Ich bin im Elternhaus in Schwelm gelandet, dort ist es herrlich kühl.
Vom schwelmer Bahnhof war ich direkt in den oberen Garten gefahren, aber dort konnte ich nichts machen, es war einfach zu heiß. Für ein bisschen gejätetes Unkraut riskiere ich keinen Sonnenstich. Die Beeren sind noch nicht so weit, das war mein Hauptgrund, wieso ich mal schauen wollte. Die Himbeeren zeigen noch kein roter Schimmer, rote Johannisbeeren zeigen zum Teil erste Farbe, brauchen aber noch, die schwarzen Johannisbeeren sind zwar meistenteils dunkel, aber noch stocksauer und hart und die Stachelbeeren steinhart und knatschgrün. Da kann ich mir nur morgen früh ein paar Walderdbeeren aus dem Hausgarten zum Frühstück sammeln.
Also habe ich drei Stunden im Schatten gesessen und gelesen, ich musste ja warten, bis der Rückbus fuhr. (Das war bestimmt angenehmer, als in meiner sich aufheizenden Münsteraner Innenstadtwohnung zu hocken.) EIn leichter Wind machte meinen Leseplatz im Schatten sehr nett.
Ob die Buslinie noch lange fährt, weiß ich nicht. Auf dem Hinweg waren wir bald zu zwei Fahrgästen, als ich für den Rückweg einstieg, war ich der einzige Fahrgast. Dafür habe ich im Anschlußbus vom Bahnhof zm Elernhaus rauf meine alte Gruppenleiterin von den Pfadfinderinnen getroffen - Schwelm ist halt doch Kleinstadt.