Wie sind die Ferien in Frankreich heute gegenüber früher?

JoergK

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Eine kurze Frage an diejenigen von Euch, die in letzter Zeit auf Korsika waren.....

In den 80ern war es fürchterlich. In der Bretagne weigerte man sich hartnäckig, englisch zu sprechen, von Deutsch ganz zu schweigen.
Ende der 90er war es in Marseille mit dem Englischen schon anders, aber das ist ja auch eine Stadt mit hohem Ausländeranteil.

Wie sieht es denn heute, noch mal 25 Jahre später speziell auf Korsika aus ? Da müsste man doch mit Englisch klarkommen, oder ? Ist ja ein klassisches Urlaubsgebiet.

Über eigene Erfahrungen würde ich mich freuen.


@Sunfreak
Ich probiere hier zum 1. Mal Deine vorgeschlagene Thread-Funktion "Frage" aus. Mal sehen, ob ich einen Unterschied zur üblichen "Diskussion" feststelle. :unsure:
 
  • Die Franzosen sind nicht überheblich gegen Deutsche speziell. Sie halten sich einfach für für die besseren Menschen. Kultivierter, mit mehr Lebensart, etc. Für die Spanier haben sie nur Hohn und Spott übrig. Bauerntölpel halt. Aber auf der anderen Seite der Pyrenäen Urlaub machen, weils da billiger ist, das können sie.
     
  • Als wir 1990 in der Bretagne waren, hatte ich ein unschönes Erlebnis in einer Bäckerei. Puh, die Verkäuferin war super unfreundlich zu mir, weil ich kein Französisch sprechen konnte. Na ja, es gab ja noch eine Bäckerei in dem Ort, die waren sehr nett.
    1994 und 1999 waren wir in der Vendée, mit unseren drei Kindern auf einem Campingplatz. Das Servicepersonal war sehr freundlich und bemüht.
     
  • Wir haben das bei einem Kanadaurlaub erlebt.
    Im französisch-stämmigen Teil (u.a. Québec) kamen wir mit Englisch null weiter, ansonsten ging das problemlos.
     
    In der Bretagne hatte ich nie Probleme. Auf dem Markt gab es sogar junge Leute, die in der Schule Deutsch belegt hatten.
    Heute war ich in Luxemburg ...kein Deutsch...kein Englisch..
    Dabei ist dieses Luxemburgisch ...der deutschen Sprache sehr verwandt..man konnte im Radiosender vieles verstehen.
     
  • Oder eine differenziertere Betrachtung von anderen Menschen hat, statt eine generalisierte schwarz-weiß Kategorisierung.

    Na ja, die Weigerung, eine andere Sprache als die Eigene zu sprechen, beruht auf zahlreichen Erfahrungen aus den 80ern. in Westfrankreich.
    Die betrafen insbesondere Leute in meinem damaligen Alter, die sicherlich auch englisch in der Schule hatten. Das ist für mich keine "generalisierte schwarz-weiß Kategorisierung".
     
    Ich würde grundsätzlich nicht in ein Land fahren und erwarten, dass dort jeder in einer anderen Sprache spricht, als in seiner.
    Also bemühe ich mich, mich verständlich zu machen. Und ich empfinde es auch nicht als Arroganz, wenn ein Franzose in Frankreich französisch spricht. Schließlich ist das die Landessprache.
     
    Ich würde grundsätzlich nicht in ein Land fahren und erwarten, dass dort jeder in einer anderen Sprache spricht, als in seiner.
    Das erwarte ich nicht von jedem.
    Aber bei jungen Leuten, die beruflich mit anderen jungen Leuten aus verschiedenen Ländern zu tun haben, sollte Englisch schon Standard sein.

    Und ich empfinde es auch nicht als Arroganz, wenn ein Franzose in Frankreich französisch spricht. Schließlich ist das die Landessprache.
    Im genannten Fall (Zeltjugendherberge, Cafés, etc.) finde ich es zumindest eigensinnig.
    Das kenne ich so auch nur aus Frankreich.
     
    Das erwarte ich nicht von jedem.
    Aber bei jungen Leuten, die beruflich mit anderen jungen Leuten aus verschiedenen Ländern zu tun haben, sollte Englisch schon Standard sein.
    Aber warum im eigenen Land?
    Nein. Das finde ich sehr merkwürdig. Und so haben wir es nie gehandhabt. Klar, wenn einer nicht weiterweiß, dann hilft man ihm. Aber von vorne herein ins Englische zu gehen. Warum das? Den gehen die Besonderheiten auch verloren.

    Im genannten Fall (Zeltjugendherberge, Cafés, etc.) finde ich es zumindest eigensinnig.
    Wer hat da kein Englisch sprechen wollen? Die Jungen oder die Alten?
    Aber warum auch? Dann kann man auch nach England fahren.
    Das kenne ich so auch nur aus Frankreich.
    Ich nicht. Und ich handhabe es wie die Franzosen. Sprich, wenn sich hier jemand in Deutsch bemüht, dann helfe ich weiter. Wenn ich als erstes in Englisch angesprochen werden dann bleibe ich bei Deutsch.
    Wenn die Franzosen zu uns kommen, sprechen wir auch Deutsch. Soweit es geht. Meistens auch gemischt. 😃
    Als ich in der Schule ein halbes Jahr französisch gelernt hatte, fand der erste Austausch statt. Meine Austauschpartnerin konnte genauso wenig, wie ich. Wir haben fast nur Englisch gesprochen. Es gab etliche Missverständnisse. Ich habe sie einen halben Tag gesucht, weil sie den Bus in die falsche Richtung nahm. 🤣
    Bis im Heute habe ich Kontakt mit eine Brieffreundin. Wir haben uns schon oft besucht, auch zusammen Urlaub gemacht. In Frankreich sprechen wir französisch und Deutschland deutsch.
    In Brüssel auf dem Tomatenfestival habe ich auch kein Englisch oder Deutsch gehört oder gesprochen.
     
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