Aktiver Insektenschutz - was tut ihr für Insekten?

Danke für die Infos! Ich müsste nochmal genau nachmessen, aber es ist wirklich nicht tief genug. Kennst Du die Geschenkkisten, die für Weinflaschen (bei mir waren es 3 St.) verwendet werden? So eine meine ich.
 
  • @verbus. So viel ist das gar nicht, eine Büchse von der Erbsensuppe fasst ja allein ca. 65 Halme.
    Und ich hatte schon reichlich bestellt, möchte gern auch ein Ersatzrad liegen haben.:D
     
    Räuber am Insektenhotel?
    Hatte ich gelegentlich schon gehabt, aber noch nicht in dem Maße, dass ich das Hotel vergittert habe. Und dazu meist im Winter in der Notsituation der Insektenfresser.
    Und meine "üblichen Verdächtigen" waren natürlich Spechte und andere kräftige Vögel.
    Jetzt, nachdem ich das Hotel bei laufendem Betrieb total erneuert habe, bemerkte ich des öfteren "räuberische Zugriffe", indem Bruthalme aus den neuen Halterungen, leeren Konservendosen, herausgezerrt und gründlich ausgelutscht wurden, und das mit steigender Tendenz!!.
    Wie erstaunt war ich, als ich als "Täter" Blaumeisen entlarvte.
    Blaumeisen, die ich mit ihrer zwergigen Größe und ihrem dünnen Schnäbelchen total unterschätzt habe!!
    Ab heute müssen sie ihre Nahrung wieder selbst suchen statt sie an Opitzels Kantine einfach abzuholen. Jetzt schließt eine Sicherung aus Kaninchendraht die "Nassauer" aus, und der Abstand zu den lockenden Halmen ist länger als ein Vogelhals. :grinsend: :grinsend:
     
  • Kurz: Wir sind recht gartenfaul ;)
    Ich habe nen Acker und paar Beete und kümmere mich darum...der Rest wächst vor sich hin und gedeiht, vertrocknet- wir lassen es stehen und schneiden erst im Frühjahr. Insekten können so darin überwintern. Schnitt von der Hecke z.B bleibt über den Winter liegen und kommt erst im Frühjahr weg. Und alles was blüht bleibt stehen- egal wo und was es ist! "Unkraut" gibt es für mich nicht. Seit wir den Garten vor 5 Jahren übernommen haben, hat sich da viel getan. Vorher war er recht akkurat.....und es waren nicht viele Vögel hier....z.B. Nun haben wir "Schädlinge" und Nützlinge....ist das eine da, so wie im letzten Jahr die Buchenwolllaus, hatten wir auf einmal sehr vieel Marienkäfer und Florfliegen! Die Natur hat Platz sich zu regulieren, alle haben Platz zum Eier ablegen, Brüten, Fressen und Überwintern. Und das zu sehen, ist einfach ganz wunderbar..und ja....es macht mich immer wieder sehr glücklich, hier eine kleine Idylle geschaffen zu haben
     
  • Oh, das ist aber ein betagter und dafür ziemlich kurzer Thread. :oops:
    Aber ein schönes Thema. Insektenschutz ist gar nicht so schwer. Totholzecke, Totzaunhecke, keine Neophyten, keine gefüllten Blüten, ein geeignetes Insektenhotel und auf Chemie im Garten weitgehend verzichten. Das reicht schon.
     
    Hallo allerseits,

    ich freue mich sehr, dass dieses Thema hier diskutiert wird und der Insektenschutz doch ziemlich viele Anhänger*innen findet! Ich selbst bin eine Insektenliebhaberin und habe beim Nabu viel darüber gelernt. Auch die Lichtverschmutzung trägt zum Insektensterben, deshalb sollten unnötige Lichtquellen in Gärten vermieden werden.

    LG
     
  • Willkommen, LivLupen, und ja, hier gibt es eine ganze Reihe Insekten- "Hoteliers" und Liebhaber naturnaher Gärten, in denen die Lebensbedingungen für Insekten einen hohen Stellenwert haben. Wildbienen, der sympathische Zuwanderer Taubenschwänzchen, sowie die Freude am Besuch der Blauen Holzbiene waren beliebte Gesprächsthemen des vergangenen Jahres. Stöber doch mal nach mittels der Suchmaschine des Forums.
    Im vergangenen Jahr hätte ich selbst "über unser Eigenaufkommen hinaus" fachliche Ratschläge gebrauchen können, als ich "bei laufendem Hotelbetrieb" mein in die Jahre gekommenes Insektenhotel rekonstruiert habe.
    Ob ich dabei alles richtig gemacht habe, wird sich heuer erweisen.
     
    Ich hab ja nur wenige m² Beetfläche aber da blüht das ganze Jahr etwas und vom Frühjahr bis Spätherbst ist dort ein gequirle wie aufm Bahnhof zur Rush Hour. Vor allem Wildbienen in großer Zahl.
     
    Mein Spatzen-Garten ist naturnah. Bei einigen Pflanzen gibt es einen Korrektur- oder Rückschnitt, sofern er nötig ist.

    Was umgefallen ist, wird zusammen- oder festgebunden, Laub kommt auf die Beete, Krankes wird entfernt. Überzählige Pflanzen werden verschenkt.

    Sobald es warm wird, zeigen sich unzählige kleine und große Lebewesen. Ich liebe es, die Tierchen tanzend im Sonnenlicht oder wuselnd in der Erde zu beobachten. Die vielen unterschiedlichen Tiere zeigen mir, dass es der richtige Weg ist.

    Chemische Mittel kommen nicht in den Spatzen-Garten, die Natur hilft sich selber, wenn man sie nur lässt.

    Ein Geben und Nehmen, es fügt sich alles, wie es im Spatzen-Garten passt.
     
  • Klasse, Frau Spatz!!
    Bei mir ebenso!
    Freilich haben auch Mist und Kompost mit Chemie- Eintrag in den Boden zu tun, denn die Pflanzen nehmen die gleichen Stoffe in Form von Metallionen und Säurerestionen als wässrige Lösung auf, egal ob vom Mist oder aus der Düngertüte. Aber wir wissen, dass die Naturdünger niedrigere Konzentrationen an diesen Ionen freisetzen, und deshalb verträglicher sind.
    Freilich kann man auch mit frischem Pferdemist oder Taubenmist Überdüngungserscheinungen verursachen, jedoch passiert das seltener oder eben durch Menschen "ohne Sensor" zu ihren Pflanzen.
    Beim Pflanzenschutz verhält es sich ähnlich.
    Dabei wenden auch verantwortungsbewusste
    Gärtner "Chemie" an, die zB. in haushaltstypischen "Mitteln" wie Natron oder Backpulver versteckt ist.
    Was ich hiermit unbedingt noch einmal hervorheben will:
    An der "Chemie" kommen wir nicht vorbei, denn sie steckt als Wesenszug in unserer Gartenliebhaberei.
     
  • Ich bin die Gärtnerin mit ganz großen Aussetzern beim Düngen;-)
    Und, wenn mein Hirn mich mal so alle zwei Jahre+ daran erinnert: gut so!
    Wenn ich meine Pflanzen in entsprechenden Boden setze, reicht das auch aus.

    Rosen allerdings bilden die Ausnahme:)
     
    Zuletzt bearbeitet:
    Chemische Mittel hat unser Garten noch nie gesehen, und Dünger wird bis auf seltene Ausnahmen in Form von ein paar Händen frischer Erde und Kompost verabreicht.
    Das Gemüse dünge ich allerdings mit Bio-Vinasse Dünger und Bio-Langzeigdünger mit Schafwolle. Es nicht zu düngen hat sich bei mir nicht bewährt. Es wird dann zu krankheitsanfällig.
     
    Chemische Mittel hat unser Garten noch nie gesehen, und Dünger wird bis auf seltene Ausnahmen in Form von ein paar Händen frischer Erde und Kompost verabreicht.
    Das Gemüse dünge ich allerdings mit Bio-Vinasse Dünger und Bio-Langzeigdünger mit Schafwolle. Es nicht zu düngen hat sich bei mir nicht bewährt. Es wird dann zu krankheitsanfällig.

    Beim GEmüse muss ich erst wieder aufholen:); haben erst seit letzem Sommer wieder damit begonnen, dieses im Hochbeet anzubauen.
    Da bin ich für Tipps auch dankbar.
     
    Klasse, ein so alter Thread und noch immer aktiv!
    2017 hab ich mich mit "insektenfreundlich" infiziert, nachdem ich einen unansehnlichen kleinen trockenen und schattigen Betonringhang mit Hängepolster-Glockenblumen vollgepflanzt hatte. Da hatte ich meinen Staudengärtner schon gefragt vorher, er möge mir was bienenfreundliches empfehlen, was auch noch schön aussieht (eigentlich dachte ich schon, sowas gibt es eh nicht, aber weit gefehlt). Als das alles blühte, fiel mir auf, wieviele unterschiedliche Bienen und Hummeln sich da tummelten, und fing vor Begeisterung gleich mit Fotografieren an. Und damit, mich schlau zu machen, welche Arten das sind, womit sie ihre Larven füttern etc. und überhaupt mit der ganzen Thematik naturnaher Garten. Inzwischen habe ich mehrere Glockenblumenarten, dank dieser tollen Seite:

    www. gartenfreud-gartenleid.de/campanula.html#campbienen

    Was ich bisher mache im Rahmen des Mietgartenmöglichen:
    im Herbst nicht "aufräumen", Verblühtes stehenlassen - kein Gift, kein Kunstdünger - weniger Gemüse, mehr (möglichst heimische) Blühpflanzen - Gemüsepflanzen auch mal blühen lassen - kleiner Totholzhaufen und Komposthaufen - Lücken im Trachtfließband schließen, so dass immer was blüht - EDIT: und ein Miniteich ist auch da

    Wildkräuter auch mal stehen lassen und versuchen, diese zu bestimmen - auf diese Weise habe ich viele hiesige Pflanzen und ihren Wert für die Insektenwelt kennengelernt. Z.B. Persisches Ehrenpreis (blüht ganzjährig, sogar jetzt), Gundelrebe, Odermennig, Wiesenschaumkraut, Nelkenwurz.

    In meiner Umgebung Wildblumensamen sammeln und im Garten aussäen (z.B. Wiesenflockenblume, Klatschnelke).

    Die Belohnung: meine Gartenfotosafaris wurden immer spannender von Jahr zu Jahr :)

    Letztes Frühjahr habe ich einen Miniblühstreifen angelegt mit Wiesenblumen (teils gesät, teils gesetzt), für die Holzbienen Muskatellersalbei gepflanzt, für die Große Wollbiene mehr Ziest, seit ich sie letzten Sommer erstmalig an meinem einzigen Ziest beobachtet hatte. Natternköpfe und Königskerzen sind auch neu hinzugekommen und ich bin schon so gespannt auf die Blüte dieses Jahr! Aber erstmal freu ich mich auf die Küchenschellen und die Frühjahrszwiebepflanzen, und kann den Frühling kaum erwarten!
     
    Zuletzt bearbeitet:
    Beim GEmüse muss ich erst wieder aufholen:); haben erst seit letzem Sommer wieder damit begonnen, dieses im Hochbeet anzubauen.
    Da bin ich für Tipps auch dankbar

    Versuche jetzt noch Pferdemist zu bekommen. Den kannst du jetzt noch unter arbeiten um im Frühjahr zu säen.
    Ansonsten schmeiß im Frühjahr getrocknete Pferdemistpeletts drauf.
     
    Wir haben in 2020 den Lockdown genutzt und ein Bienen-/Wespenhotel gebaut.
    Anfang 2021 war schon gut was los, aber dieses Jahr übertrifft meine kühnsten Erwartungen.
    Ich weiß nicht ob es auf dem Bild so gut zu erkennen ist, aber da sind hunderte Bienen am Werk.
    Die nicht so optimalen Nistmoglichkeiten werde ich die nächsten Jahre Stück für Stück tauschen. Wenn zu viele Risse drin sind.
     

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    Toll! (y)
    Man kann auf dem Bild sehen, wieviel da los ist.
    So ein Hotel steht auch noch auf meiner to-do-Liste für dieses Jahr.

    Ansonsten schützen wir Insekten indem wir kein Gift benutzen, viele Pflanzen anbauen, die für Insekten Nahrungsquelle/Brutmöglichkeit und Unterschlupf sind... Im Winter wird der Garten nicht steril "abgeräumt"... tja, und mehr fällt mir gerade nicht ein.
     
    Wir haben in 2020 den Lockdown genutzt und ein Bienen-/Wespenhotel gebaut.
    Anfang 2021 war schon gut was los, aber dieses Jahr übertrifft meine kühnsten Erwartungen.
    Ich weiß nicht ob es auf dem Bild so gut zu erkennen ist, aber da sind hunderte Bienen am Werk.
    Die nicht so optimalen Nistmoglichkeiten werde ich die nächsten Jahre Stück für Stück tauschen. Wenn zu viele Risse drin sind.
    Welches sind denn „nicht so optimale Nistmöglichkeiten“?
     
    Die ganzen Äste bei denen die Löcher im Stirnholz sind. Durchs trocknen entstehen Risse und die Bohrlöcher sind für die Insekten nicht mehr zu gebrauchen.
     
    Ich hoffe mich nicht in der falschen Rubrik zu befinden, da hier schon lange nichts mehr geschrieben wurde. Wollte euch nur die ersten Gäste im März zeigen und wie ich finde sehr wichtig die verschiedenen Blüten für die verschiedenen Insekten. Jede Blüte hat ihre eigenen Freunde unter den Besuchern.

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    Bei mir dürfen die Kräuter fleissig blühen. Aktuell steht das Bohnenkraut wieder in der Blüte und die Bienen freut es ungemein.
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