"Was nützt es [der Umwelt], wenn ich Dreck in die Luft puste, nur weil es ein anderer auch tut."
Zur Zeit bin ich wieder der Meinung, dass irgendjemand den Anfang machen muss. Und lieber mache ich zwei kleine Schritte (die sicherlich nicht die Welt verändern), es ist aber mit Sicherheit besser als gar nicht zu tun .....
Na endlich.... Nach zwei Seiten Gejammer und Gewitzel wird es m.E.
Zeit für etwas Ernsthaftigkeit.
Ja, wir - als Weltbevölkerung - haben (im Verhältnis zu unseren aktuellen Möglichkeiten, Ansprüchen und Erwartungen) eine Überbevölkerung und bei weiterem Wirtschaftswachstum noch darüber hinaus drastisch zunehmende Versorgungsprobleme.
Wir - als Bürger/Bewohner eines fortschrittlichen Industrielandes - stehen inzwischen auf der Gewinnerseite dieser Entwicklung. Wir können es uns - nach historischer Anrichtung relativ überschaubarer Schäden im eigenen Land und größeren auswärts- sogar leisten, sehr viel mehr zu verbrauchen und zu verschmutzen als andere. Wir haben uns auf Kosten anderer bereichert und können inzwischen unsere "eigene Luxuswohnung netter ausstaffieren" - ggf. mit dem Hintergedanken eines späteren Geschäftes.....
Inzwischen sind wir (Europäer und ein paar andere)/ nämlich (teil- und ansatzweise) auf den Trichter gekommen, dass zumindest das "Verschmutzen" (und Beschädigen) der Umwelt uns und andere direkt schädigt. Das gilt besonders wo/wenn wir es selber störend merken. Aber das ist in D aufgrund bereits durchaus vorhanderer Erfolge beim Putzen und Dreckvermeiden nur noch selten direkt fühlbar. Viele genießen auch in dieser Hinsicht die Gnade der späten Geburt und haben z.B. keine Vorstellung mehr vom Grau des Ruhrpottes der 1960er Jahre. Wir sehen Leute z.B. in Peking mit Atemschutz herumlaufen, aber wer von uns hat denn in D wirklich mal Smog erlebt? Ich glaube das fehlt einigen.....
Anfänge sind also längst gemacht - allerdings reichen diese nicht aus. Eigentlich müssten aufgrund immensen Nachholbedarfes weltweit die Umweltschutzmaßnahmen in Anzahl und Wirkung schneller wachsen, als das Produkt aus Bevölkerungs- und Wohlstandszuwachs vorgibt. Davon sind wir - auch hinsichtlich technischer und wirtschaftlicher Machbarkeiten - leider noch ziemlich weit entfernt. Wir sollten uns als gezwungen, bzw. verpflichtet ansehen, alle verfügbaren Ressourcen für den Umweltschutz einzusetzen. Die wichtigsten sind Kompetenz und Engagement, denn damit lässt sich die Effizienz jeder Aufgabenlösung optimal verbessern. Selbstverständlich sollten wir als diejenigen, die nicht ihre gesamte Kraft für das Überleben aufwänden müssen, diesbezüglich mehr leisten, als Hunger- und Durstleider, deren Hauptaugenmerk verständlicherweise auf das pure Überleben gerichtet sein muss.
Geht man das "Problem" einer aus menschlicher Perspektive zweckmäßigen Ökologie objektiv an, wird man m.E. immer wieder feststellen, dass entsprechendes ökologisches Verhalten auch immer ökonomisch sinnvoll ist. Was ich nicht verschmutze brauche ich nicht zu putzen, was ich nicht kaputt mache, bedarf keiner Reparatur oder Erneuerung..... Allerdings muss man auch klug genug sein,
zur rechten Zeit Altes zugunsten von Besserem aufzugeben und dann nach Möglichkeit optimal zu verwerten.
Grüße
TB