"Sie betrat sein Zimmer.
Wie immer darauf eingestellt, dem Ekel gegenüberzutreten, dass sie bei jedem einzelnen Besuch in den letzten Jahren empfand.
Diese Abscheu vor den fettigen, schmierigen Haaren und der penetrant Gestank nach saurem Schweiß, wie er sonst nur in Sanatorien bei den todkranken und vergessenen zu finden ist.
Doch diesmal war es anders.
Als sie die Tür öffnete, drang zwar der selbe muff in ihre Nase wie immer. Doch in ihrem Innersten löste er etwas anderes aus.
Ihre Hände begannen leicht zu zittern und ihr wurde heiß. Beim ersten Schritt in des Speckministers Büro öffnete sie den obersten Knopf ihrer Bluse, was ihr schwer viel da ihre Hände nun auch noch zu schwitzen begannen.
Sie merkte wie ihr Gesicht sich rötete während sie näher an seinen Schreibtisch trat und ein seltsames Gefühl machte sich in ihr breit.
Wärme...
Alles um sie herum wurde auf einmal so irreal. Sie hatte keine Angst mehr, wollte sich nicht mehr verstecken.
Sie lächelte beseelt, als man sie blutüberströmt mit Handschellen gefesselt in den Streifenwagen setzte.
Die Hände verbunden.
Durch die rohe Gewalt, mit der sie ihm den Brieföffner in den feisten Wannst rannte, hatte sie sich selbst die Finger zerschnitten.
..."