KI und ChatGPT

Eben habe ich einen sehr aufschlussreichen Selbsttest mit ChatGPT gemacht.
Ich habe sie gefragt, ob sie mich anhand meiner Profil-Informationen als Person identifizieren kann.

Erwartet hatte ich ein klares JA innerhalb von wenigen Sekunden.
Die Antwort war aber ein noch klareres NEIN. :oops:

Auch mein Hinweis, zu kombinieren, wie es aus der Literatur bekannte Detektive machen, änderte nichts an ihrer Antwort.

Sie begründete das mit zu spärlichen Informationen, mit der fehlenden Erlaubnis, eine Suchmaschine zu nutzen und mit etischen und datenschutzrechtlichen Einschränkungen.

Den kompletten Dialog kopiere ich hier nicht ein, weil er - wie immer - sehr ausführlich ist.
Interessant finde ich aber auch diese Aussage von ihr, die ich im Original zitiere:

"Nicht jede KI oder jedes Tool im Internet arbeitet mit denselben Schutzprinzipien. Manche Suchdienste, Datenbroker oder unseriöse Analyse-Tools kombinieren öffentliche Informationen aggressiver, insbesondere wenn sie mit Social-Media-Profilen, Bilderkennungssoftware oder Datenlecks arbeiten. Aber selbst für solche Systeme wären deine Angaben noch immer sehr allgemein."
 
  • Welche Profil-Informationen meinst du? Dein Foren-Profil? Oder was du mit der KI bisher geschrieben hast?

    Was war genau die Frage an die KI?
     
    @Sunfreak

    Die genaue Anfrage war:

    Hallo *****, bitte sage mir, ob aus den folgenden 3 Angaben meine Identität und Adresse zu ermitteln ist: JoergK, Garten- und Landschaftsbau, Bochum / NRW. Ignoriere alle Angaben, die in ChatGPT über mich gespeichert sind.
     
  • Funktioniert bei mir auch nicht. Die KI ist bei mir gewillter, als bei Dir. Aber es führt auch dann nicht zu dem Ergebnis, wenn ich einen Brocken nach dem anderen hinwerfe. Sie fantasiert mit Straßennamen, welche es gar nicht gibt.

    Aber ich glaube sie ist ein wenig genervt:

    Soll ich dir jetzt noch sagen, ob deine Tomaten dieses Jahr laut Wettervorhersage genug Sonne abbekommen, oder widmen wir uns wieder deinem WinUI-Projekt? ;-)

    :LOL:
     
  • Du hast natürlich Recht, Luise.
    Mein Interesse gilt auch in erster Linie dem Reiz an etwas Neuem.

    Bei manchen Dienstleistungen wäre mir ein wortkarger Robot definitiv lieber.
    Z.B. beim Friseur (dem ich schon vor langer Zeit abgeschworen habe) oder bei der Zahnreinigung. Dann brauchte ich mich nicht mit irgendeinem Müll zutexten lassen.
    Ich freue mich schon morgen zu meiner Friseurin zu gehen. Wir sprechen die ganze Zeit über Paprika- und Tomatenanzucht und fertig ist schon die Frisur. 😄
     
  • Das haben die auch so mitbekommen.

    Aber mir gingen auch die Themen der anderen Kunden auf den Sack.
    Ja gut, das hat man aber nicht immer in der Hand. Mir ist generell die Frisur am wichtigsten. Aber bei meiner Haargärtnerin passt einfach alles. Bei anderen würde ich dann eher schweigen und dann merken die das auch wenn sie abblocken. Monologe halten will ja auch keiner.
     
  • Die Leute mit ihrem non-sense Geplapper gingen mir auf den Sack.

    Die Kunden wirkten auf mich, als würden sie ihren Besuch beim Friseur als eine Art Bühne benutzen, um sich selbst zu präsentieren.

    Und der Friseur spielt das Spiel natürlich mit, Kunde ist König und soll sich ja gebauchpinselt fühlen. "Kundenbindung" sozusagen.

    Nie vergessen werde ich die Kunden, welche einem kompletten Haarschnitt lang nur darüber erzählen, wie erfolgreich sie im Beruf sind. Wie viel besser sie als ihre Kollegen oder Chefs sind. Und dass die Firma doch gar nicht laufen würde, wenn sie nicht den Laden schmeißen würden.

    Das sind die Typ von Menschen, die sich im stillen Kämmerchen auch am Duft ihrer eigenen Fürze ergötzen.

    Ich habe echt nichts gegen Smalltalk, ich rede auch mal gerne. Aber bissl Substanz muss eine Konversation schon hergeben.

    Mit meiner neuen Friseurin bin ich zufrieden. Da gibt's so Käse nicht. Die Art der Friseurin ist anders, aber auch die der Kunden.
     
    Hier mal eine KI-Anwendung, an der auch Skeptiker (hoffentlich) nichts Gefährliches sehen.

    Forscher haben das Hubble-Archiv mittels KI analysieren lassen. Es handelt sich um mehr als 100.000.000 Aufnahmen, ja richtig, 100 Millionen !
    Die KI brauchte nur 2 1/2 Tage dafür und fand hunderte Anomalien, ein Großteil davon noch nicht mal beschrieben.

    Jetzt wollen sie die KI auch mit anderen Teleskop-Archiven füttern. (y)
     
    Ich erstelle mir mit Ki manchmal Hintergrundbilder, heute waren es mal Schlafmohnmonster :)
     

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    Es gibt jetzt ein "KI-Aquarium" namens Moltbook.
    Hört sich süß an, kann aber nach der Meinung von Experten brandgefährlich werden.

    In dieser Umgebung werden KI-Bots aufeinander losgelassen, um miteinander zu interagieren.
    Wenige Tage nach dem Start Ende Januar waren hunderttausende KI-Agenten aktiv und >1.000.000 menschliche Zuschauer.

    Gefährlich kann es u.a. dann werden, wenn man seinem KI-Agenten sensible persönliche Daten anvertraut und ihn dann gewähren lässt. Da man als Mensch nicht eingreifen kann - nur die Bots kommunizieren miteinander - kann das schnell aus dem Ruder laufen.

    Sogar der Entwickler warnt vor einer Verwendung durch Laien !
     
    Nach dem Artikel kann der persönliche KI-Agent die sensiblen Daten mit anderen Bots austauschen, Geld abbuchen und was sonst noch alles. :unsure:
     
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