Anna Bucciarelli malt mit Aquarellfarbe wunderbare Blumenbilder, sie zeigt in Videos wie und dazu Referenzfotos. Mit deren Auswahl fängt es an: Es müssen von Sonne beschienene Stellen und Schatten drauf sein, und dann werden die hellen Stellen ev. noch heller gemalt als auf dem Foto, und das ohne Verwendung von Weiß. Wollte ich auch mal versuchen und das mit ihrer Technik, denn ich konnte Farbverläufe nur auf kleinen Flächen und dabei kleisterte ich das Papier arg mit Farbe zu.
Sie verwendet teure Farben, das möglicherweise beste Papier und sehr teure Pinsel. Ich wollte sehen, wie weit ich das mit meinem Material auch kann. Habe es (schon vor einiges Zeit) probiert, aufgegeben, wieder probiert auf verschiedenem Papier, mit verschiedenen Pinseln und somit Wassermengen .. entdeckt, dass sie synthetische Ochsengalle ins Wasser tropft .. das Präparat gibt es nicht bei uns, also „normale“ Ochsengalle gekauft. Dann das von ihr verwendete Arches-Papier .. die farbige Flüssigkeit verhält sich mit all dem annähernd so wie bei ihr, trocknet immer noch etwas schneller, also muss ich mich mehr beeilen, und die Größe der Fläche, die die richtige Feuchtigkeit hat, ist damit auch immer noch begrenzter als bei ihr.
Die nächste Hürde: Die gerade so leuchtende verdünnte Farbe trocknet und wird blass. Bei der ersten Schicht soll das so sein, Anna B. malt dann nur noch eine oder zwei drüber und es passt. Nachgemacht .. wieder zu blass, manchmal ist überhaupt nicht zu sehen, dass ich was drüber gemalt habe. Also noch mal und noch mal, bis das Ergebnis zufriedenstellend ist oder das Papier streikt. Schleierhaft ist mir auch, wie Anna B. so schöne Ränder hinbekommt. Das Arches Papier ist uneben und die Ränder bei mir entsprechend. Und natürlich passieren ihr keine Fehler ..

Ich versuchte zunächst etwas von ihr nachzumalen, vereinfacht, weil zu kompliziert. Dann suchte ich mir was eigenes und malte mit Bordeauxrot die im Original schwarzviolette Akelei, 20 cm breit, über mehrere Tage verteilt, bereits beim zweiten Versuch so hinbekommen, dass sie an der Wand hängen darf, zur Betrachtung aus 1 m Abstand.