Hier wie versprochen meine "Lessons learned". Vielleicht schreibe ich dieses Kapitel in unserem hoffentlich geplanten Spezialisten-Buch.
Bem. #1: die Lösung im Bild unter 1. Option fand ich sehr hilfreich für Ausbesserungen.
Bem. #2: dass mir jetzt keine Klagen mehr kommen.
1 Benötigte Werkzeuge und Material
Werkzeuge:
Plattenheber
Führungsschienen: 2 Stück, T-Leisten (oder Rohre (z. B. 25- 40 mm Durchmesser) oder Metallprofile),
2 m (bis 3 m) lang
Abziehlatte (Alu‑Richtlatte) (1,5 m bis)
2 m lang
Wasserwaage oder Laser
Schaufel und Rechen
Pflasterhammer / Gummihammer (für spätere Korrekturen)
Handstampfer (falls kleine Bereiche nachverdichtet werden müssen)
Glättkelle
Fliesenleger-Glätter à Glättkelle genügt
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Material:
Schotter: besteht meist aus
Mineralgemisch 0/32 oder 0/45.
Splitt:
Edelsplitt mit
2/5 mm (also Steinchen zwischen 2 mm und 5 mm) Körnung
ohne Nullanteile (also ohne Feinstkörnung unter 1 mm) (oder
1/3 mm).
Edelsplitt mit
1/3 mm Körnung
ohne Nullanteile (oder
Brechsand 0/2 mm oder 0/4 mm).
Kies (für die Innenterasse zum Ausgleich der Minisenkung)
2 Durchführung
2.1 Planung
Fläche ausmessen und Terrassenform festlegen.
Material wählen: Betonplatten, Naturstein, Keramik, Holz, WPC – je nach Optik, Pflegeaufwand und Budget.
Gefälle einplanen: ca. 2 % vom Haus weg, damit Wasser abläuft.
2.2 Vorbereitung
1. Option: neu verlegen
Untergrund ausheben
20 - 30 cm tief ausheben, abhängig vom Boden und Material.
Erdreich verdichten, damit später nichts absackt.
Abziehlatte vorbereiten: empfohlen wird, eine Versenkung an der Abziehlatte mit Schraubzwingen anzubringen. Die Versenkung hat die Höhe der Platten und die Breite möglichst ensprechend der Fläche, die abzuziehen ist.
Tragschicht aus Schotter aufbauen
Schotter / Schottertragschicht (ca. 15–20 cm) einfüllen und lagenweise verdichten.
Rüttelplatte nur für eine eventuelle
Schotterschicht benötigt. Unter einer Platte mit 80-100 kg und Zentrifugalkraft 20 kN sackt 0-32er Schotter bei mehreren dünnen Schichten insgesamt um etwa 10-15 Volumen-%.
2. Option: reparieren
Istzustand dokumentieren
Platten nummerieren.
Ränder mit Richt-Schnüren (oder Kreidepulver) markieren.
Platten entfernen
Platten entfernen.
3 Führungsschienen positionieren
Die Führungsschienen werden in der Fläche im Abstand etwas weniger als die
Abziehlatte entlang des
Gefälles ausgelegt.
Die Führungsschienen dienen als Höhenreferenz. Die Schienen werden so ausgerichtet, dass das geplante
Gefälle (z. B.
2% bzw.
2 cm / Meter) exakt eingehalten wird.
Abstand der Schienen (1,3 m bis)
1,8 m.
Eine
Wasserwaage oder ein Laser hilft bei der präzisen Einstellung.
4 Ausgleichsschicht aus Splitt aufbauen
Zwischen und über den Schienen Feinplanum aus
Splitt (oder Sand) (ca.
3 - 5 cm) aufbringen.
Die
Ausgleichsschicht dient dazu, die Oberfläche exakt abzuziehen und die Platten sauber zu betten.
Der Splitt wird grob mit dem Rechen verteilt, sodass die Schienen vollständig bedeckt sind.
Die Ausgleichsschicht aus Splitt wird
nicht mit der
Rüttelplatte bearbeitet.
5 Abziehen der Fläche
Die
Abziehlatte wird quer auf die beiden Führungsschienen gelegt.
Durch gleichmäßiges Heranziehen der Latte entsteht eine plane, exakt nivellierte Oberfläche.
Leichte seitliche Bewegungen der Latte helfen, Unebenheiten auszugleichen.
Überschüssiges Material wird nach vorne geschoben und erneut abgezogen.
6 Entfernen der Schienen
Nach dem Abziehen eines Abschnitts werden die Schienen vorsichtig herausgenommen.
Die entstandenen Rinnen werden
während des Verlegens der Platten mit Splitt gefüllt und mit der Kelle geglättet, ohne die fertige Fläche zu betreten. Bei einem T-Profil ist das jedoch nicht notwendig.
7 Fläche nicht mehr betreten
Die abgezogene Fläche bleibt unberührt, da jeder Fußabdruck die Ebenheit zerstören würde.
Platten oder Dielen werden direkt von der Seite oder von einer Hilfsbohle aus verlegt.
8 Terrassenbelag verlegen
Platten im Splittbett verlegen.
Mit
Gummihammer ausrichten.
Betonplatten nicht rütteln. Sie würden brechen. Bem.: Pflastersteine abrütteln ist hingegen sinnvoll.
9 Fugen & Abschluss
Plattenfugen mit Splitt oder speziellem Fugenmörtel füllen.
- Edelsplitt nehmen der kleiner ist als die Fugenbreite (s.o.).
- Keinen Sand wegen der Ameisen.
Randsteine oder Kantensteine setzen, damit die Terrasse stabil bleibt.
Endkontrolle: Gefälle prüfen, lockere Stellen nacharbeiten.