wir sind das Volk...

ich bin auch in der DDR aufgewachsen und sag so schlimm war es nicht.Es gab gute und auch schlechte Zeiten so wie sie drüben auch gegeben hat.
Es gab einiges was bei uns hier viel besser war aber auch dieses gab es drüben auch. Einiges wurde ja auch schon übernommen.
Und mit dem ausspitzeln war es nicht so schlimm wie heute wird ich mal sagen, nur halt auf einer anderen Art.
Und das wir Pleite waren würd ich so auch nicht sagen, wenn wir das was wir unseren "Freunden geschenkt"hatten, wiedergeholt hätten (Kuba und Sowjetunion) dann ständen wir gut da.
 
  • Auch ich bin in der DDR aufgewachsen und hatte eine super schöne Kindheit. Viele Aktivitäten nach der Schule und uns war irgendwie nie wirklich langweilig. Waren gezwungen Phantasie zu entwickeln, denn Nachmittags vor der Glotze hängen(das nur als Beispiel) ging ja nicht, da kein Programm angeboten wurde. Vermisst habe ich nicht nur das Reisen und Bananen. Problem war doch, selbst wenn man sich was leisten konnte, man hat es oft einfach nicht gekriegt, es sei denn man hatte Vit.B. Habe auch im Plattenbau gelebt und das einzig schlechte war nur, dass meine Eltern Jahre lang um eine größere Wohnung kämpfen mussten( habe bis 12 Jahre zusammen mit meinem Bruder im elterlichen Schlafzimmer nächtigen müssen), denn angemessener Wohnraum war oft nur höheren Persönlichkeiten genehmigt. Freue mich auch, dass ich heute Telefon hab und die ganzen elektr. Sachen, die wohl jeder im Wohnzimmer ect. stehen hat. Auch kann ich mich heute bunter kleiden und habe enorme Auswahl und muss nicht feststellen, dass alle auf der Straße das Gleiche anhaben. Kann mir also kaum vorstellen, dass sich das jemand ernsthaft wünscht, dass die Mauer wieder steht, denn dann mit allen Konsequenzen, soll heißen, alles wieder abgeben. Habe also ganz viel nicht vergessen und das war sicher nicht alles. Man sollte es auch nie vergessen. Bin froh, dass es so gekommen ist und habe damals nie geglaubt, dass im Westen alles besser ist, sonst wäre ich damals auch nicht alleine in der DDR geblieben, als meine Eltern den genehmigten Ausreiseantrag wahrnahmen.:(

    Weiß also beide Seiten zu schätzen:):)

    PS: Achso, hatten damals kein Auto;)
     
  • @ Äpfelchen

    Genauso kenne ich es von der Patentante meiner Tochter. So wie sie uns erzählte freute sie sich einerseits über den Besuch, auf der anderen wollten besagte Verwandte immer nur eines: in die Stadt Einkaufen, möglichst mit dem Geldbeutel von Patentante. Und die liebe mit großem Herz hat den Geldbeutel auch immer geöffnet. Zu uns die wir mitunter etwas verständnislos schauten, sagte sie immer entschuldigend: " Die kriegen das drüben doch nicht" Eine Kollegin hatte das gleiche Problem. Selbst nicht mit Geld gesegnet, sollte auch sie Päckchen senden, so ganz nach dem Motto, ihr im Westen lebt doch im Überfluss.
    Sicher sind das nur Beispiele, wird wohl nicht überall gleich gelaufen sein.

    und @ tina
    ich hab noch nie in 170qm gewohnt, hab das auch noch nie vermisst, was ich aber vermisst hätte wäre einfach die Freiheit.
    Freiheit zu denken und sagen was ich will,
    wie und wo ich leben will
    und mit wem ich befreundet sein will.
    was mich als Kind am meisten geschockt hat, war der Bau der Mauer. Ich vergesse nie wie ich mit meinen Eltern vorm Fernseher fassungslos gesessen hab und nicht glauben wollte, dass was da geschah ,von niemanden aufgehalten werden konnte.
    Ich wollte einfach nicht glauben, dass auf der ganzen Welt keinen Held gibt ,der das verhindert.
     
  • Hallo,


    interessant, wie auch hier das "Vergessen" einsetzt und die DDR schöngeredet wird.


    Gruss

    Iru
     
    Hallo hemaru,

    den Bau der Mauer habe ich noch nicht bewußt miterlebt.
    Und auch in der DDR galt-"die Gedanken sind frei". Ich habe mir schon meine eigenen Gedanken gemacht, sie aber nicht jedem auf die Nase gebunden. Und das mache ich jetzt auch nicht unbedingt. Auch jetzt hat man die Gelegenheit, in viele Fettnäpfchen zu treten.
    Mein Vater kaufte im Geschäft in der Firma und uns hat es fast an nichts gemangelt.
    Du hattest die Freiheit zu wohnen, wo Du wolltest und ich auch. Ich würde nie woanders wohnen wollen, auch jetzt nicht, wo ich woanders hin kann. Auch ich habe mir meine Freunde schon immer aussuchen können. Wieso sollte es in der DDR anders gewesen sein? Verstehe ich nicht.
    Ich habe gewiß nichts vergessen und will auch nichts schönreden. Fakt ist aber, in der ehemaligen DDR hatte ich wesentlich mehr positive Ereignisse in meinem Leben. Nach der Wende überwog bei mir nun mal leider das Negative.

    LG tina1
     
  • Hallo Tina,

    ich verstehe voll und ganz. Ich lasse auch nichts auf meine Heimat kommen, ganz egal ob der vielen Schönheitsfehler.
    Ich hab ja auch gesagt es sind Beispiele. Ich war nie in der DDR und wollte als die Mauer noch stand auch nicht dorthin. Wie gesagt, ich fand die Mauer empörend.
    Aber heute nervt mich schon dieses Ossi-Wessi getue. Ich war wie die meisten glücklich als dieses Schandwerk der Menschheit fiel und West und Ost normal miteinander umgehn konnten. Ich möchte niemanden seine Heimat und Heimatgefühle absprechen. Wie einige Redner vorher schon erwähnten, Kapitalismus ist nicht die ideale Lebensform aber der Soziallismus wie er existierte auch nicht. Und so wie die Menschheit sich zur Zeit verhält, müssen wie nach dieser idealen Lebensform noch einige Zeit suchen. Ob sie gefunden wird ist fraglich.
    Aber wir sollten uns wirklich so langsam mal als ein Volk begreifen. Mit unterschiedlichen Anschauungen, aber das muß ja nicht zwangsläufig schlecht sein.

     
    Hallo,

    ich kann mich noch gut erinnern, als wir, es muss so um den 5.9.1989 gewesen sein, mit Freunden (in der BRD) über die wage Möglichkeit einer Wiedervereinigung diskutiert haben. Es war für uns unvorstellbar, vielleicht in 30 Jahren, wie soll das gehen ?? Wir hatten kaum eine Ahnung wo überhaupt Dresden ist oder Leipzig, und Magdeburg, keine Ahnung.
    Ein Jahr später war Deutschland vereint.

    Es ging alles so unglaublich schnell und damals habe ich den Ruf "Wir sind ein Volk" auch nicht verstanden und diese Eile und so. Heute denke ich, es war gut so und kann auch schätzen, wie beherzt Helmut Kohl (den ich übrigens nie gewählt habe) damals die Chance genutzt hat. Ich bin schon auch irgendwie stolz, dass wir, die Deutschen, das geschafft haben.

    Aber wie hat es das Leben der DDR Bürger durcheinander gewirbelt !! Oft reden wir mit unseren Freunden aus Dresden darüber und es sind soviele Kleinigkeiten an denen man merkt, welche Welten da aufeinander prallen.

    Da finde ich den Film "Good bye, Lenin" einfach genial. Es ist kein so politischer Film, aber er zeigt so schön die verschiedenen Facetten dieses Wahnsinnsumbruch !

    Von daher ist es doch ganz natürlich, dass jetzt 19 Jahre später, das Thema immer noch so emotional diskutiert wird und bei manchen auch eine Sehnsucht nach der (vermeindlichen?) Sicherheit, die ihnen die DDR gegeben hat, da ist.

    Mona
     
    Hallo Helga,

    diese Meinung kann ich voll und ganz verstehen und teilen.
    Was ich immer nicht verstehen kann, ist, daß man der Meinung ist, wir hätten uns alle verfolgt gefühlt, hätten uns ständig woandershin gewünscht und hätten auf Kosten der Verwandtschaft in den Alten Ländern leben wollen.
    Wenn ich es müßte, könnte ich sicher auch woanders leben, eher im Norden, als im Süden. Wobei ich bitte nicht falsch verstanden werden möchte. Der Norden Deutschlands kommt eben meiner Mentalität näher als Bayern oder Franken. Sicher würde ich auch als Schwabe total untauglich sein. Bitte, bitte fühlt Euch nicht angemacht, wenn ihr aus diesen Gegenden kommt. Es taugt auch nicht jeder Bayer als Sachse.
    :):):)
    Es liegt wohl in der Metalität des Menschen, daß es sich lieber und intensiver an positive Dinge, als an Negatives erinnert.

    LG tina1
     
    Hallo Helga,

    diese Meinung kann ich voll und ganz verstehen und teilen.
    Was ich immer nicht verstehen kann, ist, daß man der Meinung ist, wir hätten uns alle verfolgt gefühlt, hätten uns ständig woandershin gewünscht und hätten auf Kosten der Verwandtschaft in den Alten Ländern leben wollen. Wie bereits gesagt nur Beispiele
    Wenn ich es müßte, könnte ich sicher auch woanders leben, eher im Norden, als im Süden. Wobei ich bitte nicht falsch verstanden werden möchte. Der Norden Deutschlands kommt eben meiner Mentalität näher als Bayern oder Franken. Sicher würde ich auch als Schwabe total untauglich sein. Bitte, bitte fühlt Euch nicht angemacht, wenn ihr aus diesen Gegenden kommt. Es taugt auch nicht jeder Bayer als Sachse.
    :):):)
    Es liegt wohl in der Metalität des Menschen, daß es sich lieber und intensiver an positive Dinge, als an Negatives erinnert.

    LG tina1

    das ist auch gut und richtig so.

    Und irgendwo anders leben?
    Vorstellen kann ich mir überall auf der Welt zu leben.
    Vorstellen -- aber wirklich wollen?
    Die meisten Bundesbürger wollen in IHREM Bundesland bleiben. Ganz besonders der Saarländer. Der reist zwar gerne in der Weltgeschichte herum, ist aber im Grunde seines Herzens tief im Saarland verwurzelt. Ausnahmen bestätigen in jedem Fall die Regel.
     
  • Hallo Helga,

    vorstellen kann ich es mir schon, aber auswandern mit allen Konsequenzen-ich glaub nicht.
    Von z.Bsp. Flensburg wieder zurückzukommen ist eben was anderes, als aus Brasilien, oder so.
    Reisen tu ich wahnsinnig gern, aber geblieben wäre ich wohl nur in Skandinavien. Leider ist die Arbeit hier und auch das Häuschen und die Eltern, die einen brauchen und so weiter.

    LG tina1
     
  • Und das wir Pleite waren würd ich so auch nicht sagen, wenn wir das was wir unseren "Freunden geschenkt"hatten, wiedergeholt hätten (Kuba und Sowjetunion) dann ständen wir gut da.

    hi koi,

    ich kann nur hoffen das das nicht dein ernst ist. da bleibt mir echt die spucke weg.
    dieser "staat" hat sich menschen für viel geld abkaufen lassen die ihm nicht mehr gepasst haben. natürlich nicht ohne sie vorher noch mal ordentlich gequält zu haben.
    sie haben sich milliarden für die transitautobahn bezahlen lassen, ohne jemals wirklich was daran zu machen. ganz im gegenteil. dort wurden soviele "blitzer" aufgestell wie man sie weltweit auf einer begrenzten strecke niemals mehr finden wird. und die strafen haben sie sich natürlich auch nur in devisen bezahlen lassen.
    hört doch bitte auf euch die DDR schönzureden. habt ihr alles vergessen?????

    mir kommt es vor wie das phämomen "schule".
    wenn man heute jemanden fragt was mit seine schönste zeit im leben war, sageb sehr sehr viele "die schulzeit". so ein blödsinn!!!!!!!!!!!
    niemand ist gerne zur schule gegangen.
    aber der mensch neigt gerne dazu, die negativen erlebnisse in der vergangenheit einfach auszublenden.
     
    Doch Bernd,
    ich bin sehr gerne zur Schule gegangen!
    Und ich habe mich in der DDR nicht extrem unwohl, permanent bespitzelt oder unterernährt gefühlt!
    Was im großen und Ganzen da politisch so abgegeangen ist, kann kein vernünftiger Mensch für gut heißen!
    Aber wie das immer so ist, es ist das Land in das man geboren wurde, man hat da seine Freunde, und mit denen irre viel Spaß in der Jugend gehabt!
    Es war eben nicht alles Scheiße.
    Ich denke was die anderen sagen wollen ist:
    Wir wollen nicht immer nur die negativen Seiten hören!
    Und mal ehrlich, alles was supergut funktioniert hat wird geflissentlich verschwiegen!
    Für meine Kinder hätte ich mir eine ordentliche Betreuung gewünscht!
    Auch das Abfallsystem war vorbildlich!
    Trotz der Spitzeleien gab es ein tolles Zusammengehörigkeitsgefühl, weil nicht jeder sein eigenes Süppchen gekocht hat.
    Man kann sicherlich noch mehr aufzählen!
    Es gibt immer zwei Seiten der Medaille!
    LG Anett
     
    In meinem Leben hat sich einiges verändert. Ob das nun besser ist, daß mein Pkw früher 500 Kubik hatte und der jetzige 2000 ist mir wurscht und ob der früher 2,50 lang war und der jetzige fast 5m kann einem auch egal sein. Früher mußte ich 48 Quadratmeter putzen und 4 Fenster und heute 170 Quadratmeter und 18 Fenster. Ob man das als Fortschritt bezeichnen kann, ich weiß nicht.
    Was bitte hätte ich vermissen sollen? Ich weiß es nicht, lasse mich aber gern belehren. Ich möchte keinen Streit vom Zaun brechen, aber der Sozialismus war nicht zu finanzieren und den Kapitalismus finde ich, man möge den Ausdruck mir nachsehen, Scheiße.

    hi tina,

    also soooooo scheiße kannst du den kapitalismus ja nun auch wieder nicht finden.
    170m² haus und großes auto. mehr kapitalismus geht für einen normalen arbeitnehmer eigentlich kaum.
    versteh mich nicht falsch, ich gönne es dir. bin aber ob deiner aussagen ein wenig irritiert.
    die ideale lebensform gibt es nicht und wird es meineserachtens auch nie geben.
    weil der mensch von hause aus machtbesessen und habgierig ist.
    es gibt nur die lebensform des geringsten übels. und das ist für mich die unsere.
    ich lebe sehr gerne in diesem land, ohne wenn und aber !!!
     
    aber der mensch neigt gerne dazu, die negativen erlebnisse in der vergangenheit einfach auszublenden.

    Das hat die Natur eben geschickt eingefädelt und wie man sieht, funktioniert es auch. ;)

    Ich denke, man sollte auch unterscheiden, wie alt man war, als man in der DDR gelebt hat. Denn als Kind oder Jugendlicher hat man einfach ganz andere Erinnerungen. Wer erinnert sich nicht gern an seine Kindheit und Jugend, unabhängig davon wo sie stattgefunden haben? (Zum Glück von wenigen Ausnahmen abgesehen.)
    Ich war damals auf jeden Fall definitiv zu jung und kenne die DDR nur aus Erzählungen und habe schwache Erinnerungen. (Bin übrigens auf der Westseite der Grenze aufgewachsen und Jahrgang 1980.) Aber das was ich darüber gelernt und erzählt bekommen habe, reicht mir um froh zu sein, daß diese Zeit vorbei ist.
    Außerdem darf man nicht vergessen, daß es auch im Westen damals ganz anders aussah als heute. Oft wird nämlich einfach die DDR damals mit BRD heute verglichen und der Vergleich muß einfach hinken. Beispielsweise kann ich mich an keinen Arbeitslosen damals erinnern, auch nicht im Westen! ;)
    Manchmal hab ich das Gefühl, daß die Ostalgie sowas ähnliches ist, wie der 80er-Boom in den letzten Jahren im "Westen".

    LG Siri
     
    Doch Bernd,
    ich bin sehr gerne zur Schule gegangen!
    Und ich habe mich in der DDR nicht extrem unwohl, permanent bespitzelt oder unterernährt gefühlt!
    Was im großen und Ganzen da politisch so abgegeangen ist, kann kein vernünftiger Mensch für gut heißen!
    Aber wie das immer so ist, es ist das Land in das man geboren wurde, man hat da seine Freunde, und mit denen irre viel Spaß in der Jugend gehabt!
    Es war eben nicht alles Scheiße.
    Ich denke was die anderen sagen wollen ist:
    Wir wollen nicht immer nur die negativen Seiten hören!
    Und mal ehrlich, alles was supergut funktioniert hat wird geflissentlich verschwiegen!
    Für meine Kinder hätte ich mir eine ordentliche Betreuung gewünscht!
    Auch das Abfallsystem war vorbildlich!
    Trotz der Spitzeleien gab es ein tolles Zusammengehörigkeitsgefühl, weil nicht jeder sein eigenes Süppchen gekocht hat.
    Man kann sicherlich noch mehr aufzählen!
    Es gibt immer zwei Seiten der Medaille!
    LG Anett

    hi anett,
    ich möchte die deine schulzeit nicht kaputtreden, um gottes willen. wenn sie so schön war, dann war sie es halt.
    auch möchte ich nicht alles negativ reden. aber sich alles schönzureden bringt auch nichts.
    perfekte kinderbtreuung kostet viel geld. auch jeden menschen in lohn und brot zu bringen kostet viel geld.
    wer soll das finanzieren???
    jaaaaa, die DDR hats gemacht. mit welchem endergebniss???
    es gibt auch heute noch sozialistische regime auf dieser welt.
    möchtest du da leben!!!!

    bei der mülltrennung gebe ich dir recht. da war der osten dem westen um längen voraus.
     
    Hi Bernd,
    im Großen und Ganzen gebe ich dir ja recht.
    Leider wird man halt sofort der Ostalgie bezichtigt wenn man auf die positiven Dinge hinweist.
    Dagegen wehre ich mich schon seit 18 Jahren.
    Ich habe selbst erlebt wie sehr man sich schon als Jugendliche gegen die erzwungene Lobhudelung des Regimes stemmen mußte.

    Das hatte für mich ernste Konsequenzen, mein Biologiestudium konnte ich mir abschminken!
    Ich wünsche mir auch nicht die DDR zurück. ( schlimm genug das man das immer dazu sagen muß )
    Jedoch etwas mehr Respekt vor den Menschen die in diesem Land versucht haben das Beste daraus zu machen.

    Gerade die Menschen, die den haltlosen Versprechungen, daß es bergauf gehen wird wenn nur alle fleißig am Sozialismus arbeiten, Glauben geschenkt haben. Damit meine ich die Generation meiner Eltern.
    Die ständig zwischen Frustration und Hoffnung gelebt haben.
    Halt einfache Leute, denen man auch schon mal was einreden konnte.
    Wider besseren Wissens!

    Weil das Prinzip ( was ich dir ja bestimmt nicht erklären muß) nicht von Grund auf falsch ist.
    Aber zwingen kann man niemanden, schon gar nicht ein ganzes Volk!
    Die Großkonstellation, meine das die DDR sowjetische Besatzungszone war, darf man auch nicht außer Acht lassen.
    Irgendjemand hat es schon erwähnt.
    Es wurde eine Menge Know How einfach abgezogen, die Konsumgüter die dem Staat eventuell auf dem Weltmarkt eine Chance gegeben hätten hat sich der "große Bruder" einverleibt.
    Es ist ja nicht so, daß die Leute in den Sachsenringwerken zum Beispiel, zu dämlich gewesen sind ordentliche Autos zu konstruieren, was meinst du was da in den Zeichnungsschränken geschlummert hat.
    Nein, die Sowjets haben es nicht zugelassen! Sie haben bestimmt, was für die Bürger gefälligst ausreichend ist!
    Und das ganz oben eine Hand voll hirnloser Marionetten gesessen hat, weiß auch jeder.
    Ich wünsch mir halt, daß nicht immer von vornherein abgeblockt wird wenn es um dieses Thema geht.
    Konstruktive Kritik ist etwas ganz anderes als abbügeln.
    Es gab ganz viele Menschen die jeden Tag ihren Mann gestanden haben,
    wirklich tolle Dinge geleistet haben.
    Vielleicht denen mal zuhören, und nicht immer gleich von Ostalgikern sprechen. ( Hast du nicht gemacht, ich weiß )
    Ich hoffe du weißt jetzt wie ich das meine,
    LG Anett
     
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