Unkraut im frischen Rasen

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Mir gehen fanatische, ökologisch heiligenscheintragende ,häufig von Sachkunde befreite Menschen auf den Senkel,die z.B. auf Ihrem Urlaubsflug nach Mallorca mehr Treibstoff verbrauchen als im ganzen Jahr im Auto.(6ltr/Person/100km).Besonders diese Menschen belehren gern den Rest der Welt über ihr Fehlverhalten.

Besser hätte man es nicht zusammen fassen können und entspricht genau dem Punkt, den ich hier mit heuchlerischer Doppelmoral zum Ausdruck bringen möchte.
 
  • Im Ansaatjahr würde ich nicht unbedingt ein Unkrautvernichtungsmittel einsetzen.

    Dem Bild nach zu urteilen sollte auch der erste Schnitt erfolgen. Die Grashöhe scheint schon ca. 10 cm zu betragen, oder? Nach ein paar weiteren Schnitten wirst du sehen, ob sich das Gras durchsetzen kann. Einige Unkrautarten wachsen zwar relativ schnell parallel zur Neuansaat, jedoch verschwinden diese nach einigen Schnitten.


    DITO genau so hatte ich das auch immer gemacht und es hat funktioniert. :D Wenn du gemäht hast, noch ein pa Samen auf die kalen stellen, diese mit bisschen Mutterboden abdecken, gut feucht halten und alles wird gut. :arrow::arrow::arrow:
     
    Hallo Stormmaster

    Zu deiner Beruhigung kann ich dir sagen, daß ich die meisten deiner Fragen mit "nein" beantworten kann - obwohl die hier nichts zu suchen haben.
    Hier geht es um unsere Gärten, nicht um irgendwelche Großkonzerne, die aus Geldgier ihre Produktionsstätten in dritte-Welt-Länder verlegen.

    Klar ist, daß sich nicht alles vermeiden läßt; vor allem nicht sofort - das weiß jeder.
    Klar ist auch, daß die Sünden der Vergangenheit (entstanden durch Nichtwissen und Nichtverstehen) nicht mehr rückgängig gemacht werden können.

    Ebenso klar sollte sein, daß man aber aus diesem Grund nicht auf Biegen und Brechen in der bisherigen Vorgehensweise weitermachen kann/darf; zumal heutzutage die Wissenschaft jedem, der sich ein bißchen dafür interessiert, neue Erkenntnisse und die dazugehörigen Zusammenhänge vermitteln kann.

    Klar ist genauso, daß wir - "Otto Normalverbraucher" - nur kleine Rädchen sind, die im Großen nicht soo viel verändern können, bzw. nur langsam. Doch jede Veränderung ist ein Reifeprozess, der nun mal (leider) seine Zeit braucht.
    Jedoch im Kleinen kann jeder was tun!
    ..... und Menschen, die dies im Rahmen ihrer Möglichkeiten (z.B. in ihren Gärten) versuchen, als Heuchler zu bezeichnen, ist einfach unverschämt und vermessen!


    Katzenfee,
    die weiterhin versucht, im Rahmen ihrer Möglichkeiten etwas für die Natur zu tun und nicht gegen die Natur arbeitet!

    PS:
    Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden!
    Reinhold Niebuhr
     
  • Ich widerspreche überhaupt nicht in den Dingen die Du sagst oder schreibst. Mir liegt es absolut fern die Umwelt "unnötig" zu belasten oder Menschen und Tiere (obwohl gerade diesbezüglich viel in Bezug auf "Fleischkonsumland Deutschland vs. Schlachtfabriken" zu sagen wäre) schädigen. Aber man muss doch einfach zugeben, ob nun selbsternannter "Harcore-Öko", oder nicht, dass jeder von uns auf die kleinen Annehmlichkeiten des Lebens nicht verzichten möchte (Duschgel, Badewanne, Waschpulver, Weichspüler, elektrischen Strom, Mobilität, Handy etc.) und deshalb ständig kleine ("faule") Kompromisse zwischen den Annehmlichkeiten der dekadenten (zivilisierten) Konsumgesellschaft und unserem Grundbedürfnis nach Umweltschutz/Umwelterhaltung eingehen. Sicherlich die einen mehr und die anderen weniger, aber irgendwie tun wir es doch alle, wenn wir ehrlich sind. Aber in der Diskussion um ein paar Tropfen Unkrautmittelchen ist man dann plötzlich garnicht mehr kompromissbereit und vertritt seinen ökologischen Standpunkt mit dem Messer zwischen den Zähnen. Und genau da entsteht die Doppelmoral. Aber dafür sind wir Deutschen ja bekannt. Nicht umsonst würde man zugucken, wie jedes Jahr eine unzählbare Menschenmenge an Alkohol und durch Nikotin verursachte Bronchial-Carzinomina (Lungenkrebs) sterben, während man sich in ellenlangen Diskussionen über das Verbot und die schädliche Wirkung von Marihuana ergiesst. Mehr prangere ich garnicht an.

    Und Du schreibst irgendwo muss man ja anfangen, bzw. hier würde es nicht um Großkonzerne mit Produktionsstätten in benachteiligten Ländern gehen. Aber wenn Du verlangst, dass man in seinem eigenen Garten anfangen muss diese Prinzipien zu leben, dann kann ich mit vollem Recht verlangen, dass man ab sofort keine Jeanshosen aus industrieller Fertigung trägt, sondern nur noch selbst gefertigte Klamotten aus biogischen Stoffen anzieht. oder sich nur noch mit klarem Wasser wäscht. Oder man gibt einfach zu, dass es nicht ohne Kompromisse geht und lässt den peniblen Hobbygärtner dann auch den Kompromiss eingehen, dass er gerne einen schönen Rasen absolut ohne Unkräuter haben möchte, was dann eben manchmal (gerade bei großen Flächen) nicht mehr ohne Herbizide geht.
     
    Zuletzt bearbeitet:
  • Oder man gibt einfach zu, dass es nicht ohne Kompromisse geht und lässt den peniblen Hobbygärtner dann auch den Kompromiss eingehen, dass er gerne einen schönen Rasen absolut ohne Unkräuter haben möchte, was dann eben manchmal (gerade bei großen Flächen) nicht mehr ohne Herbizide geht.


    Nä. Diese letzte Konsequenz eines Kompromisses gehe ich nicht ein, weil ein perfekter Rasen nicht meine Lebensqualität steigert. Ordentlich gewaschen zu sein schon.

    Jeder, der so argumentiert wie Du, der sich sich das STreitwort Kompromiss an Land zieht, der geht konsequenter weise immer ein STück weiter. Zuerst sind es die Haushaltsdinge, dann die Klamotten, dann die Mobilität und dann die Luxusgüter.
    Dabei vergißt Du aber, daß es schon genügend Leute gibt, die ihr Leben entschleunigen.

    All das ist schon schlimm genug, um einen Lebensstandart aufrecht zu erhalten, auch mit biologisch hergestellten Dingen. Wir leben nicht in der Steinzeit....aber es geht einfach net in meinen dicken Öko-Brummer, warum man ein Unkräuterchen nicht in seinem perfekten Leben haben will.


    Beste Grüße
    Droo
     
    Zuletzt bearbeitet:
  • Hallo ihr Lieben,
    nachdem kürzlich die Verwendung von Neonicotenoiden in der Landwirtschaft für zwei Jahre ausgesetzt wurde.....,

    hab ich die stille Hoffnung, dass die Verwendung von Glyphosat spätestens 2015 ebenfalls nicht mehr erlaubt sein wird.

    http://www.bund-bawue.de/themen_projekte/landwirtschaft/herbizide/

    Landwirtschaft, Privatgärtner und Politik werden die katastrophalen Auswirkungen nicht mehr länger leugnen können.

    Herzliche Grüße
    von
    Moorschnucke:o
     
    Tja,

    nach dem ich das Bild des TE gesehen habe,
    würde ich die Unkrautfläche ausstechen und dort Rollrasen einbringen.

    Aufgrund vorhandener Wegerich und Löwenzahn-Teppiche, habe ich
    bei mir im letzten Jahr ca. 300qm Rollrasen durch eine Fachfirma
    verlegen lassen.

    Diese Firma wollte zuvor die ganze Fläche mit Banvel vorbehandeln
    Das wurde von mir abgelehnt.

    Dafür lautete mein Pflichtenheft, dass die Wegerichwurzeln von der
    Schälmaschine entfernt werden müssen.
    War etwas teurer - aber hilfreich.

    Es zeigen sich jetzt im zweiten Jahr keinerlei Unkräuter
    und nicht zuletzt aufgrund eines Rasenroboters ist der Rasen
    absolut grün, dicht und trittfest.

    Ein Nachbar hat gleichzeitig in Eigenarbeit den alten Rasen entsorgt und neu eingesät.
    Das Ergebnis ist gemessen am Rollrasen äußerst bescheiden....
     
    Ähm Leute, kommt mal wieder runter!
    Ansonsten gönne ich euch gern eine kleine Denkpause.

    Grüße
    Stefan, mit dem Finger am Abzug...
     
    Huhu Stefan,
    also Ortas und mein Beitrag waren doch wohl ganz sachlich und rein informativ!:pa:

    Liebe Grüße
    von
    Moorschnucke:o

    (die niemals begreifen wird, wieso ein Teil der Menschheit sich ständig die Äste absägt, auf denen sie sitzt:( )
     
  • Mich kann er auch nicht gemeint haben, ich hab nur von meinem dicken Öko-Brummer geschrieben. :-P:-P

    Beste Grüße
    Doro
     
    Hallo,
    das hab ich mir gedacht, Stefan und Orta.

    Ich fand es gut, dass Orta diese Infos über ihre Maßnahmen beigetragen hat.

    Als Ergänzung wollte ich die Info vom BUND zur Kenntnis bringen.

    Herzliche Grüße
    von
    Moorschnucke:o
     
    Damit der Streit endlich ein Ende hat:

    [video=youtube;aHjpOzsQ9YI]http://www.youtube.com/watch?v=aHjpOzsQ9YI[/video]


    Ich liebe diese Tante :o
     
    @stormmaster
    Um deinen Rasen perfekt zu erhalten, wirst du wohl immer wieder Unkrautvernichter einsetzen müssen? Und auch um alles Wegzukriegen, das aus sonstigen Ritzen spriesst? Denn eines zeichnet Unkraut bestimmt aus, es ist sehr beharrlich und stark.

    Ich musste letztes Jahr meinen Buchs gegen den Zünsler mit Gift spritzen, ich hatte keinen Zugriff auf das biologische Mittel.
    Danach war im Strauch kein Leben mehr. Wo sonst im Sommer im Busch sich Kleinstlebewesen tummelten, Nichts. Deprimierend. Und regt zum Nachdenken an über Sinn und Unsinn.

    Auch wenn ich gewiss nicht einen 100% umweltgerechten Lebensstil pflege schliesst dies nicht aus, in meinem Garten möglichst auf Spritzmittel zu verzichten.
    Erstens findet Unkraut trotzdem immer einen Weg, und Zweitens beginnen Veränderungen immer erst im Kleinen....
    Und Drittens ist unsere Welt nun mal schizophren.

    LG gardener
     
    abschließendes Statement:
    eine Bekannte ruft mich heute entsetzt an, ihr Rasen sei ganz braun, obwohl sie ein Unkrautmittel ausgebracht hatte ... es stellte sich heraus, dass es Glyphosat pur war ...

    nachdem das bißchen Wildaufwuchs (der in Neuansaaten völlig normal ist) eine Grundsatzdiskussion zur Folge hatte, schließ ich nun hier ab ...

    niwashi dreht den Schlüssel um ...
     
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