G
Gartenacki
Guest
Ich war das nicht .
nö , das beantwortet auch meine Frage nicht
Also ich muß mal was ganz anderes einschmeißen.
Klar, Mauer, Grenze...hab ich alles selbst erlebt.
Auch das die Omi reisen durfte, etc.
Aber, ich habe im Osten nie so hohe Heckenmauern gesehen wie tief im Westen!
In meiner Kindheitsstrasse konnte ich mindestens sieben Nachbarn, links und rechts, überblicken.
Hier glotzt man nur auf seine eigene Scholle!
Ja stimmt, im "Osten" war alles ein bisschen "kollektiver"(?).
Jeder war (meistens) fuer jeden zugaenglich.
Ich fand es immer sehr gut, wie die Leute in den Doerfern einen so guten Zusammenhalt hatten. Man half sich gegenseitig bei anfallenden Arbeiten, der Eine konnte dieses, dafuer der Andere jenes!
Und man machte aus der Not eine Tugend und machte alles selbst, Reparaturen, Bauen, eben alles, was so anfiel und natuerlich im "Austausch" mit den Anderen.
Eine meiner Verwandten war Friseuse, sie frisierte die Damen, dafuer bakam sie dann etwas Anderes, entweder auch in Form einer Gegenleistung oder aber in Naturalien.
Ich erinnere mich sooo gut an ein Thueringer Gericht (wir waren meist in Thueringen zu Besuch), das nannte sich "Weckwerch" oder so aehnlich. (Ich sagte immer "Wegwerf" dazu, weil ich mich "wegwerfen" koennte, da es sooo lecker war.
Es war so eine Art Leberwurst im Glas, triefte vor Fett und hatte einen unvergleichlichen Geschmack! Das wurde warm gemacht und dazu gab es Pellkartoffeln....*sabber*!!!!!!
Kia ora
Weckewerk ist eine nordhessische Wurstspezialität. Es wird aus gekochten Schwarten und Gehacktem sowie Fleisch- oder Wurstbrühe vom Schwein hergestellt, mitunter kommen gekochte Fleischstücke, Blut und Innereien dazu. Gestreckt wird die Wurst mit altbackenen Brötchen, die dem Weckewerk seinen Namen geben: „Wecke“ oder „Wegge“ ist die traditionelle Bezeichnung für Brötchen in Nordhessen. Gewürzt wird mit Zwiebeln, Salz, Pfeffer, Majoran, regional auch mit Kümmel, Nelkenpfeffer und Knoblauch. Die Zutaten werden durch den Fleischwolf gedreht und vermengt. Für den baldigen Verzehr gelangt Weckewerk in dieser Form oder abgefüllt in Schweinedarm in die Küche. Für die längere Aufbewahrung wird es in Gläsern konserviert oder im großkalibrigen Kunstdarm gekocht.
Weckewerk oder Weckwurst wird kalt gegessen oder in der Pfanne gebraten. Da der ehemalige Oberbürgermeister von Kassel Philipp Scheidemann Weckewerk fast angebrannt gemocht hat, wird diese Zubereitungsform auch nach Bürgermeisterart genannt.
Ähm... nun ja... und wie die "bösen Kapitalisten" nach der Wende alles platt gemacht haben, dass kann man ja nun in vielen Landstrichen immer noch sehr gut sehen. In meiner ehemaligen Heimatstadt hat so ziemlich jede Firma dichtgemacht. Die wenigen die noch bestehen, haben ihre Mitarbeiter auf max. 5-10 Prozent heruntergefahren und selbst von denen arbeitet die Hälfte zum Billigtarif. Die Stadt ist sein Jahren pleite und die Arbeitslosigkeit liegt bei mehr als 50 Prozent. Auf Grund der Landkreisreform gibt es auch den Landkreis nicht mehr und die Einwohnerzahl hat sich glatt halbiert.Die Mauer wurde doch nur deshalb gebaut, damit die "bösen Kapitalisten"
nicht auf die Idee kamen, vom Westen in den Osten zu flüchten.
Schließlich interessiert sich ja bsw. auch niemand für die Geschichte der deutschen Republik.
Mit deutscher Republik meinte ich eigentlich die Weimarer Republik. Immerhin war das der Beginn eines demokratischen Rechtsstaates auf deutschen Boden.Na dann solltest du mal häufiger MDR schauen . Und die Geschichte der BRD und
DDR ist ja eigentlich die gleiche . Oder ?
Mit deutscher Republik meinte ich eigentlich die Weimarer Republik. Immerhin war das der Beginn eines demokratischen Rechtsstaates auf deutschen Boden.
Ich wollte damit auch nur ausdrücken, dass meiner Meinung nach die Bedeutung der Geschichte extrem unterschätzt wird. Wüssten bsw. mehr Menschen das man mit dem Begriff des demografischen Wandels bereits in den zwanziger Jahren die Ängste der Mesnchen schürte, wüssten Mehr Menschen wie verdammt langwierig und schwer der Kampf um eine soziale Marktwirtschaft war, hätten es Lobbyisten und Poltiker nicht so einfach gehabt einen funktionierenden Sozialstaat zugunsten privater Geldinteressen leichtfertig zu opfern.Ok , dann hab ich dich jetzt falsch verstanden .
Nachzulesen in "Politische Ökonomie des Sozialismus..." Dietz Verlag Berlin, 1. Aufl. 1969, Seit 241.Die Gesamttendenz der Wirksamkeit dieser objektiven Gesetzmäßigkeiten im Sozialismus geht dahin, dass die sozialistische Gesellschaft immer weniger Arbeits- und Zeitaufwand zur unmittelbaren Reproduktion ihres Lebens benötigt, und zwar nicht durch Einschränkung ihrer Bedürfnisse, sondern vielmehr durch ihre allseitige, immer rationellere und effektivere Befriedigung, so daß die Entwicklung der sozialsitischen Ökonomik in zunehmendem Maße Freizeit produziert. Diese Freizeit sozialistischer Menschen ist nicht einfach Nichtarbeitszeit, sondern ...
Mit der Entwicklung der sozialistischen Gesellschaftsformation verschwindet der Gegensatz von Arbeitszeit als Nichtfreizeit zur Freizeit als Nichtarbeitszeit. Die Arbeit wird als positiv schöpferische Tätigkeit immer mehr zu einer normalen gesellschaftlich üblichen Lebensgewohnheit und schließlich - wie Lenin sagte - zur "Arbeit, die geleistet wird, aus der Gewohnheit, für das Gemeinwohl zu arbeiten, ..."
Ja sicher doch. Ich meinte Reisefreiheit ja auch nur in Bezug auf die Mauer. Das es nicht das einzige Problem war ist doch klar.Du siehst das m.E. sehr verkürzt, Frank.
Es war nicht nur die fehlende Reisefreiheit. Es war die Gesamtsituation mit der die Menschen der DDR nicht mehr leben wollten.
Ja ja, dass ist schon alles richtig. Aber ich bin halt ein Mensch der gerne mal etwas hiinterfragt und nicht einfach in schwarz-weiß Kategorien denkt. Ich finde, in der Praxis sah das Leben in der DDR doch schon ein klein wenig anders aus als es heutzutage in den Medien oft dargestellt wird. Wobei ich nicht besser meine, sondern einfach vielschichtiger. Heute geht einfach vieles unter bzw. passt genauso wenig in die westliche Idologie wie umgekehrt früher im Osten. Einiges, oder besser noch, Weniges ist tatsächlich besser, vieles ist einfach anders.Die Demokratie der Weimarer Republik war eine Stunde im Geschichtsunterricht, die unter dem Gesichtspunkt der SED-Sicht behandelt wurde, wenn's hochkam. Außerdem bekannte sich die DDR-Führung zum diktatorischen Staat, in dem die "Diktatur des Proletariats" ausgeübt wurde. Von Demokratie war da nicht die Rede.
Und dennoch sollten wir nicht vergessen das es den Menschen damals lediglich um etwas mehr Gerechtigkeit innerhalb der DDR ging. Und mal ganz ehrlich, da war auch sehr viel Dummheit im Spiel. Muss man leider so sagen wie es ist. Denn im Vergleich zu heutigen Luxusvillen vieler Poltiker und Unternehmer war Wandlitz doch geradezu eine billige Sozialsiedlung.Auch das ist wohl sehr lebensfremd. Ja, wenn alle Menschen engelsgleich und selbstlos gewesen wären. Aber das waren ja nicht einmal die die Mitglieder des ZK der SED, die sich ihr eigenes Paradies abgeschottet in Wandlitz errichteten.
Bei Gründung der DDR gab es noch die gleiche Aufteilung in Länder und Kreise. Irgendwann, ich glaube es müsste so Ende der fünziger oder Anfang der sechziger Jahre gewesen sein, hat man dann die neue Unterteilung in Bezirke eingeführt und die Landkreisreform umgesetzt. Dadurch entstanden sehr viel kleinere Landkreise. Nur der Name war etwas anders. Die Landkreise hießen in der DDR Rat des Kreises. Interessant dabei ist die Tatsache das diese Kreisräte sehr viel mehr zu tun hatten, Computer gab es nicht und sie hatten trotzdem weniger Arbeitskräfte als heute. Ach ja... mein Vater war mehr als 25 Jahre stellvertretender Abteilungsleiter. Stellvertreter deshalb weil mein Vater in der SED war und die Abteilungsleiterstelle Mandatsgebunden, fest an die LDPD vergeben war. Auch das gab es, aber das will heutzutage schon gleich gar niemand mehr wissen.In der DDR gab es Landräte? Das ist mir neu. Waren das nicht die Kreisparteisekretäre?
Jepp... ganz genau. Deshalb denke ich, dass die Wende in der DDR und die Einheit zwei völlig verschiedene Dinge sind.Es kommt immer drauf an, womit verglichen wird. Der Normalmensch der DDR hatte eben nicht diese Einkaufsmöglichkeiten und nicht die Ausstattung, die die Typen in Wandlitz hatten.
Und ob da geschossen wird. Seit 1990 sind an dieser Grenze weit mehr als 3.000 Menschen umgekommen. Das sind mehr Tote als in all den Jahren an der innerdeutschen Grenze.Aber mal ganz abgesehen davon, dass dieser Zaun Einwanderer und nicht ausreisewillige Familienangehörige verhindern soll, sind dort auch Selbstschußanlagen installiert oder wird von Wachtürmen aus von USA-Grenzposten auf Menschen, die diesen Zaun überwinden wollen, geschossen?
Nein, natürlich weiss ich keine genauen Einzelheiten. Da müsst ich mich auch erst genauer schlau machen. Aber ich meine ganz prinzipiell. In Deutschland gedenkt man den Mauertoten als eines der grössten Ungerechtigkeiten der Nachkriegsgeschichte überhaupt, während man von toten Mexikaner kaum etwas gehört hat. Frei nach dem Motto - wenn Menschen raus wollten und zu Tode kommen sind sie Helden, wollen sie statt dessen rein und kommen um, sind sie halt einfach selbst schuld? Find ich nicht gut sowas.Es wird an dem Grenzzaun zu Mexiko wohl kaum auf eigene Bürger geschossen, weil sie mal kurz "rüber" wollen und auch nicht von offizieller Seite. Inwieweit diejenigen, die da schießen, bestraft werden, entzieht sich meiner Kenntnis. Weißt du es?
Ähm... äh... ich glaube aber, dass hat auch ein wenig etwas mit der Sparsamkeit der Kriegsgeneration zu tun. Meine Oma war damals auch so, bis ihr mein Vater mal erklärt hat wie man die Stromkosten berechnen kann. Die Mindestrente lag wohl so bei 250 im Jahr 1989 bei 300 Mark. Natürlich kann man davon keine großen Sprünge machen. Allerdings betrug die Miete auch nur 20 Mark, 15 Mark Versicherung und 20 Mark Strom, bei einer Neubauwohnung waren übrigens die Heizkosten inclusive. Eine 60 Watt Lampe hätte man auf jeden Fall 14 Tage durchlaufen lassen können ohne arm zu werden. Wenn ich das richtig überschlagen habe, komme ich gerade auf 1,60 Mark.Bei der Schwester angekommen, stellte sie abends fest, dass sie vergessen hatte, das Licht im Wohnzimmer auszumachen. Obwohl die kWh nur 8 Pf kostete und die Lampe bestimmt nicht viel Strom verbrauchte, hatte sie sich ausgerechnet, daß bei ihrer Rente, der Strom zu teuer wird.
Mal im Ernst, ich finde ja, die Menschen haben heute genug neue Probleme als das sie sich um sowas wie für den Jahrestag des Mauerbaus interesstieren würden. Schließlich interessiert sich ja bsw. auch niemand für die Geschichte der deutschen Republik.
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Ähm... äh... ich glaube aber, dass hat auch ein wenig etwas mit der Sparsamkeit der Kriegsgeneration zu tun. Meine Oma war damals auch so, bis ihr mein Vater mal erklärt hat wie man die Stromkosten berechnen kann. Die Mindestrente lag wohl so bei 250 im Jahr 1989 bei 300 Mark. Natürlich kann man davon keine großen Sprünge machen. Allerdings betrug die Miete auch nur 20 Mark, 15 Mark Versicherung und 20 Mark Strom, bei einer Neubauwohnung waren übrigens die Heizkosten inclusive. Eine 60 Watt Lampe hätte man auf jeden Fall 14 Tage durchlaufen lassen können ohne arm zu werden. Wenn ich das richtig überschlagen habe, komme ich gerade auf 1,60 Mark.