Das ärgert mich heute... Fred

  • (y)


    Ich beginne, diese Wortschöpfung zu lieben. :cool:
    Ich hasse sie weil sie unterschwellig besagt dass Arbeit sche**e ist.

    Sie impliziert dass das Leben wichtiger ist als das Arbeiten, geht aber nicht darauf ein, dass ohne Arbeit kein „Leben“ möglich ist, außer man möchte dauerhaft von Transferleistungen des Staates leben.
     
  • Sie impliziert dass das Leben wichtiger ist als das Arbeiten, geht aber nicht darauf ein, dass ohne Arbeit kein „Leben“ möglich ist ....
    einige wenige stellen ihr leben in den sozialen medien ja so dar, z.b. als back packer mit kleinen jobs zwischendurch reisend unterwegs.
    frei von verpflichtungen gegenüber gesellschaft und arbeitgebern.
     
  • Ich hasse sie weil sie unterschwellig besagt dass Arbeit sche**e ist.
    Nee, der Begriff sagt offenkundig, dass sich bestimmte Menschen ein Miteinander wünschen (Balance).
    Manche Menschen sehen das sicher anders, z.B. Menschen. die in ihrer Arbeit aufgehen, Workaholics, u.a..

    Sie impliziert dass das Leben wichtiger ist als das Arbeiten, geht aber nicht darauf ein, dass ohne Arbeit kein „Leben“ möglich ist, außer man möchte dauerhaft von Transferleistungen des Staates leben.
    Wichtiger sehe ich darin nicht, aber ähnlich wichtig (Balance).
    Es ist ja auch die Frage, welche Reichtümer man im Laufe des Lebens anhäufen möchte, bspw. Eigenheim, Ferienwohnung, Boot, Neuwagen uvm.
     
  • ich habe den eindruck, dass die jüngeren wesentlich egoistischer sind als ich 'boomerin'.
    Habe ich nicht per se den Eindruck, kann aber verstehen, dass einem das so vorkommen kann. Meine Tochter wird ja dieses Jahr 18. Vom Verein her kenne ich auch einige, ich sag jetzt mal 16-25 jährige. Hier wird viel Einsatz gezeigt, sich gekümmert, auch zur Familie geschaut usw. Was sie jedoch besser können als frühere Generationen (ich vergleiche hier z.B. direkt mit Schwiemu): Grenzen aufzeigen. Sie haben neue/andere Informationen, Zusammenhänge und wenden diese auch an. Bei meiner Tochter habe ich das ganz stark gemerkt als sie in der weiterführenden Schule Psychologieunterricht hatte. Sie kann ihre Grenzen sachlicher kommunizieren, ist gleichzeitig aber auch verständnisvoller und einsatzbereiter geworden. Ich finde das besser als, überspitzt gesagt, zu allem ja und amen zu sagen bis es einen irgendwann 'verjagt'. 'Richtige Egoisten' kommen mir eher in älteren Generationen unter. Aber ich schätze, die gabs schon immer und wirds immer geben.
     
    @JoergK , den begriff 'me time' nutze ich persönlich nicht.
    ich habe eine 35jährige tochter, die sehr engagiert und selbstbewusst durchs leben geht. von der kriege ich einiges an infos aus der 'jungen' welt mit. vieles sehr interessant, oft diskussionsreich :)
     
    @DanielaK , da gebe ich dir vollkommen recht. meine ist auch feministisch unterwegs und kennt ihre rechte bestens. aber auch die stolpersteine, die man als frau auch heute immer noch in den weg gelegt bekommt.
    zwischen konservativem vater und moderner tochter (denen ich in ihrer wortgewalt und argumentationstechnik unterliege) gibt es hier intensivste diskussionen zu manchen themen.
     
    ich weiß nicht, ob die jüngere Generation generell egoistischer ist, als wir es waren oder sind. Aber was geben wir dieser Generation (und den Kindern auch) im Moment mit?

    - Die Rente ist nicht sicher, reicht nicht
    - wehe wenn du pflegebedürftig wirst, das Geld reicht nicht , keine Pflegepersonal usw.
    - ein Eigenheim? unerreichbar
    - ein Auto? so eine Umweltsünde und überhaupt der Klimawandel, kein Ausweg in Sicht
    - Alkohol, Zucker, Salz, Fleisch, Fast-Food..... alles Gift (die Liste wäre endlos fortzusetzten)
    - Kinder bekommen? das Geld reicht nicht, keine Wohnung, Altersarmut in der Regel für die Mütter
    - und zum guten Schluss schwebt auch noch über allem das Damoklesschwert Krieg
    hab ich noch was vergessen?

    Was erwarten wir von den Kindern und Jugendlichen, die täglich, stündlich mit diesen Dingen konfrontiert werden?
    Da muss man schon sehr hart im Nehmen sein, um das alles an sich abperlen zu lassen und sich aufs Leben zu freuen.
    Und das ist meiner Meinung nach das größte Übel, eine Generation, die sich nicht mehr am und aufs Leben freut.
    Nicht falsch verstehen, vieles der o. g. Dinge ist wichtig, ein Umdenken erforderlich aber die schiere Menge geballt an jedem Tag ist für jeden Gift.
     
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