Geldbaum - Stamm durchgefault, keine Wurzeln, noch zu retten?

  • Bitte gerne, schauen wir uns das mal genauer an...
    1. Solange die Stämme noch fest und grün sind ist nichts verloren...
    2. Der Standort dürfte in Ordnung gewesen sein aber zuviel Wasser hat er bekommen
    3. Der Teil am 1. Foto wär noch zu retten - die losen, matschigen Wurzeln, so vorhanden abmachen, frisch eintopfen, nur ein Stamperl Wasser geben nach dem eintopfen, reicht für ne Weile aus.
    Auf Foto 4 , 5 und 6 ist ein matschiger Stamm, der ist wahrscheinlich nicht mehr zu retten..
    Foto 8 ist nix grünes zu sehen, wenn das so ist, ist der auch verloren.

    Habe meinen Crassula vorige Woche umgetopft in einen größeren Topf, habe gar nix angegossen da die Erde eh feucht war.
    Standort bei mir ist der helle Keller bei 8°/9° und wird so gut wie gar nicht gegossen, im Sommer volle Sonne aber unter einem Dachvorsprung wo kein Regen hin kommt, das ist wichtig!
    Gegossen wird im Sommer natürlich mehr...

    Wenn du noch Fragen hast, her damit. ;)
    Soll ich also den kompletten feuchten Teil am Stammfuß samt Wurzeln abschneiden, soweit, bis es trocken ist, oder nur die Wurzeln entfernen?
     
    Soll ich also den kompletten feuchten Teil am Stammfuß samt Wurzeln abschneiden, soweit, bis es trocken ist, oder nur die Wurzeln entfernen?

    Von beidem möchte ich abraten. Ältere Pflanzenteile bewurzeln oft schlecht bis gar nicht.

    Besser einige Tage trocknen lassen, neu topfen, nicht oder nur sehr sparsam angießen (frisches Substrat ist ja meist feucht) und warten, bis er austreibt. Dann kann die Wassermenge mit steigenden Temperaturen langsam gesteigert werden.
     
  • Danke Jörg, dann hab ich jetzt erstmal nichts verschlimmbessert, mit dem aus- der -altern-Erde-herausnehmen.
    Ich werde sie paar Tage auf dem Zeitungspapier abtrocknen lassen und dann neue Erdmischung verwenden.
    Rätst du auch zu Kakteenerde? Oder ist die zu 'mager' ?
     
  • Kakteenerde ist schon mal besser, als Blumenerde. Und zu mager ist sie auch nicht.

    [Die Frage zum optimalen Pflanz-Substrat spaltet die Gemeinde wie fast nichts anderes. Fast jeder Gärtner / jede Gärtnerin schwören auf die persönliche Mischung. Daher macht es nicht so viel Sinn, wenn ich jetzt meine eigenen Präferenzen nenne. Aber vielleicht mache ich zu Pflanz-Substraten mal einen separaten Thread auf.]

    Normale Kakteenerde würde ich - wenn ich sie verwenden müsste - noch mehr mit Sand, Lava-Granulat, Bims o.ä. abmagern und mit etwas Gesteinsmehl und Bentonit nach Packungsangabe verbessern.
    Das Kakteenerde-Sand-Verhältnis würde ich bei 50:50 Volumen-Anteilen ansetzen, kann aber auch weniger mager sein.


    Ich hatte auch so ein schönes altes Exemplar.
    Im Winter stand die Crassula ovata hell und fast trocken bei ca. 15° C (kühler ging es in der Wohnung nicht), von Mitte Mai bis ~+5° C ohne Überdachung im Garten.
    Es ist ihr wunderbar bekommen.

    Leider weilt sie durch einen kapitalen Pflegefehler, der nichts mit dem Standort zu tun hatte, nicht mehr unter den Lebenden.


    Crassula ovata.webp
     
    Danke sehr, da muss ich mich morgen in die Spur machen, um mir eine Mischung herstellen zu können....

    Man hängt irgendwie ganz schön an diesen Exemplaren, mir tät es in der Seele weh, wenn er nicht wieder käme.
    Was hast du ihr denn 'angetan' , was sie dir so übel genommen hat?
     
  • Na ja, im Grunde das, was Du vor Dir hättest, wenn Du die Wurzeln ganz entfernst.
    Ich wollte den uralten Humusballen loswerden, um die Pflanze in mineralischem Substrat komplett neu zu bewurzeln.

    Trotz meiner Bedenken im Vorfeld hätte es aber vielleicht geklappt, wenn ich ein Mini-Gewächshaus für hohe Luftfeuchtigkeit gehabt hätte - nur eine Vermutung.
     
    ...Ich hatte den Baum im Sommer 2024 umgetopft, Mischung aus Erde, Sand und vielen kleinen Steinchen (02/05 groß)...
    Hallo,
    meine stehen in rein mineralischen Substraten (Blähtonbruch, Lava, Bims) im Sommer vollsonnig im Freien.
    Dort stehen sie auch bei tagelangem Dauerregen vollkommen problemlos.

    Einer von vieren, kein Geldbusch, sondern ein Geldbaum.

    amw2cd2i.png


    pg2el3dy.png
     
    Sehr schönes Bäumchen, wie bekommst ihn fest, wenn du so 'loses' Substrat verwendest?
    Meiner, falls ich ihn wieder hinbekomme, ist ca 60 cm hoch und wird beim wiedereinsetzen kaum Wurzeln haben... ich muss mir bestimmt ne Konstruktion bauen, damit er nicht umkippt, bin für jeglich Vorschläge dankbar 😊
     
    Na ja, im Grunde das, was Du vor Dir hättest, wenn Du die Wurzeln ganz entfernst.
    Ich wollte den uralten Humusballen loswerden, um die Pflanze in mineralischem Substrat komplett neu zu bewurzeln.

    Trotz meiner Bedenken im Vorfeld hätte es aber vielleicht geklappt, wenn ich ein Mini-Gewächshaus für hohe Luftfeuchtigkeit gehabt hätte - nur eine Vermutung.
    Okay, dann werde ich es definitiv nicht machen 😅
     
  • Sehr schönes Bäumchen, wie bekommst ihn fest, wenn du so 'loses' Substrat verwendest?
    Meiner, falls ich ihn wieder hinbekomme, ist ca 60 cm hoch und wird beim wiedereinsetzen kaum Wurzeln haben... ich muss mir bestimmt ne Konstruktion bauen, damit er nicht umkippt, bin für jeglich Vorschläge dankbar 😊
    Die komplette Schale ist durchwurzelt, der fällt nicht um.
    Die Wurzelbildung geht in groben Substraten zügig vonstatten.
    Lege deinen wurzellosen Kandidaten einfach in den Pott. Sobald sich Wurzeln gebildet haben, kannst du ihn später immer noch in die gewünschte Postion pflanzen.

    Wenn ich Crassula kräftig schneide, werfe ich die gekappten Äste einfach in ein Beet und lasse sie dort unbeachtet liegen.

    lscrexb6.png


    Es dauert nicht lange, dann sehen die so aus und können eingepflanzt werden.
    Das Zeug vermehrt sich wie Unkraut.

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  • Hallo,
    meine stehen in rein mineralischen Substraten (Blähtonbruch, Lava, Bims) im Sommer vollsonnig im Freien.
    Dort stehen sie auch bei tagelangem Dauerregen vollkommen problemlos.

    Einer von vieren, kein Geldbusch, sondern ein Geldbaum.

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    pg2el3dy.png
    Rentner, gepflanzt in so einem Substrat wie du oben beschrieben hast ist es egal wo der Crassula steht und ob er Regen abbekommt, aber in Erde gepflanzt sollte er nicht zuviel Regen abbekommen.
     
    Danke Jörg, dann hab ich jetzt erstmal nichts verschlimmbessert, mit dem aus- der -altern-Erde-herausnehmen.
    Ich werde sie paar Tage auf dem Zeitungspapier abtrocknen lassen und dann neue Erdmischung verwenden.
    Rätst du auch zu Kakteenerde? Oder ist die zu 'mager' ?
    Kakteenerde eignet sich auch für die Umpflanzung einer Crassula und noch einmal, sie sollte nicht im Regen stehen, wir reden da von längeren Regenphasen, da sie zuviel Wasser abbekommt, außer sie ist in Substrat wie Rentner geschrieben hat - und ja meiner lebt noch!:)

    IMG_20250201_080544.jpg

    Und noch was - Crassula zählen zu den Sukkulenten die Wasser speichern können, daher ganz wenig Wasser brauchen.
    Daher sollten sie, wenn sie im Freien stehen vor Regen geschützt werden, der Topf muss Abzugslöcher haben, überschüssiges Wasser vom Untertopf geleert werden wenn sie in Erdsubstrat stehen...
    Ansonsten hast du das selbe Problem wie aktuell wieder!
    (Hast ja geschrieben, dass er vom Rasensprenger immer Wasser abbekommen hat...)
     
    Zuletzt bearbeitet:
    Eigentlich weiß ich dass ja alles mit dem Wasser und so... meine Erde war recht durchlässig, hatte jede Menge Gedöns, wie Sand, Steinchen , so ne kleine Terracotta-Kügelchen (weiß gerade nicht, wie sie in der Fachsprache heißen, ich glaube Perlite) untergemischt...
    Das mit dem Rasensprenger hatte ich gar nicht auf dem Schirm, (es war ja recht heiß draußen) und dass sich das so so extrem auswirkt... aber man lernt aus seinen Fehlern, auch wenn es weh tut🙈
    Vielen Dank euch allen für die Ratschläge, ich hoffe nur, es ist noch was zu retten.

    Dennoch habe ich noch eine Frage:
    Ich hatte den Baum in einer relativ großen Kunststoffschale ca 30 cm im Durchmesser..
    Würdet ihr zukünftig lieber in ein Schale aus Ton pflanzen?
    Wegen der Verdunstung, vielleicht hat ja der Kunststoff geholfen, das Wasser
    länger zu speichern?
     
    Die Topfart ist eigentlich nicht so wichtig, habe meinen erst vor Wochen in einen Kunststoff Topf gepflanzt - wenn du die Wassermenge der Pflanze anpasst wie von mir und in den Pflegeanweisungen empfohlen wird, dann ist das kein Thema.
    Was man bei Crassula vielleicht beachten sollte - kein zu kleiner Topf weil der leicht umfallen kann bei einer bestimmten Größe der Planze.
    Da bietet ein größerer Tontopf mehr Sicherheit was das betrifft, hat aber mit der Wasserzufuhr nichts zu tun und ja - größere Tontöpfe sind halt schwerer beim raus und rein transportieren ins Winterquartier.

    Hier im Link kannst du auch nahlesen was wichtig ist....
     
    Das ist übrigens mein Baum, wo die Welt noch in Ordnung war, hier stand er noch in einem Steinguttopf, der aber sehr wackelig war und der Topf samt Baum leicht kippen konnte, weil die Baumkrone ziemlich wuchtig war...
    Deshalb wählte ich beim Umtopfen eine relativ große Kunststoffschale...
     

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    Ein Prachtstück! So schade , .....!
    Ja, bei solcher Größe ist der richtige Topf wichtig damit der nicht kippen kann.
    Oder den Topf festmachen, da gibts verschiedene möglichkeiten den zu fixieren.. ;)
     
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