Schwefeldüngung-schon mal jemand gemacht?

  • Ersteller Ersteller Highlaender
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  • Mit elementarem Schwefel hab ich natürlich noch nicht gedüngt, aber in Sulfatform ist Schwefel einer der Grundnährstoffe im Pflanzenbau.

    Schwefel liegt z.B. in ASS (Ammonsulfatsalpeter), Kieserit, SSA (Ammoniumsulfat) oder Bittersalz (Magnesiumsulfat) vor, ist aber auch in jedem Volldünger enthalten.
     
    Und? Wie sind deine Erfahrungen? Mit organischer Düngung gibt man ja eher wenig bis gar keinen Schwefel. Das könnte nämlich die Ursache für einige meiner Probleme sein.
     
  • Schwefel ist das nicht ein Stickstoffdünger, oder nur die Sulfate?

    Mit zu viel Stickstoff erzeugt man keine gesunden Pflanzen.
     
  • Dünger sollte immer ausgewogen sein, Stickstoff, Phosphate, Kalium und Spurenelemente. Schwefel ist eins der Spurenelemente, Schwefelmangel kann man an den Blättern erkennen, sie werden gelblich, ähnlich Stickstoffmangel, jedoch mit rötlich verfärbten Blattadern und einem noch grünen Blattzentrum.
    http://6e.plantphys.net/topic05.01.html


    Bei Mangel kann man mit einer Blattdüngung abhelfen, wobei ich nicht weiss, ob es Schwefel Blattdünger gibt. Keine wirklich häufige Mangelerscheinung. Ausbringen als Dünger für den Boden würde ich nur, wenn mir eine Bodenanalyse sagt, dass mein Boden eklatanten Schwefelmangel hat.
     
    Mal ne andere Frage, warum hast Du Dich hier im Forum eigentlich doppelt registriert? Denn das hier bist Du ja auch, wenn auch mit "ä" aber mit dem gleichen Geburtsdatum... :rolleyes:
     
  • Dünger sollte immer ausgewogen sein, Stickstoff, Phosphate, Kalium und Spurenelemente. Schwefel ist eins der Spurenelemente, Schwefelmangel kann man an den Blättern erkennen, sie werden gelblich, ähnlich Stickstoffmangel, jedoch mit rötlich verfärbten Blattadern und einem noch grünen Blattzentrum.
    http://6e.plantphys.net/topic05.01.html


    Bei Mangel kann man mit einer Blattdüngung abhelfen, wobei ich nicht weiss, ob es Schwefel Blattdünger gibt. Keine wirklich häufige Mangelerscheinung. Ausbringen als Dünger für den Boden würde ich nur, wenn mir eine Bodenanalyse sagt, dass mein Boden eklatanten Schwefelmangel hat.

    In vielen Düngern ist Schwefel schon erhalten. Ist auch eher nen neues Problem. Tritt wohl seit den 90ern auf hervorgerufen durch Filter und Katalysatoren.
     
    Nö, stinken tut der Kunstdünger nicht. Ist eher nen Problem bei dem stinkenden Öko-Dünger den ich seit längertem Nutze.
     
  • Mmmmmmh, ums genau zu wissen werd ich wohl um ne Bodenprobe nicht rumkommen. Einerseits könnten es die letzten Jahre Anzeichen gewesen sein, andererseits dürfte ich nach dem Ökolandbaubericht nun doch keinen Mangel haben. Oder dünge ich doch zu wenig:dIch glaub ich warte erstma wies dieses Jahr läuft und greif dat Thema bei Bedarf wieder auf.
     
    Ich kenne mich mit den biochemischen Zusammenhängen zuwenig aus.

    Um welche Kulturen handelt es sich?

    Soweit ich weis, haben Fruchtgemüse geringeren Bedarf an Schwefel, als Hülsenfrüchte.

    Aber wiegesagt, die biochemischen Zusammenhänge kenne ich nicht.

    Grüßle, Michi
     
    Geht um Tomaten. Das Netz spuckt mal wieder jede Menge wiedersprüchliches aus. Einmal heißts mit Bio- Düngung reichts nicht und es muß zugedüngt werden. Anderswo wieder Mist und Kompost wäre ne bessere Option wie Mineralisch:d
    Andererseits hab ich ja seit längerem diese gestreiften (von den Blattadern aus heller werdent) Blätter. Auch das Nichtdurchfruchten von manchen Blütenständen könnte daher kommen.
     
    Und? Wie sind deine Erfahrungen? Mit organischer Düngung gibt man ja eher wenig bis gar keinen Schwefel. Das könnte nämlich die Ursache für einige meiner Probleme sein.


    In organischem Dünger sind natürlich auch Schwefelverbindungen enthalten, die beim Abbau freigesetzt werden, aber schnell pflanzenverfügbares Sulfat ist natürlich noch auswaschungsgefährdeter als Nitrat, weshalb man Sulfate nicht auf Vorrat düngen kann. Und nach so einem nassen Winter wie 2015/16 darfst Du natürlich die Schwefeldüngung nicht vernachlässigen. Und Schwefel ist natürlich auch für die Proteinsynthese zuständig, weshalb ich bei der N-Spätdüngung im Weizen auch auf einen entsprechenden S-Gehalt achte, oder ich gebe bei der Blattbehandlung im Fahnenblattstadium noch ein paar kg Bittersalz hinzu (löst sich sehr gut in Wasser und wird idR flüssig gedüngt).
    Mit elementarem Schwefel, der bei den Bios zur Mehltauprophylaxe angewendet wird, kannst Du nicht düngen. Bis der von Schwefelbakterien zu pflanzenverfügbarem Sulfat umgewandelt wird, dauert es Monate, wenn nicht gar Jahre

    Einen Schwefelmangel erkennst Du spätestens daran, dass die Pflanzen trotz hohen Stickstoffniveaus nicht richtig wachsen wollen und irgendwie fahl bleiben.

    Bei einer Grundbodenuntersuchung wird übrigens nicht auf Stickstoff und Schwefel geprüft, sondern nur auf Phosphat, K2O und MgO + pH-Wert und auf Wunsch noch den Humusgehalt. Die Nmin und Smin-Werte Deines Bodens im Garten musst Du noch vor Vegetationsbeginn bestimmen lassen, und diese Probe (beprobt wird mittels eines Bohrstocks einmal von 0-30cm und einmal von 30-60cm Tiefe) muss auch sofort eingefroren werden und in Styropor verpackt ans Labor verschickt werden, um ein unverfälschtes Ergebnis zu erhalten. Eine Grundbodenuntersuchung kannst Du hingegen das ganze Jahr über machen.

    Ich kann Dir so aus dem Stehgreif aber keine Düngeempfehlung liefern, weil ich nicht weiß, was Du für eine Erde im Garten hast. Ne Grundbodenuntersuchung ist nie verkehrt, aber Du brauchst einen Boden, der voll von Kompost oder anderem organischen Material ist, auch nicht untersuchen lassen. Da kommen immer weit überhöhte Werte raus. Geprüft wird immer nur der Mutterboden.
     
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