Hurra wir leben noch!

  • Ersteller Ersteller maryrose
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  • Hallo maryrose!

    Ja, aber jeder hat bereits sein individuelles Upgrade bekommen. Ich merke es deutlich und habe den unerklärlichen Drang, die Wäsche aufzuhängen...


    Bedächtiges Grüßle!
     
  • Niwashi, kennst du G. Heym, der hat vor einhundert Jahren zur Zeit des Expressionismus - damals ist der Halleysche Komet am Himmel aufgetaucht und die Apokalypse war allgegenwärtig, er aber langweilte sich - Folgendes in sein Tagebuch notiert: "Ich meine, keine Zeit war auf den Tag so inhaltslos wie diese. [...] Es ist immer das Gleiche, so langweilig, langweilig, langweilig. Es geschieht nichts, nichts, nichts. Wenn doch endlich etwas geschehen wollte, was nicht diesen faden Geschmack von Alltäglichkeit hinterlässt." (1912).

    Was dann geschehen ist ....
    maryrose
     
  • Darüber, dass Heym Nazi geworden wäre, wenn er nicht so jung gestorben wäre, hat sich auch der "hochverehrte" Thomas Mann ausgelassen. Wichtig aber ist, dass dieser erst auf ernsten Protest seiner Tochter Erika 1936 - als er längst in der Schweiz in Sicherheit war - sich gegen den Nationalsozialismus ausgesprochen hat.
    Und auch Hesse ist hier differenzierter zu sehen (glaub mir, ich weiß, wovon ich rede).
    Aber darum ging es mir überhaupt nicht bei der Erwähnung von Heyms Tagebucheintrag - sondern nur um das Zeit/Lebensgefühl vor 100 Jahren. Wichtig ist doch, dass Heym heute aufgrund seiner Visionen als der Dichter des Expressionismus gilt. Ich hör mir das von dir Vorgeschlagene an.
    gruß maryrose
     
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    Man könnte sich fragen, ob Heym u.a. das Lebensgefühl der Zeit vor 100 Jahren repräsentativ für die breite Masse ausdrückten, oder ob die Expressionisten nur eine versprengte Minderheit von Visionären waren. Auch der weltberühmte "Schrei" von Edvard Munch wird ja als Synonym für die Stimmung dieser Zeit angesehen. Eine seltsame Diskrepanz zwischen den verkrusteten reaktionären Strukturen wie dem Kaiserreich und der Aufbruchstimmung der Gegenbewegungen.

    Auf jeden Fall interessant, dass die Ausdrucksstärke der Expressionisten die Menschen heute mehr denn je in ihren Bann zieht, wie man ja auch am Erfolg der absolut sehenswerten derzeitigen Ausstellung im Folkwang Museum Essen sieht.
     
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  • Möönsch, menno… :d

    Gestern extra einen 2,5 kg Beutel Kartoffeln und eine 10er-Packung Eier beim fahrenden Bauernladen gekauft, als Vorrat für die schlimmen Zeiten, die nach den Weltuntergang kommen. Was sollen wir denn jetzt, wo der Weltunteregang ausfällt, damit machen?
    :confused:
     
    Wolltest Du die Eier und Kartoffeln mitnehmen zum Untergang :-P ich hab schon eine Idee! Weißes Schokoladenmous zum Nachtisch und die Kartoffeln essen wir als Fastenmahlzeit nach den Weihnachtstagen auf!
     
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