacht, Rohrleitung zur Pumpe verlegt. Auch die Pumpe lieferte nicht genug Wasser. In der Zwischenzeit hatte ich aber (war ja optimistisch) mir schonmal Material für ein Gardena Micro Drip System organisiert.

Schritt 3: Brunnenbauer kam nochmal und hat einen neuen Brunnen angelegt. Wasser kommt nun auf ca. 6 Meter in einer Sandschicht. Er hat auf ca. 12 Meter gebohrt und ein 2mm geschlitztes Brunnenrohr eingeführt. Das Rohr ist unten verschlossen. Das Bohrloch wurde rund ums Rohr mit Kies aufgeschüttet. Der Brunnen liefert nun ordentlich Wasser. Die Pumpe baut eine Druck von 3,5 bar auf. Wenn ich mit dem Gartenschlauch Wasser entnehme kann die Pumpe den Druck bei ca. 2 bar halten.

Schritt 4: Von der Pumpe ein Verlegerohr zur Gardena Ventilbox V3. Dort sind zwei 24V Ventile für zwei Wasserkreise.
Kreis 1: Zwei Gardena OS 140.
Kreis 2: Über Verlegerohr (25mm) in verschiedene Ecken des Garten mit drei Basisgeräten 2000. Von denen geht es dann mit dem Verlegerohr (13mm) weiter zu den Pflanzen. Davon zweie ich das Micro Drip Rohr ab an dem verschiedene Tropfer hängen. Sowohl verstellbare und welche mit fixer Leistung. In Summe geschätzte 80 Tropfer.

Schritt 5: Bewässerungscomputer OpenSprinkler zur Steuerung der Ventile integriert.

Ist-Situation:
Im Grunde müsste alles funktionieren. Wassermenge und Druck sind ausreichen.
ABER: Der Brunnen fördert mit dem Wasser leider scheinbar kleine Sandteile mit. Diese verstopfen die Tropfer, die Filter der OS 140 und auch das Micro Drip Rohr direkt vor den Tropfern.
Ich habe noch einen Basisfilter in der Zuleitung zur Ventilbox verbaut. Weder deer noch die drei Filter der Basisgeräte 2000 schaffen es scheinbar, den Sand zu filtern.

Dazu kommt, dass eventuell als Konsequenz des Sandes mir die OS 140 häufiger kaputt gehen. Symptom ist, dass Wasser unten aus dem Sprühkopf herausläuft, während es parallel oben herausregnet.

Habt ihr Ideen, wie ich den Sand aus dem Wasser filtern kann und wie ich anschließend das Rohrsystem wieder sauber bekomme?

Vielen Dank für die Unterstützung.

PS Viel text, aber ich denke mit einer Vorstellung davon, wie die Anlage aussieht vermeidet man Missverständnisse :)
 
  • T.Tomberg

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    Bei viel Sand die Pumpe mindestens 3-4 Tage laufen lassen ( mit offenem Ausgang) damit alles Sand raus gepumpt wird .
    Bewässerungssystem frühestens nach 1 Woche einbauen zwischendurch immer wieder laufen lassen . Zur Kontrolle feines Fließ vor Ausgang legen um zu prüfen .
    Bei weiteren Problemen UNBEDINGT VOR die Pumpe einen weiteren Filter setzen , gfls. Einen Sandfilter , ansonsten hat es die Pumpe nämlich auch geschafft.
    ( Jetdüse und Laufrad voll Sand )
     

    Parzival

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    Lieber Kreuzundkwer

    wenn es wirklich ein echter Brunnbauer war (und so klingt alles, was Du schilderst), dann wird aus Deinem Brunnen heute alles Mögliche kommen, nur kein Sand.

    Den würdest Du in Deinen Filtern sehen und der würde auch sichtbar in den Filtern der Regner zurückbleiben. Ich weiß nicht wo Deine Klimazone 5b liegt (ich finde diese Angabe auch nicht besonders hilfreich), aber in Berlin ist das Grundwasser in einer Tiefe um 12 Meter und tiefer extrem eisenhaltig.

    Kommt das Wasser mit Sauerstoff in Kontakt, fällt es in Form von „Rostflocken“ aus. Diese Flocken verfangen sich in den Filtern der Beregnungsobjekte und bilden da einen „Mantel“, der die Bewässerungsleistung tatsächlich einschränkt.

    In der laufenden Saison sollte das nicht so dramatisch sein. Kritisch ist die Winterperiode, in der die Leitungen häufig noch halbvoll stehen. Da sammelt sich einiges an. Im Frühjahr spült man die Leitungen ohne angeschlossene Objekte.
    Tropfer sind bei eisenhaltigem Wasser ein schwieriges Thema. Da muss man für sich einen praktikablen Weg finden. Wenn es viele sind, versorgt man sie einfach mit Trinkwasser. Da geht es ja häufig nur um Liter und nicht um 100e m³.

    Die Berliner Wasserwirtschaft hat für dieses Problem (eisenhaltiges Wasser) in den letzten 120 Jahren spannende Projekte entwickelt. Das Wasserwerk Friedrichshagen zeigt in seiner Museums-Ausstellung, wie so etwas in großen Dimensionen funktioniert hat.

    Wenn mich der „Rost“ als Klein-Gärtner stören würde, hätte man vielleicht die Möglichkeit via gezielter Sauerstoff Injektion das Eisen im Wasser zu einer schnellen Reaktion zu zwingen. Solche privaten Enteisungsanlagen sind in Berlin tatsächlich in Betreib. Aber das ist recht aufwendig und der Garten müßte schon ziemlich groß sein und viele Tropfer haben, damit sich eines solche Investition rentiert.

    Ist denn Dein Wasser überhaupt eisenhaltig? Der Brunnenbauer würde das wissen.

    Viel Glück
     
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