@Pyromella, schön dass Du heil wieder angelandet bist, die Nachrichten hier über das Unwetter gerade beim Schweriner See waren doch besorgniserregend.
Haben wir es doch in die Nachrichten geschafft? Ich hatte meinem Bruder, meiner schwelmer Tante und ich hatte gedacht auch hier extra eine Nachricht geschrieben, dass wir heile und ohne Schäden durchgekommen sind - jetzt frag ich mich langsam, welche Müdigkeit oder welches Technikmonster den Post hier im Schnack gefressen hat.
Es war wirklich heftig, ganz in unserer Nähe hat der Wind einige Kopfweiden abgedreht. Einer der Arbeiter, der den Schaden begutachtet hat, stand nachher länger bei uns am Zelt und redete über den Sturm (von ihm haben wir auch gehört, dass es wirklich eine Windhose gewesen sei).
Wir hatten die Unwetterwarnung vorher ja auch im Auge gehabt, deshalb waren wir am Donnerstag nur früh morgens ein Stündchen gepaddelt und sind danach am Platz geblieben. Dort haben wir natürlich in unserer Bucht auch geschwommen und geplanscht.
Als es losging, saß ich gerade mit einem aus unserer Gruppe am Ufer und unterhielt mich mit ihm, die drei Älteren Kinder waren noch im Wasser. Von "Äh - war das Donnergrollen?", über den Ruf, sie sollten sofort aus dem Wasser kommen, es ginge los bis dazu, dass wir in fliegender Hast die letzten Dinge windsicher gepackt haben und die ersten Teile, die wegflogen in irgendein Zelt geworfen haben, lagen keine fünf Minuten.
Ich bin froh, dass die Kinder so fix reagiert haben. Der Älteste hat die Jüngeren auch ganz schnell zum Ufer gescheucht und ihnen klar gemacht, dass ausnahmsweise keine Zeit zum Rumalbern wäre - sein jüngerer Bruder hatte richtig Panik in den Augen und sprintete in sein Zelt. Wir haben dann aber schnell erkannt, dass die Kinder im großen Familienauto der einen Familie sicherer wären, da ist dann eine der Mütter mitgegangen und hat zur Ablenkung vorgelesen. (Unsere Älteste Mitreisende haben wir kurz danach noch mit Getränken und ein paar Bechern hinterhergeschickt.)
Ich hing mit den anderen zusammen am Gestänge des Pavillons, war aber an der offenen Seite - wir hatten vorher drei Seitenwände eingezogen gehabt, um Schatten an diesem brüllend heißen Tag zu haben. Dazu hatte ich, als es losging, meine Kamera umgehängt gehabt und konnte dann, wenn der Wind nachließ, ein paar Bilder schießen. Die Bilder mit den am Gestänge hängenden Mitreisenden bleiben privat, ist ja klar, aber hier ein Bild in die Bucht:
Und so sah eine der Weiden auf dem Weg zum Sanitärhaus nach dem Sturm aus:
Hier noch ein Bild vom Pavillon mit geschlossener Seitenwand (an einem frühen Morgen, sonst wäre garantiert wieder ein Mensch mit drauf): Diesen Pavillon haben wir dieses Jahr neu, weil unsere beiden alten, weißen Dinger letztes Jahr weggeflogen sind (und dabei das Gestänge brach). Jetzt haben wir 20m² Wohnfläche, passen also mit 2 kompletten Bierzeltgarnituren und den ganzen Küchenkram + Vorräten gemütlich drunter. Man kann die Seitenwände sehr schnell je nach Wind- und Sonnenstand an- oder abklipsen. Eine wirklich lohnende Neuanschaffung, die einem Regentag den Schrecken nimmt. Das rote Zelt daneben ist übrigens für 8 Menschen ausgelegt - gewohnt hat da diesmal eine unserer Familien mit drei Erwachsenen und zwei Kindern. (Nur, um mal eine Größenrelation zu geben.)
