Erinnert sich noch einer von euch ....?

  • Meine Mutter erzählt gerne, dass ich meiner Oma mal beim Kartoffeln ernten die Tasche der Kittelschürze mit Marienkäfer gefüllt hatte. Ich wollte sie wohl mit nach Hause nehmen, die Käfer waren aber wohl anderer Meinung und sind abgehauen.
    Überhaupt war ich wohl (bisschen bis heute) ein Sammler. Meine Eltern haben immer schon Zweige für Advent an Händler verkauft und natürlich musste ich da helfen. Das war bei gutem Wetter echt toll im Wald. Ich hab alles mögliche mit nach Hause gebracht. Noch heute gehe ich nicht ohne Tüte spazieren und hab auch immer eine kleine Astschere im Auto. Man weiß ja nie....
     
  • Ich habe als Jugendliche auf dem Feld lebende Mäuse gefangen und in die Hosentasche mit Reißverschluß getan, damit sie nicht abhauen konnten. Das waren oft 2 - 3 Stück. Die haben sich damals unter den Getreidegarben, die erst trocknen mußten, versteckt. Unser Hund hat die Mäuse geliebt. Zuhause angekommen hat er schon gemerkt, jetzt gibts was für ihn. Der hat sich so gefreut. Meinen Geschwistern hat so gegraust, weil ich die Maus angefaßt habe, mir nicht. Auf dem Land war man nicht so zimperlich. Heute könnte ich das nicht mehr, da würde mir die Maus leid tun. Damals nicht, wer mal eine richtige Mäuseplage kennt, der versteht das..... ;)
     
  • Als Kind habe ich mich vor Regenwürmer total geekelt. Die haben mich zu sehr an Schlangen erinnert.

    Und mein kleiner Bruder (ca 3- 4Jahre)?
    Hat die immer in einem Untersetzer eingesammelt, Knoten rein gemacht und fasziniert zugeguckt, wie sich entknotet haben und ins Erdreich abgehauen sind.
    Drum hatte er auch keine Angst vor Schlangen. Waren in seinen Augen alles dicke Wurmis 😱
     
    Schöne Geschichten sind das wieder ;)
    Mir hat ja als Kind vor nichts gegraust. Ich habe sogar mal eine tote Maus zerlegt, weil ich wissen wolllte wie die innen aussieht, wurde mir gesagt. Ich war und bin immer noch neugierig auf alles mögliche.
    Ich konnte schon immer mit Tieren gut umgehen. Wir hatten mal einen Ochsen, den liebte ich und er mich auch. Wenn ich ihn vom Hof aus gerufen habe hat er geantwortet. Bei meinen Geschwistern nicht,die haben sich da so darüber geärgert. Wie er verkauft wurde zum schlachten habe ich mir Stirnlocken abgeschnitten als Andenken. Die habe ich erst als Erwachsene Frau wegschmeißen können. So verrückte Sachen habe ich gemacht.
    Wir hatten mal einen Ganserer (männliche Gans), der liebte meinen Bruder so. Wenn der mit dem Traktor auf dem Feld war und Zeit war zum heimfahren, dann ist der Ganserer ihm entgegen gegangen, ist dann auf seinen Sitz geflogen und dann saß er im Arm neben dem Lenkrad und ist mit meinem Bruder heimgekommen, ein Bild für Götter.
     
    Wir haben als Kinder die fetten Regenwürmer gesammelt und den Hühnern zum Fraß vorgeworfen.
    Regenwürmer liebe ich auch, da rette ich jeden, der mir im Garten bei der Arbeit begegnet, damit er nicht kaputt gemacht wird durch irgendein Gartenwerkzeug. Das sind ja meine Helfer im Garten. Ich habe sehr viele, die graben mir den Boden um und scheißen den wertvollen Wurmkompost.
     
  • Regenwürmer liebe ich auch, da rette ich jeden, der mir im Garten bei der Arbeit begegnet, damit er nicht kaputt gemacht wird durch irgendein Gartenwerkzeug. Das sind ja meine Helfer im Garten. Ich habe sehr viele, die graben mir den Boden um und scheißen den wertvollen Wurmkompost.
    ja, wenn ich da irgendwo welche finde, sammel ich die auch auf, die kommen dann auf den Komposthaufen, zur "Zwangsarbeit" :ROFLMAO:
     
  • Als Kind habe ich genau wie alle anderen auch an den Nikolaus geglaubt. Da wurden am 5.12. abends die Stiefel schön geputzt und vor die Türe gestellt, damit er auch was reintun kann. Irgendwann habe ich dann den Glauben dran verloren, aber meine Eltern beharrten drauf, dass es ihn, genau so wie das Christkindel und den Osterhasen gibt, und daß die 3 ständig auf uns herab schauen, ob wir auch brav sind und dann dementprechend die Geschenke ausfallen. Natürlich war ich sauer, dass die mich noch für so "kindisch" halten, denn immerhin war ich ja schon in der ersten ode zweiten Klasse. Am Abend bevor der NIkolaus kommen sollte, habe ich dann in ihre Schuhe auch ein Geschenk getan. Dem Einen eine angefaulte , zerdrückte Zwiebel, und den anderen Schuh habe ich mit Marmelade gefüllt. Natürlich war die Überraschung am nächsten Morgen groß, denn sie hatten es ja eilig, um zur Arbeit zu kommen. Als meine Mutter mich dann gleich verdächtigte und mit mir schimpfte, habe ich bloß gesagt "das war der Nikolaus".:p
    Aber einen Vorteil hat der Glaube an die 3 magischen Gestalten. Man muss sich selber nicht den Kopf darüber zerbrechen, was man wem schenken soll.
     
    Das ist ja eine herrliche Geschichte, liebe @Schneefrau. :grinsend:
    Ein Dilemma, das wir übrigens auch gerade haben - Töchterchen, jetzt bald 8, sah mich letztens treuherzig an.... du Mama... aber das Christkind gibt es nicht wirklich, oder..? Das seid doch ihr, die die Geschenke kauft..?

    Es ist mir dann gelungen, sie nochmal bisschen zu verunsichern, damit der Zauber noch ein bisschen für den 5-jährigen Bruder erhalten bleibt
    :LOL:

    Schließlich wird bei dem demnächst zum ersten Mal die Zahnfee kommen! 😅
     
    Dem Einen eine angefaulte , zerdrückte Zwiebel, und den anderen Schuh habe ich mit Marmelade gefüllt.

    Ihhh pfui!!!


    Ich habe schon früh nicht mehr an den Nikolaus geglaubt, spätestens, als es meine Eltern mal besonders gut meinten, und "der Nikolaus" mit Rauschebart und Stab uns besuchen kam. Irgendwas hat den Nikolaus zum Lachen gebracht, und die 5-jährige Pyromella fragte nur, wieso der Nikolaus denn genau wie Onkel Rudi lachen würde.

    Trotzdem hat sich das Gaben zu Nikolaus verteilen bei uns sehr lange gehalten. Meine Mutter konnte noch uns erwachsene Kinder nach der Ansage, dass, wer nicht an den Nikolaus glaube, auch nichts bekäme, mit gespieltem Ernst fragen: Glaubst du an den Nikolaus? (Das haben mein Bruder und ich natürlich grinsend bejaht)

    Irgendwann habe ich angefangen, meinen Eltern dann auch einen Beutel mit irgendwas Nettem drin an die Schlafzimmertür zu hängen. Dieses Jahr fällt Nikolaus wieder in die Woche. Ich werde meinen Vater das Wochenende davor besuchen und ihm irgendwo ein Beutelchen hinterlegen - und dann am 6. anrufen und ihm sagen, wo er mal schauen soll.

    Seit dem Tod meiner Mutter habe ich eh die familiäre Nikolauszentrale übernommen und schicke auch an meinen Bruder und seine Familie Päckchen.

    Wir sind als Kinder mit ganz viel liebevollem Zauber während der Adventszeit aufgewachsen. Meine Mutter hat mit uns gebacken, uns einen Adventskalender gepackt, wo wir Geschwister abwechselnd dran waren, es gab Adventssingen mit Blockflötenspiel und singen (auch wenn das nicht immer ein musikalischer Hochgenuss war) und so unendlich viele nette Kleinigkeiten in der Zeit, da möchte ich doch etwas davon noch am Leben erhalten, auch wenn wir heute über die ganze Republik verstreut leben.
     
    Ach schön, @Pyromella. :love:
    Wir versuchen das auch so... gerade das Musizieren und backen und basteln in der Vorweihnachtszeit darf hier nicht fehlen. ❤️
    Ich denke auch, dass man seinen Kindern da viel mitgibt 🥰 unsere machen auch ganz begeistert mit. Das macht dann einfach Freude. 🥹
     
    Ein Dilemma, das wir übrigens auch gerade haben - Töchterchen, jetzt bald 8, sah mich letztens treuherzig an.... du Mama... aber das Christkind gibt es nicht wirklich, oder..? Das seid doch ihr, die die Geschenke kauft..?

    Bei uns hieß es von Anfang an: Wir freuen uns darüber, das Jesus geboren wurde, deshalb feiern wir und schenken uns untereinander etwas.

    Mit zwei großen Brüdern wäre das Märchen vom Geschenkebringer-Christkind auch nur sehr schwer für die Jüngste (also füür mich) aufrecht zu halten gewesen.

    Meine Mutter erzählte immer, sie hätten als Kinder Kleidungsstücke, die ihre Mutter genäht hätte, dann aufs Fensterbrett legen müssen, damit das Christkind die Kleidung abholen konnte. (Die Sachen mussten ja anprobiert werden.) Sie sagte, wie enttäuscht sie lange war, dass sie dann immer die schon bekannten Kleidungsstücke Weihnachten zurück erhielt und niemals zur Abwechslung die der Nachbarsmädchen. Das hat auch nicht dafür gesorgt, dass sie lange ans Christkind glaubt - und auch nicht dafür, dass es ihr am Herzen lag, diesen Glauben an ihre KInder weiterzugeben.
     
    gerade das Musizieren

    Sie spielten Blockflöte. Meine Mutter die Melodie, mein mittlerer Bruder die zweite Stimme und mein großer Bruder mit der Atflöte die Unterstimme. Klein-Pyro saß auf dem Tisch und versuchte einen Takt zu klopfen, denn sie hörte, dass da was nicht passte. Und wirklich: Nach dem halben Lied bemerkte mein großer Bruder:"Ich bin schon fertig". :LOL:

    Bei diesen Blockflötenabenden ist deutlich aufgefallen, dass die Familienjüngste musikalisch ist. Ich durfte dann auch sehr früh erst Blockflöte (meine Tante ist Blockflötenlehrerin an der städtischen Musikschule gewesen) und später Querflöte lernen.
     
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