Solar/Elekroauto vorgestellt

  • Wie stellt man den Strom aus Wind oder Wasser her?


    Mit Windrädern und Turbinen sowie angekoppelten Generatoren üblicherwiese. Ich verstehe den Sinn der Frage nicht ganz.

    Die letzen 100 Jahre kam der Strom eher aus der Verbrennung von Kohle + Dampfturbinen, und später dann aus der Kernspaltung. 8% Wasserkraft hatten wir traditionell, und Windkraft ist recht neu.

    Wenn wir bei 100% erneuerbarem Strom sind, dann müsste der Strompreis eigentlich fallen, weil wir dafür keine Verbeurauchsmaterialien wie Kohle oder Gas einsetzen müssen. Das wäre dann auch der Punkt ab dem Elektroautos im Betrieb "sauber" sind, weil der Strom ohne Abgase hergestellt wird.
     
    Du schreibst, dass man das Öl für "lau" aus dem Boden pumpen kann, Strom aber erst "herstellen" muss.

    Ich wollte den Unterschied gerne erklärt haben, weil ich befürchte, das Vorhandensein von Raffinerien ist Dir vielleicht überhaupt nicht bekannt... anders kann ich mir Deinen obigen Satz nicht erklären..
     
  • Die Herstellung von Strom war die letzen 100 Jahre teuere als die Gewinnung von Öl.

    Öl ist ist das Rohmaterial. Aus der Raffinerie kommt Diesel und Benzin. D.h. selbst wenn Du arg spitzfindig wirst, der Satz stimmt sogar so wie ich ihn geschrieben habe.
     
  • M.E. ist es vordergründig keine Frage der Kosten, sondern eine Frage der Praxiseignung. Da kann heute, wie auch vor 100 Jahren der Elektroantrieb noch nicht mithalten. In vielen anderen Bereichen hat sich der Elektroantrieb durchgesetzt.

    Gruß Karl
     
  • M.E. ist es vordergründig keine Frage der Kosten, sondern eine Frage der Praxiseignung. Da kann heute, wie auch vor 100 Jahren der Elektroantrieb noch nicht mithalten. In vielen anderen Bereichen hat sich der Elektroantrieb durchgesetzt.

    Dann sieht es trübe aus für den Individualverkehr, wenn einmal die Ölresrerven zur Neige gehen, der E-Antrieb nichts taugt weil man die Forschung daran aufgegeben hat, und wir keine dritte Alternative haben.

    Kurz, ich stimme Dir zu Karl, wünsche mir dennoch mehr solcher Forschungsprojekte wie Eingangs vorgestellt. Ich ziehe mich hier jedoch aus der Diskussion zurück, weil sie sich hauptsächlich um die Praxiseignung des Elektroantriebs dreht, was nicht der Punkt war auf den ich hinaus wollte, und wenig um das Thema "Solar", was das eigentlich besondere des Vorgestellten Konzepts war, das gerade die Nachteile nivellieren soll, weil sich das Auto zumindest tagsüber aus der Sonne mit Strom versorgen kann.

    Das ist ein Forschungsfahrzeug, und wir diskutieren hier darüber wie wenig der E-Antrieb praxistuglich ist und dass handelsübliche E-Autos zu teuer sind. Wenn der Antrieb bereits praxistauglich und preiswert wäre, dann bräuchten wir keine Forschungsfahrzeuge mehr, oder?

    Es tut mir leid, dass ich mich von den Antworten (und meinen Emotionen) in die Irre hab leiten lassen, und es nicht geschafft habe, den eigentlichen (gewünschten) Schwerpunkt der Diskussion auf "Forschung" und "Solarenergie" deutlicher zu machen bzw. dort zu halten.

    Viel Spass bei der Diskussion, ob die Förderung von Öl teuer ist oder nicht. Das ist nicht das Thema das ich diskutieren wollte, und ich kenne mich ehrlich gesagt dort auch nicht besodners gut aus - ich will es nicht mal, weil ich der Fraktion angehöre, die davon ausgeht dass der Höhepunkt der Ölförderung erreicht oder überschritten ist, und wir ab jetzt besser daran sind, zu schauen, was nach dem Öl kommt. Egal wie praxistauglich der E-Antrieb im Moment ist.

    Für mich sind Solarfahrzeuge mit Elektroantrieb ein interessantes Konzept, das in der Zeit nach dem Öl den Invidualverkehr weiter möglich macht.
     
    Von der Sache her, gebe ich dir Recht. Der Weg dahin wird sicher beschritten werden, aber das Ziel ist noch weit, weit entfernt.

    Schönen Sonntag, Karl
     
    Dann entschuldige ich mich Pflanzbert, dass ich das nicht rausgelesen habe.

    Suse
     
    Also ich finde das Thema (Elektroauto) an sich schon eine lohnenswerte und spannende Angelegenheit. Umso mehr ärgert es mich wenn in vielen Fällen purer Zweckoptimismus betrieben wird. Vielleicht bin ich ja auch nur eine derart arme Sau das ein Auto für mich ein reiner Gebrauchsgegenstand ist, der leider zum Einkaufen und Besorgungen erledigen nun einmal unabdingbar ist. Mir ist es auch völlig egal ob mein Auto schon 10 Jahre alt ist und ein BMW, Mercedes oder dergleichen muss es schon gar nicht sein.
    Natürlich ist es für mich ein Kostenfaktor. Ich kann es mir nicht leisten für mehr als 30.000 Euro ein Elektroauto zu kaufen und dann auch noch jeden Monat hunderte von Euro für einen Leiwagen zu bezahlen, nur weil das tolle Elektromobil am Wochenende die 100km zum Wohnort meiner Schwiegereltern nicht schafft. Außerdem brauche ich ein Auto mit dem man auch mal etwas transportieren kann, bspw. vom Gartencenter oder Baumarkt nach Hause. Nicht missverstehen, ich finde es prima wenn sich jemand für ein E-Mobil entscheidet wenn die entsprechenden Rahmenbedingungen stimmen. Aber es nervt mich einfach wenn Leute, deren Einkommen im Monat wahrscheinlich höher liegt als ich im halben Jahr nicht habe, so tun als ob jeder, der sich kein E-Auto (als Drittwagen) zulegen kann ein ausgemachter Umweltverschmutzer und Klimasaboteuer ist.

    Ich denke, einer der Probleme liegt gewiss darin, dass bisher viel zu viel Geld in althergebrachte Energieerzeugungsmethoden floss, anstatt neue und regenerative Energieen zu erforschen. Wäre nur ein Bruchteil der Gelder, welches allein die Kernenergie verschlang in neue Solartechniken geflossen, wären wir bestimmt schon sehr viel weiter.
     
  • Ich denke, einer der Probleme liegt gewiss darin, dass bisher viel zu viel Geld in althergebrachte Energieerzeugungsmethoden floss, anstatt neue und regenerative Energieen zu erforschen. Wäre nur ein Bruchteil der Gelder, welches allein die Kernenergie verschlang in neue Solartechniken geflossen, wären wir bestimmt schon sehr viel weiter.

    Dem kann ich zustimmen. Auf lange Sicht wird Öl knapp, sogar wenn wir weite Landstriche mit Fracking vergiften würden. (Das Fass will ich eigendlich gar nicht aufmachen, das führt hier zu weit und verschiebt das Problem des knapp werdenden Öls auch nur um eine unbestimmte Zeitspanne. Ich lehne Fracking ab.) Jedenfalls brauchen wir erdölfreie Alternativen und da sollte die Forschung hingehen. Solarkraft, Windkraft, zum Heizen Geothermie, für den Individualverkehr kann das von Wasserstoff bis altem Frittenfett eine riesige Bandbreite werden - und hoffendlich werden noch ganz neue Wege beschritten. Wer weiß, wie sich die Generation unserer Enkel fortbewegen wird.
     
  • [FONT=&quot]Ich verfolge das Theme E-Autos bisher nur am Rande, obwohl ich es gut finde, dass die Entwicklung dieser in den letzten Jahren immer weiter voran geht. Denn ja, irgendwann wird das Öl alle sein und vorher, bis es mal soweit sein wird, wird das restliche immer teurer werden.[/FONT]
    [FONT=&quot]Aber auch für mich ist der Kauf eines E-Autos aktuell kein Thema. Aus den auch schon von anderen Usern genannten Gründen. Zu teuer, zu geringe Reichweite, zu wenig Ladestationen. So lange sich das nicht deutlich ändert, fahre ich meinen Benziner weiter.[/FONT]
    [FONT=&quot]Für den Stadtverkehr und kürzere Fahrten mag ein E-Auto ja jetzt schon sehr gut geeignet sein, aber nicht jeder wohnt in einer Großstadt, aus der er/sie selten rauskommt. Ich selber wohne in einer Kleinstadt, fahre in der zwar auch oft, aber ich fahre auch Landstraße und gelegentlich mal Autobahn. Ich bin kein Raser, aber eine gewisse Beschleunigung und Power sollte ein Auto für mich schon haben. Auf der Autobahn bin ich meistens mit 140 bis 160 km/h unterwegs, gelegentlich geht's mal kurzzeitig bis 180 hoch. Ein Auto, dass es dann vielleicht nur langsam bis gerade mal 160 schafft, ist da nichts für mich.

    Ich bin aber jemand, der versucht die Luft mit möglichst wenig Abgasen zu belasten. Ich kurve nicht unnötig in der Gegend rum und fahre nicht wegen jeder Kleinigkeit sofort zum Einkaufen los, wenn sich das verschieben lässt bis sich mal mehrere Sachen angesammelt haben, die besorgt oder erledigt werden müssen.[/FONT]
    [FONT=&quot]Kürzere Strecken kann man manchmal ja auch zu Fuß zurücklegen oder das Rad nehmen, wenn's damit nicht zu gefährlich ist.

    Mit was für Strom fahren E-Autos eigentlich? Gleichstrom oder Wechselstrom? An der Starkstromsteckdose werden die ja wahrscheinlich nicht aufgeladen.[/FONT]
    [FONT=&quot]Angenommen, die Hälfte der Autofahrer würde auf E-Autos umsteigen, dann muss dafür ja bestimmt eine Menge mehr Strom produziert werden. Was auch nicht so einfach ist. Windkraft, Wasserkraft und Solarenergie sind ja schöne Dinge, aber wenn ich mich hier so bei mir in der näheren und weiteren Umgebung umschaue, dann finden viele Leute alternative Energien zwar auch gut, aber wenn dafür dann neben dem eigenen Wohnort fünf Windräder aufgestellt werden sollen oder eine Trasse mit Strommasten entstehen soll, dann sind fast alle von ihnen entrüstet und wehren sich dagegen.
    Nicht so sehr weit von mir soll oder sollte der Südlink herlaufen. In jeder Kleinstadt die da an der Strecke liegt, haben sich Bürgerinitiativen gebildet, die gegen die Trasse protestieren.
    In einer anderen Stadt sollte am vorbei laufenden Fluß ein recht kleines Wasserkraftwerk entstehen. Kaum war das bekannt, gab's die ersten Klagen und Proteste dagegen.
    Das ist nicht nur hier in meiner Heimatgegend so, sondern ja auch in ganz Deutschland. Kann man so denn für genug Strom/grünen Strom sorgen, wenn keiner die Anlagen haben will, die man für die Herstellung braucht?[/FONT]
     
    [FONT=&quot]

    Mit was für Strom fahren E-Autos eigentlich? Gleichstrom oder Wechselstrom? An der Starkstromsteckdose werden die ja wahrscheinlich nicht aufgeladen.[/FONT]
    [FONT=&quot]Angenommen, die Hälfte der Autofahrer würde auf E-Autos umsteigen, dann muss dafür ja bestimmt eine Menge mehr Strom produziert werden. Was auch nicht so einfach ist. Windkraft, Wasserkraft und Solarenergie sind ja schöne Dinge, aber wenn ich mich hier so bei mir in der näheren und weiteren Umgebung umschaue, dann finden viele Leute alternative Energien zwar auch gut, aber wenn dafür dann neben dem eigenen Wohnort fünf Windräder aufgestellt werden sollen oder eine Trasse mit Strommasten entstehen soll, dann sind fast alle von ihnen entrüstet und wehren sich dagegen.
    Nicht so sehr weit von mir soll oder sollte der Südlink herlaufen. In jeder Kleinstadt die da an der Strecke liegt, haben sich Bürgerinitiativen gebildet, die gegen die Trasse protestieren.
    In einer anderen Stadt sollte am vorbei laufenden Fluß ein recht kleines Wasserkraftwerk entstehen. Kaum war das bekannt, gab's die ersten Klagen und Proteste dagegen.
    Das ist nicht nur hier in meiner Heimatgegend so, sondern ja auch in ganz Deutschland. Kann man so denn für genug Strom/grünen Strom sorgen, wenn keiner die Anlagen haben will, die man für die Herstellung braucht?[/FONT]

    ich denke damit hast du es auf den punkt gebracht. und das ist ja nicht nur beim strom so.
     
    Ja, jeder der dagegen ist, sollte mal ein Atommüllbrocken entgegen nehmen ... ich kann da auch nur den Kopf schütteln.


    Elektroantriebe richtig eingesetzt finde ich nicht verkehrt, werden aber sicher Nieschenprodukte bleiben ... denn so bald nun mal Solar oder vielmehr eine E-Maschine an Bord ist, sind auch Akkus im Spiel, und die sind nun mal das Hauptproblem. Die Akkus sind nicht langlebig genug und dann auch nicht gerade umweltschonend (Herstellung, und was wird denn mit den Altakkus?) < aber wenn man für das Akku-Problem eine bessere Energiespeicherung findest, hat das E-Mobil sicher auch eine Chance.

    PV-Zellen auf Autodach und Motohaube müsste ja auch schon längst möglich sein (gibt glaub schon Folien und Druckbare ...), aber auch regelt alles wieder den Preis und Nutzen. Haltbar- und Alltagstauglichkeit (Unfall, Kratzer, Dellen usw.) und die Strom-Abgabe wird zu gering sein, um den Aufwand zu stemmen.

    Denke mal, dass daher Gas (evtl. Wasserstoff) den Durchbruch bringen wird, da kann die momentane sehr gute Verbrennungstechnologie und Autos weiter verwendet werden ... der erzeugte Strom kann z.B. einfach in Gas umgewandelt und überall in das vorhandene Versorgungsnetz eingespeist, um an Gas-Tankstellen wieder gezapft zu werden < was gibt es besseres?!
     
    Komisch das wir dann eine Wärmepume fürs Haus wollten und zwar ohne zu wissen das die Firma sowas anboten. Meine Antwort auf die Angebote Öl/Gas/Pellets/WP war innerhalb von 30 Sek.

    "Nichts was Grandma schon hatte." (Wobei die nicht ahnen konnten, das meine Großmutter nur Kohle kannte)

    Ich würde sagen, da fehlt Aufklärung durch die Bundesregierung. Der Großteil der deutschen Bevölkerung hat wohl schon vergessen, wie verdreckt die DDR mal war und wünscht sich das Zurück?

    Sicher wird Strom auch leider Noch durch Kohle Produziert. Aber was bitte ist an einem Wasserkraftwerk so tragisch? Ausser das es jetzt wegen Niedrigwasser stehen würde?

    Das die Stromtrasse Probleme macht, kann ich mir gut vorstellen bei Wlan, Handynetzen und DVBT ganz sicher. Aber da kenne ich mich gar nicht aus, also würde ich statt zu meckern erst mal fragen.

    Suse
     
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