Tomaten ohne Dach

  • Wir haben immer Wildtomaten ohne Dach. Das klappt erstaunlich gut. Mal mehr, mal weniger lang, aber bis zur Ernte schaffen sie es meistens gut. Bauen dann halt irgendwann ab, früher, als die geschützt stehenden. Sorte weiß ich leider nicht, haben etwa die Größe von Cocktailtomaten, aber viele davon.
     
  • Danke euch. Werde mit den Wildtomaten wohl nur das Problem haben, dass die so in die Breite gehen. Ich müsste zwei Pflanzen in je einen Kübel pflanzen und die müssten im August in eine neue Wohnung umziehen, sind dann wahrscheinlich schwer zu transportieren. Ich schau mal und eventuell bekomme ich im Gartencenter auch noch Tipps.
     
    Du kannst natürlich auch das System „Marmande“ fahren. Als druff mit de Giftbrie.
    P:S: sehe gerade, dass du in Hamburg gärtnerst. Hier für extra für Dich: „immer schön drauf mit der Giftbrühe“. 😎
     
  • Du könntest sie schon während des Wachstums etwas straffer aufbinden, um sie schmaler zu machen.

    Um das Gewicht für den Umzug zu reduzieren, würde ich (ausnahmsweise) Kunststofftöpfe nehmen, das Pflanzsubstrat kurz vorv dem Umzug abtrocknen lassen und eine Sackkarre benutzen.
     
    Du könntest sie schon während des Wachstums etwas straffer aufbinden, um sie schmaler zu machen.
    Das ist bei Wildtomaten nur schwer, bis gar nicht möglich. Die wachsen eher „breit lagernd“. Bindet man die zusammen, wird es schnell viel zu dicht. Dann hast du gleich die Braunfäule, weil nichts mehr gescheit abtrocknen kann.
    Nun ist Hamburg auch nicht gerade für seine heißen, trockenen Sommer bekannt. Ich fürchte, das wird eher Nix mit dem Freilandanbau.
     
    Wenn ein Umzug ansteht, dann würde ich mir normalgroße Pflanzen nicht antun wollen. Wie wäre es für diese Saison ein Kompromiss mit Zwergtomaten? Vielleicht finden sich für die Zwerge auch eher einen regengeschützten Standort?

    Wenn die Pflanzen Regen abbekommen gibt es eigentlich nur eine funktionierende Lösung: Und das ist leider die genannte Giftkeule.

    Es gibt zwar Sorten, die mit einer gewissen Braunfäule Resistenz beworben werden. Aber immun gegen die Braunfäule sind die Sorten keineswegs. Im günstigsten Falle haben diese Sorten die Braunfäule ein paar Wochen später, oder im ungünstigsten Falle merkt man nix von der vermeintlichen Resistenz.

    Ein Dach lohnt sich für Tomaten eigentlich immer.
     
    Ich hatte schon mit Cocktail-Tomaten gute Erfahrungen. Leider weiß ich die Sorte nicht mehr,
    Es gibt mehr als 500 Sorten Cherry-/Cocktaitomaten.

    Ist jetzt eh zu spät für Sortenempfehlungen für dieses Jahr.
    Ich würde was frühreifendes säen. Und hätte es Anfang März gesät.
    Vielleicht Sungold F1, Famos Dutch Girl. Z.B.
     
    Zuletzt bearbeitet:
  • Jetzt säen wäre mir auch zu spät. Vielleicht kannst Du Pflanzen kaufen. Ich habe zum Beispiel Auriga, Sunviva, Crovarese, Bianca, Nonna Antonina, Vivagrande und noch ein paar andere erfolgreich ohne Dach angebaut. Allerdings wachsen sie bei mir vor einer Wand und manche haben ein halbes Dach.
     
  • Danke für das "extra für mich"
    Als druff mit de Giftbrie.
    P:S: sehe gerade, dass du in Hamburg gärtnerst. Hier für extra für Dich: „immer schön drauf mit der Giftbrühe“. 😎
    Ist überhaupt NICHT der Plan, lieber keine Tomaten als vergiftete.

    Wie wäre es für diese Saison ein Kompromiss mit Zwergtomaten?
    Wäre evtl. eine Option, danke.

    Ich würde was frühreifendes säen. Und hätte es Anfang März gesät.
    Für Aussaat ist es jetzt natürlich zu spät und für nur 2 Pflanzen für den Balkon kaufe ich lieber fertige Pflanzen.
    Ich habe zum Beispiel Auriga, Sunviva, Crovarese, Bianca, Nonna Antonina, Vivagrande und noch ein paar andere erfolgreich ohne Dach angebaut. Allerdings wachsen sie bei mir vor einer Wand
    Das schaue ich mir mal genauer an.
    Danke euch für die Tipps :paar:
     
    Jetzt ist es zu spät. Absolut braunfäuleresistent sind jene Sorten, die Bobby Seeds in der Kategorie PhR verkauft.
    Bis dahin hatte ich alle möglichen Sorten ausprobiert, die als braunfäuleresistent galten. Früher oder später hat es die bei der unsrigen Witterung immer erwischt. Am ehesten gingen noch die Wildtomaten - Problem die sind entweder total winzig oder platzen auf. Also auch nicht das Wahre.

    Vor 2 Jahren bin ich zufällig bei einier hießigen Gärtnerei auf so eine PhR Tomate (Sorte Cocktail Crush) gestoßen, die als Tiroler Tomate verkauft wurde. Und was soll ich sagen, während die Tomaten meiner Mitgärtner im Juli schon hinüber war, stand meine bis zum Ende der Saison tiptop da (wobei stehen nicht ganz stimmt, irgendwann Ende August hat sie ihrem Gewicht nicht mehr standgehalten und sie viel um, aber selbst am Boden liegend ist nichts passiert).

    Letztes Jahr habe ich mir dann von der Sorte Samen geholt + 2 weitere. Und wieder das gleiche Spiel. Alle anderen Tomaten auf unserem Feld waren im Juli hinüber, ich konnte Rekordernten bis Ende September einfahren (dann kam der Frost).

    Für heuer habe ich nochmal 3 weitere Sorten gerordert.
     
    Ich baue Tomaten seit über 40 Jahren an.
    Alles ohne Überdachung. Und ganz normale Sorten.
    In diesem Jahr Harzfeuer, Hellfrucht und Zuckertraube.
    Die Vorjahre ausserdem viele alte Sorte.
    Und hatte noch nie Probleme mit Braunfäule.
    Wichtig ist, dass sie nicht zu eng stehen und ausgegeizt sind. Eben luftigt, dass die Luft zirkulieren kann. Und Abstand zu Kartoffeln halten
     
    Irgendwann werde ich es nochmal probieren. Vor Jahren hatte ich einmal eine PhR (Sorte weiß ich nicht mehr). Sie hatte als erstes Braunfäule.
    Vivagrande hatte ich unter Dach. Hat kaum nach was geschmeckt.
     
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