Garten nach Neubau anlegen

woce

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Hallo,

wir haben dieses Jahr uns Haus gebaut und nun kommt der Garten dran. Leider habe ich recht wenig Erfahrung wie man diesen am besten anlegt und hätte folgende Fragen mit der Hoffnung, dass mir der ein oder andere eine Frage beantworten kann:

1. Wir wohnen am leichten Hang und wollen dies begradigen. Wir haben ca. 20cm Oberboden und danach kommt ein recht lehmiger Boden. Wie gehe ich hier am besten vor?
a) Oberboden entfernen und auf einen Haufen lagern.
b) Lehmigen Boden entfernen und extra lagern.
c) Mit Oberboden wieder auffüllen
- Wie hoch muss der Oberboden sein für Rasen?
- An manchen Stellen muss ich statt etwas abzutragen, etwas auffüllen. Kann ich hier den lehmigen Boden nehmen und den Rest dann mit dem Oberboden auffüllen?
- Ich habe mal gehört, dass man Lehmboden nicht verdichten kann. Kann ich diesen trotzdem nehmen, da ja nur Rasenfläche darüber kommt?
- Muss man die Böden speziell behandeln? Unterboden oder Oberboden walzen ,verdichten, auflockern, etc....?
- Wir haben noch einen Hügel mit Mutterboden, der nach einem Jahr recht mit Unkraut bewachsen ist. Wie bekommt man das am besten weg? Wenn ich den Hügel verteile, möchte ich ja man Rasen pflazen und nicht Unkraut haben. Ich denke, da werden die Samen usw. in der Erde noch sein... Wie habt ihr das gemacht?

2. Setzen von Randsteinen:
An 2 Seiten von unseren Grundstück grenzen Nachbargrundstücke, die noch nicht bebaut sind. Hier wollen wir einen Zaun und eine Hecke hinhaben. Wie geht man hier in der Regel vor?
Setzt man hier 2 Randsteinreihen? 1 Reihe auf der Grenze mit Zaun und dann noch eine 2te Reihe ca. 80cm weiter innen, damit der Rasen nicht in die Hecke wächst= (Dazwischen dann die Hecke pfanzen)

Anbei ein paar Bilder. Links der gute Oberboden (grün bewachsen). Rechts ein Aushub von der Terrasse: Lehmhaltiger Boden. (Wie gesagt, müsste ich an anderen Stellen etwas aufüllen. Kann ich das den Lehmboden nehmen oder ist der nicht zu gebrauchen?)

Danke für eure Hilfe

Gruß Michael

IMG_1330.jpgIMG_1327.jpg
 
  • Rosabelverde

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    Um gleich mal mit deiner letzten Frage anzufangen, Michael (und überhaupt willkommen auf dem Forum hier! :grins:): der lehmige Terrassenaushub sieht großartig aus und ist mit Sicherheit zu gebrauchen. Ich weiß gar nicht, warum du daran zweifelst? Oder ist der Lehm so dicht (tonhaltig?), dass das Wasser nicht abfließen kann? Ich wünschte, ich hätte so eine dicke Schickt Lehmboden. Hier ist die nur 20 bis 50 cm dick, darunter massiver Kalkfelsen. Um deinen Lehmboden würde dich unser ganzes Dorf beneiden! ;)

    Aber was ist Oberboden?

    Okay, die Schicht oberhalb der Lehmschicht, soviel hab ich verstanden, aber woraus besteht die?

    (Und nettes Haus hast du da!)

    Zum Rasen kann ich nichts sagen, bin kein Rasenfan, weiß nur, dass der überall hinwächst, wo der will, da kannst du nach Gusto Randsteine setzen, dem Rasen ist das egal. Den hält man eher mit geschicktem Heckenschnitt im Zaum (also so schneiden, dass so wenig Licht wie möglich auf den Boden zwischen den Heckenpflanzen gelangt).

    Also zu den Nachbargrundstücken: ich würde genau auf die Grenze einen Zaun setzen (so ist das jedenfalls hier Vorschrift: Zaun genau auf die Grenze) und dann in meiner Richtung die Hecke pflanzen. Ohne Pflanzsteine, die bringen nichts. Sehen allerdings in den Anfangsjahren schöner aus.

    Weißt du denn schon, was für eine Hecke es werden soll?
     

    woce

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    Danke für deine Antwort.
    Ich würde den Zaun auf die Grenze setzen, sodass er aber nur auf meinen Grundstück ist. Und dann meine Hecke dahinter. Ich habe nur gedacht, dass ich unter dem Zaun auch so Randsteine setze, damit die WIese vom unbebauten Nachbargrundstück nicht in meinen Hecke wächst. Also meinst du das bringt nichts? Genauso von meiner Seite aus einen Randstein, weil zur Hecke Rasen anschließen wird, damit dieser auch nicht in die Hecke wächst...

    Ich habe immer gedacht, Lehmboden kann man nicht gebrauchen.

    Welche Hecke weiß ich leider auch noch nicht. Die die ich will, gibt es glaub ich nicht:
    - Sollte am Anfang schnell wachsen
    - Möglichst pflegeleicht
    - nicht oft schneiden notwendig
    - ungifitig
    - immergrün
    - dicht
    - nicht allzu breit
     
  • Pyromella

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    Hallo Woce,

    wenn du dich von dem Punkt "immergrün" trennen könntest, dann würde ich dir eine Buchenhecke empfehlen. Wächst in endlicher Zeit, läßt sich schmal schneiden, ist ungiftig, behält im Winter lange das - trockene - Laub, so dass die Hecke zumindest blickdicht ist, dichten Wuchs solltest du mit ordentlichem Schnitt hinbekommen und mehr als zweimal im Jahr schneiden dürfte auch nicht nötig sein.

    Lehm ist ein toller Unterboden, aber natürlich braucht es darauf eine Humusschicht, also das, was du als Oberboden vorher getrennt gelagert hast. Natürlich muss der obendrauf, unten drunter verbuddelter Humus bringt keiner Pflanze etwas.
    Worin besteht jetzt der Unterschied zwischen deinem "Oberboden" und dem "Mutterboden"? Beides Humusschicht?

    Dein Unkraut wirst du jäten müssen, wenigstens grob mit dem Rechen. Für die Rasenanlagen schau mal hier in die Threads vom Unterforum "Rasen", da findest du reichlich genaue Erklärungen, wie du einen Rasen anlegst, ohne dass ich, die noch nie einen Rasen angelegt habe, jetzt mir mit aufgeschnapptem Wissen die Finger müde tippe und dann doch etwas Entscheidendes vergesse. ;)

    Liebe Grüße, Pyromella
     
  • L

    Lauren_

    Guest
    Ich schließe mich Pyromella an. Bis auf den Punkt "immergrün" erfüllt eine Hainbuchenhecke oder Rotbuchenhecke alle deine Wünsche - und sieht zudem im Sommer sehr hübsch aus. :)
    Hain- und Rotbuche ist allerdings nicht dieselbe Baumart, auch wenn die Blätter für den Laien sehr ähnlich aussehen - und so gibt es einen großen Unterschied:
    Die Rotbuchenhecke behält über den Winter weitestgehend ihr Laub, wodurch sie auch im Winter blickdicht ist, wenn man sie nicht ganz extrem schmal hält. (Auch das ist mit einer Buchenhecke problemlos möglich.)

    Wir haben seit acht Jahren eine Rotbuchenhecke und möchten im Prinzip keine andere mehr, sie ist wirklich pflegeleicht und schön (wenn man nicht sehr pedantisch ist genügt sogar ein Schnitt pro Jahr), und lässt sich ganz nach dem eigenen Geschmack schneiden/gestalten. :)

    Ich schließe mich Rosabel an - schönes Haus, schöner Garten, viel Erfolg für die Anlage des neuen Gartens!
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    woce

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    Hallo,

    hat man da keine Probleme mit dem Laub, wenn die Hecke Ihre Blätter verliert? Ich würde halt ungern immer das Laub zusammenrechnen müssen..

    Aso, das Haus seht ihr gar nicht, dass ist der andere Nachbar, hehe.. Ich habe die Bilder aus unserem Haus fotografiert... ;-)
     
  • L

    Lauren_

    Guest
    Na ja, das Laub muss man sicherlich zusammenrechen, es sei denn du möchtest es an Ort und Stelle liegenlassen. ;)
    Bei der Hainbuchenhecke fällt es im Herbst und man kann es zu einem Haufen rechen, für die Igel und Nützlinge und es im Frühjahr entfernen, und bei der Rotbuchenhecke fällt der Großteil des Laubes erst im Frühjahr... da kann man es gleich zusammenrechen und entsorgen/kompostieren.
     

    Pyromella

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    Nur, damit keine falschen Vorstellungen aufkommen: Auch sogannte "immergrüne" Heckenpflanzen wechseln ihr Laub bzw ihre Nadeln - nur halt kontinuierlicher. Da rieselt dann das ganze Jahr etwas durch die Gegend. Bei laubabwerfenden Gehölzen hast du das Laub in relativ kurzer Zeit konzentriert zusammen unten und bist danach mit dem Zusammenrechen fertig.
     

    Rosabelverde

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    Aso, das Haus seht ihr gar nicht, dass ist der andere Nachbar, hehe.. Ich habe die Bilder aus unserem Haus fotografiert... ;-)


    Ha, du Schlingel! :schimpf: Ich nehme mein Lob sofort zurück! (Und dachte noch, ach hat der schönegroße Fenster!, hätt ich auch gern ... :rolleyes:)

    Was die Hecke angeht, so kann ich die Buchenheckenempfehlung nur unterstützen. Hab hier beides: Rotbuche (zum Nachbarn hin) und Hainbuche (zum Fußweg nebenan). Die Rotbuche ist auch im Winter schön, die andere nicht so. Und richtig, mit Randsteinen kannst du da keinen Wildwuchs abhalten. Die Ausgabe kannst du dir sparen, denn in den Hecken wächst, was will.

    Und das ist keineswegs nur von Nachteil. Ich hab in den Hecken Büschel von Schneeglöckchen, Hahnenfuß, sogar Taglilien haben sich eingefunden, Krokusse sowieso, und wilde Veilchen. Alle von selbst gekommen. Ja, leider auch Giersch und Brennesseln, die haben so dreistes unterirdisches Wurzelwerk mit langen Ausläufern, dagegen richtet kein Randstein was aus. Und Gras ist noch das allergeringste Übel.

    Es kann schon vorkommen, dass man ein bisschen Laub rechen muss. Man kann's aber auch unter der Hecke liegen lassen, praktisch als Mulchschicht. So machen wir's hier. Die Hecken werden zweimal im Jahr geschnitten (Juni und September) und ansonsten sich selbst überlassen.
     

    KiMi

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    Hallo Woce,

    das trockene Laub der Hecke könntest du auch auf deinen Rasen rechen und dann mit dem Rasenmäher ohne Auffangbeutel drüber fahren, das tut deinem Rasen gut ;)

    Den Rasenzuwuchs vom Nachbargrundstück könntest du nur mit einer Mauer auf Fundament oder einer Wurzelsperre erreichen... beides kostet und ist es vlt nicht wert. Zumal die unbebauten Grundstücke ja wahrscheinlich irgendwann mal bebaut sein werden und du damit rechnen kannst, dass ab dann kein Rasen mehr an deinem Zaun entlang wachsen wird.

    Zur Hecke: Wenn du etwas Platz hast, finde ich eine gemischte Hecke unschlagbar! Sie ist zwar nicht immergrün, aber nach ein paar Jahren

    - bestimmt 6 Monate absolut blickdicht
    Und selbst im Winter kann man aufgrund des dichten, ineinandergreifenden Wuchses nicht komplett durchschauen
    - muss i.d.R. nie geschnitten werden
    - blüht, manchmal duftet sie sogar
    - bietet freundlichen Helfen, sprich Nützlingen aller Art, sowie Vögeln ein Zuhause

    Ich erfreue mich jedes Jahr auf´s neue an meiner gemischten Hecke! <3
     
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