Licht und Schatten auf Balkonien

Hütchen wegoperieren ist echt eine Qual. Klappt bei mir meist nicht ohne die Pflanze nachhaltig zu beschädigen.
Obwohl, im letzten Jahr konnte ich die Tomätchen dadurch retten, dass ich - nicht lachen - das Töpfchen in die Hand nahm und den Hut in den Mund; kräftig einspeichelnd. Mehrmals am Tag. Danach ging der Hut ganz locker ab.
 
  • Auch eine Variante. :)

    Ich habe mit der Kanne immer mal ein bisschen eingefeuchtet, den Kopf noch mal unter die Erde gesteckt, wie auch schon hier gelesen, und dann war das Hütchen zwar auch noch nicht ab, aber etwas "lockerer". Um es kurz zu machen: Die Pflanze hat noch 1,7 Blätter und das ist 1,7 x mehr als sonst. Ich bin also erst mal zufrieden. :)

    Was mich gerade anstrengt ist meine Ceropegia wodii, die Herzblattpflanze. Ich hatte einige Töpfe mit Ablegern gemacht, diese dann in eine Schale umgetopft, noch Ableger genommen, da die Triebe bereits wieder sehr lang waren, und das sah bereits richtig hübsch aus. Und dann schmiss ich die Schale im vorweihnachtlichen Handwerkerchaos runter... :( Nun ist alles verworren und vor allem sind viele Wurzeln draußen, die ich dank der "verknoteten" Triebe nicht mal wieder einfach so unter die Erde gebracht bekomme. Ich hatte versucht, zunächst alles bestmöglich abzudecken, noch mal gegossen, ein bisschen sukkulent ist die Pflanze ja auch, aber nun war ich zwischen Weihnachten und Silvester ja auch weg, habe auch noch andere Sachen zu tun und das Entwirren der Pflanze (ohne ihr größere Schäden zuzufügen) ist echt mühsam. Wirklich viel habe ich leider noch nicht geschafft, wie man hier sehen kann.

    ceropegia.webp

    Vor allem kann ich die ursprünglich bewurzelten Triebe auch nicht mehr als Ganzes entwirren, immer nur Teilstücke davon, muss also lauter Ableger nehmen, die dann erst einmal wieder wurzeln müssen, was nicht mit allen (aber zum Glück den meisten) Trieben klappt. Eine ziemliche Arbeit.
     
    Die Ceropegia wodii hat es leider nicht wirklich überlebt. Also, der klägliche Rest in dieser Schale. Für einen Rettungsversuch war es offensichtlich schon zu spät. Ich habe zum Glück noch zwei andere Töpfchen mit Ablegern. Das sind aber eher "Reste", nicht lauter gut gewachsenen Pflanzen, wie die ursprünglichen. Sprich: Ich muss mit dem Wiederaufbau wieder ganz von vorne beginnen. An sich ist das kein Problem - Ableger von ihr wurzeln gut - aber es macht natürlich Arbeit und kostet Zeit, die ich mir hätte sparen können, wäre ich im Chaos nicht so dämlich gegen den Pflanzenständer gekommen. Grrr!

    Aber gut, es ist nicht zu ändern... Zwei Töpfe mit neuen Ablegern gibt es nun, bei denen ich jetzt erst einmal das Wurzeln abwarten muss und dann das Wachsen, bevor ich wieder neue Ableger nehmen kann, so dass die Töpfe nach und nach voll werden und auch noch weitere Töpfe gefüllt werden können. Wenn die dann schön üppig gewachsen sind, kann ich das Projekt mit der Schale auf dem Pflanzenständer noch einmal angehen. Im Herbst vielleicht, wenn alles gut läuft, oder in einem Jahr. *seufz*

    260320_ceropegia_wodii_ableger.webp

    Dazu holte ich aber auch alle Knollen, die die Ceropegia im Laufe der Jahre bildet, dicke wie dünne, aus der Erde und machte eine reine "Knollenschale". Nur Erde rein und die Knollen untergebuddelt. Und hey: Nach ein paar Tagen zeigten sich erste Blättchen! Das ist natürlich meilenweit von dem entfernt, was ich vorher hatte, aber wer weiß, was im Laufe der nächsten Wochen noch so alles an Pflänzchen aus der Erde kriechen wird. Hübsch ist es jedenfalls allemal, wenn aus "reiner" Erde plötzlich diese kleinen Blättchen hervorkommen.

    260320_ceropegia_wodii_knollen.webp


    Aber mal zum Balkon. Was gibt es da?

    Wie bereits Ende November geschrieben, werde ich 2026 reduzieren. Einzig ein paar Chilisamen säte ich Ende Dezember aus, wie ebenfalls bereits geschrieben. Vom uralt-Saatgut kam nichts, einzig ein Pflänzchen von einer kürzlich ausgeweideten Chili. Es wuchs ewig langsam und kam bis gestern nicht über ein erstes eigenes Blattpaar hinaus. So richtig gesund sah die Pflanze auch nicht aus, und so landete sie gestern in der Tonne.

    Mein Balkonchaos ging ich inzwischen häppchenweise an und komme nach und nach vorwärts. Auf dem Schattenbalkon wird nämlich ab Herbst immer einfach nur alles zwischengelagert, was ich dann "demnächst" mal leeren und säubern werde. Und da liegt es dann auch Monate später noch, weil im Herbst und Winter ja viel zu kalt und nass und keine Lust. Es wartet dort auch noch viel Arbeit auf mich, aber da ich in diesem Jahr keine Unmengen an Plänen habe und für diese dringend sämtliche Kästen oder Töpfe in leer und sauber benötige, herrscht kein Druck, vorgestern fertig sein zu müssen. Das ist definitiv auch entspannend, wenngleich ich natürlich trotzdem froh bin, wenn das Chaos endlich aufgeräumt ist.

    Auf dem Sonnenbalkon treibt die Clematis gerade aus, die Rose ebenfalls. Bei Letzterer muss ich noch mal genauer schauen, ob sie wirklich bleiben soll, oder ob ich tatsächlich Stecklinge mache und die Rose "auf Stock" setze, wie bereits vor einem Dreivierteljahr überlegt. Wenn, dann wäre wohl jetzt der richtige Zeitpunkt. Trotz "horizontalem Verbiegen" zwecks Blütenanregung, verkahlte sie untenherum. Ich vermute, ich schnitt in den ersten Jahren auch einfach falsch. Wie auch immer: Ich weiß nicht, ob ich sie so behalten möchte oder nicht. Vielleicht mache ich es auch "halbe-halbe": Einen Trieb kürzen und einen anderen lasen. Mal schauen.

    Den Hopfen wollte ich eigentlich rauswerfen. Seit Jahren wächst er immer super schön, aber kein einziges Mal produzierter er die versprochenen Dolden, um die es mir ursprünglich ging. Dazu verzeiht er unregelmäßige Wassergaben so gar nicht und "dankt" es mir mit Blattabwurf. Unschön auf dem Balkon und die verkahlten Stellen sind auch doof. Das mit dem Wasser wird mir mit mehr Ruhe aber ja vielleicht besser gelingen, wer weiß. Deswegen entschied ich jetzt erst einmal: Sollte er demnächst zeigen, dass er die zwei eisigen Eingangsmonate im nur halb gefülltem Topf überlebt hat, darf er in diesem Jahr noch einmal auf dem Sonnenbalkon wachsen, auf der anderen Seite des "Rosenbogens".

    Der große Topf mit den Kräutern, die ich letztes Jahr bekam, ist recht verlaubt, aber auch da treibt es inzwischen wieder gut aus. Ich muss nur noch herausfinden, ob das wirklich Pfefferkraut und wilder Berglauch sind, wie ich vermute. Sie standen im letzten Jahr platzbedingt auf dem Schattenbalkon, dürfen in diesem Jahr dann aber gerne auf die Sonnenseite umziehen. Noch ist ein Platz frei. Vielleicht aktiviere ich für die Kräuter aber auch den Pflanzturm? Da sähe sicherlich toll aus. Und da wäre auch noch der neue Rosmarin, den ich vor ein paar Tagen beim asiatischen Pflanzenverkäufer mitnahm, denn mein bisheriger scheint vertrocknet zu sein. Auch der überwinterte Basilikum im Treppenhaus sieht nicht so aus, als würde wieder etwas kommen - aber das denke ich jedes Jahr und bisher täuschte ich mich immer, also erst einmal abwarten.

    Ihr seht: Die Stellplätze auf dem Sonnenbalkon sind auch ohne Aussäen bereits problemlos gefüllt mit dem, was den Winter überlebte. Hinzukommen wird vermutlich lediglich noch ein Lavendel, weil er sich immer gut in dem kleineren der grauen Töpfe macht und nicht nur wir beide ihn sehr mögen, sondern auch die Insekten. Eventuell werde ich aber auch einfach welchen in einen Balkonkasten pflanzen. Das entscheide ich später. Und vor allem: Der wird einfach gekauft.

    Hinsichtlich der Balkonkästen habe ich aber noch gar nichts weiter überlegt. Aktuell hängen da zwei 50er-Kästen mit Frühlingsblühern.

    fruehlingslueher.webp

    Auf dem Schattenbalkon treiben sich dazu noch ein paar restliche Etagenzwiebeln herum, die ich eigentlich rauswerfen wollte. Aber einfach so wegwerfen ist auch doof. Für die wäre der Pflanzturm eigentlich auch nicht schlecht. Sogar zwei Frühlingszwiebeln haben überlebt. Bei ihnen hätte ich gedacht, dass ihnen die langen Minusgrade an den Kragen gehen, aber nein, keineswegs.

    Mehr ist jedoch nicht und ob noch etwas dazukommen wird und was und wann und in welchen Mengen: Keine Ahnung. Ich lasse mich einfach überraschen.
     
  • Ein bisschen was wird es bestimmt geben. Wenn nicht gesät, dann gekauft. Für Chilis wäre ich jetzt eh zu spät, die muss ich, wenn, kaufen. Da lasse ich mich überraschen, was mir ggf. über den Weg laufen wird. Meine Standard-Tomaten müsste ich, wenn, jetzt säen. Vielleicht mache ich das morgen sogar. Mal schauen. Aber da würde sich sicherlich auch irgendwo was zu kaufen finden. "Tomate, rot" oder so. ;) Zuckerschoten liebe ich ja, aber ich glaube, da habe ich gar keine Samen mehr. Dann säe ich vielleicht dieses Jahr endlich mal die Bohnen. Das Saatgut wird ja auch nicht besser. Ach, mal gucken. Irgendwas wird sich schon finden. Vielleicht schaue ich morgen einfach mal in die Saatgut-Kiste.

    Heute fing ich jedenfalls an, den Pflanzturm zu säubern. Drei Ebenen sind sauber, in den anderen beiden hatte sich Wasser gesammelt und mit Resterde vermatscht. Das muss erst einmal trocknen. Ich werde - so zumindest der heutige Plan - hauptsächlich Kräuter hineinsetzen, vermutlich aber auch ein paar Frühlingszwiebelsamen hineingeben. Salat vielleicht auch.

    Vielleicht sollte ich einfach eine Kiste für "was kommt, kommt" nehmen: Erde rein, Saatgut drüber streuen, aus verschiedenen Packungen, und dann überraschen lassen. Das wäre auch mal was. :-)
     
    Wenn du Pech hast, kommt in der Überraschungsbox dann alles - und du willst doch nicht etwa arme kleine Pflanzenbabies töten. Also müsstest du dann alles gut versorgen. Könnte eng werden *schmunzel*
     
  • @Knofilinchen
    Chilipflanzen kann ich Dir gewiss abgeben. Oder welche vom Eichwalder Gabentisch. Würde Dich / Euch dann dort als mein Gast / meine Gäste ankündigen.
    Und Pflanzen von Tomaten sicherlich auch.

    Am Pfingstsamstag ist der alljährliche Pflanzentausch vom chiliforum.hot-pain in Eichwalde. Da wäre eine Frei-Haus-Lieferung möglich. Der Tag je nachdem ob ich bei der Lichtenberger Freundin schlafe oder direkt aus Sachsen anreise.
    Für den ersteren Fall wahrscheinlich Freitag im Laufe des Tages.
    Im letzteren Fall samstags Vormittag.

    Liebe Grüße

    Karl

    PS: Zum Eichwalder Pflanzentausch bräuchtet ihr auch nichts beisteuern. Denn der Wert meiner "Mitbringsel" an Verpflegung ist wertmaessig immer für weit mehr als 1 oder 2 Personen .
     
  • Schwäble, danke für das Angebot. Bis Pfingsten ist ja noch ein bisschen hin. Bis dahin habe ich den Chaos-Balkon hoffentlich aufgeräumt und mein Saatgut gesichtet. Dann weiß ich auch, was ich überhaupt habe, möchte, brauche,..., wie viel Platz noch ist - und zumindest meine Standard-Tomaten, die ich gerne mag, habe ich dann vielleicht auch ausgesät. Dann komme ich auch gerne auf dich zurück. Bezüglich des Chilitreffen selbst, da schaue ich, ob oder ob nicht. Lustig wäre es sicherlich, aber ich kann echt noch nicht absehen, ob ich überhaupt Zeit und Kraft finden werde. Wenn ich kommen sollte, werde ich aber natürlich auch was mitbringen. Muffins oder dergleichen gehen immer. :-)
     
  • Falls gelegentlich ein Rosenkenner auf meinem Balkon verweilen sollte, dann schaue er/sie doch bitte mal in diesem Thread vobei. Vielleicht klappt es künftig dann ja etwas besser mit ihrem Wachstum. Wo sie doch aktuell noch mal von ganz unten austreiben.

    minis.webp

    Die Frühlingsblüher von letztens sehen inzwischen übrigens so aus:

    fruehlingsblueher.webp

    Ich glaube, ich halte die Tage mal die Augen nach anderen Farben auf. Das intensive Violett finde ich definitiv klasse, ein bisschen rosa dazu würde sich bestimmt gut machen, und die ein oder andere weitere Farbe sicherlich auch. Aktuell ist das Violett zusammen mit dem m. E. eher etwas langweiligen Blau der Traubenhyazinthen etwas einseitig.
     
    Dafür kannst du mir bestimmt Tipps rund um das ein oder andere Gemüse oder Kraut geben. Das passt ja auch.

    So langsam nimmt mein Balkon Form an - zumindest theoretisch.
    • Meine beiden Clematis bleiben natürlich.

    • Die Rose darf auch noch ein weiteres Jahr, entschied ich inzwischen - insbesondere, nachdem sie noch einmal von weiter unten austreibt.

    • Der Hopfen dürfte auch bleiben, wenn er einen Austrieb zeigt - was er jedoch bisher nicht tut. Ich vermute, er hat den Winter nicht überstanden.

    • Die letzten Jahre stand meine Zuckerhutfichte, die ich mir vor einigen Jahren mal in klein als Mini-Weihnachtsbaum gekauft hatte, im Hof. Inzwischen ist sie etwas größer und zog dieses Jahr auch auf den Balkon.

    • Der Pflanzturm mit 5 Etagen soll dieses Jahr auch wieder eingesetzt werden und wird wohl zu einem Kräuterturm.
      • Rosmarin kaufte ich bereits, da der große den Winter nicht überstand (was wohl weniger an der Kälte, sondern mehr an zu wenig Wasser gelegen haben dürfte).
      • Ein Teil des wilden Berglauchs, den ich im letzten Jahr von schreberin erhielt, wird auch einen Platz im Turm erhalten.
      • Gleiches gilt für das Pfefferkraut.
      • Auf dem Kräutermarkt nahm ich letztes Jahr einen vietnamesischen Koriander mit. Der ist zwar nicht winterhart, aber ich hatte einen Trieb in meinen "indoor"-Balkonkasten gesteckt und der zeigte kürzlich tatsächlich Austriebe. Ich befürchte allerdings, dass ich nun zu spät goss und das zarte Grün wieder im Keim erstickte. Das nennt man wohl "Talent"... Sollte ich ihn doch nicht gekillt haben, bekommt er aber natürlich auch einen Platz im Turm, auch, wenn er sehr wuchsfreudig ist.
      • Gleiches gilt für den kleinen Trieb des mehrjährigen Basilikums. Eventuell treiben die Großen in den Töpfen auch wieder aus, dann wäre ein Eingehen des Nachwuchs' nicht schlimm, aber die Großen zeigen noch keine Anzeichen von Leben. Was aber nichts heißen muss, das denke ich nämlich jedes Jahr. Falls das aber tatsächlich nichts wird, werde ich auf jeden Fall einen mehrjährigen Basilikum nachkaufen - der muss einfach sein.
      • Vom australischen Zitronenblatt habe ich noch Stecklinge vom letzten Jahr, die auch noch irgendwo dazwischen können. Und meine große Pflanze, die seit letztem Jahr ihren eigenen, kleinen Balkonkasten hat, braucht am neuen Stängel auch einen Schnitt, so dass mindestens noch ein weiterer Ableger anfallen wird, der ebenfalls mit im Turm landen wird.
      • Kaufen werde ich sicherlich Schnittlauch, einfach weil ich ihn total gerne mag.
      • Und aussäen werde ich (insbesondere, weil bereits als Saatgut vorhanden):
        • Kerbel
        • Petersilie
        • mehrjähriges Bohnenkraut
        • Dill
        • Genoveser Basilikum - das allerdings vermutlich eher im Tomatenkasten, sollte es einen geben
    Ende November letzten Jahres hatte ich ja schon einmal das Saatgut vorsortiert. Heute schaute ich mir das, was übrig geblieben war, noch einmal genauer an und überlegte, was ich jetzt demnächst aussähen könnte und möchte. Daraus wurde folgender Plan:
    1. Ein 60er-Kasten mit Pflücksalat, Blumen (hängende Mischung) und Radieschen.
      Salat und Blumen sind auf Saatbändern und davon sind nur noch kleine Reste vorhanden. Deswegen der kleine Kasten. Dazu weiß ich nicht, ob überhaupt noch etwas kommen wird, da schon sehr altes Saatgut. Plan: Die Radieschen werden - wenn - flott reifen und geerntet werden, Der Salat wird umgepflanzt, sollten außer ihm auch noch Blumen kommen, und falls keine kommen, kann er drin bleiben. Wobei ich eher davon ausgehe, dass maximal Radieschen wachsen werden, wenn überhaupt.

    2. Ein 80er-Kasten mit Zuckerschoten und Mairübchen.
      Sonst hatte ich immer einen 1m-Kasten mit 3 Ranktürmen für die Zuckerschoten. So viele Samen habe ich aber gar nicht mehr. Also gibt es dieses Jahr nur zwei Türme und da dann noch ein bisschen Platz im Kasten übrig ist, kommen einfach noch zwei, drei Mairübchen dazu. Sollten sie nichts werden, kann ich auch noch Radieschen dazwischen säen. Vorteil: Der Kasten wird ungefähr zeitgleich abgeerntet sein und kann dann entweder neu genutzt oder aber gesäubert und aufgeräumt werden.

    3. Ein 1m-Kasten mit Winterheckenzwiebeln, Mairübchen "Platte Witte Mei" und Salat "Karganer Sommer 2".
      Ob Winterheckenzwiebeln oder Frühlingszwiebeln: Unsere Küche hat einen hohen Bedarf daran. Und da auch diese Samen nicht besser werden, werde ich jede Menge davon aussähen. Mairübchen dazu, weil lecker und vorhanden. Und ein, zwei Salatsamen, einfach, weil ich davon ausgehe, dass aus dem Saatband nichts mehr kommt und Salat nicht zu kurz kommen soll. Sind die Mairübchen geerntet, könnte weiterer Salat hinein. Oder neue Mairübchen. Oder...

    4. Ein 80er und ein 1m-Kästen mit Winterheckenzwiebeln und Spinat "Matador"
      Hier geht es vor allem um den Spinat, die Winterheckenzwiebeln sind nur "Deko". Ich möchte das Tütchen bestmöglich leer bekommen.
    Das klingt nach sehr viel, allerdings ziehe ich diesmal nichts vor, anders als in den letzten Jahren. Also kein Füllen und späteres Säubern der Anzuchtkästen, kein permanentes Pflegen in Miniformat. Die einzige Ausnahme sind Samen für 2 Tomaten und vermutlich einen Ufo-Kürbis (Pattisson), die demnächst in die Erde sollen. Alles andere existiert bereits und muss nur umgetopft werden oder ohne großen Aufwand ausgesät. Und: Ich mache mir keinen Stress. Was kommt, kommt, was nicht, kommt halt nicht. Wenn die Kästen am Ende nicht alle voll sind oder manches nicht umzog, dann ist das eben so.

    Was ich mich noch frage:

    a) Die Mairübchen sollen laut Packungsanleitung bei zu dichtem Stand auf 3 x 20 cm vereinzelt werden. Das scheint mir sehr wenig Platz für ein Mairübchen zu sein, selbst, wenn man sie sehr jung erntet. Oder bleibt diese Sorte einfach so winzig? Wie macht ihr das?

    b) Und beim Spinat wiederum soll man 10 x 30 cm Abstand einhalten. Ich habe vor, ihn "rundherum" zu beernten, so wie ich das beim Kopfsalat auch mache. Kann man die einzelnen Pflänzchen dann etwas näher zusammenrücken? Oder sollte man die 10 cm schon einhalten?

    So weit mein Plan. Ein paar Balkonkästen habe ich inzwischen sogar schon gesäubert. Bleibt noch das Mischen von alter mit neuer Erde, dann könnte ich loslegen.
     
    Also bei den Mairübchen reichen 20cm schon. Ich säe zumeist etwas enger, und sollte wirklich alles kommen nehme ich dazwischen einen Sämling raus. Aber mehr als wie 15cm Abstand habe ich dazwischen nicht. Ernten kannst du sie wie du willst - wenn ich im Frühjahr sehe, nehme ich sie tw. raus, wenn sie 5-6cm groß sind; im Herbst werden sie dann gerne deutlich größer. Ich finde sie schmecken aber wenn sie kleiner sind, deutlich besser.

    Beim Spinat habe ich selten mehr Abstand als wie 1-2cm. Ich sähe da einfach eine ganze Reihe aus. Abstand zwischen den Reihen (wobei ich immer nur 2-3 habe) so 10-12cm. Auch hier ernte ich Spinat eher kleiner, da ich den nur als Babyspinat im Salat mag oder mal ein bisschen was für Spinatknödel und daher nicht die 10cm großen Blätter brauche. Aber ein Abstand von 10x30 erscheint mir wirklich sehr großzügig.
     
    Hm... Spinatknödel! Da bringst du mich auf eine Essensidee. :-)

    Beim Spinat säst du dann ja echt deutlich enger. Gut zu wissen, dass das auch funktioniert. Bei den Mairübchen meinte ich den kleinen Wert. 20 cm Reihenabstand sind großzügig bemessen, aber in der Reihe dann nur 3 cm Abstand? Da könnte jedes Mairübchen ja auch nur 3 cm Durchmesser bekommen. Das ist doch viel zu winzig. 6 cm klingen deutlich sinnvoller, eventuell etwas mehr. Ich denke, daran werde ich mich orientieren.
     
    Hm... Spinatknödel! Da bringst du mich auf eine Essensidee. :-)

    Beim Spinat säst du dann ja echt deutlich enger. Gut zu wissen, dass das auch funktioniert. Bei den Mairübchen meinte ich den kleinen Wert. 20 cm Reihenabstand sind großzügig bemessen, aber in der Reihe dann nur 3 cm Abstand? Da könnte jedes Mairübchen ja auch nur 3 cm Durchmesser bekommen. Das ist doch viel zu winzig. 6 cm klingen deutlich sinnvoller, eventuell etwas mehr. Ich denke, daran werde ich mich orientieren.

    Ja, 3cm finde ich auch etwas eng. Aber du kannst sie zu Beginn etwas enger aussäen (alle gehen vielleicht echt nicht auf) und dann jedes zweite kleiner ernten. Dann hast davor schon was zum Naschen und die anderen werden größer.
     
    Das ist eine super Idee; vielen Dank. So werde ich es machen. (y)

    Heute füllte ich ein bisschen Erde in zweit Etagen des Turms und pflanzte ein bisschen um/ein. Vielleicht komme ich morgen zum ersten Säen.

    turm.webp
     
  • Zurück
    Oben Unten