Zeichnen, Malen, plastisches Gestalten und...

  • Anhang anzeigen 831089
    Wolken über Äskhult – ich habe heute beschlossen, dass es fertig ist. Habe es schon vorigen Sommer begonnen und wollte nicht mehr daran weitermachen, weil ich den gewünschten Grünton nicht hinbekam. Dann habe ich gebrannten hellen Ocker gekauft, damit wurden auch die anderen Stellen viel besser. Und nun meine ich, es reicht mit Herumbessern.
    Sehr schönes Bild. Was ihr alle für tolle Künstler seid. Ich habe da gar kein Geschick dafür.
     
  • Gibt es bei Kunst ein richtig und ein falsch? NEIN.
    Alles ist künstlerische Freiheit und die Interpretation vielfältig.
     
  • Gibt es bei Kunst ein richtig und ein falsch? NEIN.
    Alles ist künstlerische Freiheit und die Interpretation vielfältig.
    Nun ja, wenn Kunst so ist für Dich, dann bin ich kein Künstler. Ich will nämlich, dass es realistisch aussieht und auch stimmt. Und es ist keine künstlerische Freiheit, wenn ich die Relationen oder Farben nicht hinbekomme, sondern nur nicht können.
     
    2026MÖlGlasvase4.webp
    Manchmal male ich eifrig an einem Bild und von einem Tag auf den anderen mag ich nicht weitermachen dran. Fertig werden ist überhaupt ganz schwierig. So ist nun die Blumenorgie rumgelegen, bis die Nachricht von innen da war „es darf fertig werden“. Schuld daran ist übrigens ein Bild von Abraham Breughel mit Blumen in einer Glasvase, die Vase habe ich mal zur Übung nachgemalt, dabei allerdings Blau verwendet. Das hat mir so gut gefallen, dass ich beschloss ein ganzes Bild daraus zu machen. Die Noppen habe ich dabei weggelassen, die hat der Maler so gleichmäßig verteilt, wie es nicht richtig sein kann auf einer gekrümmten Fläche, und außerdem, wozu braucht eine Vase Noppen .. Und dann fielen mir einige Blumen ein, die ich auf dem Bild haben wollte. Tulpen und (zu kleine) Pfingstrosen zusammen, unrealistisch, aber egal .. ich habe Bilder gesehen, da waren Tulpen und Rosen drauf.
     
    Fertig werden ist überhaupt ganz schwierig.
    Oh, das kenn ich! Dachte aber, das beträfe hauptsächlich die abstrakte Malerei, weil man da im Grunde nie einen Schlusspunkt setzen kann und einem immer noch was und noch was einfällt, bis man sein Bild ruiniert hat ... gibt ja kein objektives Kriterium für 'fertig'. Und irgendwann ist es 'overdone' und man muss Stellen zumalen, die man vorher großartig fand ... :rolleyes:

    Bei Acryl geht das ja noch, aber bei Aquarell ist man dann wirklich verloren.
    und außerdem, wozu braucht eine Vase Noppen
    Brauchen vielleicht nicht direkt, aber eventuell wollte der Glasbläser ja mal beweisen, dass er's kann: Glas mit Noppen zu machen? Weil: glatt kann jeder! Und Noppen führen zu interessanten Lichteffekten. Hab selbst so eine Vase und auch Trinkgläser (aber nicht echt antik) und spiele gern damit für abstrakte Fotos rum. :giggle:

    Dein zartbuntes Blumenstillleben gefällt mir, und die blaue Vase, das Licht im Glas, ist dir super gelungen! Ja, die Ungleichzeitigkeit der Blumen auf vielen Stillleben ist ganz normal, oft sollten solche Bilder ja alle Jahreszeiten zugleich darstellen, und die guten Maler warteten mit dem Weitermalen, bis ihre begehrte Blume endlich blühte und eine gute Malvorlage lieferte. So konnte sich die Produktion eines Blumenstilllebens schon mal über Monate hinziehen. Find ich interessant, dass zwar Realismus für die Art der Darstellung erwünscht war, aber nicht die Darstellung der Realität.

    Mich freuen deine Bilder, mal sehen, was als nächstes kommt! :love:
     
  • Mich freuen deine Bilder, mal sehen, was als nächstes kommt! :love:
    Danke, liebe Rosabelverde!
    Oh, das kenn ich! Dachte aber, das beträfe hauptsächlich die abstrakte Malerei, weil man da im Grunde nie einen Schlusspunkt setzen kann und einem immer noch was und noch was einfällt, bis man sein Bild ruiniert hat ... gibt ja kein objektives Kriterium für 'fertig'. Und irgendwann ist es 'overdone' und man muss Stellen zumalen, die man vorher großartig fand ...
    Oje .. kann ich nachvollziehen. Das meinte ich aber nicht .. es geht einfach immer langsamer voran, d.h. ich arbeite immer seltener daran, je weiter ich komme, und es ist, wie wenn es einfach nicht fertig werden darf.
    Ach ja, die Noppen .. da wollte vielleicht ein Maler auch zeigen, dass er es kann (manche glaubten es anscheinend auch nur). Und es gab viele Gläser mit Noppen damals. Es war mir auch nicht zu schwierig ..
     
  • 2026MFougTrep.webp
    Diese Treppe ins Nichts steht in Fougères, ganz im Osten der Bretagne. „Mal mich“ verlangte sie (nicht zum ersten Mal). „Ich weiß nicht wie, das Mauerwerk ist viel zu schwierig, und der Hintergrund ..“ Mauerwerk ungefähr und Hintergrund weglassen, tauchte in meinem Kopf auf .. o.k., probiere ich. Ich entschied mich für Aquarell und Fontaine Feinkorn, für so was ist es gut geeignet. Ist ewas anders als Blumen malen auf Centenaire, aber die gemachten Erfahrungen flossen trotzdem ein, ich tastete mich Farbschicht für Farbschicht an zusammenpassende Farbintensität heran (nachdem mir eine Stelle zu dunkel geraten war), über drei Tage verteilt. Bald wunderte ich mich über mich selbst, weil ich einiges wirklich nicht genau nahm, so kenne ich mich gar nicht. Heute ist das Licht wieder für Ölfarbe gut geeignet, ich kehre zurück zu „normaler“ Tüftelei ..
     
    Das sind ja wirklich fifty shades of grey! Oder sogar fiftysomething, auf jeden Fall eine wahnsinnige Übung! o_O:giggle:
    Ob ich dazu jemals die Geduld aufbrächte - ? Respekt, Fjäril! (y)
    Wirklich schwierig (und langweilig) wäre es gewesen, hätten die Steine alle gleich ausschauen sollen. So war es eigentlich recht lustig. Ein bisschen Braun, ein bisschen Ocker, auch mal Dunkelblau, dann wieder Grau drüber (ich habe eine Tube Grau, mit Schwarz würde es anders aussehen), und sehen, was dabei herauskommt. Und nun kommt die Steigerung an Geduld in Öl ..
    2026MÖlBierglas.webp
    Zunächst ging es um Noppen und Bierschaum, das ist schon eine Weile fertig. Dann dachte ich, ich könne noch das Brot probieren, so ungefähr und an den vorhandenen Platz angepasst, womit es eher ein Brötchen wurde. Beides fand ich auf „Stillleben mit Glaspokal“ von Pieter Claesz, ich habe mir genau angesehen, wie das aussieht bei ihm. Er hat tatsächlich die Brotstruktur teilweise genau gemalt, dabei hätte ich ihm gerne zugesehen, wie er die Farbe zu so feinen Linien überredete, denn sein Brot kann kaum größer sein als mein Versuch (das ganze Stilleben ist 60 cm breit). Ich habe einen 1 mm „breiten“ Pinsel genommen, doch die weiße Farbe ist zickig, egal ob Zink- oder Titan-Weiß.
    Die Farbe spiegelt noch den Blitz, bin gerade fertig geworden. Und nun suche ich mir was Einfaches zum entspannt herumpinseln .. bis mir das wieder zu langweilig wird.
     
    Schau an, Glas mit Noppen geht doch! :giggle: Hätte ich sogar live da, als Anschauungsstück, komme aber nicht auf den Gedanken, sowas zu malen. Fotografieren schon eher.

    Pieter Claesz ist mir recht geläufig, einer der Großen des Genres Stillleben. Hab einen dicken Katalog zum Thema, du vermutlich auch? Muss gleich mal nachschauen, ob dein Bild eventuell drin ist.
     
  • Zurück
    Oben Unten