Es ist ja nun schon ein Weilchen her, daß ich Neues vom Refugium gepostet habe. Drum zeige ich mal ein paar Bilder, wie es weiterging.
Wohl durch die lange Trockenheit haben sich auf der Blühwiese nur wenige Arten durchgesetzt. Hauptsächlich handelt es sich dabei um Kornblumen, Phacelia, Borretsch, Lein und gelegentlich Cosmea.
Ich lasse das Ganze sich dann in Ruhe aussamen und werde nach dem ersten Frost mit dem Schlegelmäher drüber fahren. Im Frühjahr säe ich dann noch ein paar trockenresistente Arten dazu und egge flach durch. Mal sehen, was dabei herauskommt und was die Schnecken übrig lassen.
Apropros Schnecken: Die braunen Nacktschnecken haben sich zu einer nicht beherrschbaren Plage entwickelt. Es sind ohne jegliche Übertreibung tausende, die mein Freilandgemüse vernichtet haben. Allein an einem einzigen Abend habe ich nur im Gemüsebeet 417 Stück beseitigt und eine Besserung war überhaupt nicht zu merken.
Einlegegurken, Kürbis und Paprika: 100% ausgerottet
Weisskohl und Rosenkohl: bis auf jeweils einen ausgerottet.
Brokkoli und Blumenkohl: ausgerottet
Rote Bete: tiefe Fraßlöcher
Chicoree: wenige Überlebende, stark geschwächt
Für das nächste Jahr muß ich mir eine andere Strategie ausdenken. Das Mulchen mit Stroh geht nicht. Es bietet den Viechern den perfekten Unterschlupf.
Ich überlege, bei den Pflanzen wo es geht mit Mulchvlies zu arbeiten und rundherum eine Art Schneckenzaun zu konstruieren.
Dann den eingesperrten Erstbefall mit einer vorsichtigen Ladung Ferramol bekämpfen und vielleicht Glück haben.
Meine stecklingsvermehrten Johannis- und Jostabeeren sind sehr gut gewachsen. So sehr, daß ich für das kommende Jahr noch mit den ersten Früchten rechne.
Vielleicht habe ich es beim Einpflanzen etwas mit den Hornspänen übertrieben, denn die Pflanzen haben besonders empfindlich auf Trockenheit reagiert. Daher auch die braunen Blätter im Bild.
Gut sehen auch die Schlehen aus. Selbst die Exemplare, die beim Ausgraben fast sämtliche Wurzeln eingebüßt hatten, sind ordentlich angewachsen.
Anfang Juli stand die Phacelia in voller Blüte.
Bis demnäx.