Fertig werden ist überhaupt ganz schwierig.
Oh, das kenn ich! Dachte aber, das beträfe hauptsächlich die abstrakte Malerei, weil man da im Grunde nie einen Schlusspunkt setzen kann und einem immer noch was und noch was einfällt, bis man sein Bild ruiniert hat ... gibt ja kein objektives Kriterium für 'fertig'. Und irgendwann ist es 'overdone' und man muss Stellen zumalen, die man vorher großartig fand ...
Bei Acryl geht das ja noch, aber bei Aquarell ist man dann wirklich verloren.
und außerdem, wozu braucht eine Vase Noppen
Brauchen vielleicht nicht direkt, aber eventuell wollte der Glasbläser ja mal beweisen, dass er's kann: Glas mit Noppen zu machen? Weil: glatt kann jeder! Und Noppen führen zu interessanten Lichteffekten. Hab selbst so eine Vase und auch Trinkgläser (aber nicht echt antik) und spiele gern damit für abstrakte Fotos rum.
Dein zartbuntes Blumenstillleben gefällt mir, und die blaue Vase, das Licht im Glas, ist dir super gelungen! Ja, die Ungleichzeitigkeit der Blumen auf vielen Stillleben ist ganz normal, oft sollten solche Bilder ja alle Jahreszeiten zugleich darstellen, und die guten Maler warteten mit dem Weitermalen, bis ihre begehrte Blume endlich blühte und eine gute Malvorlage lieferte. So konnte sich die Produktion eines Blumenstilllebens schon mal über Monate hinziehen. Find ich interessant, dass zwar Realismus für die Art der Darstellung erwünscht war, aber nicht die Darstellung der Realität.
Mich freuen deine Bilder, mal sehen, was als nächstes kommt!
