Terrasse abgesenkt - alten Boden abtragen oder nicht?

Ich kaufe hier in allen 4-5 großen Ketten ein, je nach dem, welche am nächsten liegt. Beratung nehme ich dort meist nicht in Anspruch, kauf also nur das, was ich gerade brauche.

Die kostenlose heyOBI-Beratung ist, glaube ich, ganz gut - geht per Text, Fon, Audio- oder Video-Chat. Manchmal muss man für weitere Infos nachhaken, kommt dann aber auch zum Ziel. Materiallisten bekommt man natürlich auch zusammengestellt.
 
  • Pflaster abrütteln, 3cm Splitschicht
    Schotterschicht abrütteln
    Splitschicht / Ausgleichsschicht 3cm, nicht abrütteln

    Habe ich das richtig verstanden?
    Wer aufmerksam mitgelesen hat, sollte mitbekommen haben das er die vorhandenen Waschbetonplatten wieder verwenden wird.
    Richtig,
    Wenn die sauber verlegt werden braucht er keine Rüttelplatte mehr.
    das er diese nur für die Schotterschicht benötigt glaub ich hat er verstanden.
    Wie JoergK schrieb:
    Die Ausgleichsschicht aus Splitt wird NICHT mit der Rüttelplatte bearbeitet.
    das hat er hoffentlich nicht überlesen.
    Doch, habe ich. Danke für die Info.
    Zum Fugensand möchte ich jetzt noch anmerken das ihm niemand gesagt hat das dies eine Arbeit ist wo man glaubt das sie nicht enden mag.
    Wenn ich mal soweit gekommen bin wäre das o.k.
    Lassen wir uns überraschen und warten auf die ersten Bilder der Arbeit.
    Bevor es los geht mache ich nochmal eine Zusammenfassung. Bilder dann auch, wenn ich mich traue.
     
  • Nichts anders hatte ich beschrieben, also da ist nichts falsch rauszulesen.
    Nur ob er nun neue Pflastersteine/Platten oder dieselben Platten verwenden möchte, war mir von Anfang an eben nicht klar - das ist aber kein Problem, denn hatte daher beides beschrieben.
     
  • Nur zur Info: ich bin wegen eines Pflegefalls noch nicht zum meinem Projekt gekommen. Aber ich werde berichten, sobald ich Erfolg hatte. Wenn nicht, dann sowieso.
     
    Es ist vollbracht. Nachdem ich mehrfach fast gestorben wäre, mehrfach Handwerker angefragt habe, die Mondpreise aufgerufen haben 10 TE), und immer wieder eine gute Seele als Coach in Anspruch nehmen durfte, ist die Terrasse nun wieder nutzbar. Es ist nicht perfekt. Aber Lob habe ich trozudem bekommen. Neuverlegen wäre im Nachhinein wohl die bessere Wahl gewesen. Und ich habe nicht nur das gelernt.

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    Hier wie versprochen meine "Lessons learned". Vielleicht schreibe ich dieses Kapitel in unserem hoffentlich geplanten Spezialisten-Buch.

    Bem. #1: die Lösung im Bild unter 1. Option fand ich sehr hilfreich für Ausbesserungen.
    Bem. #2: dass mir jetzt keine Klagen mehr kommen.

    1 Benötigte Werkzeuge und Material​

    Werkzeuge:
    Plattenheber
    Führungsschienen
    : 2 Stück, T-Leisten (oder Rohre (z. B. 25- 40 mm Durchmesser) oder Metallprofile), 2 m (bis 3 m) lang
    Abziehlatte (Alu‑Richtlatte) (1,5 m bis) 2 m lang
    Wasserwaage oder Laser
    Schaufel und Rechen
    Pflasterhammer / Gummihammer (für spätere Korrekturen)
    Handstampfer (falls kleine Bereiche nachverdichtet werden müssen)
    Glättkelle
    Fliesenleger-Glätter
    à Glättkelle genügt
    --
    Material:
    Schotter: besteht meist aus Mineralgemisch 0/32 oder 0/45.
    Splitt: Edelsplitt mit 2/5 mm (also Steinchen zwischen 2 mm und 5 mm) Körnung ohne Nullanteile (also ohne Feinstkörnung unter 1 mm) (oder 1/3 mm).
    Edelsplitt mit 1/3 mm Körnung ohne Nullanteile (oder Brechsand 0/2 mm oder 0/4 mm).
    Kies (für die Innenterasse zum Ausgleich der Minisenkung)

    2 Durchführung​

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    2.1 Planung​

    Fläche ausmessen und Terrassenform festlegen.
    Material wählen: Betonplatten, Naturstein, Keramik, Holz, WPC – je nach Optik, Pflegeaufwand und Budget.
    Gefälle einplanen: ca. 2 % vom Haus weg, damit Wasser abläuft.

    2.2 Vorbereitung​

    1. Option: neu verlegen​

    Untergrund ausheben​

    20 - 30 cm tief ausheben, abhängig vom Boden und Material.
    Erdreich verdichten, damit später nichts absackt.
    Abziehlatte vorbereiten: empfohlen wird, eine Versenkung an der Abziehlatte mit Schraubzwingen anzubringen. Die Versenkung hat die Höhe der Platten und die Breite möglichst ensprechend der Fläche, die abzuziehen ist.
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    Tragschicht aus Schotter aufbauen​

    Schotter / Schottertragschicht (ca. 15–20 cm) einfüllen und lagenweise verdichten.
    Rüttelplatte nur für eine eventuelle Schotterschicht benötigt. Unter einer Platte mit 80-100 kg und Zentrifugalkraft 20 kN sackt 0-32er Schotter bei mehreren dünnen Schichten insgesamt um etwa 10-15 Volumen-%.

    2. Option: reparieren​

    Istzustand dokumentieren​

    Platten nummerieren.
    Ränder mit Richt-Schnüren (oder Kreidepulver) markieren.

    Platten entfernen​

    Platten entfernen.

    3 Führungsschienen positionieren

    Die Führungsschienen werden in der Fläche im Abstand etwas weniger als die Abziehlatte entlang des Gefälles ausgelegt.
    Die Führungsschienen dienen als Höhenreferenz. Die Schienen werden so ausgerichtet, dass das geplante Gefälle (z. B. 2% bzw. 2 cm / Meter) exakt eingehalten wird.
    Abstand der Schienen (1,3 m bis) 1,8 m.
    Eine Wasserwaage oder ein Laser hilft bei der präzisen Einstellung.

    4 Ausgleichsschicht aus Splitt aufbauen

    Zwischen und über den Schienen Feinplanum aus Splitt (oder Sand) (ca. 3 - 5 cm) aufbringen.
    Die Ausgleichsschicht dient dazu, die Oberfläche exakt abzuziehen und die Platten sauber zu betten.
    Der Splitt wird grob mit dem Rechen verteilt, sodass die Schienen vollständig bedeckt sind.
    Die Ausgleichsschicht aus Splitt wird nicht mit der Rüttelplatte bearbeitet.

    5 Abziehen der Fläche

    Die Abziehlatte wird quer auf die beiden Führungsschienen gelegt.
    Durch gleichmäßiges Heranziehen der Latte entsteht eine plane, exakt nivellierte Oberfläche.
    Leichte seitliche Bewegungen der Latte helfen, Unebenheiten auszugleichen.
    Überschüssiges Material wird nach vorne geschoben und erneut abgezogen.

    6 Entfernen der Schienen

    Nach dem Abziehen eines Abschnitts werden die Schienen vorsichtig herausgenommen.
    Die entstandenen Rinnen werden während des Verlegens der Platten mit Splitt gefüllt und mit der Kelle geglättet, ohne die fertige Fläche zu betreten. Bei einem T-Profil ist das jedoch nicht notwendig.

    7 Fläche nicht mehr betreten

    Die abgezogene Fläche bleibt unberührt, da jeder Fußabdruck die Ebenheit zerstören würde.
    Platten oder Dielen werden direkt von der Seite oder von einer Hilfsbohle aus verlegt.

    8 Terrassenbelag verlegen​

    Platten im Splittbett verlegen.
    Mit Gummihammer ausrichten.
    Betonplatten nicht rütteln. Sie würden brechen. Bem.: Pflastersteine abrütteln ist hingegen sinnvoll.

    9 Fugen & Abschluss​

    Plattenfugen mit Splitt oder speziellem Fugenmörtel füllen.
    - Edelsplitt nehmen der kleiner ist als die Fugenbreite (s.o.).
    - Keinen Sand wegen der Ameisen.
    Randsteine oder Kantensteine setzen, damit die Terrasse stabil bleibt.
    Endkontrolle: Gefälle prüfen, lockere Stellen nacharbeiten.
     

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    Zuletzt bearbeitet:
    Es ist vollbracht. Nachdem ich mehrfach fast gestorben wäre, mehrfach Handwerker angefragt habe, die Mondpreise aufgerufen haben 10 TE), und immer wieder eine gute Seele als Coach in Anspruch nehmen durfte, ist die Terrasse nun wieder nutzbar. Es ist nicht perfekt. Aber Lob habe ich trozudem bekommen. Neuverlegen wäre im Nachhinein wohl die bessere Wahl gewesen. Und ich habe nicht nur das gelernt.

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    Ich kann dir noch empfehlen, in den Ecken 2 große Hand voll Beton zur Befestigung dran zu machen. Sonst wandern die die äußeren Steine ab und du bekommst Riesen Fugen…
     
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