Was hilft bei stressbedingten Einschlafproblemen – eure Erfahrungen?

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13. Jan. 2017
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Ich würde meinem Partner gerne sagen, dass ich es ihm ja von Anfang an gesagt habe. Aber das würde rein gar nichts geändert. Nach einer längeren Phase des Überlegens habe ich unserem Bauvorhaben zugestimmt. Der Garten ist herrlich, die Lage abgeschieden. Und es ist verdammt groß und aufwändig. Seit Jahren. Der Stress war bislang irgendwie auszuhalten, auch wenn jede freie Minute natürlich der Baustelle gewidmet wird. Aber gerade wird es fast oder ganz zu viel.

Wir müssen wegen einer Förderung noch die Fassade dieses Jahr machen lassen. Es sind immer noch keine Böden im Haus. Keine Geländer. Keine Bäder. Keine Innentüren. Keine Küche. Und das wäre mal nur das notwendigste, was wir bräuchten, um endlich wenigstens ins Erdgeschoss einziehen zu können. Und das wäre aus verschiedenen Gründen schon sehr gut, wenn es noch dieses Jahr irgendwann klappen würde... Dadurch steigt der Stress aber quasi ins Unermessliche.

In meinem Kopf fahren Küchenplanung und Badgestaltung Karussell. Zwischendrin meldet sich meine traurige Avocado, der es sehr zusetzt, wie sie die letzten Jahre überwintern musste. Es ist so viel zu tun und so wenig Zeit. Es raubt mir den letzten Nerv und meinen Schlaf. Wenn ich mies schlafe, was jetzt seit längerem der Fall ist, bin ich tagsüber auch nicht belastbar und kriege nicht so viel weiter, wie ich eigentlich müsste. Das wiederum befeuert das Gedankenkreiseln am Abend. Wie jetzt. Was hilft euch bei stressbedingten Einschlafproblemen? Mit welchen Ansätzen habt ihr die besten Erfahrungen gemacht?
 
  • Oje, das sieht schwer nach einer Spirale aus,
    wo am Ende der burnout droht.
    Hier hilft nur ein paarTage Abstand zur Baustelle,
    Zeit für klare Gedanken fassen.
    Hat man sich übernommen?
    Aus eigener Erfahrung (kam selbst 2013 wegen
    ähnlichen ins Krankenhaus, hab seit dem
    chronisches Vorhofflilmmern) kann ich nur
    empfehlen, sich Ziele zu setzen, die erreichbar sind.
     
    Hallo Coronella,
    das Gefühl, dass ich überall zugleich sein müsste, es nie reicht, sich überall Katastrophen anbahnen, kenne ich leider aktuell nur zu gut.
    Bezüglich Bauvorhaben, hat es sich bewährt, sich Timelines auszuarbeiten, was muss bis wann gemacht sein, damit X starten kann. Und es schriftlich festhalten. Dann kann man es aus dem Kopf freigeben. Das erleichtert ungemein.
    Im Garten, nun, da geht einiges nicht ganz so wie gewünscht. Aber Pflanzen verzeihen dir auch ziemlich viel. Wenn mal die Blätter hängen, kein Drama. Umgetopft hätte werden müssen, sch… drauf, dann ist der Zuwachs dieses Jahr halt mäßig.
    Und selbst wenn das eine oder andere Gewächs auf der Strecke bleibt, schade, aber sie sind nicht unersetzlich. Deine Gesundheit ist es nicht!
     
  • Vielleicht kannst Du für bestimmte Arbeiten Verwandte und / oder Freunde fragen, ob sie einen Tag mit anpacken würden. Das überlastet niemanden und Du hast bestimmt auch bei solchen Fragen schon zugesagt, oder ?

    Zu Viert, Fünft oder Sechst bekommt man an einem Tag eine Menge geschafft, Du und Dein Partner würdet entlastet.
     
  • Bezüglich Küchen-und Badplanung….natürlich haben wir uns Gedanken gemacht, wie es in etwa aussehen sollte. Mit unseren Laienhaften Skizzen sind wir zu einem Küchenstudio gegangen, die haben uns *zack* aus unseren „Ideen“ eine millimetergenaue Planung gemacht.
    Wichtig war, es ist JETZT nicht wichtig, welche Beschläge wir haben wollen und welche Farbe die Korpi (?) oder Fronten haben sollen.
    Genau JETZT ist wichtig, wo die Geräte hin sollen und wo dementsprechend die Anschlüsse für Strom/ Wasser hin müssen. Step by step……
     
    Möglicherweise hilft Hoʻoponopono .. nicht gegen den Stress direkt und es ist auch keine Einschlafhilfe. Ich habe eine Form kennengelernt, die man für Gefühle in sich anwenden kann (genaueres auf Anfrage). Manchmal wirkt es überraschend gut, mal gar nicht. Ist oft schwierig das richtige Gefühl zu finden, das zugrunde liegt. Vielleicht das Gefühl der Überforderung bei dir. Oder den Gedanken unmöglich ein paar Tage Erholung machen zu können, so wie Bernd Ka. vorschlägt. Oder unbedingt .. zu müssen.
     
  • Ganz wichtig: keinen Streit mit Deinem Partner aufkommen lassen!
    Eine Bauphase ist immer schwierig. Und sie wird sich auch noch eine Weile hinziehen.
    Und einziehen in einem unfertigen Bau ist nur was für ganz starke Nerven.
    Ich habe immer Baldriantabletten auf den Nachttisch. Hilft bedingt.
    Ich wünsche Dir ganz starke Nerven. Irgendwann ist es geschafft.
     
    Ich würde mir erstmal die Fassade vornehmen und das Bad. Um was Schnelles zu Essen zu kochen, braucht man keine Küche. Zwei Platten oder ähnl. und/ oder Heißluftfritteuse wären ausreichend. Kaffeemaschine. Tisch und Stuhl. Geht die Heizung? Es ist ja erst Mitte des Jahres. Da kann man noch viel machen. Aber alles nur nacheinander.

    Ein Plan, was in welcher Reihenfolge zu machen ist, gemeinsam entwickeln.

    Wenn man Nachts nicht einschlafen kann:
    Zettel neben das Bett und Gedanken aufschreiben, falls es ein wichtiger war. Falls es nur „Ich kann nicht mehr“ oder „wir schaffen das nicht“. Natürlich nicht aufschreiben.🙃 Sowas ist Blödsinn und zehrt an den Kräften. Natürlich schafft Ihr das, aber besser langsamer und gut als schnell, ausgepowert und fehlerhaft.

    Abends hinsetzen und abhaken, was geschafft wurde und sich darüber freuen.
    Auch mal etwas anderes machen an einem halben Tag.
    Und wenn Nachts das Grübeln kommt, nach dem Aufschreiben: den Körper entspannen.
    Z.B. mit PMR, Yoga, Hörbuch, ein Melissenbad oder 4-7-8 Atementspannung nach Weil.
     
    Bezüglich Bauvorhaben, hat es sich bewährt, sich Timelines auszuarbeiten, was muss bis wann gemacht sein, damit X starten kann. Und es schriftlich festhalten. Dann kann man es aus dem Kopf freigeben. Das erleichtert ungemein.
    Das Problem ist, dass Vorstellungen und Realität halt teilweise ordentlich auseinander klaffen. Unser Elektriker hat uns jetzt monatelang mehr oder weniger geghostet. Die Steckdosen sind inzwischen endlich gemacht. Aber bis er uns die PV-Anlage aufs Dach bringt, die wir seit letztem Sommer in der Garage stehen haben, können wir wahrscheinlich noch länger warten... wobei das "nur" finanziell ärgerlich ist, aber keine große Krise verursacht.
    Umgetopft hätte werden müssen, sch… drauf, dann ist der Zuwachs dieses Jahr halt mäßig.
    Und selbst wenn das eine oder andere Gewächs auf der Strecke bleibt, schade, aber sie sind nicht unersetzlich. Deine Gesundheit ist es nicht!
    Da hast du recht. Aber meine ehemals stolzen Topfpflanzen schauen gerade wirklich jämmerlich aus. Außer der Strahlenaralie, die gedeiht, warum auch immer, wirklich prächtig.

    Vielleicht kannst Du für bestimmte Arbeiten Verwandte und / oder Freunde fragen, ob sie einen Tag mit anpacken würden. Das überlastet niemanden und Du hast bestimmt auch bei solchen Fragen schon zugesagt, oder ?
    Mein Mann hat bei seiner Schwester auf dem Bau vor geraumer Zeit sehr viel geholfen. Und wir hatten ursprünglich auch auf Unterstützung von ihnen gehofft. Aber die Familie wurde vor wenigen Jahren von einem heftigen Schicksalschlag getroffen und sie haben für Baustellen anderer Leute verständlicherweise gar keine Kapazitäten mehr.
    Beim Boden verlegen wollte / will ein Bekannter von meinem Mann helfen. Aber der ist auch nicht besonders motiviert und legt das Arbeitstempo einer gesundheitlich eingeschränkten Schnecke an den Tag. Ansonsten sind wir leider mehr oder weniger auf uns alleine gestellt.

    Möglicherweise hilft Hoʻoponopono .. nicht gegen den Stress direkt und es ist auch keine Einschlafhilfe. Ich habe eine Form kennengelernt, die man für Gefühle in sich anwenden kann (genaueres auf Anfrage).
    Davon habe ich noch nie gehört oder gelesen. Magst du mehr darüber schreiben? Ich lerne gerne Neues dazu!
    Ich habe immer Baldriantabletten auf den Nachttisch. Hilft bedingt.
    Mit nur Baldrian habe ich bislang auch nur bedingt gute Erfahrungen gemacht. Habe mich heute in der Apotheke beraten lassen und habe Passedan plus Baldrian empfohlen bekommen, also eine Kombination mit Passionsblume. Werde mal schauen, ob das für mich funktioniert.

    Geht die Heizung? Es ist ja erst Mitte des Jahres.
    Ja, zum Glück. Irgendwas bei den Feinheiten scheint noch nicht ganz zu stimmen. Aber die Heizung funktioniert und der Estrich wird gerade ausgeheizt oder so. So, dass hoffentlich in 1-2 Wochen der Boden im Wohnesszimmer gemacht werden kann. Und dann kann die Küche ausgemessen werden und bestellt werden.
    Mein Mann will sie (Ikea Küche) gerne selbst aufbauen. Aber ich glaube, dass das mehr Zeit fressen wird, als er glaubt. Er verschätzt sich gerne bei seinem Arbeitstempo. Er ist sehr gründlich. Aber eben nicht so schnell wie jemand, der das schon zig mal beruflich gemacht hat. Ich denke, dass es sich lohnen wird die Küche aufbauen zu lassen. Auch wenn es Geld kostet, spart es, glaube ich, doch mehr Nerven...
    Wenn man Nachts nicht einschlafen kann:
    Zettel neben das Bett und Gedanken aufschreiben, falls es ein wichtiger war.
    Das ist eine hervorragende Idee. Ich habe das meistens auf dem Handy gemacht, aber das verleitet mich immer dazu noch hier was auf Pinterest wegen Badgestaltung oder was auch immer zu schauen, so dass ich dann versumpfe und noch schlechter schlafen kann. Zettel und Stift wären da wirklich eine bessere Lösung.
     
    Aber bis er uns die PV-Anlage aufs Dach bringt, die wir seit letztem Sommer in der Garage stehen haben, können wir wahrscheinlich noch länger warten... wobei das "nur" finanziell ärgerlich ist
    Mein Vermieter hat den Dachdecker angerufen, der das Haus kennt.
    Für sein Unternehmen war der Auftrag zu klein (2 BKWs á 2 Module). Also hat es einer seiner Angestellten an einem Samstag gemacht.

    Gegen einen Schicksalsschlag kann man natürlich nichts machen. Solche Menschen würde ich auch nicht noch zusätzlich mit Arbeiten belasten.
    Ich muss nur an unseren letzten Umzug denken. An einem Tag kam die Familie meiner Freundin, wir waren 6 und haben bis abends die Wände und Decken von 7 Räumen gestrichen. An einem anderen Tag kam nur einer ihrer Brüder und bis abends lag Parkett im Schlafzimmer.
    Zu einem einzelnen Tag sagt man vielleicht nicht so schnell Nein, wie zu einem Wochenende, ein paar Tagen Urlaub usw.

    Und manchmal gibt es auch nette Arbeitskollegen und kolleginnen.....

    Nun könnte ich Dir noch CBD empfehlen. Aber ich glaube, Dein Einschlafproblem beruht nicht auf fehlender Erschöpfung, sondern darauf, dass Dein Gehirn wegen der vielen noch anstehenden Arbeiten nicht abschalten kann.

    Das habe ich in anderem Kontext auch schon erlebt und es war ganz furchtbar.
    Letztendlich nahm das erst ab, als die zu bewältigenden Arbeiten abnahmen. In der Zwischenzeit musste ich da durch.

    Daher in #4 meine Empfehlung, im nahen Umfeld nach ein bisschen kurzweiliger Hilfe zu fragen. ;)
     
  • Davon habe ich noch nie gehört oder gelesen. Magst du mehr darüber schreiben? Ich lerne gerne Neues dazu!
    Gerne. Es scheint ein Geheimtipp zu sein .. natürlich habe ich, nachdem ich es zusammen mit dem Energetiker gemacht hatte, auch im Internet geschaut und so nicht gefunden. Es läuft so ab: man denkt an das Gefühl, das einen belastet, spricht es eventuell aus. Dann spricht man folgende Sätze: „Es tut mir leid für dich, es tut mir leid für mich. Ich vergebe dir, ich vergebe mir. Ich liebe dich, ich liebe mich. Ich segne dich, ich segne mich. Danke, danke, danke.“ Das wiederholt man drei Mal, kann man auch öfter sagen, wenn man den Eindruck hat, dass drei Mal nicht reicht. Es kann dabei zu Gähnen kommen, manchmal, wenn ich es zusammen mit dem Energetiker mache, kommt es auch zu fühlbaren Reaktionen im Kopf.
    Ich habe es mal angewendet, als ich mich total blockiert fühlte und dazu den Gedanken hatte, dass alles falsch ist, was ich mache. Im Sinne von falsche Entscheidungen getroffen. Ich wollte doch nur Erde mischen und in Töpfe füllen und konnte es nur mit größter Willensanstrengung. Nachdem ich dieses Hoʻoponopono gesprochen hatte, habe ich kein Problem mehr damit, selbst wenn ich denke, dass es Blödsinn ist, was ich tue.
    Zusammen mit dem Energetiker geht es um tiefer liegende Gefühle, die wahrscheinlich seit meiner Kindheit im Körper gespeichert sind bzw. durch die Krebsdiagnose (re)aktiviert wurden, wie Schock, Aussichtslosigkeit etc. und die Reaktionen sind manchmal heftig. Der Effekt ist nicht so eindeutig, ich bekomme auch jedes Mal eine Meridianbehandlung. So ganz allgemein merke ich, dass ich entspannter bin.
     
  • ich denke, man muss sich darauf einlassen, daran glauben - wie bei anderen Ritualen auch.
    Schon möglich, ist das schlecht? Ich habe in meinem Leben schon so viel gemacht, an das ich glaubte, und es hat nicht gewirkt. Viel Geld ist an Therapeuten "gegangen", viel Zeit verbrachte ich mit Übungen, wurde aufgefordert nicht ungeduldig zu sein .. Jetzt bin ich mir nicht mal sicher, ob ich dran glaube, ich mache es halt. Wichtig ist dabei, sich auf das zu konzentrieren, was man beruhigen / heilen / was auch immer möchte.
     
    ich wähle auf Youtube ein Video mit starkem Regen, ohne Gewitter, ohne Werbung,
    stelle den Abschalttimer von der Klotze auf 45 - 75 Minuten und dämmere irgendwann weg :)

    Einen Schreibblock und Stift habe ich schon viele Jahre am Bett – hilft – was aufgeschrieben ist, muss nicht mehr im Kopf abgehandelt werden.
    Ansonsten teile ich dann tagsüber die Notizen/Aufgaben in viele kleine Schritte und ordne sie dem notwendigen Ablauf nach.
    Manchmal eine lange Liste, auch mit Kleinigkeiten, aber es tut sehr gut, wenn etwas abgehakt werden kann.
    Die abgehakten bleiben auf der Liste, es motiviert zu sehen, was ich schon geschafft habe...
     
    Zuletzt bearbeitet:
    in viele kleine Schritte
    Ganz wichtig !

    Immer Schritt für Schritt, das mache ich auch so.
    Wenn ich ein größeres Arbeitspensum vor mir habe, erschlägt es mich manchmal fast, wenn ich daran denke, was ich alles vor mir habe. Das auch wegen des zunehmenden Alters, in dem sowieso alles schwerer fällt und länger dauert.

    Dann denke ich mir ganz bewusst "Einen Schritt nach dem Anderen", und es geht. ;)
     
    Oh je, ich kenne das mit den Handy-Notizen leider zu gut. Dass ich eigentlich nur kurz Gedanken sichern wollte und dann zehn Minuten später bei irgendwelchen Fliesen, Pflanzenlampen oder irgendeinem Regal, das man nie kaufen wird, gelandet bin, ist mir schon häufig passiert. Ein Zettel neben dem Bett ist da viel gnadenloser, im guten Sinn, weil da tut Mensch einen Satz drauf, weglegen und das Licht ausschalten. Das natürliche Mittel würde ich ganz offen nicht ausschließlich als eine Baustellen-Lösung, sondern eher als kleine Unterstützung, wenn der Kopf abends nicht runterfährt, sehen. Eine Kombi mit Passionsblume klingt für mich zumindest passender als nur „irgendwas zum Müdewerden“. Und eine Küche aufbauen lassen würde ich mir ernsthaft überlegen, weil das eher Nerven kostet.
     
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