Trotzdem und Darum

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    den Namen in den Schnee zu pinkeln.

    Bei meinem vollständigen Namen würde ich 2 Tage brauchen. Käm dann noch eine Rückfrage, wie ich dazu gekommen bin, wär ich ne Woche beschäftigt:d

    [video=youtube;9oZnBy8GNvI]http://www.youtube.com/watch?v=9oZnBy8GNvI[/video]

    Ganz sicher schau ich mir das nicht an!

    Aber zurück zum Thema. Ich muss mich oft in den "Garten" treten, weil einfach pures Chaos herrscht. Einfach too much. Zu lange wurde nichts gemacht. Als ich mich vor 3 Jahren ans Werk begeben habe, hatte ich noch die Vorstellung, das in 1-2 Jahren auf die Reihe zu kriegen. Davon hab ich mich mittlerweile verabschiedet. Wenn ich einmal loslege, dann ist es gut. Es macht mir wirklich Spaß, dann zu wühlen. Die Erfolgserlebnisse liegen aber im unteren Bereich, nicht wirklich motivierend. Im Moment finde ich schon wieder überall die Springkrautkeimlinge, die sich zu einer Monopolpflanze entwickeln.

    Allerdings habe ich auch gelernt (wie so einige andere hier auch), dass ein Regenwurm keinen Brechreiz mehr erzeugen muss, ich bin sogar schon dabei, mich mit den Blindschleichenbabies anzufreunden. Allerdings kann ich immer noch nicht ohne Handschuhe arbeiten.

    Ich würde gerne Teile dieses Gartens verpachten, noch nicht mal unbedingt Geld haben wollen dafür. Man findet nur Niemanden.

    Aber, the Show must go on. Und irgendwann.......

    Liebste Grüße
    Tinchen
     
  • Erst mal ist für mich Gartenarbeit nicht unliebsam,denn es ist eine Arbeit die nicht sinnlos ist.
    Einen Samenkorn in die Erde zu legen, das Pflänzchen zu gießen und zu pflegen um sich nachher an ihm zu erfreuen, sei es durch seine schöne Blüte oder weil ich es essen kann, weil es einem Tier Nahrung gibt usw. ist für mich nicht sinnlos.
    Z.B eine Arbeit in einem Callcenter wo man irgendwelchen Menschen irgendwelche sinnlosen Produkte anbietet nur um an ihr Geld zu kommen, das sie jeden Tag mit vielen Stunden Arbeit erarbeiten ,ist für mich dagegen eine völlig sinnlose und unliebsame Tätigkeit.

    Die Natur ist Bestandteil unseres Lebens, ohne geht's nicht.
    Wir sind ein Teil davon.
    Ich denke das auch deshalb viele Menschen merken das sie erst da wieder zu Ruhe kommen nach Autofahrten, einem Arbeitsalltag, Menschenmassen um sich herum, u.a. was uns eigentlich mehr stresst als Ruhe gibt.

    Hab einen Bericht aus einem Urwalddorf gesehen.
    Die Menschen in dieser Gemeinschaft benötigen genau 2 Std. pro Tag an Arbeit um sich am leben zu erhalten,sie jagen, fischen, bauen Hütten, usw...
    Den Rest der Zeit nutzen sie für ihre Familie und die Gemeinschaft, Väter spielen mit ihren Kindern, Mütter schlafen einfach mal ein Stündchen, es wird erzählt, gelacht, gespielt und geliebt.
    Das alles findet in der reinen Natur statt und die Menschen sind glücklich und zufrieden ich glaub die sind sogar zufriedener als wir mit unserem ganzen "Luxus".

    Warum brauchen wir einen 8-14 Stunden Arbeitstag, für das neuste Handy, Internet, Fernseh , das neuste Auto, usw.

    Mich hat das gelehrt einfach mal für wenigstens wenige Stunden am Tag, mich einfach in die Natur zu setzten und komplett abzuschalten.
    So machen es selbst die fleißigen Bienchen und setzten sich zwischendurch auf ein Blatt und sonnen sich einfach mal eine Weile bevor sie wieder weiter fleißig Honig sammeln.
     
    Es ist ganz erstaunlich, wie lange das P.....durch den Maschendrahtzaun oder in den Schnee Männlein wie Weiblein zu Beschäftigen vermag....

    @stupsi
    Mit "unliebsam" meinte ich eigentlich nicht sinnlos, sondern wenn es mir "stinkt" gewisse Arbeiten im Garten in Angriff zu nehmen.
    So bewundere ich den Efeu zwar um seine Wuchskraft, das mehrmalige Zurückschneiden bereitet mir hingegen weniger Freude. Eine gewisse Ausdauer hat er mir aber dadurch beigebracht.
    Rasen Mähen ist auch nicht meine Lieblingsbeschäftigung und Lorbeer Schneiden, na ja. Er toleriert, dass ich ihn Schneide, ich, dass er nun mal da ist.
    Das Gute ist, dass ich nach allen Gartentätigkeiten jeweils zufrieden bin, und auf angenehme Art müde.
     
  • OK dann ebend so.....
    Mir stinkt es weniger Rasen zu mähen als sinnlose Arbeiten zu machen die sich nur ums Geld verdienen drehen. :grins:
    Und wie du sagst man ist körperlich platt aber auf angenehme Weise.
    Alltagsstress oder psychischer Stress macht dagegen Krank!
     
    Mir fällt gerade noch so ein....alles zu beschneiden, kürzen, abzuschneiden usw. ist ja eigentlich auch keine richtige Natur.
    Wir wollen es "gepflegt" haben und machen uns damit wieder selber Arbeit.
    Damit passen wir die Natur schon wieder unseren Bedürfnissen an.
    Kann nur jedem mal empfehlen in so einen Naturwald zu gehen, wo umgeknickte Bäume liegen und alles wirklich wild wächst.
    Das ist eine ganz andere Natur!
     
    Genau Stupsi und immer wieder interessant das alles irgendwie stimmt und am richtigen Ort wächst :)
     
    weil mir die Sonne und frische Luft gut tun, sogar Regen tut manchmal gut (aber nicht so viel wie in letzter Zeit)

    weil ich beim Grübeln und Krümeln am besten runterfahren und abschalten, aber auch nachdenken kann und mich mein Garten ruhiger macht und "erdet"

    weil das beste Gemüse eben frisch aus dem Garten kommt und noch nie einen Kühlschrank von innen gesehen hat

    weil es in meinem Garten überall "lebt" und auch ich meine Spinnenphobie los geworden bin, die Wespen-Panik ziemlich im Griff habe und vorher noch nie einen Frosch von nahe gesehen hatte

    weil es wohl die einzige "Handarbeit" ist, in der ich gut bin

    weil ich nach einigen Stunden Gartenarbeit wirklich angenehm müde bin, und dann einen Apero so richtig geniessen kann und stolz bin, was ich alles geschafft habe

    weil ein Naturgarten sooo viel schöner aussieht als die üblichen Rasen - Terrassenplatten - immergrüne Hecke - Einfamilienhausumgebungen

    weil ich immer wieder was lerne und staunen kann

    ...
     
  • Ist doch wunderbar, wenn jede(r) in seinem Garten, wie auch immer er Aussehen mag, genau das findet was er/sie sucht!
    Pflege gehört für mich zu einem Garten dazu, sonst ist es kein Garten mehr sondern natürliche Umgebung. Solche gänzlich sich selbst überlassenen natürlichen Bereiche sind in der Schweiz sehr selten, wohl fast auf die Nationalparks beschränkt.

    @Stupsi
    betr. "Schneiden": Mein Garten ist räumlich sehr begrenzt. Lorbeer wie auch Efeu würden zu Nachbars Rüberwuchern, woran diese keine Freude hätten. Da gibt es halt gewisse Spielregeln. Beim Lorbeer verhindert der regelmässige Schnitt zudem die unkontrollierte Ausbreitung.

    Meiner Meinung nach dürfen und sollen Gärten vielfältig sein, wie die Menschen die darin leben und arbeiten. Ich plädiere also für Artenreichtum bei den Gärten.
    Und freue mich auf Artenreichtum bei den weiteren Antworten!

    LG gardener
     
  • Ich plädiere also für Artenreichtum bei den Gärten.
    Und freue mich auf Artenreichtum bei den weiteren Antworten!
    Ich auch!

    Für mich stellt der Garten eine kleine Oase in der Großstadt dar.

    Eine Oase für mich und meine bessere Hälfte, aber vor allen Dingen eine Oase für die Natur, hier besonders die Tierwelt, die in den ganzen geschniegelten und chemisch "verspritzten" Gärten keine Chance mehr auf eine kleine Nektar"spende" oder abgeblühte Samenstände hat...

    Und dann schließt sich auch der Kreis, denn genau diese Tierwelt macht für mich dann wieder (m)eine kleine Oase aus in der ich entspannen und "runterfahren" kann...

    Daneben ist der Garten aber auch eine "lästige Pflicht", denn Giersch, Zaunwinden und spanische Wegschnecken wollen in Schach gehalten werden.... obwohl ich viel lieber im Deck-Chair ein schönes Glas Rotwein genießen würde..:rolleyes:
     
    Kurz gesagt, bei mir ist der Garten wie Urlaub, ich brauch da nicht in den Urlaub zu fahren, den in meinem Garten ist es so schön, dass ich von Frühjahr bis Herbst im Urlaub bin!
    Die vielen Haustiere runden das ganze noch ab, "kleine Farm" lässt grüßen! :cool:
     
    Ist doch wunderbar, wenn jede(r) in seinem Garten, wie auch immer er Aussehen mag, genau das findet was er/sie sucht!
    Pflege gehört für mich zu einem Garten dazu, sonst ist es kein Garten mehr sondern natürliche Umgebung. Solche gänzlich sich selbst überlassenen natürlichen Bereiche sind in der Schweiz sehr selten, wohl fast auf die Nationalparks beschränkt.

    @Stupsi
    betr. "Schneiden": Mein Garten ist räumlich sehr begrenzt. Lorbeer wie auch Efeu würden zu Nachbars Rüberwuchern, woran diese keine Freude hätten. Da gibt es halt gewisse Spielregeln. Beim Lorbeer verhindert der regelmässige Schnitt zudem die unkontrollierte Ausbreitung.

    Meiner Meinung nach dürfen und sollen Gärten vielfältig sein, wie die Menschen die darin leben und arbeiten. Ich plädiere also für Artenreichtum bei den Gärten.
    Und freue mich auf Artenreichtum bei den weiteren Antworten!

    LG gardener

    Ja klar, ohne Pflege geht's nicht im eigenen Garten!
    Trotzdem sollte man nicht zu ordentlich sein und auch mal einen Laubhaufen liegen lassen oder ein Stück Baumstumpf, das ergibt ganz neue Lebensbereiche für Tiere die man sonst nicht so sieht.

    Da aber jeder einen anderen Geschmack hat muss das natürlich passen zu dem Rest.
     
    Ja klar, ohne Pflege geht's nicht im eigenen
    Garten
    Trotzdem sollte man nicht zu ordentlich sein und auch mal einen Laubhaufen
    liegen lassen oder ein Stück Baumstumpf, das ergibt ganz neue Lebensbereiche
    für Tiere die man sonst nicht so sieht.


    Ja, klar! Oder die Wiese einfach mal Wachsen lassen.

    LG gardener
     

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