der Jahrestag des Mauerbaus zu Berlin

1. ich habe nicht dich gefragt, sondern Feli


2. ich bin froh, dass es keine Berliner Mauer mehr gibt.


3. wie siehst du es denn?
 
  • Naja, vielleicht hätten wir so ein bißchen weniger Stasi im Bundestag :grins:

    Kaum ein Tag hat mein Leben so beeinflußt wie der 13. Aug. 1961.

    Plötzlich hatte ich keine Oma, keinen Opa mehr und auch Cousin und Cousine, mit denen ich viel gespielt habe, ware nicht mehr erreichbar.

    Schön, dass es solch eine Teilung Deutschlands nicht mehr gibt und daß die Wiedervereinigung so friedlich abgelaufen ist.

    Womit für mich klar ist, daß Waffen und Krieg niemals irgendwo Lösungen bringen.
     
    Mitbekommen das die Grenzen offen waren, hab ich, weil Busse zur Spätschicht ausfielen und kaum jemand im Werk war. Wer hat schon mit 17 AK geguckt und Suse war ja schon jahrerlang, fast offiziell, allein zu Hause. Fernsehen war langweilig auch wenn wir durchaus westfernsehen hatten. Das leben der Jugend spielte sich da auf der Strasse ab oder bei uns an den Waldseen.

    Ich war vorher noch ganz stolz zum Pfingsttreffen gewesen.

    Die meisten Offiziere der Fallis die bei mir im Dorf stationiert waren, um wenn nötig in 1 h in W-Berlin sein zu können, waren aber schon seit dem Sommer weg.

    War dann eine Woche später mit einem Kumpel in Spandau bei einem Trekkingladen.

    Was mich mal interessieren würde, gabs eigentlich Probleme wegen der Fauxpas bei der PK für Schabowski? Immerhin war das ja so nicht geplant.

    Danach gings für mich persönlich bergauf, hab zum Facharbeiterabschluss geheiratet weil mein bester Kumpel mit seinem Dad auch Offizier schon weg war, und wir hinterherfuhren. Meinen GG hab ich duch ihn kennengelernt. Nur eine Wohnung zu finden dauerte bis oben eine Familie im November beschloss, ihr Glück in den alten Ländern zu suchen. Da das Haus privat war konnten wir aus seinem Kinderzimmer hochziehen.
    Ein ganz lustige Sache war unser Hochzeitsreise im Juni 1990 ganz brav in ein Dorf in der Altmark ohne Radio und Fernsehen standen wir zur Währungsunion ohne Geld da.
    Dann gings wieder 200 kilometer entfernt getrennt zur Arbeit, aber ich war schon im Oktober wegen dem lieb gemeinten Braten in der Röhre auf 0 Stunden.

    Suse
     
    Zuletzt bearbeitet:
  • Es waren schon schlimme Zeiten!
    Wir Westberliner durften ja fuer 2 oder 3 Jahre (?) nach dem Mauerbau ueberhaupt nicht in den oestlichen Teil des Landes, auch nicht mit Antrag. Westdeutschland hatte es da ein wenig besser!!!
    Umgekehrt war es genau so, ostdeutsche Buerger durften ja gar nicht nicht in den Westen, erst viel spaeter dann mal, wenn sie Rentner waren und zu besonderen Anlassen "rueber" wollten.

    Als wir dann fahren durften, war man auf Gnade oder Ungnade der Regierung der DDR ausgeliefert, ob der Antrag zur Einreise bewilligt wurde oder nicht. Und dann durfte man auch nur in den jeweils "bestimmten Bereich" gehen und sich ja nicht ausserhalb bewegen, eben nur im Umkreis der Verwandtschaft.
    Und in das sogenannte "Zonenrandgebiet" kamen wir schon gar nicht rein, auch nicht zur Verwandtschaft.
    Es dauerte manchmal Monate, bis ueberhaupt die Einreise bewilligt wurde.
    Man musste taeglich 25,-- DM (Deutsche Mark [west]) umtauschen, 1 : 1
    Da sass man denn da mit dem vielen Geld und durfte nichts weiter einkaufen, alles war verboten, mit in den Westen zu nehmen. Die Verwandtschaft wollte das Geld auch nicht, sie haetten lieber Westgeld gehabt. Ich erinnere mich, dass sie immer sagten, "Bei uns kriegt man alles, wie bei euch.....,wenn man Westgeld hat." Da gab es ja dann wohl auch die bestimmten Institutionen, wo man eben fuer Westgeld einkaufen konnte, als DDR Buerger.

    Einmal haben wir das uebriggebliebene Geld auf einem Spielplatz an Kinder verschenkt, die sich riesig freuten! Wir durften das Geld natuerlich nicht mit in den Westen nehmen!!!

    Jaja, gut, dass diese Zeiten vorbei sind...

    Sorry, dass ich mich hier so "ausgelassen" habe!!! :d

    Kia ora
     
  • "Umgekehrt war es genau so, ostdeutsche Buerger durften ja gar nicht nicht in den Westen, erst viel spaeter dann mal, wenn sie Rentner waren und zu besonderen Anlassen "rueber" wollten."
    Falsch!;)
    Rentner brauchten keinen besonderen Anlaß. Sie konnten immer rüber, aber die Anzahl der Tage war glaube ich beschränkt.
    Otto Normalo brauchte eine Einladung zu einem Besonderen Anlaß.
     
    Nach Westdeutschland durften die Rentner schon, nach Westberlin erst spaeter!!!!

    Auch wir durften nur eine bestimmte Anzahl von Tagen nach Ostdeutschland und mussten auch von unseren Verwandten "eingeladen" werden!!!

    Wir waren spaeter ziemlich oft dort, da der Grossteil unserer Verwandtschaft in der DDR lebte!!!! Einmal wurden wir aber auch "abgelehnt", weiss der Himmel warum. Man sagte uns ja nichts!!! ;)

    Kia ora
     
    Also meine Oma war oft in Berlin, die hatte dort zwei Schwestern.
    Aber für so eine Ablehnung brauchte es keinen Grund. Da reichte es, wenn der Bearbeiter deines Ersuchens schlecht geschlafen hatte.
     
    tina1;1358793 Rentner brauchten keinen besonderen Anlaß. Sie konnten immer rüber schrieb:
    War ja auch im Sinne Ulbrich´s &Co
    Rentner kosten dem Staat Geld , deswegen wäre eine mögliche Republikflucht zu verschmerzen gewesen ;)
     
  • Rentner brauchten keinen besonderen Anlaß. Sie konnten immer rüber, aber die Anzahl der Tage war glaube ich beschränkt.
    Otto Normalo brauchte eine Einladung zu einem Besonderen Anlaß.

    Falsch Tina ,das war nicht immer so . Diese Regelung gab es erst so ab 1966
    oder so . Meine Tante und mein Onkel waren da auch von betroffen .
     
    Tut mir leid, daß mein Wissen so lückenhaft ist. Ich kenne es halt nur von meinen Großeltern und die fuhren öfter nach Berlin und brachten immer die tollen Aldi-Schnäppchen mit, für der man auch nach Jahren der Verwandtschaft noch die Füße küssen sollte.
     
    Man durfte ja auch nicht alles mitbringen in die DDR!
    Bestimmte Dinge, wie Buecher, Zeitschriften, Lebensmittel verschiedener Art usw., usf...
    Unsere Verwandten waren immer sehr begeistert von Ananas in Dosen. Kaffee sowieso und Suedfruechte!!

    Wenn ich mich noch an die Kontrollen an den Grenzuebergaengen erinnere, mannomann....., man kam sich immer wie ein Verbrecher vor!
    Die Diensthabenden Volkspolizisten waren sehr unhoeflich und barsch in ihrer Tonart! Wehe, Du versuchtest mal ein Spaesschen zu machen, da musstest Du gleich aus der Warteschlange ausscheren und Dich an die Seite stellen. Wenn es den Herren nach einigen Stunden passte, durfte man dann doch noch weiterfahren!!!
    Die Autos wurden gruendlichst kontrolliert, mit Stangen ging es in den Tank, die Sitze mussten hochgeklappt werden, mit Spiegeln wurden die Autos von unten kontrolliert, oft durftest Du saemtliche Taschen auspacken, es war schon meistens reine Schikane!!!!

    Aber was hat man nicht alles auf sich genommen, um die Verwandtschaft zu sehen!!

    Kia ora
     
    Man durfte ja auch nicht alles mitbringen in die DDR!
    Bestimmte Dinge, wie Buecher, Zeitschriften, Lebensmittel verschiedener Art usw.,

    Oh ja daran erinnere ich mich auch noch . Auf der Fahrt zu Verwandten in Dresden
    wurde kurz vor dem Übergang Bebra darüber im Abteil gesprochen .
    Ich habe dann blitzschnell überlegt das Muttern unsere Schuhe in Bildzeitungen
    eingewickelt hatte .
    Hab mich dann als kleiner Junge sofort über die Schuhtasche her gemacht und
    diese Druckwerke aus dem Fenster geworfen .
    Man hatte ich da Muffensausen .
     
    Zu Zeiten der Mauer war ich auch ab und zu vom Westen aus in Ostberlin - oder in "Berlin, Hauptstadt der DDR" - wie das damals hieß.


    Und auch in Weimar und Erfurt und Jena.


    Und in Dresden.


    Das waren Erlebnisse der ganz besonderen Art.
     
    Ich hab mit etwa 10 Jahren mal meinem Arbeitslosen Onkel aus Bochum vorgeschlagen doch zu bleiben.

    @mikaa
    google mal nach Luftsturmregiment 40
     
    Hab mich dann als kleiner Junge sofort über die Schuhtasche her gemacht und
    diese Druckwerke aus dem Fenster geworfen .
    Man hatte ich da Muffensausen .



    Schisser! :-P

    Die Mauer wurde doch nur deshalb gebaut, damit die "bösen Kapitalisten"
    nicht auf die Idee kamen, vom Westen in den Osten zu flüchten.

    Geschafft haben es dann aber doch einige, wie in einer
    DDR-Tageszeitung aus dem Jahre 1978 zu lesen war:

    DDR_.webp

    Bild dir deine Meinung :grins:


    mutabilis
     
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