Es ist Krieg im Garten

A

Apisticus

Guest
Was ich im Forum lesen muss:

Der Feind muss vernichtet werden.

Der Feind ist der Klee und anderes was im Rasen wächst oder lebt, das Gras, das man im Rasen möchte, aber am Weg stört, der Käfer in den Kirschen, der da nicht hingehört, die Blattlaus, die Ameisen anlockt, die Birke die Pollen hat, oder lange Äste oder Wurzeln,die Schnecken, die sich ihren Anteil holen wollen, der Vogel der die Saat pickt, die Katze die ins Beet sch..ßt, die Zierpflanze die anfängt zu wuchern und nicht zuletzt auch noch der Nachbar, der laut und unverschämt ist mit seinen Forderungen gegen mich oder mit dem was er mir zumutet.
Wäre es nicht besser alleine in einer aufgeräumten Welt zu sein und sich den ganzen Ärger zu sparen? :rolleyes:
 
  • UTE

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    gelöscht ......
     
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  • Marie

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    Hallo Apisticus, sei ehrlich ärgert Dich nichts, bist Du nur glücklich über alles? Gerne würde ich Dich einmal in meinen Garten einladen, damit Du siehst wie wild es bei mir ist, und trotzdem kann ich nicht jede Schnecke akzeptieren die von der Koppel kommt. "De een sien Dod, is de anner sien Brod" Aber trotzdem muß ich Dir Recht geben. Wenn alle ein bißchen zurück stecken, wäre es vielleicht leichter. Gruß M
     
  • manne

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    Drahtwurmviecherverrecktedamische

    Schon,schon,

    aber als im zeitigen Frühjahr die Kollegen Drahtwürmer alle 12 von mir mühevoll aufgezogenen und gepflanzten Salatstecklinge im Handstreich vernichtet haben blieb mir in meinem gerechten Zorn keine Wahl.
    Ich habe jeden den ich fand regelrecht zerfetzt und es genossen.
    Mistviecher blöde.

    gruß manne
     
    N

    niwashi

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    Garten ist eben nicht Natur ...

    niwashi, dem dieses Problem auch immer wieder aufstößt
     
  • manne

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    Doch,doch, ... fressen und gefressen werden - das ist die Natur.

    Naja nicht unbedingt Drahtwürmer ...

    gruß manne
     
    N

    niwashi

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    wobei das "humanoide Fressen" nicht natürlich ist
    was ich meinte ist, dass heutzutage mehr als 90% unserer Gartenpflanzen nicht mehr standortgerecht oder heimisch sind ... wir müssen nun diese Pflänzchen noch mehr hegen und pflegen, weil sie vielleicht nicht konkurrenzstark genug oder krankheitsanfälliger sind oder ...

    niwashi, der sich nun selbst an der Nase fassen muß
     

    John Robie

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    Hi niwashi!

    wobei das "humanoide Fressen" nicht natürlich ist

    Warum nicht? Sowohl im Sinne der Theorie des Überlebens der am besten Angepassten als auch des Ansatzes, sich die Erde untertan zu machen, ist der Mensch und sein Handeln absolut natürlich. Oder?

    Bye
    -John
     
    P

    pere

    Guest
    John Robie schrieb:
    Warum nicht? Sowohl im Sinne der Theorie des Überlebens der am besten Angepassten als auch des Ansatzes, sich die Erde untertan zu machen, ist der Mensch und sein Handeln absolut natürlich. Oder?

    Die Natur überlebt nur da, wo der Mensch nicht eingreift.

    pere
     
  • John Robie

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    Hi pere!

    Die Natur überlebt nur da, wo der Mensch nicht eingreift.

    Wenn der Mensch die Macht hat, über Leben und Tod der Natur zu entscheiden, dann ist er doch "the fittest" oder "die Krone der Schöpfung".

    Ob das einen Sinn hat, das kann mir Religion unzureichend erklären, Evolutionstheorie gar nicht.

    Bye
    -John
     
  • P

    pere

    Guest
    John Robie schrieb:
    Wenn der Mensch die Macht hat, über Leben und Tod der Natur zu entscheiden, dann ist er doch "the fittest" oder "die Krone der Schöpfung".

    Aber wer war zuerst da, die Natur oder der Mensch, der sich immer alles zu eigen machen will.

    pere
     

    John Robie

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    Hi pere!

    Aber wer war zuerst da, die Natur oder der Mensch, der sich immer alles zu eigen machen will.

    Klar war letztere zuerst da, sowohl laut Darwins Jüngern als auch nach AT. Nur: Was soll das beweisen? Steht der Mensch außerhalb der Natur, oder ist er nicht vielmehr ein Teil von ihr?

    Bye
    -John
     
    P

    pere

    Guest
    John Robie schrieb:
    Steht der Mensch außerhalb der Natur, oder ist er nicht vielmehr ein Teil von ihr?
    Der Mensch ist ein Teil der Natur, der sich aber anmaßt, sie beherrschen zu wollen. Die Natur als solches will nicht beherrschen, sie ist nur da.

    pere
     

    manne

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    Sein oder Nichtsein

    Kommen und gehen,entstehen und vergehen das ist nun mal der Lauf der Natur.

    Das schafft sie auch ganz ohne Menschen wie viele,viele Beispiele in der Vergangenheit zeigen wenn wir schon beim Philosophieren sind.

    Mutationen und Genveränderungen sind kein Teufelszeug sondern in der Regel ein natürlicher Vorgang.
    Was sich bewährt lebt weiter,der Rest stirbt eben aus,ganz pragmatisch ausgedrückt.

    So sind z.B. auch die Erreger von Pest,Cholera,Thyphus etc. entstanden.
    Nicht eben toll aber doch natürlich.
    Und daß ich auf solche natürlichen Segnungen teilweise ganz gerne verzichte mag man mir nachsehen.

    Wer sie will kann sie gerne haben.

    gruß manne
    der die natur doch ein bißchen differenziert betrachtet.
     
    N

    niwashi

    Guest
    John Robie schrieb:
    ... sich die Erde untertan zu machen, ist der Mensch und sein Handeln absolut natürlich ...
    eine abendländische Einstellung

    niwashi, der gerade an die Indianer am Amazonas denkt
     

    John Robie

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    Hi Manne!

    Mutationen und Genveränderungen sind kein Teufelszeug sondern in der Regel ein natürlicher Vorgang.
    Was sich bewährt lebt weiter,der Rest stirbt eben aus,ganz pragmatisch ausgedrückt.

    Eben. Ein Zweig der Evolutionstheoretiker macht den Kunstgriff zu behaupten, der Mensch habe über seine Intelligenz die Evolution außer Kraft gesetzt, nur ein Stichwort "Gentechnik". Intelligenz ist also kein Resultat eines evolutionären Prozesses?

    Wenn man die Ansicht vertritt, die "Natur" (inklusive des Menschen) wurstele eh nur ein paar Hundert Millionen - meinetwegen auch einige Milliarden - Jahre herum, bis das urknallmüde System kontrahiert, dann ist die Antwort auf die Frage nach "dem Sinn des Lebens", gleich wie sie lautet, auf jeden Fall eines: trivial.

    Stephen Hawking sagte mal: "Vielleicht gibt es keine Antwort auf die Frage, warum das Universum existiert. Aber wenn es eine Antwort gäbe, und wir würden sie finden, wüssten wir so viel wie Gott."

    Und, da selbst kein Genie, schaue ich dann SO:
    ps.gif


    Bye
    -John
     

    John Robie

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    Hi Apisticus!

    John das ist zu kurz gedacht, wer verliert wird sich erst noch rausstellen.

    Ich frage mich ohnehin, was es aus Sicht der Evolutionstheorie zu "gewinnen" gibt.

    Und zum Thema "zu kurz gedacht": Du scheinst sehr optimistische Vorstellungen zu haben, was die Dauer des Bestehens der Indianergebiete/"Reservate" angeht.

    Bye
    -John
     
    N

    niwashi

    Guest
    es geht hier weniger um das Fortbestehen der Indianerreservate (ja, um die schon auch), aber in erster Linie um die kurzsichtige Vernichtung überlebensnotwendiger Ressourcen zum Bestand unseres Planeten

    höchst seriöse Info aus diversen Klimaforschungsinstituten: Gaya wird in 100 Jahren nur noch unter höchstem Kostenaufwand bewohnbar sein, von den Versicherungen gar nicht zu sprechen:
    Stürme nehmen dramatisch zu (erste kleine (!) Vorboten gab´s ja letztes Jahr in den USA), dort wo Regen fällt, fällt noch (viel) mehr (z.B. Monsoon-Regionen), dort wo Trockenheit die Tagesordnung ist, wird´s noch mehr und großräumiger sein (Folge: Völkerwanderungen in vermeintlich bessere Länder);
    von der allseits bekannten Erwärmung und dem damit einhergehenden Versiegen des Golfstromes erfolgt eine Abkühlung Europas - derzeit begünstigte Gebiete wie das Rheinland haben dann ein Klima wie in den Alpen; wenn die Pole und Gletscher als Klimaregulatoren abgeschmolzen sind, wird es nicht nur zu erhöhten Küstenüberschemmungen kommen, sondern auch zu einer Erwärmung des Meerwassers; Folge: Fischsterben, Hungersnöte, höhere Verdunstung und mehr Regen ... und ...
    es gibt kein Zurück mehr, die von den USA propagierte "5 vor 12 - Haltung" ist in Wahrheit eine "es ist bereits 12"-Situation - jetzt rate mal, warum die sich einen Dreck um das Kyoto-Abkommen scheren (abgesehen von ihrer Dummheit):
    die Auswirkungen von Abgasen bzw. deren Reduzierung dauern nicht 50 Jahre sondern mehr als das Doppelte, da sich die Atmosphäre erst wieder regenerieren muß, wenn sie denn noch kann ... man geht inzwischen von 150 bis 200 Jahren aus

    das oben genannte ist nur ein minimaler Ausschnitt aus dem, was uns bzw. unsere Kindeskindergeneration erwarten wird ... und ich bin kein Pessimist, sondern Realist

    niwashi, der es sich trotzdem schön macht und sich nicht ganz verrückt machen läßt
     

    John Robie

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    Hi niwashi!

    es geht hier weniger um das Fortbestehen der Indianerreservate (ja, um die schon auch), aber in erster Linie um die kurzsichtige Vernichtung überlebensnotwendiger Ressourcen zum Bestand unseres Planeten

    Sicher ein wichtiges Thema, aber darum ging es mir und geht es mir nicht.

    Kurz und plakativ gefasst: Ich sehe den Menschen als Teil der Natur, nicht als Fremdkörper, denn er ist das Resultat natürlicher Prozesse. Der Mensch vollbringt die zweifelhafte Leistung, immer mehr Arten immer schneller zu vernichten.

    Die Evolution kennt keine Reservate, sie wirkt einfach, ohne erkennbares Ziel. Der Mensch, als Produkt der Evolution, wird nicht schuldig dadurch, dass der Evolutionsprozess fortwirkt. Wenn er durch sein Handeln eines Tages selbst zum "Opfer" der Evolution werden soll, dann hat er sich als nicht anpassungsfähig genug erwiesen.

    Bye
    -John
     

    mucceline

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    @ John Robie

    Kurze Anmerkung,

    ich bin nicht so unbedingt bibelfest, aber das weiß ich noch:

    Im 1. Buch Mose (AT) steht, dass Gott den Menschen zuletzt (am 6. Tag) schuf ...

    (Wollt ich nur mal so anmerken)

    Liebe Grüsse,

    mucceline


    (in deren Garten es beim Gießen/Sprengen gestern abend gestaubt hat ...)

    P.S.: Beim googlen gefunden:

    "Zuerst schuf Gott das Licht und trennte es von der Dunkelheit. So entstanden Tag und Nacht. Dann schuf er die Atmosphäre, indem er das Wasser im Meer und den Himmel trennte. Anschließend, am dritten Tag, trennte Gott das Trockene vom Wasser und füllte das trockene Land mit Pflanzen. Am vierten Tag schuf Gott die Lichter am Himmel: Sonne, Mond und Sterne. Sie sollten über die Erde leuchten und Tag und Nacht anzeigen. Danach machte Gott die Wassertiere und auch die Vögel in der Luft.

    Am sechsten Tag dann schuf Gott die Landtiere und als den Höhepunkt der Schöpfung den Menschen."
     
    A

    Apisticus

    Guest
    mucceline schrieb:
    Am sechsten Tag dann schuf Gott die Landtiere und als den Höhepunkt der Schöpfung den Menschen."

    @ mucceline

    Also das nimmt ja nun nicht mal die katholische Kirche wörtlich, nur ein amerikanischer Präsident, der nicht als das hellste Licht gilt.

    Apisticus, der bei den Kreativisten den Kopf schüttelt
     
    N

    niwashi

    Guest
    mucceline schrieb:
    Am sechsten Tag dann schuf Gott die Landtiere und als den Höhepunkt der Schöpfung den Menschen."

    ... und genau da setzt die Verantwortung ein, die der Mensch als derjenige, der sich die Erde untertan machen sollte, nicht mehr wahrnimmt

    niwashi, der nicht über das Unvermögen so mancher Politiker diskutieren will ...
     

    John Robie

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    Hi niwashi!

    ... und genau da setzt die Verantwortung ein, die der Mensch als derjenige, der sich die Erde untertan machen sollte, nicht mehr wahrnimmt

    Die Verantwortung setzt da ein, völlig einverstanden. Und, um Dich nochmal zu zitieren, GENAU da. Wenn der Mensch als Höhepunkt/Krone der Schöpfung geschaffen wurde.

    Der Mensch, der lediglich Resultat eines evolutionären Prozesses ist, befindet sich nicht in dieser Verpflichtung. Er könnte und sollte sich zwar auf Grund der herausgebildeten Intelligenz diese Verpflichtung selbst auferlegen, eine Verpflichtung idealerweise aus intrinsischer Motivation entstanden, nicht kyotoprotokollmäßig oktroyiert.

    der nicht über das Unvermögen so mancher Politiker diskutieren will ...

    Musst Du auch nicht.
    k040.gif

    Ich sage dazu nur: In Demokratien sind unfähige Politiker ein Indikator für unfähige Bürger.

    Bye
    -John
     

    John Robie

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    Hi Apisticus!

    Apisticus, der bei den Kreativisten den Kopf schüttelt

    Mit Kreativisten habe ich auch so meine Probleme. Immerhin schaffen sie es aber, selbstverliebte Evolutionisten auf Trab zu bringen. Vor ein paar Wochen gab es dazu einen interessanten Bericht im "Weltspiegel".

    Bye
    -John
     

    John Robie

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    Hi mucceline!

    Höhepunkt der Schöpfung

    Du traust Dich ja was. Ich schlich um den Begriff bisher herum wie die Katze um den heißen Brei. Pawlowsche Hunde sind bissig. ;)


    (in deren Garten es beim Gießen/Sprengen gestern abend gestaubt hat ...)

    Reduziere beim Sprengen die Sprengstoffmenge, dann staubt es nicht so.
    r015.gif


    Bye
    -John
     
    N

    niwashi

    Guest
    wie man sieht eine leidige Diskussion ... alle meinen das gleiche, nur drückt sich jeder in einer anderen Sprache aus ... sch**** Babylon

    niwashi, der so manches Pamphlet zum Ar*** putzen verwenden möchte
     

    John Robie

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    Hi niwashi!

    alle meinen das gleiche, nur drückt sich jeder in einer anderen Sprache aus ...

    Sorry, muss grad lachen. Anfang der 90er Jahre des zurückliegenden Jahrhunderts war ich Sektionsleiter in einem Forum, das mehr als 40.000 Mitglieder hatte. Das war vor der Triviali ... äh ... Demokratisierung des Internets. Da ging es deutlich babylonischer zu.

    Wir haben hier im Forum zumindest eine lingua franca, die Sprache der Gartenfreunde. (Gott, ich dachte, das klänge pathetisch, aber es klingt eher albern. Ich lass es trotzdem so stehen.)

    Bye
    -John
     
    P

    pere

    Guest
    Meine Herren und natürlich auch die Damen,
    was könnt ihr euch gewählt ausdrücken und was für eine Philosophenrunde ist das thread doch geworden.
    Krieg im Garten: ja wer hat den nicht manchmal. Einer schießt Schnecken mit der Schaufel, der andere nimmt round-up gegen alles.
    Ich spritze gegen Läuse und mein Mann sagt, lass sie doch, die Vögel wollen doch auch was finden. Ich schimpf über die Wildkaninchen, er sagt, es müssen doch alle von diesem Garten ernährt werden.
    Meine These gilt immer noch, da wo der Mensch eingreift, geht die Natur kaputt. (Die hab ich auch von meinem Mann, und die ist jetzt auch meine, weil ich der Überzeugung bin, dass der Mensch vieles zerstört!)
    Natürlich ist ein normaler Pflanzenschutz wichtig, sonst würde ja kaum eine Ernte statfinden. Aber die Bauern haben auch gelernt - nun gibt es ja wieder Kornblumen am Gerstenfeld und irre viele Insekten, die es eine zeitlang gar nicht mehr gab.
    Aber wenn ich hier sehe, wie die Wälder sinnlos abgeholzt werden, uralte gesunde Buchen auf einmal gefällt werden, nur weil jetzt die neuen Heiztechnologien ausprobiert werden, könnt ich weinen.
    Und ich weiß auch nicht, warum man(frau) im Haugarten jedes "Unkraut" gleich mit dem Hammer bekämpfen muss. Leben eigentlich alle Gartenbesitzer in der Siedlung, wo der Rasen mit der Nagelschere beschnitten wird???
    Ich persönlich wünsche mir, dass die Natur bleiben darf, wie sie ist - wir sollten mit ihr leben, nicht gegen sie.

    Petra
     

    John Robie

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    Hi Petra!

    Aber wenn ich hier sehe, wie die Wälder sinnlos abgeholzt werden, uralte gesunde Buchen auf einmal gefällt werden, nur weil jetzt die neuen Heiztechnologien ausprobiert werden, könnt ich weinen.

    Mein Freund, der Baum, ist tot ...

    Hey, klar, ich hab' auch schon um Bäume geweint. Als Kind hatten mein Großvater und ich "unseren Baum". Dabei gehörte uns gar nicht, man sah ihn am Horizont, vom Haus meiner Großeltern aus; es war eine ausgesprochen hochgewachsene Kiefer, die alle Bäume um sie herum bei weitem überragte. Als ich acht Jahre alt war, wurde der Baum gefällt, ein Neubaugebiet entstand.

    Meine Mutter hatte einen Pflaumenbaum aus einem Kern gezogen. Er wuchs heran zu einem stolzen Baum. Meine Mutter starb, das Haus wurde verkauft, die neuen Eigentümer fällten ihn umgehend.

    Aber, und nun spricht der Ökonom in mir: Wenn von "nachwachsenden Rohstoffen" gesprochen wird, dann ist die Ernte Teil des Konzeptes. Waldeigentümer machen nichts anderes als Bauern, die Getreide ernten. Der Unterschied liegt in den Zeithorizonten, denn in der Forstwirtschaft gehören Säer und Ernter unterschiedlichen Menschengenerationen an.

    "Uralte, gesunde Buchen" werden sicherlich nicht zu Holzpellets verarbeitet. Pellets sind ein Weg, die Holzwirtschaft in Deutschland rentabler zu machen.

    Was sollen Waldeigentümer Deiner Meinung nach tun? Nichts? Warten, bis die Bäume an Altersschwäche sterben?


    Ich persönlich wünsche mir, dass die Natur bleiben darf, wie sie ist -

    Sie verändert sich doch von selbst, "Natur" ist nichts Statisches. Der Mensch lenkt und beschleunigt Prozesse, sicher. Und nicht immer in die richtige Richtung, wobei die Zukunft zeigen wird, welche Handlungen richtig oder falsch waren.

    Aber die Natur wird sich ohnehin eines Tages selbst vernichten, behaupten zumindest Mainstream-Physiker. Die Expansion des Universums verlangsamt sich, kommt zum Stillstand und verwandelt sich in eine Kontraktion. Zudem spendet unsere Sonne nicht endlos Licht und Wärme. Es bleibt nichts, wie es ist.

    Bye
    -John
     
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