Wie viele Hunter-Regner an einen Strang?

Pater

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Hallo Gartengemeinde,

durch die Neuanlage des Gartens bin ich auf die Idee gekommen mir einen Brunnen bohren zu lassen. Dies ist soweit mit dem Brunnenbauer auch abgesprochen, Angebot liegt vor. Der Brunnen soll in etwa 20m tief werden.

Die Brunnenpumpe soll eine direkt danebenstehende Zisterne (5 m3) nachts befüllen, und vor dort aus möchte ich gerne den Garten bewässern.
Ich habe drei Rasenflächen die jeweils mit 6 Hunter PGP Ultra Sprinklern bewässert werden sollen. Diese wiederum sollen von einer Gardena Gartenpumpe 6000/6 gespeist werden.

Jetzt ist meine Frage, kann die Gardenapumpe 3 Hunter PGP an einem Strang bedienen, bzw. wie viele kann ich an einem Strang anschließen? Die Pumpe muss das Wasser aus einer 2 Meter tiefen Zisterne pumpen, der letzte Hunter-Regner wir in etwa 30m Entfernung stehen.

Bisher ist noch nichts gekauft, daher wäre ich auch für alternativen (Gartenpumpe) offen.

Vielen Dank
Pater
 
  • T

    top_gun_de

    Guest
    Ich frage mal: Muss denn unbedingt über die Zisterne gearbeitet werden? Tiefbrunnenpumpen sind anders als ebenerdige Pumpen nicht oder kaum zu hören, und sie verbrauchen weniger Strom bei höherer Leistung.

    Mein Brunnen ist "nur" 12m tief, aufgrund des Wasserstandes von 5m verliert die Tiefbrunnenpumpe bis Erdhöhe nur 0,5 Bar. Der Druck auf Geländehöhe ist trotz "nur" 800W Nominalleistung so hoch, dass ich 2500l/h problemlos durch PGP Ultra schicken kann, am Presscontrol sehe ich 4 Bar. Mit einer ebenerdigen ansaugenden Jetpumpe wie der Gardena ist das nur mit sehr viel mehr Motorleistung zu schaffen.

    Die Beregnung mache ich von 4 bis 6:30 Uhr, das ist gärtnerisch optimal weil der Rasen so von der Sonne gleich abgetrocknet werden kann. Um diese Zeit zahlt es sich besonders aus, wenn die Pumpe nicht zu hören ist.

    Für die Regner gilt: Optimal haben sie 3,1 Bar, ab 2,5 Bar ist nicht mit Problemen zu rechnen. Wieviele Regner Du anschließen kannst, hängt davon ab welche Düsen Du einsetzt. Die wiederum stimmt man auf Reichweite und Kreiswinkel ab. Ich habe z.B. die blauen Standarddüsen eingesetzt, dabei für Viertel-, Halb- und Vollkreis die 1,5/3/6-Kombi gewählt. Das sind etwa 350/700/1400 Liter pro Stunde, wobei ein Vollkreis-PGP Ultra nur in der Mitte einer Fläche von mindestens 20x20m Sinn macht, also auf den meisten Grundstücken selten oder gar nicht eingesetzt wird.

    Für Beregnung gilt:

    Erst den Wasserbedarf und den Zieldruck kennen, dann die Pumpe kaufen.

    Mein Tipp wäre daher wirklich: Führe die Hauptleitung vom Brunnen direkt an die Verteilung. Und stimme dich mit deinem Brunnenbauer über die Pumpenauswahl so ab, dass die Pumpe für die gewünschte Anwendung ausreichend dimensioniert wird. Nach meiner Erfahrung haben Brunnenbauer leider entweder ein "Standardmodell" oder sie geben nur Empfehlungen bzgl. Hersteller ab. Zur Dimensionierung kommt dann nicht ganz so viel.

    Ansonsten: Wieviel Rasen soll denn bewässert werden (Einzel- und Gesamtfläche), und mit was für einem Grundwasserpegel rechnet der Brunnenbauer denn bei dir?
     

    Pater

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    Hallo Top_Gun_de,

    vielen Dank für deine Antwort. So wie ich es gelesen haben, wollen Brunnenpumpen nicht ständig an und ausgeschaltet werden. Daher und da schon eine Zisterne vorhanden ist war die Idee diese dafür zu nutzen. Muss aber auch nicht sein, da bin ich relativ frei.
    Als Tiefbrunnenpumpe soll eine Grundfos SQ 2-55 zu Einsatz kommen.

    Insgesamt sollen ca. 800 m2 Rasen (3 Teilstücke) bewässert werden, im ersten Schritt eine Fläche mit ca. 290 m2 (21x14m), dort sollen auch die Hunter ihren Einsatz haben.
    4 Stück werden einen Radius von 90 Grad haben und 2 Stück von 180 Grad.

    Dazu sollen dann noch auf jeder der drei Rasenflächen eine Wassersteckdose platziert werden.

    Jetzt wäre noch immer die Frage, reichen für die erste Rasenfläche 2 Stränge aus?

    Beste Grüße aus dem Norden
    Pater
     
  • merls

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    Wenn es sich bei dem Brunnen nicht um einen wirklichen Grundwasserbrunnen mit nahezu unbegrenztem Durchfluss handelt, würde ich bei der Fläche in jedem Fall den Umweg über die Zisterne gehen.
    Denn je weniger Durchsatz ein Brunnen hat desto weniger Verockerung entsteht in der Filterstrecke
    und der Brunnen hält länger. Und den Durchsatz kannst du niedriger wählen (Füllventil zudrehen) da es ja fast egal ist wie lang es dauert die Zisterne zu füllen.

    Ausserdem kannst du aus der Zisterne heraus zu 100% sichergehen das du eine ausreichende Menge Wasser zu Verfügung hast. Mit einer entsprechend starken Kreiselpumpe an der Zisterne kannst du wahrscheinlich locker 2 Flächen gleichzeitig beregnen.

    Lieben Gruß
    Torsten
     
  • Pater

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    Hallo Torsten,

    angedacht wäre die Gardena Gartenpumpe 6000/6. Würde diese ausreichen um 6 Hunter gleichzeitig, d. h. an einem Strang, anzuschließen?
     
    T

    top_gun_de

    Guest
    Was für einen Brunnen hast Du denn?

    Interessante Werte sind Rohrdurchmesser, Filterlänge, Tiefe des (erwarteten) Wasseroegels.

    Die Firma Grundfos schätze ich sehr, allerdings haben sie bei Tiefbrunnenpumpen etwas an den Bedarfen von Gartenbesitzernn vorbeigeplant. Die 3" Pumpen haben konstruktionsbedingt wenig Durchsatz. Die 4" Pumpen von Grundfos sind zu groß, zu teuer und für Drehstrom ausgelegt. Ich würde bei Pedrollo, Dambat, Ebara und Co nachsehen.

    Und die Grundregel: Erst Wasserbedarf und Druckbedarf feststellen, dann Pumpe aussuchen! Die Pumpe muss zum Bedarf passen, nicht zum Geschmack des Brunnenbauers.

    Für 800qm ist eine 5cbm Zisterne nicht sinnvoll. Eine Bewässerung ist bei Sandboden mit mid. 8cbm zu veranschlagen, bei Lehm mit 12cbm. Mit einer 5cbm Zisterne wird das zur logistischen Herausforderung, insb sind smarte Controller wie Hydrawise oder Rachio nicht auf solche Verhältnisse anpassbar. Du müsstest mit einem Einfachcontroller alle Zeiten zu Fuß festlegen, damit die Zisterne nicht leerfällt.

    Falls der Brunnen DN100 oder DN115 wird, lass dir eine Pumpe mit 3,5 oder 4 Zoll anbieten. Die sind üblicherweise auf 3000l/h optimiert, und das solltest Du bei dieser Fläche auch anpeilen. Pumpenkapazität für 3000l, dann 2500l pro Kreis nutzen und Du hast bei Umgestaltungen Reserve.

    Die Gardena würde dir bei deinen Flächen keine Freude bereiten, die knickt zu schnell im Druck ein.

    Das Cyclen der TBP ist mit modernen Controllern kein Problem mehr. Die alten mechanischen Druckschalter konnten da Probleme bereiten, wenn einzelne Kreise wenig Wasser brauchten. Die modernen elektronischen Schalter arbeiten mit Durchflussmessung. Sie lassen ein Ansteigen des Druckes zu, und schalten erst ab wenn der Durchfluss beim Ventilschließen abbricht.
     
  • merls

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    Hallo Pater,
    Für die Hunter Düsen brauchst du optimal 3,1Bar. Mit Druckverlusten durch Rohrlänge, Übergänge, Ventile und Filter kannst du etwa 0,4-0,5Bar Verlust rechnen. Bedeutet für dich ist interessant wieviel Durchsatz ein Pumpe bei einem Fließdruck von 3,5Bar schafft.

    Die Gardena 600/6 inox hat Laut Leistungskurve:
    Gardena-Kennlinie.jpg

    Die 6000/6 liefert bei 3,5 Bar noch etwa 2200 Liter.
    Die 5000/5 liefert bei 3,5 Bar nur noch 1500Liter
    Die 4000/5 sogar nur noch rund 800Liter

    Bei einem Verbrauch von 90°=350Liter / 180°=700Liter / 360°=1400Liter
    bei 6*90° Regnern geht sich das mit 2100Litern gerade so aus. Sobald ein 180° Regner dazu kommt wars das und der Druck wird dir einbrechen.

    Hab für meinen Bruder diese Pumpe rausgesucht:
    Kreiselpumpe Hauswasserwerk Gartenpumpe MH 1300 INOX 1300W 6000 L/h m. Steuerung
    für Gerade mal 169€ incl. Druckwächter (Automatic)

    Diese schafft laut Pumpenkennlinie bei 3,5Bar noch satte 60-65Liter/min. Respektive 3600Liter/Stunde.
    Damit kannst du wahrscheinlich sogar 6*180° Regner mit knapp über 3Bar betreiben.

    Deutlich günstiger als die Gardena die mindestens 230€ kostet und noch den Vorteil, dass Druckwächter und Pumpe einzeln gewechselt werden können sollten sie mal kaputt gehen.

    Lieben Gruß
    Torsten
     

    merls

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    Für 800qm ist eine 5cbm Zisterne nicht sinnvoll. Eine Bewässerung ist bei Sandboden mit mid. 8cbm zu veranschlagen, bei Lehm mit 12cbm. Mit einer 5cbm Zisterne wird das zur logistischen Herausforderung, insb sind smarte Controller wie Hydrawise oder Rachio nicht auf solche Verhältnisse anpassbar. Du müsstest mit einem Einfachcontroller alle Zeiten zu Fuß festlegen, damit die Zisterne nicht leerfällt.

    Oft ist die Zisterne ja schon vorhanden und will einfach sinnvoll genutzt und eingebunden werden.
    Zusammen mit einem Pegelschalter wie ich ihn schon merfach empfohlen habe kann man eine sehr simple Nachspeisung realisieren, die wenn man will bei 90% Füllstand schon wieder auf 100% auffüllen lässt.

    Diese intelligenten Computer mit Wetteranpassung haben sicherlich auch Maximalwerte mit denen sie Arbeiten z.b. 150% der eingestellen Bewässerungszeit.
    Auf Diese kann man seine Bewässerung ja einstellen.
    Da Pater nicht gezwungen ist die Bewässerung an nur einem Tag zu realisieren, kann er die Flächen ja aufteilen.
    Montag 400m² mit 4000Litern beregnen (1000 Liter Reserver für Hydrawise Anpassung)
    Dienstag die 2. 400m²
    Mittwoch nix
    Donnerstag wieder die ersten 400m²
    Freitag die 2. 400m²

    Wenn mehr Reserve benötigt wird so teilt man die Fläche in 3 Abschnitte ein.

    Ich sehe da schon sinnvolle Möglichkeiten das vorhandene optimal zu nutzen.
     
    T

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    Man kann Tiefbrunnen in der Leistung nicht mit gespülten 1,5" Filterkörben vergleichen. Wenn der Brunnen mit 2m Filterstrecke gebaut ist, liefert er bereits 4000l kontinuierlich. Bei 4m Filterstrecke leistet er 8000l, und wird 3000l verockerungsfrei bis zum Lebensende schaffen, Eine Tiefbrunnenpumpe mit typisch 1,1kW schafft dann 3000l pro Stunde mit bewässerungsgeeignetem Druck in die Verteilung. Sie ist dabei in einem 20m Brunnen unhörbar liese.

    Es macht keinen Sinn, das in eine Zisterne zwischenzupumpen, um es dann mit einer weniger effizienten und lauten Jetpumpe weiterzuverteilen, wenn es schon geeignet aus derr Erde kommt.
     
    T

    top_gun_de

    Guest
    So, in der Zwischenzeit habe ich gesehen dass auch Flächenmaße vorliegen. Der PGP kann Rechtecke his ca. 11m Kantenlänge, dann wird es eng weil die Düsen für 90° nicht mehr Kopf an Kopf wären.

    Sauber wäre hier ein Kantenmaß von 7m, das kann man mit PGP Ultra und den roten MPR Düsen oder MP Rotator darstellen. Bei PGP ergibt sich dann:

    4x 90°, 4x 230l = 920l.
    6x 180°, 6x 450l = 1800l
    2x 360°, 2x 870l = 1740l

    Gesamt: 4460l. Bei 3,1 Bar Zieldruck am Regner sind das 2230l auf 2 Stränge. In der Bilanz ergibt das pro Strang etwa 45 Minuten Laufzeit, um auf die Fläche gleichmäßig 10mm zu bewässern.

    Mit der Gardena 6000/6 ist der Druck dann etwas knapp. Es sollten an den Regnern 3,1 Bar für optimale Wasserverteilung anliegen, bei 2000l bietet sie schon nur 3,5 Bar "ab Pumpe". Mit Filter, Ventil- und Leitungsverlusten kann das noch aufgehen, muss aber nicht.

    *update* Habe das erst im Kopf "gemalt" und dann noch mal per Skizze. Dabei ergab sich, dass ich im Posting erst versehentlich zwei Vollkreisregner zuviel einbezogen hatte. Sorry dafür, die Zahlen oben sind gesichert, sofern die Fläche rechteckig ohne Hindernisse ist. Wenn es Aussparungen gibt, muss man die Regner darum herumbauen. Aus solchen Dingen kann sich dann auch ergeben, dass man z.B. mit mehr Regnern mit kleinerem Wurfkreis besser hinkommt als mit dem PGP. Rechteckig und vollflächig versorgt ist der PGP Ultra bei diesen Maßen eine gute Lösung.
     
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  • merls

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    Wenn es so ein Brunnen ist kann er das natürlich machen und wäre am Ende effizienter.
     
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    top_gun_de

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    Pater schrieb ja, dass es ein Tiefbrunnen mit 20m wird. Diesen erheblichen Aufwand treibt man nur, wenn man die Schichten auch entsprechend Durchsatz versprechen. Die Verrohrung eines professionell gemachten Brunnens kostet gemessen an Arbeitslohn und Maschinenlaufzeiten nicht viel. Bei diesen Dimensionen erwarte ich dass mindestens DN100, besser DN115 gesetzt wird und angemessenes Filterrohr reinkommt. DN80 gibt es auch noch, 3"-Pumpen funktionieren aber nicht so effizient und kosten kaum weniger als DN115. Eine gute Auswahl von Pumpen gibt es ab DN100.

    Mein Brunnen wurde auf 13m gebohrt und 11m Rohr gesetzt, davon 4m Filterstrecke. Technisches Limit der Rohre ist knapp 8000l/h. Getestet haben wir 5000l/h, mehr leistet die Pumpe nicht. Praktisch nutze ich jetzt 2500l/h, und habe gute Aussichten dass der Brunnen Jahrzehnte hält.
     

    Pater

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    Vielen Dank für die zahlreichen Rückmeldungen.

    Es ist tatsächlich so, dass die Zisterne schon vorhanden ist. Sie muss aber nicht genutzt werden.
    Das Angebot für die Brunnen das mir vorliegt, bezieht sich von einen Brunnen DN 90. Jetzt habe ich schon rausgelesen das ich eher DN 100 oder DN 115 bauen lassen sollte.
    Gerne nehme ich Ratschläge von hier an.

    Soll ich den Brunnen direkt für eine 4“ Pumpe bauen lassen? Und diese dann direkt für die Gartenbewässerung nehmen? Wenn ja, was für eine Pumpe könnt ihr mir empfehlen?

    Nachmals Danke für euere Hilfe
    Pater
     
    T

    top_gun_de

    Guest
    DN90 ist nicht sinnvoll. Pumpen für einen 3"-Brunnen liegen um 10000/min, 4" Pumpen um 2700/min. Die 3"-Pumpen sind deshalb weniger langlebig, und wegen ihres geringen Querschnittes jenseits von 2000l/h am Ende. 4"-Pumpen sind robuster, leistungsfähiger und energieeffizienter.

    Wenn der Brunnenbauer schon 20m tief bohrt, sind Arbeit und Maschinenlaufzeit teuer. Dann ist es völlig sinnlos, das kaum billigere DN90-Rohr zu verbauen. Einzig denkbarer Grund: Der Brunnenbauer hat zu kleine Bohrausrüstung.
     

    Pater

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    Ok, dann werde ich einen Brunnen für eine 4“ Pumpe bohren lassen.

    Gibt es bezüglich der Pumpe Empfehlungen?
     
    T

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    Guest
    Gut und günstig: Dambat, die 3,5" Pumpe 3,5 SDM 3/11 macht hier genug Druck bei 2500l/h und verbraucht wenig Strom.

    Wenn Du gleich hochwertige Markenware verbauen willst: Ebara oder Pedrollo. Grundfos sind irre teuer und bieten 4" nur für Drehstromanschluss.

    Was Brunnenbauer gerne vergessen: Die Pumpe wird mit 6mm Polyamidleine gesichert. An der Pumpe mit Palstek oder Seilklemmen, oben im Kopf durch ein Loch das extra dafür gedacht ist. Oben reichen Seilklemmen, dahinter werden die Leinen mit Knoten verbunden. Etwas Reservelänge legt man im Schacht ab. Es kann gut sein dass Du Seil und Klemmen selbst stellen musst. Nimm Klemmen in V4A. V2A rostet in dem Milieu.

    Wenn der Brunnenbauer sagt, dass die Pumpenleitung stabil genug ist: Es kommt vor dass sich die Pumpe aus dem Gewinde dreht und runterfällt. Teurer Havarieschaden, es ist nicht sichr dass die rauszuholen geht. Noch abenteuerlicher ist die Aussage, dass die Stromleitung verstärkt sei.
     

    Pater

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    Danke, die Dambat liest sich sehr gut. Welche Pumpensteuerung würdest du dazu empfehlen?
     
    T

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    Würde ich nicht drauf ankommen lassen. Die ist 1mm enger, und in 5-10 Jahren musst Du sie rausholen. Es reicht minimaler Verzug im Rohr oder Ablagerungen auf der Pumpe und Ende. DN100 ist für die Pumpe gut. DN115 ist Königsklasse und erlaubt alle handelsüblichen Pumpen.

    Bedenke: Das Brunnerohr hast Du auch in 20 Jahren noch. Einmal zu klein gekauft, lange geärgert.
     

    Pater

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    Ok, DN 115 ist gesetzt. Bringe es dann noch vor oder Nachteile gleich auf 125 zu gehen?
     
    T

    top_gun_de

    Guest
    Ich wusste gar nicht dass es das gibt :)

    Also offiziell soll das Rohr um die Pumpe nicht zu groß sein, damit das Wasser dicht an der Pumpe entlangströmt. Das spricht bei einer 3,5"-Pumpe dafür, es bei 4,5" zu belassen. In Praxis würde ich da keine Probleme erwarten.

    Vorteile würde ich mir davon nicht mehr versprechen. Alle marktgängigen Pumpen in der Klasse 2000-4000l/h sind nicht größer als 4", schlimmstenfalls hat ein Hersteller mal 102mm Durchmesser gebaut.

    5" hätten Vorteile, wenn Du von der Wassermenge deutlich über 4 oder 5 Kubikmeter rausgehen willst. Theoretisch klingt es erst einmal verlockend, den ganzen Rasen mit einem einzelnen Strang zu versorgen.

    Praktisch hieße das: DN40-Rohr oder gar noch eine Nummer größer verlegen, und Filter und Ventile in 1,5" zu besorgen. Dabei stellt man fest, dass alles jenseits von 1" ein deutlich(!) anderes Preisgefüge hat. Ein 1" PGV-Ventil von Hunter bekommst Du für 22-23€. Ein 1,5"-Ventil liegt dann eher bei 100-300€, bei Filtern ist es ähnlich. Elektronische Pumpendruckschalter wie Brio-2000 oder Agoratek DWV-5/10 kenne ich nur in 1"-Technik. Wenn man 1,5" hat, werden Druck und Flow entweder von leistungsfähiger Spezialelektronik überwacht oder gar nicht, dann gibt es einfach ein Pumpenstartrelais vom Bewässerungscomputer. Du siehst: Bei 1000-3000l/h bist Du im Sweetspot der Consumertechnik. Über 3000l landest Du irgendwann für alle Komponenten in Preisregionen, die ein Platzwart seinem Vorstand erklären muss.

    Also: DN115 reicht für die nächsten Jahrzehnte :)
     

    Moister

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    Ok, DN 115 ist gesetzt. Bringe es dann noch vor oder Nachteile gleich auf 125 zu gehen?
    Nö, wenn dann nur noch größer.
    Grund: Solltest du merken dass du mit der Rohrtourfilterstrecke im Feinsand bist, könntest du in dieses Rohr eine kleinere Rohrtour mit aussen anliegendem Feinsandfilter runterlassen. Die angedachte Brunnenrohrtour wird dann quasi zum Arbeitsrohr, denn ohne Arbeitsrohr bekommt man kein Rohr mit aussen angebrachtem Filter in den Boden.
    Das geht dann aber mal so richtig ins Geld und nur sehr wenige setzen das dann in der Praxis tatsächlich um.
    115 oder 125, je nach Geschmack. Weils günstiger ist: 115.
    Rohrtour richtigrum in den Boden stecken (Innengewinde oben) und das oberste Rohr nicht absägen (sonst passen die käuflich zu erwerbenden Deckel nicht rein weil der Innendurchmesser im Bereich des Gewindes minimal größer ist).
     
    T

    top_gun_de

    Guest
    Ach so, zur Pumpensteuerung:

    Die bezahlbare Steuerung mit dem besten Ruf ist die Brio 2000. ich würde ein Modell mit Manometer nehmen, und darauf achten dass er ausdrücklich waagerecht und senkrecht eingebaut werden darf.

    Mein Tipp für die Reihenfolge:

    Erst Pumpe ohne Filter und Steuerung laufen lassen. In der Anfangszeit kommen da noch erhebliche Mengen Feinsand. Wenn man die einfach mit einem Kreisregner für 15€ verballert, muss man nicht alle 2 Betriebsstunden den Filter reinigen. Kreisregner haben keine feinen Düsen und sind bei Partikeln im Wasser hart im Nehmen. Wenn der Brunnen einige Stunden gelaufen ist, dann werden Filter und Controller eingebaut. Der Filter gehört zwischen Pumpe und Controller, so dass der Controller nur gefiltertes Wasser bekommt.

    Die Steuergeräte haben eine recht empfindliche Membran und dürfen nicht ohne Filter laufen. Das sind auch eher Vrschleißteile, die nur wenige Jahre halten. Darum würde ich eher zu Brio oder Agoratec als zu Grundfos raten.

    Zur Pumpe: Du hast ca 10m mehr Fördethöhe, daher macht vermutlich die nächststärkere Varisnte Sinn. Du brauchst 1 Bar mehr als ich.
     
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    Pater

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    Vielen liebe Dank für eure Hilfestellung und die die zahlreichen Tipps.
    Gestern war der Brunnenbauer bei mir, er kann nur DN90 und DN125 bohren. Daraufhin habe ich mich für DN125 entschieden. Leider ist der früheste Termin Ende Oktober.

    Hab ihr vielleicht noch weiter Empfehlungen bezüglich der Pumpensteuerung. Die Geräte von T.I.P scheinen, zumindest laut Amazon Rezensionen, nicht die haltbarsten zu sein.

    Wie geht es nach der Pumpensteuerung weiter? Dort muss wahrscheinlich eine Art Verteiler eingebaut werden. Es sollen insgesamt 6 Stränge mit jeweils 3 Hunter Versenkregnern sowie ein Strang mit 3 Wasserdosen angeschossen werden.

    Soll für den Strang mit den Wasserdosen eine Art "Zwischenspeicher" eingebaut werden, damit die Pumpe nicht für jedes öffnen des Gartenschlauchs anspringt?

    Beste Grüße
    Pater
     
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    top_gun_de

    Guest
    Die bieten sowohl 3,5 als auch 4" an. Hat der Brunnenbauer etwas zum erwarteten Pegel gesagt?

    Die Pumpe muss deine Wunschwssermenge ja mit dem Zieldruck plus Hubarbeit liefern. Wenn die Pumpe bei zB Grundwasserpegel 15m mind, 3000l 4,5 Bar am Filter liefern soll, dann muss sie mindestens 6 Bar schaffen.

    Wieviel Fläche soll denn bewässert werden? Du hast ja die Kreiszahl schon bestimmt, ist die Wassermenge auch schon bekannt? Kreise kommen ja eigentlich zuletzt :)
     

    Pater

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    Hallo top_gun_de,

    ich würde gerne 4 Liter/m2 bewässern, die Menge verliert ein Quadratmeter Rasenfläche im Sommer im Durchschnitt. So zumindest habe ich es gelesen.
    Sollte das richtig sein, so würde ich ca. 1200 Liter benötigen.

    Die Gesamtfläche liegt bei 313m2. Es werde später noch zwei weitere Flächen hinzukommen, dort ist die Planung bezüglich Gehweg/Plätze noch nicht abgeschlossen. Aktuell ist nur die 313m2 Fläche zu planen.

    Gardena schlägt mir in der Planungsapp 6x T380 vor, davon 5x mit 1/4 Kreis und einen mit 1/2 Kreis ( wobei ich diese durch Hunter ersetzen würde).
    Die Länge der Wasserzuleitung bis "auf den Rasen" würde ca. 12m betragen.

    Leider habe ich noch keine Auskunft bezüglich dem zu erwartenden Pegel bekommen. Sicher ist bisher nur, dass der Brunnen DN125 wird. Für alles weitere (Pumpe (wahrscheinlich Dambat), Sprinkler, Rohrdurchmesser usw.) bin ich noch nicht festgelegt und freue mich über sämtliche Tipps.

    In den nächsten zwei Wochen wird die Mähkante für den Mähroboter verlegt, Anfang September soll dann der Rollrasen verlegt werden. Bis dahin müsste ich das System eingegraben haben.

    Wenn nächstes Jahr das Gesamtsystem steht, dann sollen insgesamt 3 Flächen a 300m2 bewässert werden. Alles nur Rasen, einzig 3 Wasserstechdosen sollen noch verteilt werden.

    Ich habe noch eine kleine Zeichnung von der aktuell zu planenden Fläche angehängt.

    Jetzt wäre die Fragen, kann ich, abgesehen von der Wassersteckdose, die Regner an einen Strang anschließen, oder soll ich auf jeden Fall zwei Stränge verlegen.

    Beste Grüße
    Pater
    626987
     
    T

    top_gun_de

    Guest
    Zunächst mal: 4l/qm ist eine Gesamtmenge, die Du schlussendlich durch die Länge der Beregnungszeiten festlegst.

    Die Regner, egal ob Sprühdüse, Rotator oder Rotor(Getriebe-/Turbinenregner) sind alle darauf angelegt, dass sie in einem Rechteckverbund arbeiten.

    Vereinfacht besteht diese Fläche aus 1 großen Quadrat mit ca. 16m Kantenlänge und einem liegenden Rechteck von 6x12m.

    Du solltest planerisch oben in den Ecken anfangen. Regner mit 16m Wurfweite gibt es für den Hausgartenbereich nicht, folglich brauchst Du ein Modell mit ca. 8m Reichweite. Das setzt Du mit 90° Drehwinkel in die Ecken links und rechts oben, und einen mit 180° oben in die Mitte. Dann arbeitest Du dich im gleichen Raster nach unten durch und setzt 8m vom oberen Rand links an den Rand einen 180°-Regner, in die Mitte einen 360°-Regner und rechts einen 180°-Regner.

    Die dritte Reihe schließt dann das Quadrat ab, links 90°, Mitte 180°, rechts 90°.

    Unten hast Du wieder fast ideale Quadrate von 6m Kantenlänge. Hier verfährst Du genauso, 90° in die Ecken, 180° in der Mitte.

    Insgesamt ergibt das bei gleichmäßiger Beregnung Kopf-an-Kopf 15 Regner. 9 für das große Quadrat und 6 für das kleine Rechteck.

    Das ist ein "fast-ideal"-Setup nach Lehrbuch. Von da aus kannst du versuchen beliebig einzusparen, wirst dann aber keine gleichmäßige Beregnung mehr haben.

    Von den Regnertypen her kannst Du das z.B. mit Hunter MP Rotator machen, der MP3000 hat 9m maximale und wäre für das obere Quadrat richtig. Der MP2000 passt für das Rechteck darunter, er hat 6,70m maximale Reichweite.

    Als klassischer Getrieberegner wäre der Hunter PGP Ultra für das obere Quadrat passend, und der PGJ für das untere Quadrat. Die Vergleichstypen von Rain Bird heißen 5004 und 3004.

    Vorteil MP Rotator: Wenn man sie korrekt aufstellt, dann müssen alle genau gleich lange laufen. Du kannst dann einfach die Stränge so aufteilen dass auf allen Strängen ungefähr die gleiche Wassermenge verbraucht wird. Beim PGP Ultra und PGJ sind die Zeiten geringfügig verschieden.

    Hier eine "gepfuschte" Zeichnung, wie das ungefähr aussehen könnte. Gepfuscht insofern, dass manche Kreise den nächsten Regner nicht voll erreichen. Das muss in der sauberen Fassung erreicht werden: Jeder Regner spritzt bis zum Nachbarn oder etwas darüber hinaus. Eine Überlappung von über 100% ist unkritisch. Eine Unterschreitung ist bei Getrieberegnern bis ca. 10% möglich ohne Nachteile, bei Rotatoren darf sie nicht passieren. Dort muss man immer mindestens bis zum Nachbarn kommen.

    Du wirst jetzt sagen: Was, 15 Regner? Der spinnt!

    Das was ich aufgezeichnet habe, ist die lehrbuchmäßige Verteilung von Regnern, bei der sich eine gleichmäßige Beregnung ergibt. Man kann es einfacher machen, dann leidet die Gleichmäßigkeit, oder es werden Dinge außerhalb des Rasens mit nassgespritzt.

    Wenn Du das so aufbauen willst, wäre der nächste Schritt, sich für ein Regnermodell zu entscheiden und den Wasserbedarf der Regner zu ermitteln. Dann zeichnest Du Rohre so ein, dass pro Strang eine ähnliche Wassermenge benötigt wird. Ich rate dazu, pro Strang nicht mehr als 2500l/h zu verplanen, und zu 32er-PE-Rohr. Die Pumpe muss unter Berücksichtigung des Wasserstandes beschafft werden. Hat dein Brunnenbauer schon gesagt, in welcher Tiefe er bei dir Wasser erwartet? Gibt es Infos von Nachbarn die einen Brunnen haben ?

    Gruß,

    Detlev
     

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    Pater

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    Leider hat die Installation im letzten Jahr nicht geklappt, da wir mit dem Gartenumbau nicht fertig wurden. Daher geht es jetzt diese Jahr weiter.

    Auch die Gartengestaltung hat sich etwas geändert.

    Ich habe die Planung nur auf 2700 Liter/Stunde ausgelegt, mit 32mm Rohren.

    Insgesamt werde ich im Garten 8 Stränge haben die jeweils nacheinander laufen sollen.

    Jetzt die Frage zur Ansteuerung:
    Kann ich mit der Hunter X-Core 801 Steuerung alle 8 Kreise nacheinander laufen lassen?
    Kreis 1 von 05:00 Uhr bis 05:20 Uhr, Kreis 2 von 05:20 Uhr bis 05:40 Uhr ....usw?

    Spricht etwas gegen eine fertige Verteilerbox? Eine Hunter Jumbo Box "Magnetventilbox mit 8 Ventilen" liegt so ca. bei 400€. Ist ein Selbstbau wesentlich günstiger?


    Beste Grüße und viele Dank
    Pater
     
    T

    top_gun_de

    Guest
    Eine X-Core kann das nur nacheinander laufen lassen, parallel ist mit den Hausgartencomputern nicht möglich. Wenn sich Zeiten überschneiden, wird das "gestackt" = nacheinander abgearbeitet.

    Zeitgemäß sind eher Lösungen mit Handyfunktion wie Hydrawise, auch weil man da Warnungen zu elektrischen Fehlfunktionen von Kabel und Ventilen bekommt.

    Dass regelmäßige kleine Wassergaben gärtnerisch suboptimal sind, weißt Du?

    Zur Ventilbox: Ich würde keine fertige Box kaufen, schon weil es vom Anschließen der Stränge her komfortabler ist. Das Bauen einer Ventilbox ist kein Hexenwerk. Bei 8 Strängen würde ich keine Box mit 8 Ausgängen bauen, sondern zwei Vierer-Boxen nebeneinander legen. Die gängigen 3/4x-Verteiler haben hinten noch einen Anschluss so dass das Wasser einfach geradeaus durchlaufen kann.
     

    Pater

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    Danke top_gun_de.

    Welchen Hydrawise würdest du empfehlen?

    Wichtig wäre mir dass ich die Stränge, an denen jeweils 3-4 PGP Hunter Regner hängen, nacheinander starten lassen kann.

    Kannst du mir auch Empfehlungen bezüglich der Ventilboxen geben? Würden die Hunter Magnetventil PGV-101G-B passen oder gibt es da Bessere?
     
    T

    top_gun_de

    Guest
    Also bei den Hydrawise ist es wichtig zu überlegen ob sie drinnen oder draußen hängen soll. Draußen kommst Du an der Pro-HC (PHC) nicht vorbei. Drinnen kann man die HC nehmen. Preislich nimmt sich das nicht viel, wenn man bei der Pro-HC ein wenig recherchiert.

    Pro-HC hat vor allem ein besseres Gehäuse (auch in Gartenschuppen empfehlenswert), und stabilere Schraubklemmen. Die von der HC sind etwas spirrelig, tun für die dünnen Mehrfachkabel aber auch problemlos was sie sollen.

    Die Controller im Privatkundenmarkt lassen Stationen immer nacheinander laufen. Selbst wenn Du alle für 3 Uhr ansetzt, werden sie nacheinander gestartet, z.B. Station 1 um 3 Uhr, Station 2 um 3:20, Station 3 um 3:40. Ich habe bei mir für alle Stationen 4 Uhr als Startzeit vorgesehen und der Controller sortiert die sauber nacheinander, um 6:15 ist die letzte fertig.

    Was die Ventile angeht: Hunter PGV-101 ist Standard im Residential-Bereich. Rain Bird DVF und HVF sind qualitativ besser, kosten aber etwas mehr (DVF deutlich mehr). Aus heutiger Sicht würde ich Rain Bird HVF nehmen, die müssen vermutlich erst meine Kinder austauschen. Bitte nimm Ventile mit Durchflussregelung, das hat viele Vorteile einschließlich verlängerter Lebensdauer bei optimaler Einstellung.
     

    Pater

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    Ok, Durchflussregelung ist gesetzt, Danke.

    Gerne würde ich die Steuerung außen anbringen, daher kommt dann wahrscheinlich nur die PHC-1201-E in betracht, richtig?
     

    GerdOtto

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    Die Controller im Privatkundenmarkt lassen Stationen immer nacheinander laufen. Selbst wenn Du alle für 3 Uhr ansetzt, werden sie nacheinander gestartet, z.B. Station 1 um 3 Uhr, Station 2 um 3:20, Station 3 um 3:40. Ich habe bei mir für alle Stationen 4 Uhr als Startzeit vorgesehen und der Controller sortiert die sauber nacheinander, um 6:15 ist die letzte fertig.

    Hallo, das ist sehr interessant. Ich nehme an die Länge der Laufzeit wird wie für die Zone eingegeben, übernommen? Gut finde ich das die Zonen dann offenbar direkt nacheinander gestartet werden und man eigentlich nur noch die verschiedenen Laufzeiten eingeben muss?

    Wenn man es so macht, werden dann die Zonen 1,2,3 etc. nacheinander abgearbeitet. Wenn man will das die Zone 4 aber als erstes abgearbeitet wird, muss man dann um klemmen oder geht es auch anders?

    Grüße GerdOtto
     
    T

    top_gun_de

    Guest
    Genau. Meine Beregnung sieht so aus:

    Startzeit 4:00 ist den Stationen 1-3 zugewiesen. Alle 3 Stationen haben 45 Minuten. Um 4:00 startet 1, um 4:45 die 2, um 5:30 die 3. Um 6:15 ist Ende.

    Wenn Du die Reihenfolge ändern willst, kannst Du umklemmen, oder Du definierst eine weitere Startzeit um 3:59 und weist die der Station 4 zu.

    Dieses "Stacking" ist sehr leistungsfähig realisiert. Es kommt sogar mit "Cycle&Soak" zurecht, wenn z.B. Lehmboden in Schräge oder Tonboden herrscht und nicht so lange am Stück beregnet werden soll. Dann kannst Du z.B. den Stationen sagen "Maximal 15 Minuten, dann 30 Minuten Pause". In dem Falle würden alle Stationen wechselseitig betrieben, nach 15 Minuten wird hochgewechselt. Ist er durch und die Stationen haben ihre volle Laufzeit noch nicht abgearbeitet, dann wird eine weitere Runde eingelegt, bis jede Station ihre vorgesehene Beregnungsdauer abgearbeitet hat.
     

    GerdOtto

    Mitglied
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    Danke @top_gun_de dein Wissen über diese PHC Anlage hilft mir sehr.

    Ich habe das jetzt auch so gemacht das ich 2 Startzeiten definiert habe. Die erste bewässert nur verschiedene Wiesen insgesamt 7 Ventile und die andere nur Pflanzen, Sträucher etc. nochmal 16 Ventile.

    Ich habe keine Probleme mit Lehmboden oder schräge Flächen, aber wahrscheinlich mit Hitze. Es gibt ja diese Option das bei Hitze mehr bewässert wird. Passen sich dann die Startzeiten automatisch an wenn die einzelnen Laufzeiten länger sind? Oder muß man da was manuell machen?

    Grüße GerdOtto
     
    T

    top_gun_de

    Guest
    Die Startzeit bleibt dann gleich, die Laufzeiten verlängern sich. Er wird dann später fertig.

    Zumindest bei Rasen empfehle ich aber: Nicht mehr bewässern, sondern öfter. Eine gute Rasenbewässerung ist selten, dafür viel. Sie sollte erfolgen kurz bevor der Welkpunkt erreicht ist, und dann komplett auffüllen. Je nach Boden sind es von Welkpunkt bis Sättigung etwa 10-15mm Niederschlag.

    Dafür kennt Hunter die sog. Evapotranspirationsrechnung, heißt dort "Smart ET-Plan". Dann wird für die Stationen eine feste Zeit bewässert, und der Controller rechnet ab da anhand der Wetterdaten ob der Boden schon wieder ausgetrocknet ist. Die Bewässerung erfolgt dann an dem Tag, wo ohne Bewässerung der Welkpunkt erreicht wird.

    Für einen Smart-ET-Plan geht man so vor:

    1.) Zeitpunkt definieren: 4 Uhr, Montag bis Sonntag alle Tage erlaubt.
    2.) Einen Smartplan definieren, darin steht nicht viel mehr als "60 Minuten, alle 3 Tage". Die 60 Minuten sind die Zeit die die Stationen laufen müssen bis der Boden gesättigt ist. Die 3 Tage sind das Intervall, das in warmen "Normalmonaten" (also ohne besondere Hitzewelle wie 2019) benutzt werden soll. In DE sind das meistens 3 Tage, in warmen Regionen kann das auch 2 Tage sein. Anhand dieser Werte

    3.) Bei den Stationen wird dieser Bewässerungszeitpunkt und dieser Bewässerungsplan zugewiesen.

    Du kannst dich auch mal zum Probieren bei Hydrawise ein Konto anmelden, und einfach einen Controller online anlegen, Seriennummer lässt Du frei. Dann kannst Du alle Einstellungen durchprobieren. Nur die Bewässerungshistorie bleibt solange leer, wie keine Hardware dahintersteht ;-)

    Gruß,

    Detlev
     

    GerdOtto

    Mitglied
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    Danke für diese neue Info. Ich werde das mit "smart ET-Plan" ausprobieren. So wie du das schilderst kann ich mir vorstellen dass das effektiver ist. Kann sein das ich da noch ein paar Fragen habe. Da ich gerade mit den Wiesen immer wieder Probleme hatte.

    Ein Konto bei Hydrawise habe ich schon und bis auf eine Station ist alles verdrahtet und auch in Hydrawise integriert.
    Aber ich kämpfe noch mit einigen Start Problemen. Der Regensensor funktioniert. Aber der Durchflusssensor macht noch Probleme. Am Anfang hat er funktioniert. Da hatte ich ihn auf Sensor 1. Dann bekam ich den Regensensor und dachte, da er die ganze Anlage stoppen kann, leg ich ihn mal auf Sensor 1 und den Durchflusssensor auf Sensor 2. Seitdem funktioniert er nicht mehr. Jetzt will ich noch mal tauschen, mal sehen.

    Außerdem habe ich eine eigene Wetterstation, nicht von Hunter, aber gute Qualität, Vantage Pro2. Noch nicht voll ausgebaut, aber die will ich als Station integrieren. Muss ich auch noch machen.

    Zudem haben wir hier aktuell das totale Aprilwetter. Regen, Sonne, kalt, warm.

    Auf jeden Fall, danke für die Hilfe und nach wie vor Dankbar für Hinweise.

    Gruß

    GerdOtto
     
    T

    top_gun_de

    Guest
    Die Eingänge 1+2 sind in der HC absolut gleichwertig. Man muss über die Oberfläche festlegen, was für ein Sensor am Anschluss hängt, und auf welche Stationen er wirken soll.

    Zur Davis: Die ist in der Tat sehr schön. Du brauchst eine Lösung um ihre Daten nach Wunderground zu schicken. Dann meldest Du dem Huntersupport die Stations-ID deiner Wundergroundstation und lässt die kostenfrei mit deinem Konto verbinden.
     

    Pater

    Mitglied
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    Ich hätte noch eine Frage bezüglich der Verlegung. Auf den Hunter-Regnern steht man soll kein Pipe-Dope nehmen. Ich gehe davon aus dass damit Hanf gemeint ist. Kann ich trotzdem Teflonband nehmen? Wenn ja, nur bei dem Regnern oder auf bei den Fittingen? Oder benötigt man bei der Kunststofffittingen kein Teflon?
     
    T

    top_gun_de

    Guest
    Pipe-Dope meint flüssige oder pastöse Dichtmittel in der Art von Neo-Fermit. In den USA nennt man das Pipe-Dope. Wenn sich davon etwas löst und im Getriebe des Regners landet, kannst Du ihn nur noch austauschen.

    Wenn man Regner dichten will, dann 2 Lagen Teflonband, mehr ist nicht nötig. Du brauchst 10cm unter GOK keine Verbindung die unter Druck tropfdicht ist, wenn Du 10cm höher 400l/h rausjagst :)
     

    GerdOtto

    Mitglied
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    Die Eingänge 1+2 sind in der HC absolut gleichwertig.

    Ich hatte einen blöden Verbindungsfehler, jetzt klappts.

    Zur Davis: Die ist in der Tat sehr schön. Du brauchst eine Lösung um ihre Daten nach Wunderground zu schicken. Dann meldest Du dem Huntersupport die Stations-ID deiner Wundergroundstation und lässt die kostenfrei mit deinem Konto verbinden.

    Die Verbindung zu Wonderground steht und der Support von Hunter hat meine ID schon integriert. Leider aktualisiert die kostenlose Version nur einmal am Tage. Ich denke ich update auf den Hydrawise Enthusiast Plan, 54€ pro Jahr ist das günstigste was ich jetzt gefunden habe.

    Gruß GerdOtto
     

    Pater

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    So, jetzt kommt es langsam zum Ende. Zwar ist der Brunnen noch immer nicht gebohrt (das soll in ca. 3 Wochen passieren), dafür ist die Bewässerung schon verlegt. Auch die Ventilstation ist gekauft, habe mich jetzt für eine Wandmontage entschieden.
    Als nächstes möchte ich die Pumpe bestellen. Nach den Infos hier im Forum habe ich folgende Modele zur Auswahl:

    Ich kann leider noch keine Link einstellen.

    Pedrollo-4blockm-4-9
    oder
    IBO/Dambat Tiefbrunnenpumpe 4" 1,5 kW IBO 230V Förderhöhe: 74m

    Die Förderhöhe wird ca. 18 Meter betragen und die Pumpe muss 2700 L/Stunde liefern. Gibt es Meinungen oder Erfahrungen?

    Wie geht es nach der Pumpe weiter? Kommt direkt nach der Pumpe der Druckschalter? Benötige ich ein Rückschlagventil? Wenn ja, an welcher Stelle wird das eingebaut?

    Ich habe einen Strang mit Wassersteckdosen gelegt, ist es dafür Sinnvoll einen Druckspeicher einzubauen, wenn ja wie groß sollte dieser dimensioniert sein?


    Vielen Dank und beste Grüße
    Pater
     

    Pater

    Mitglied
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    Vielleicht sollte ich noch Erwähnen das der Brunnen ca. 4000 Liter/Stunde liefern soll (laut Brunnenbauer).
     
    T

    top_gun_de

    Guest
    Von der Dambat/IBO dürfte es sich um die SDM 6-10 handeln. Von denen habe ich die Pumpe "eine Nummer kleiner" mit 3,5 Zoll. Sie läuft jetzt seit zwei Jahren störungsfrei, obwohl sie aufgrund eines defekten elektronischen Druckschalters mehrmals über Stunden nicht abgeschaltet wurde. Sie hat statisch (ohne Förderung) etwa 0,5 Bar weniger Druck als ich vom Datenblatt her erwartet hätte, das mag aber Verschleiß sein. Der Brunnenbauer hier hat aufgrund der hohen Sandverträglichkeit keine eigene Pumpe zum Klarpumpen benutzt, sondern mit der Kundenpumpe gearbeitet. Dambat weist darauf hin, dass das geht aber verschleißträchtig ist.

    Die Druckkurve scheint mir angemessen und ausreichend. Du musst ja ca. 3,7 Bar am Brunnenkopf erreichen, damit 3,1 Bar am Regner ankommen. 1,8 Bar sind für die Hubarbeit weg, macht zusammen 5,5 Bar. Rechne von den ca. 6,7 Bar laut Datenblatt noch mal die gleichen 0,5 Bar weg wie bei mir, bist Du immer noch mit einem kommoden Puffer ausgestattet.

    Die Pedrolle-Pumpe kenne ich nicht persönlich. Hätte ich vom Ruf her keine Bedenken, aber halt auch keine eigenen Erfahrungen.
     

    Pater

    Mitglied
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    Kann ich die Pumpe direkt an den Hunter Hydrawise anschließen oder muss ich ein Druckschalter dazwischenschalten?

    In der Beschreibung steht: "Fest zugeordnetes Hauptventil/Fest zugeordneter Pumpenstart"

    Die Pumpe ist eine normale 230V Pumpe, also würde ich eine Verbindung für alle 3 Adern benötigen.
     
    T

    top_gun_de

    Guest
    Üblicherweise hat man einen Druckschalter, das sichert die Pumpe gegen Überhitzung ab. Ich rate auch dann dazu, wenn am Hydrawise noch ein Pumpenstartrelais angeschlossen ist. Das sichert z.B. den Fall eines defekten Ventiles ab. Stell dir mal vor, Du hast Kabelbruch zum Ventil. Das PSR startet die Pumpe, und die arbeitet 60 Minuten gegen ein geschlossenes Ventil. Dann fällt mit dem Volumenstrom auch die Kühlung weg, für die Pumpe mindestens stark erhöhter Verschleiß, evtl. auch der Exitus.
     
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