Die Ceropegia wodii hat es leider nicht wirklich überlebt. Also, der klägliche Rest in dieser Schale. Für einen Rettungsversuch war es offensichtlich schon zu spät. Ich habe zum Glück noch zwei andere Töpfchen mit Ablegern. Das sind aber eher "Reste", nicht lauter gut gewachsenen Pflanzen, wie die ursprünglichen. Sprich: Ich muss mit dem Wiederaufbau wieder ganz von vorne beginnen. An sich ist das kein Problem - Ableger von ihr wurzeln gut - aber es macht natürlich Arbeit und kostet Zeit, die ich mir hätte sparen können, wäre ich im Chaos nicht so dämlich gegen den Pflanzenständer gekommen. Grrr!
Aber gut, es ist nicht zu ändern... Zwei Töpfe mit neuen Ablegern gibt es nun, bei denen ich jetzt erst einmal das Wurzeln abwarten muss und dann das Wachsen, bevor ich wieder neue Ableger nehmen kann, so dass die Töpfe nach und nach voll werden und auch noch weitere Töpfe gefüllt werden können. Wenn die dann schön üppig gewachsen sind, kann ich das Projekt mit der Schale auf dem Pflanzenständer noch einmal angehen. Im Herbst vielleicht, wenn alles gut läuft, oder in einem Jahr. *seufz*
Dazu holte ich aber auch alle Knollen, die die Ceropegia im Laufe der Jahre bildet, dicke wie dünne, aus der Erde und machte eine reine "Knollenschale". Nur Erde rein und die Knollen untergebuddelt. Und hey: Nach ein paar Tagen zeigten sich erste Blättchen! Das ist natürlich meilenweit von dem entfernt, was ich vorher hatte, aber wer weiß, was im Laufe der nächsten Wochen noch so alles an Pflänzchen aus der Erde kriechen wird. Hübsch ist es jedenfalls allemal, wenn aus "reiner" Erde plötzlich diese kleinen Blättchen hervorkommen.
Aber mal zum Balkon. Was gibt es da?
Wie bereits Ende November geschrieben, werde ich 2026 reduzieren. Einzig ein paar Chilisamen säte ich Ende Dezember aus, wie ebenfalls bereits geschrieben. Vom uralt-Saatgut kam nichts, einzig ein Pflänzchen von einer kürzlich ausgeweideten Chili. Es wuchs ewig langsam und kam bis gestern nicht über ein erstes eigenes Blattpaar hinaus. So richtig gesund sah die Pflanze auch nicht aus, und so landete sie gestern in der Tonne.
Mein Balkonchaos ging ich inzwischen häppchenweise an und komme nach und nach vorwärts. Auf dem Schattenbalkon wird nämlich ab Herbst immer einfach nur alles zwischengelagert, was ich dann "demnächst" mal leeren und säubern werde. Und da liegt es dann auch Monate später noch, weil im Herbst und Winter ja viel zu kalt und nass und keine Lust. Es wartet dort auch noch viel Arbeit auf mich, aber da ich in diesem Jahr keine Unmengen an Plänen habe und für diese dringend sämtliche Kästen oder Töpfe in leer und sauber benötige, herrscht kein Druck, vorgestern fertig sein zu müssen. Das ist definitiv auch entspannend, wenngleich ich natürlich trotzdem froh bin, wenn das Chaos endlich aufgeräumt ist.
Auf dem Sonnenbalkon treibt die Clematis gerade aus, die Rose ebenfalls. Bei Letzterer muss ich noch mal genauer schauen, ob sie wirklich bleiben soll, oder ob ich tatsächlich Stecklinge mache und die Rose "auf Stock" setze, wie bereits vor einem Dreivierteljahr überlegt. Wenn, dann wäre wohl jetzt der richtige Zeitpunkt. Trotz "horizontalem Verbiegen" zwecks Blütenanregung, verkahlte sie untenherum. Ich vermute, ich schnitt in den ersten Jahren auch einfach falsch. Wie auch immer: Ich weiß nicht, ob ich sie so behalten möchte oder nicht. Vielleicht mache ich es auch "halbe-halbe": Einen Trieb kürzen und einen anderen lasen. Mal schauen.
Den Hopfen wollte ich eigentlich rauswerfen. Seit Jahren wächst er immer super schön, aber kein einziges Mal produzierter er die versprochenen Dolden, um die es mir ursprünglich ging. Dazu verzeiht er unregelmäßige Wassergaben so gar nicht und "dankt" es mir mit Blattabwurf. Unschön auf dem Balkon und die verkahlten Stellen sind auch doof. Das mit dem Wasser wird mir mit mehr Ruhe aber ja vielleicht besser gelingen, wer weiß. Deswegen entschied ich jetzt erst einmal: Sollte er demnächst zeigen, dass er die zwei eisigen Eingangsmonate im nur halb gefülltem Topf überlebt hat, darf er in diesem Jahr noch einmal auf dem Sonnenbalkon wachsen, auf der anderen Seite des "Rosenbogens".
Der große Topf mit den Kräutern, die ich letztes Jahr bekam, ist recht verlaubt, aber auch da treibt es inzwischen wieder gut aus. Ich muss nur noch herausfinden, ob das wirklich Pfefferkraut und wilder Berglauch sind, wie ich vermute. Sie standen im letzten Jahr platzbedingt auf dem Schattenbalkon, dürfen in diesem Jahr dann aber gerne auf die Sonnenseite umziehen. Noch ist ein Platz frei. Vielleicht aktiviere ich für die Kräuter aber auch den Pflanzturm? Da sähe sicherlich toll aus. Und da wäre auch noch der neue Rosmarin, den ich vor ein paar Tagen beim asiatischen Pflanzenverkäufer mitnahm, denn mein bisheriger scheint vertrocknet zu sein. Auch der überwinterte Basilikum im Treppenhaus sieht nicht so aus, als würde wieder etwas kommen - aber das denke ich jedes Jahr und bisher täuschte ich mich immer, also erst einmal abwarten.
Ihr seht: Die Stellplätze auf dem Sonnenbalkon sind auch ohne Aussäen bereits problemlos gefüllt mit dem, was den Winter überlebte. Hinzukommen wird vermutlich lediglich noch ein Lavendel, weil er sich immer gut in dem kleineren der grauen Töpfe macht und nicht nur wir beide ihn sehr mögen, sondern auch die Insekten. Eventuell werde ich aber auch einfach welchen in einen Balkonkasten pflanzen. Das entscheide ich später. Und vor allem: Der wird einfach gekauft.
Hinsichtlich der Balkonkästen habe ich aber noch gar nichts weiter überlegt. Aktuell hängen da zwei 50er-Kästen mit Frühlingsblühern.
Auf dem Schattenbalkon treiben sich dazu noch ein paar restliche Etagenzwiebeln herum, die ich eigentlich rauswerfen wollte. Aber einfach so wegwerfen ist auch doof. Für die wäre der Pflanzturm eigentlich auch nicht schlecht. Sogar zwei Frühlingszwiebeln haben überlebt. Bei ihnen hätte ich gedacht, dass ihnen die langen Minusgrade an den Kragen gehen, aber nein, keineswegs.
Mehr ist jedoch nicht und ob noch etwas dazukommen wird und was und wann und in welchen Mengen: Keine Ahnung. Ich lasse mich einfach überraschen.