Ölmalpapier statt Malkarton und ein paar Magnete, und schon kann ich ein paar Blumen mit Ölfarbe malen statt mich mit Aquarell zu plagen. So viele, wie an die Zählerkastentüren passen, eventuell noch welche an Heizkörper, die sind dort allerdings gefährdeter.
Dabei male ich dünne Farbschichten, manchmal ziemlich flüssig mit einem ganz weichen Pinsel. Selbst diese brauchen leider einige Tage um fest zu werden, aber danach kann ich drüber malen, Korrekturen oder Details, die nicht sofort möglich waren. Die Fett-auf-mager-Regel ignoriere ich, bei den dünnen Schichten dehnt sich die Farbe durch Sauerstoffaufnahme nicht so sehr aus, dass es die Schicht darüber zerreißt, denke ich. Und es ist auch nicht so, dass normale Ölfarbe mager ist, wenn man sie mit Terpentin verdünnt, so wie viele es sagen. Wenn das verdunstet ist, ist die Farbe genau so fett wie zuvor, die Schicht ist lediglich dünn. (Anders ist es natürlich, wenn Öl und noch mehr Öl dazu gemischt wird.)
Erst mal ein paar Tulpen, mit denen ich Rot-Gelb-Kombinationen mit Zinnoberrot, Permanentrosa und Alizarinkarmesin ausprobierte. Dann Hornveilchen-Varianten, da kam auch schon Violett und Magenta dazu.. während Blütenfarben schön gehen, ist Grün, das dem natürlichen Blattgrün entspricht, mir noch nicht so richtig gelungen.
