Rasen nach dem Winter renovieren

Ich bin die letzten beiden Jahre alleine mit meinem Rasen gewesen. Demzufolge habe ich weder Zeit, und jetzt nach der OP auch nicht mehr die Kraft, jede Woche zu mähen und zu wässern.
Der Rasen ist auch teilweise recht schattig und somit habe ich eine Menge Moos und Vogelmiere im Rasen. Außerdem haben sich, von woher auch immer, irgendwelche Blümchen ausgesät. Das Mooswachstum wurde wohl auch durch viel Feuchtigkeit begünstigt. Es hat sehr oft ausgiebig geregnet. Ich bin oft gar nicht zum Mähen gekommen, weil der Rasen einem fatschnassen Schwamm glich.
Einen Vertikutierer kann ich geschenkt bekommen.
Habe mich zum Vertikutieren entschlossen und dann kommt Dünger mit Moosvernichter drauf.

Das Moos mußt Du vorher vernichten, damit es dann beim Vertikutieren gleich mit aufgenommen wird und nicht die Sporen auf der ganzen Fläche verteilt werden ;-)

Und genau aus dem gleichen Grunde wie Du, habe ich meinen Rasen lange vernachlässigt - und nicht nur den, sondern den ganzen Garten.

LG Shantay
 
  • Ich bin die letzten beiden Jahre alleine mit meinem Rasen gewesen. Demzufolge habe ich weder Zeit, und jetzt nach der OP auch nicht mehr die Kraft, jede Woche zu mähen und zu wässern.
    Der Rasen ist auch teilweise recht schattig und somit habe ich eine Menge Moos und Vogelmiere im Rasen. Außerdem haben sich, von woher auch immer, irgendwelche Blümchen ausgesät. Das Mooswachstum wurde wohl auch durch viel Feuchtigkeit begünstigt. Es hat sehr oft ausgiebig geregnet. Ich bin oft gar nicht zum Mähen gekommen, weil der Rasen einem fatschnassen Schwamm glich.
    Einen Vertikutierer kann ich geschenkt bekommen.
    Habe mich zum Vertikutieren entschlossen und dann kommt Dünger mit Moosvernichter drauf.
    Tina, wenn Du auch danach keine Zeit zum regelmäßigen düngen, mähen und ggf. wässern hast, kannst Du Dir jetzt den Gifteinsatz und die darauf folgende Arbeit auch sparen, es wird das Moos nur kurzfristig wegbekommen und freie Flächen für Wildkräuter schaffen.

    Moos ist und bleibt die Zeigepflanze für Düngermangel, behebst Du den Mangel verschwindet das Moos von alleine und Du schaffst keine "Landeflächen" für Wildkrautsamen durch den Gifteinsatz.

    Heißt, was Du vorhast bedeutet doppelt und dreifache Arbeit, doppeltes Geld und keinen Erfolg...

    Mein Vorschlag heißt nur ein Bruchteil der Arbeit, halbes Geld und langfristiger Erfolg...

    Warum weiß ich das?
    Mein Nachbar macht jedes Jahr das was Du vorhast und hat eine moosige Unkrautfläche, ich mach seit Jahren weniger, spare Geld und habe einen grünen Rasen...
    Und übernommen habe ich meinen Rasen so wie Du Deinen beschreibst...

    Vertikutieren kannst im März schon,wenn die Rasenfläche abgetrocknet ist.
    Düngen würde ich aber erst Ende März,Anfang April.
    Wie schon mehrfach geschrieben...
    a) benötigt der gezeigte Rasen gar keinen Vertikutierer und
    b) sollte man nicht die vom Winter eh geschwächten Rasenwurzeln noch mehr schwächen...
     
  • Na wie denn nun?
    Vertikutieren kann ich, wenn es trocken ist. Derzeit ist die Wiese pitschnaß.
    Düngen sollte auch kein Problem werden.
    Nur ich kann nicht einmal wöchentlich mähen.
    Vorigen Sommer war so gut wie nichts zu mähen, da der Rasen fast nicht gewachsen ist.
     
  • Das kommt darauf an, WIE Du es denn jetzt machen möchtest - mit oder ohne Chemie. Fakt ist aber, ein gut wachsender Rasen muß im Sommer wöchentlich gemäht werden und wenn Du düngst, dann wächst er schneller.

    LG Shantay
     
  • Aber wenn Du ihn jetzt herrichtest, dann wird er wachsen und dann ist er auch einmal in der Woche zu Mähen ;-)

    LG Shantay
     
    Kannst Du so machen. Aber warte mit dem Vertikutieren auf alle Fälle bis Mai, damit sich der Rasen erst mal vom Winter erholen kann. Und sei auch darauf gefaßt, daß von dem bißchen Rasen bei Dir dann gar kein Rasen mehr übrig ist, den Du düngen könntest... Dann sind wir wieder bei der Neuansaat.

    LG Shantay
     
  • Bei "Sulfat" denke ich sofort an reine Schwefelsäure die in Verbindung mit Feuchtigkeit entsteht, wie bei dem gepriesenen Eisen II-Sulfat das man nur in absolutem Vollschutz anwenden darf (auch wenn einem das keiner erzählt)...

    Und ja, was steht schon in derr Kurzbeschreibung Deines "Wundermittels".....:rolleyes: Quelle: http://www.unkrautvernichter-shop.de/SSA-Schwefelsaures-Ammoniak-25-kg.html

    In Chemie in der Schule warst Du wohl immer Kreide holen, was?
    Ich weiß da immer nicht, ob ich lachen oder weinen soll...
    Sulfat ist das Säurerestion der Schwefelsäure, und wenn es irgendwie reagieren sollte, was es nur zu einem sehr geringen Prozentsatz machen würde, da das Gleichgewicht auf Seite der Dissoziation liegt (H2SO4 --> 2H+ + SO4(2-) ) reagiert das Sulfat wenn dann nur basisch , weil es Protonen aufnehmen kann ( SO4(2-) + H3O(+) --> HSO4(-) + H2O), es hat ja keine Protonen die es abgeben könnte (das ist das Merkmal einer Säure nach Brönsted, eine Lewis-Säure wäre z.B. noch ein Hydroxid-Akzeptor). Es ensteht zu keinem Zeitpunkt Schwefelsäure! Und wenn sie enstehen würde, würde das den Boden basischer machen (bis sie wieder dissoziiert, am Ende wäre das dann vom pH-Wert +/- 0, da wir wieder am Anfang wären)

    Das was beim Ammoniumsulfat sauer reagiert ist das Ammonium:
    NH4(+) + H2O --> NH3 + H3O(+)
    Und keine Angst, damit wirst du den Boden nicht verätzen (es sei denn du trägst das Zentimeterdick auf), da Ammonium eine schwache Säure ist (Ammoniak ist wiederrum eine schwache Base). Das Gleichgewicht liegt hier also irgendwo in der Mitte, vereinfacht ausgedrückt. Erst im stark basischen Milieu entsteht viel Ammoniak (das stinkt dann auch), da das Gleichgewicht die zuvielen OH(-)-Ionen mit H3O(+) zu Wasser neutralisieren möchte und es damit auf die Seite der Produkte verschoben wird.

    Etwas komplizierter ist es beim Eisensulfat, als erstes bildet Eisen einen Heptaaquakomplex:
    Fe(2+) + 7H2O --> [Fe(H2O)7](2+)
    Dieses kann dann ein Proton abgeben:
    [Fe(H2O)7](2+) + H2O --> [Fe(H2O)6(OH)](+) + H3O(+)
    Dies geschieht aber genauso nicht in Massen, da auch der Eisenkomplex nur eine schwache Säure ist. (Gleichzeitig oxidiert das Eisen(II) zu Eisen(III), da dies stabiler ist, das beachte ich hier aber nicht weiter.) Der Komplex könnte auch noch seine restlichen Protonen abgeben, bis Fe(OH)3 ausfällt (brauner Niederschlag), einen Eisenhexahydroxokomplex gibt es nämlich nicht. Aber das passiert erst in basischer Umgebung (da aber Böden eher neutral bis leicht sauer sind passiert das nicht).

    Lange Rede kurzer Sinn: Du hast keinen Plan von Chemie, und niemand muss Angst haben, diese beiden Substanzen zur Moosbekämpfung einzusetzen, natürlich nur entsprechend der Bedienungsanleitung. Der pH-Wert wird durch so eine Behandlung nur wenig abgesenkt, dem kann man dann später wieder mit Kalken entegegenwirken (Moos mag ja auch eher saure Böden, deswegen diesen Schritt nach einer pH-Messung nicht vergessen). :)
    Und ich studiere Chemie, ich werd wohl wissen wovon ich rede. Wenn ich solche Aussagen wie feiveline gemacht hätte, wär ich wohl schon längst rausgeflogen. Und das ist alles kein Uniwissen, eher so 11.-12. Klasse.
     
    Zuletzt bearbeitet:
  • Verstehe nix von Chemie und davon viel.:rolleyes:
    Eisendünger vernichtet ratzfatz das Moos , sorgt
    für eine sattgrüne Farbe und den Rest von dem Zeug
    bekommen bei mir die Hortensien. Damit gibt es
    dann auch keine Chlorosen mehr.
    Nächste Woche hat Aldi Süd Rasensaat für
    den Schatten. Damit flicke ich ein paar Stellen
    unter den Apfelbäumen etc.
    Ich müßte eigentlich schon mähen,
    aber derzeit blühen einige Krokus im Rasen.

    Also warte ich noch ab, Eisendünger & Rasendünger
    sind aber schon eingekauft.

    Vorsicht mit dem Eisen, es macht überall Rostflecken.
    Aus den Klamotten gehen die kaum noch raus!:(

    Kann mir vorstellen was da an Bedenken geäußert wurde.
    Ich ignoriere die/das, und bin froh jemanden mit Sachverstand ohne ideologische Verbohrtheit getroffen zu haben. :-P:rolleyes::D


    Wie wäre es mit einem Mähroboter?
     
    Keine Sorge, so schlimm stehts um den Rasen nicht. Nur dort, wo die Spierenhecke weit über die Wiese hing, da ist jetzt Moos und unter der großen Tanne.
    Tina, harke das Moos etwas aus und hau dann Dünger drauf, das reicht...Ggf. etwas nachsäen.



    @grasstreifen und @Marmande:


    Denn Eisendünger enthält den hochgiftigen Wirkstoff Eisen-II-Sulfat. Bei einem Kontakt mit Wasser oder einer anderen Flüssigkeit entstehen Gase beziehungsweise Schwefelsäure,
    Quelle: http://www.t-online.de/ratgeber/hei...76/gefahren-beim-umgang-mit-eisenduenger.html


    @grasstreifen, bringst Du jetzt bitte die Kreide zurück die Du während Deiner Schulzeit ausschließlich geholt zu haben scheinst....

    Weitere Informationen:

    http://www.ndr.de/ratgeber/garten/Gift-im-Rasen-durch-Moos-Entferner,moosentferner101.html

    http://www.sueddeutsche.de/wirtscha...r-die-grossen-irrtuemer-im-garten-1.1885169-2

    http://taspo.de/produktion/handel-i...ger-als-moosentferner-empfohlen/#.VtMJjd-1JA0
     
    Immer wieder dasselbe Thema:
    Vertikutieren ja oder Nein ???

    ein normaler Hausgarten braucht keine Vertikutation !

    regelmäßiges düngen und mähen , sowie bei Bedarf wässern reicht völlig aus.

    seit ich den Rasen vor Jahren neu gemacht hab (Rollrasen) und danach handel, hab ich keine Probleme mehr.
    Moos ist Garten ist eine Anzeige für Stickstoffmangel- also dort - wenns Moos dann vernichtet wurde- öfters als an den anderen Stellen düngen.

    Bei mir funktioniert das.

    Tina- kauf dir ne Zeige, Schaf o.ä. , dann brauchsts du nicht mehr mähen ;):-P:grins:

    Apropos Rasenpflege:

    http://schwab-rollrasen.de/garten/verlegen-und-pflegen/
     
    Also ich kenne kein Salz irgendeiner Säure,
    das beim Kontakt mit Wasser wieder zur Säure reagiert.:confused:
    Man möge mir solch eine These bitte mal beweisen.

    Eigentlich isses mir ja wurscht, hab eh kein Rasenproblem...
     
    Also ich kenne kein Salz irgendeiner Säure,
    das beim Kontakt mit Wasser wieder zur Säure reagiert.:confused:
    Man möge mir solch eine These bitte mal beweisen.

    Eigentlich isses mir ja wurscht, hab eh kein Rasenproblem...

    Wenn es anders wäre, dann müßte auch eine Kochsalzlösung sauer werden durch sich bildende Salzsäure - und das tut sie definitiv nicht.

    Liebe Grüße, Pyromella
     
    Und wenn du diesen Mythos jetzt noch mit zehn weiteren Quellen versuchst richtigzustellen, das wird nix. Is halt so ne Halbwarheit die im Netz rumgeistert, mehr nicht.
    Sonst pass auf, beim Lösen von festem Natriumchlorid (Kochsalz) entsteht Salzsäure. Komisch, es sind mir noch keine Fälle bekannt, wo Badegäste in der Nordsee plötzlich weggeätzt wurden.
    Fakt ist, reine H2SO4 würdest du nur herstellen können, wenn du die Sulfat-Ionen eine Lösung mit pH-Wert von kleiner als -1 kippst. Wenn du diesen pH-Wert hättest wäre wohl die Schwefelsäure das kleinste Problem in deinem Garten
    https://de.wikipedia.org/wiki/Sulfate#/media/File:PH_Sulfat_plot.png
    Und wie gesagt, wenn Schwefelsäure entstehen würde, wäre das ne basische Reaktion, da Protonen aufgenommen werden würden.
    Das ganze ist bestimmt einfach deshalb entstanden, weil irgendjemand der in Chemie keine Ahnung hatte mal "saure Reaktion" und "Sulfat" gehört und dann daraus Schwefelsäure "hergestellt". Ist ja auch erstmal ungewöhnlich, das Eisen sauer reagieren kann, machen ja im übrigen auch nicht allzu viele allgemein bekannte Metalle.
    Nur man sollte sowas vielleicht mal hinterfragen, und sich nicht immer weiter dran festklammern... ;)
     
    Hallo,

    meine Erfahrungen mit bzw. gegen Moos:
    --Eisendünger, auch guter, hat nur vorübergehende Wirkung und werde ich nie mehr kaufen; kann man ggf. bei Eisenmangel, wenn das denn jemand aus der Blattfarbe o.ä. ableiten kann, verwenden. Ansonsten für den Popo.

    --Asche: Das mit Abstand beste Mittel ist Asche aus dem Ofen (nur gutes Brennholz), das Moos macht in null komma nix die Grätsche, und der Boden wird gedüngt. Ich hab mehrmals gesehen, wie danach das Gras wieder aufgegangen ist.
    Asche ist alkalisch, die meisten Moos-Sorten mögens eher sauer und mager. Moos wächst eigtl. noch dort, wo sonst nix wächst und wo es sauer ist. Schwerer Boden, Schatten machts nicht besser...
    Recht gut funzt der Moosvernichter auf Geranien-Chemie-Basies :-P , musste ich aber immer zweimal anwenden.
    --Vertikutieren alleine ist bei starkem Moosbewuchs nicht ausreichend und stresst auch den Rasen.

    Dann:
    dran bleiben, d.h. einmal sachte vertikutieren, um schnell die ganzen großen Mengen weg zu bekommen. Mit Harke ist man ewig dabei.
    danach die Flecken sofort nachsäen, guten Rasensamen kaufen, der dicht wächst. Dann hat weder Unkraut noch Moos einen Lebensraum.

    - regelmäßig und nicht zu tief mähen, regelmäßig düngen. Zu kurzer Rasen ist v.a. im Sommer instabil und trocknet aus, Unkraut und Moos kommt.
    Ich lasse das Schnittgut liegen, da freut sich der Boden.

    Einmal im Jahr streue ich Hornspäne, gibts fallweise sehr billig im Discounter, ist bio, löst sich langsam auf (knallt nährstofftechnisch nicht), tut dem Boden auch gut. Mit Späne (nicht Mehl) kann ich wohl kaum überdüngen.

    Dünger vom Discounter oder Baumarkt is ok, mein absoluter Favorit ist aber von DCM Vital Green; hält eine Weile, schießt nicht auf, dunkles Grün, Rasen sieht gesund aus, Preis/Leistung ist ok. Der Boden bei unseren neu gekauften Haus war total ausgehungert, daher hab ich so meine Erfahrungen gesammelt.

    Kalken würde ich nach einem Bodentest eher vorsichtig, bei mir war der Boden leicht sauer, in den Monaten danach sah durchs Kalken der Rasen besser aus.
    Eisendünger macht den Boden auf Dauer sauer, und man schafft dadurch das Klima, was das Moos freut.

    --Nachsäen: Wirklich wichtig ist, nach der Moosentfernung gut nachzusäen, das hab ich verpennt, jetzt hab ich den Salat. Ich überlege mir, für die schattigen Stellen eine kleine Packung Schattensamen zu holen, damit die Rasendecke dicht ist. Man fährt wohl günstiger, im Fachhandel (z.B. Garten Wild) zu kaufen, als im Baumarkt.

    Zumindest haben wir an den meisten Stellen wieder Rasen, und nur stellenweise Moos, beim Einzug wars fast umgekehrt.

    viel Erfolg,
    flo
     
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