Fragen zum Ficus Carica (Feigenbaum)

Gut, Du hast Deine Entscheidung getroffen.

Für uns wäre natürlich interessant, zu erfahren, wie sich Dein Baum entwickelt. Ich würde mich irgendwann über ein Update freuen.

Abschließend möchte ich empfehlen, auch die Maximaltemperatur bei Sonneneinstrahlung im Auge zu behalten. Starke Erwärmung im Zelt tagsüber und Frost in der Nacht tun dem Baum nicht gut. Notfalls das Zelt also tagsüber lüften.
 
  • Du sprichst den Winter an.
    Ich plane das Zelt ~ in der von @Linserich angesprochenen Ecke oder leicht Rechts davon aufzubauen.
    Das ist ein Ort wo im November (Ende Oktober) schon die Sonne nicht mehr hinkommt, und wenn frühstens irgendwann in laufe März auch nur in die Nähe kommt.
    Die steht da schon flacher über dem Horizont.
    Davor und danach steht der Feigenbaum eh nicht im Zelt.
    Ich würde behaupten, das Problem wirds da nicht geben.

    Mach ich.
     
    Genau, ich meine nur den Winter im Zelt.
    Ohne viel Sonneneinstrahlung entfällt das Überwärmungsproblem.
     
  • Seit letzter Woche Donnerstag/Freitag war alles da.

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    Hab mich gegen eine alleinige Holzplatte zwischen Rolluntersetzer und LC50 Topf entschieden, dafür aber für XPS Hartschaumplatte + Siebdruckplatte (Wetterfest) mit anti Rutschbeschichtung in Kombination mit Wagner WPC Rolluntersetzer (38,5cm) mit Stopp Funktion für den Außenbereich.

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    Letzten Freitag hab ich dann den Rolluntersetzer schonmal für den Winter vorbereitet. Aufgrund des Systemgewichts wollte ich das vor dem Umtopfen fertig gestellt haben. Rolluntersetzer für Edelstahlschrauben vorgebohrt. XPS Platte (20mm) zugeschnitten, und im Sandwich zwischen Rolluntersetzer und Siebdruckplatte (15mm) verschraubt.

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    XPS Platte trennt thermisch vom Boden, Siebdruckplatte verteilt Last + wasserresistent, WPC-Rahmen ist stabil + wetterfest. Verschraubung stellt sicher dass kein Verrutschen, kein Wackeln eintritt. Rolluntersetzer trägt 120Kg, Rollen sind breit genug, Stopfunktion gewährleistet fixierung, keine Kippgefahr.
     
  • Disclaimer: für das was gleich kommt, schon mal eins vorweg.... Foren Mythen oder gekünstelte Dramen sind hier unnötig, ich weiß was ich da tue und habe Erfahrung damit. Ich dokumentiere das nur der Vollständigkeit halber mit auf.

    Nachdem das fertig war gings am Freitag Nachmittag ans Umtopfen.

    Seit viele Jahre bereite ich Pflanzen mit einer Radikalkur auf die Systemumstellung von organischen ins ausschließlich mineralische Substrat auf. Egal wie empfindlich diese waren, mittelfristig hat es sich immer ausgezahlt. Bei den meisten wurde das gar im tiefsten Winter vollzogen. Alle gedeihen prächtig.

    Beim Ficus Carica war von Anfang an klar, dass hier ein hybrides Substrat mit hohen Anteil mineralischen und grob/großer Körnung und kleinen Anteil organischen eingesetzt werden sollte.
    Zu diesem Zweck war mir auch klar, dass ich nur die Prozedur der Ballen und Wurzelfreilegung gehen werde, und auf den üblichen Abschluss Wurzelbad aufgrund des hybriden Substrats verzichten werde.

    Die Biomasse könnte aus dem Übergangstopf schonmal sehr einfach an einem Stück herausgezogen werden. Schon vor Ort habe ich das überprüft und mir die Wurzeln soweit möglich angeschaut. Auch die Geruchsprobe war nicht muffig oder so, was grundsolide Voraussetzungen waren.

    Zuhause beim Umtopfen sah das am Freitag so aus:

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    Da ich kein Freund von halben Sachen bin, war im vorherein klar, dass es auf keinen Fall bei einem Standard Prozedere bisschen hier und da Erde abknibbeln, in den neuen Topf stecken, neues Substrat drauf, und fertig bleiben wird.
    Typischerweise lag hier ziemlich kompakt gewachsenes Substrat vor, typische "Topfform", leicht gepresst vom alten Container, und die Wurzeln sind an das alte Substrat angepasst wo am Ende spät hier Gießprobleme auftreten werden. Zumal alles sehr komprimiert ist und das insg. keine gute Ausgangsbasis darstellt. Mit ein wenig auflockern ist es hier nicht getan.

    Altes Substrat mit zu übernehmen ist für mich ein no-go. Der Zeitaufwand das richtig zu entfernen ist nicht zu unterschätzen. Aber es erlaubt einem seinen Baum auch von unten im Detail kennenzulernen. Und wenn man es penibel macht, erlaubt es einen, und das ist eins der wichtigsten Angelegenheiten, das komprimiert organische Substrat zu entfernen, damit die Wurzeln wieder atrmen können.
    Weiter besteht die Möglichkeit die im kreis gewachsenen wurzeln bis zu einem gewissen Teil zu entwirren/entflechten, um es so für maximale Entfaltungsmöglichkeit ins Neue Substrat vorbereitet wieder einzusetzen.

    Beim bearbeiten ist ebenfalls aufgefallen, dass die Feige eher strukturierte Hauptwurzeln, weniger regenerationsfreudige Faserwurzeln bildet. Das konnte beim entfernen des alten Substrat gesehen werden was mich sehr an eine Euphorbia Ingens erinnert hat. Kollateralschäden waren daher minimalst.

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    Ja, hier bin ich bewusst sehr nah an der Obergrenze dessen gegangen, was eine Feige toleriert, aber das war bei anderen nicht anders. Das ist kein Fehler – aber ein einmalig hoher Stressfaktor für genau diese Art zulasten des systemwechsels. Die Situation ist so einzuordnen: Vitalität gut, Wurzelsystem stark, aber vorher eingeschränkt, kurzfristiger Stresslevel nach Aktion mittel bis hoch. Beim Ficus Carica ist diese Methode kalkuliertes high-risk / high-reward indem er stärker und besser durchwurzelt zurückkommt, und langfristig deutlich stabiler wächst.
    Das, was hier getan wurde ist kein Stress-Fehler, sondern eine bewusst harte, aber saubere Umstellung. Das ist ein Unterschied.

    Lustigerweise habe ich noch ein massiv und leicht verrostetes Kettenglied inmitten des Wurzelballens verwachsen vorgefunden:

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    Neuer LC50 zusammengebaut, und über den Trennboden zu 1/4 Substrat mit kleiner mittiger Insel zum austarieren aufgeschüttet.

    Wurzeln freigelegt -> notwendig für mineralisches Substrat
    Leichte Auflockerung + Bewegung -> extrem wichtig, sonst entstehen Hohlräume
    Substrat in die Wurzeln eingearbeitet -> genau das trennt gutes von schlechtem Umtopfen
    Körnung größer gewählt -> verhindert Verdichtung
    Leichte Erhöhung -> Wurzelauflage
    Schichtweises Auffüllen + leichtes Andrücken, im oberen Drittel stärker verdichtet

    Einfach draufschütten wäre ein Fehler. Hier sollte aktiv Kontakt hergestellt werden. Das ist der Schlüssel.

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    Das Systemgewicht schätze ich ohne Tankfüllung auf ~ 60-70Kg. Das aufhieven von Boden auf den Rolluntersetzer war eine Wucht. Einfach mal so auf der Ebene verschieben ist nur sehr schwer möglich. Anheben alleine sehr schwer. Die verdichtete XPS Platte gibt nicht nach und verformt sich auch nicht. Mit dem Rolluntersetzer ist das verschieben dank der großen Rollen leicht genug. Die Stopper sind nicht unbedingt nötig, durch das Eigengewicht steht das Ding auch so recht markant. Dennoch ist es gut sie zu haben. Anschließend wurde er mit 2L gefilterten Wasser erst dezent angegossen.

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    Am darauffolgenden Samstag habe ich den Baum auf den Balkon zurückgezogen, so dass er den Tag über im geschützten und Schatten stand. Dabei wurde er mit einem Mesto und gefilterten Wasser abgesprüht. Das was ins System floss schätze ich auf 0,5 bis 1L zusätzlich. Optisch hat es dem Baum sichtlich gutgetan, wenn auch beim Ficus Carica eine Einmalaktion.

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    Am Sonntag wurde er dann wieder nach vorn geschoben. An dem Westbalkon bekommt er nachdem die Sonne leicht über den Zenit ist, ab ca. 13:16h (Ende April) die ersten Sonnenstrahlen auf den Balkon ab. Ab ca. 15-16h steht der ganze Baum samt Baumkrone komplett im Sonnenschein, der Balkon ist schon unlängst davor komplett Sonnengeflutet, bis sich um ca. 19h + die Sonne hinter dem davorliegenden Haus verabschiedet.

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    Am Samstag und Sonntag habe ich den kapazitativen Sensor kalibriert, und ins Ecowitt System und schließlich ins Home Assistant Dashboard integriert. Anhand der Feuchtigkeitsentwicklung im 1/3 konnte ich erste grobe Zielrichtlinien für das untere, mittlere und obere Segment festlegen, um anhand der Verlaufskurven ein besseres Verständnis für den Baum zu entwickeln. Erste erwartete Stressreaktionen waren am Sonntag endlich sichtbar.
    Der Baum attestierte das aber am Sonntag bis einschließlich Montag Morgen mit leicht schlaff herunterhängenden Blättern. Das war von mir erwartet worden, da dies auch so nach dem Umtopfen durch minimalst Wasserzuführung eine einmalige Gelgegenheit bot, bei einem Laubbaum das untere Minimum einfach zu erfahren. Klassiker bei Wasser-/Wurzelstress und kaum Feinwurzeln im neuen Substrat. Keine flächige Vergilbung oder massives Abwerfen -> sehr gutes Zeichen. Fazit: Der Baum ist gestresst, aber absolut im grünen Bereich. Die nächsten Wochen geht es NICHT um Wachstum oben – sondern um Wurzeln unten. Einerseits ist das Zeil ihn fest verankern zu lassen, und anderseits die Wurzeln dazu zu trainieren in Richtung Trennboden zu wachsen.

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    Am Sonntag war der Stand:
    • Sensor misst oberes ~1/3
    • Mitte = aktuell Blackbox
    • Unten = aktuell irrelevant (keine Wurzeln, kein aktiver Tank)
    Deshalb wird aktuell NICHT nach absoluter Feuchte, sondern nach „funktionsfähigem oberen Wurzelraum“ gesteuert.

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    Interpretation der Kurve von Samstag -> Sonntag bei Einsatz von +/- 3,5L war nur minimale Reaktion (~+4–5%), danach kontinuierlicher Abfall auf 27%. Übersetzt: Wasser kommt nicht stabil in die Sensorzone, oder wird sofort wieder abgegeben (Verdunstung + keine Bindung). Klassischer Zustand nach mineralischem Umtopfen ohne Wurzelanschluss. Weiterer Fakt am Sonntag war, 27% ist im aktuellen Setup zu niedrig. Aber nicht wegen "zu trocken im Topf", sondern zu trocken im aktiven Wurzelraum (oberes Drittel).

    Anhand der Fakten konnten erste Systemwerte festgelegt werden. Sensor-Zielbereich: 32 bis 45%.

    Zonen:
    < 30 % -> kritisch (gießen)
    30 – 34 % -> untere Grenze (bald gießen)
    35 – 45 % -> optimal
    > 45 % -> frisch gegossen / Übergang

    Beim Ficus Carica muss oben aktuell aktiv „feucht gehalten“ werden, weil kein Kapillarfluss und keine Wurzelbrücke nach unten vorhanden ist, bis die Wurzeln nach unten trainiert wurden und sich das System beginnt selbst zu tragen.

    Nachdem jetzt klar war war die Aufgabe für Montag, also Heute Morgen herauszufinden wie das System reagiert wenn durchdringend in zwei Anläufe mit ca. 20min Abstand 5-6L gefiltertes Wasser zugeführt wird und wie sich die Verlaufskurve dann entwickeln wird.

    Das ließe dann eine Feinjustierung der Zonenwerte zu. Das Resultat war folgender was dann sofort in der Feinabstimmung der Gauge mündete:

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    Was die Kurve wirklich zeigt:
    • Schneller Peak auf ~45 % -> sofortiger Drop
      -> Wasser läuft schnell durch das obere Drittel durch
      -> kaum Speicherwirkung dort -> typisch für mineralisch + frisch umgetopft
    • Mit jedem Liter wird der Drop langsamer
      -> Poren unten füllen sich schrittweise
      -> es nährt sich einer Sättigung der unteren Zonen
    • Endzustand nach ~3h: ~32 %
      -> das ist entscheidend: das "Arbeitsniveau" im oberen Drittel nach vollständigem Durchfeuchten

    Übersetzt bedeutet dies:

    Oben: schnell trocken / dynamisch
    Unten: jetzt definitiv nass (Tank + Übergangszone aktiv gefüllt)
    Mitte: beginnt gerade erst, sich als Puffer zu etablieren

    Der Tank wurde abgepumpt.
    Der zentrale Punkt, und hier entscheidet sich alles ist, die Wurzeln nach unten zu ziehen.
    Wurzeln wachsen nicht dahin, wo Wasser ist, sondern dahin, wo es periodisch verfügbar ist.

    Die Sensor Realität:
    Aktuell sind die Werte für den Feigenbaum nicht statisch. In der Phase wird noch nachjustiert.
    Der Sensor wird immer zu schnell fallen, egal wie gut das System später funktioniert.
    Das ist kein Fehler, sondern bei der Topfgröße, oder dem Pflanzvolumen die Messung im oberes Drittel, limitiert durch die 20cm Länge des kapazitativen Sensors, und gemessen wird bekanntlich an der Messspitze.
    Die Realität später wird sein Wurzeln sind unten angekommen + Tank.

    Schlussendlich ergibt sich da heraus die Konsequenz, dass die aktuellen Schwellenwerte für das Setup zu hoch angesetzt waren.

    Es folgte die dritte Anpassung der Sommer-Zielwerte. Nach dem heutigen Verlauf wurde wie folgt nachjustiert:

    ALT (zu aggressiv):
    Grün: ~34–45%
    Gießtrigger: ~29%

    NEU (realistischer für das Setup):

    Rot: < 27%
    Übergang: 27–31%
    Grün: 31–42%
    Oben: 42–46%
    Zu nass: > 46–48%

    Gießtrigger:
    -> nicht mehr bei 29%
    -> sondern erst bei ~27–28%

    Warum:
    der aktuelle Verlauf zeigt: 32 -> 31 -> 30 geht schnell, aber darunter verlangsamt sich das System. Ansonsten würde zu oft gegossen werden.

    Gießstrategie ab jetzt und entscheidend:

    Nicht mehr pauschal 4–6L sobald <29%
    Sondern warten bis ~27–28%

    Dann:
    2–3L initial
    10–15 min warten
    optional +1–2L

    Ziel:
    obere Zone anheben
    ohne unten zu „fluten“

    Das ist der aktuelle Stand der schon im letzten Bild des HA Dashboards gegossen wurde.
    Entscheidenster Punkt und wichtig für das Systemverständnis dieses Baums.... aktuell wurde dadurch der kritische Übergang erreicht.
    Weg vom chaotischen frisch umgetopften System, hin zum messbar interpretierbaren System.
    Das bedeutet konkret, dass der Sensor jetzt nicht mehr nur Artefakte zeigt, sondern beginnt reale Dynamik abzubilden. Die Abfälle sind jetzt teilweise Verbrauch (Transpiration) und nicht mehr nur Versickerung.

    Fazit stand jetzt ist, das System verhält sich jetzt erstmals ehrlich. Die Grenzwerte sind aktuell passend.
    Jetzt erstmal kein Nachjustieren. Der Fokus liegt auf Dynamik beobachten, nicht Werte ändern.
    Die wirklich interessante Phase beginnt jetzt erst. Wenn er morgen oder übermorgen Richtung 29 % läuft, zeigt sich, ob das System schon ruhig geworden ist, oder noch nachregelt. Aktuell hält es sich seit mehreren Stunden stabil auf 30% was sehr gut ist.

    Der Baum hat nach dem intialien Gießen Heute Morgen nach einigen Stunden mit klar festeren und weniger schlaffer hängenden Blätter ragiert. Zellen sind wieder ausreichend mit Wasser gefüllt, Leitbahnen arbeiten nach dem Gießen wieder stabil. Sichtbarer Effekt tritt wie beobachtet stundenverzögert auf. Dass große Blätter noch etwas hängen, ist normal, da höheres Eigengewicht und größere Verdunstungsfläche.

    Viele neue Blätter und aufplatzende Knospen sind ein sehr wichtiges Signal. Das Wachstum wird aktiv hochgefahren. Der Baum bewertet die Situation als versorgt. Energie geht wieder in Expansion statt Überleben. So etwas passiert nicht, wenn akuter Wassermangel herrscht, oder Wurzeln blockiert sind. Der initiale und sekundäre Gießvorgang hat also funktional gewirkt.

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    Ich habe Fruchtansätze über den ganzen Baum entdeckt. Manche heller manche dunkler in verschiedenen Reifestadien. Klar ist demnach auch dass es sich um eine bifera Feige, also zweimal tragend handelt.
    Ich setze es nicht voraus und sehe es entspannt, da Ertrag bei mir keine Rolle spielt.
    Jedoch könnte ich mir gut vorstellen, dass die erste Ernte (Breba) die oft im Juni bis Juli reift durchaus realistisch sein könnte. Die im Herbst mal abhängig vom Sommer mit Fragezeichen. Beides ist aktuell überall zu sehen. Ersteres bei Altholz aus dem Vorjahr, letzteres aktuell in Ansätzen bei Neutriebe (letztes Bild unter der Blattknospe sitzt eine kleine runde Struktur) ebenfalls. Wird eine spannende Zeit das zu beobachten.

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    Diverse Fluginsekten haben den Baum auch schon entdeckt. Am akribischsten haben sich die hovernden und nützlichen Schwebfliegen (Syrphidae) erwiesen die die Blattoberfläche hin und wieder abscannen, und dann präzise im Kreis ablecken.
    Evtl. wegen minimale Ausscheidungen wie Guttationreste oder Biofilm, oder Staub, Pollen, Mikrofilme.
     
    Wow, du nimmst es aber genau! Die Feige gefällt mir sehr und sieht da auch gut aus.


    Diese runde Struktur stammt vom letzten Jahr, da sass einmal ein Blatt, welches im Herbst abgefallen ist. Also völlig normal.
    Ganz oder gar nicht :cool:
    Schauen wir uns beide dasselbe an?
    Roter Pfeil zeigt auf dem jüngen Trieb m.M.n. ein beginnender Fruchtansatz an einem neuen Trieb.
    Das wäre interessant, denn dann setzt dein Baum schon zweite Ernte (Herbstfeigen) an.
    Dass dort mal ein Blatt war wag ich zu bezweifeln.
     

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  • Jörg, kennst du diese Töpfe? Ist das mit denen immer so kompliziert?

    Lechuza ist in etwa vergleichbar mit Hydrokultur, also nicht kompliziert. Die aufwändige Feuchtigkeitsüberwachung ist nicht notwendig, sondern in den Präferenzen von eldxmgw begründet. Normalerweise verwendet man nur den Wasserstandsanzeiger.

    Ich bin kein Freund von geschlossenen Töpfen, zumal sie nur überdacht nutzbar sind. Aber das muss jeder für sich entscheiden.

    Mein Daumen bezog sich ausschließlich auf @Linserich´s Bemerkung zum abgeworfenen Blatt.
     
    Lechuza ist in etwa vergleichbar mit Hydrokultur, also nicht kompliziert. Die aufwändige Feuchtigkeitsüberwachung ist nicht notwendig, sondern in den Präferenzen von eldxmgw begründet. Normalerweise verwendet man nur den Wasserstandsanzeiger.

    Ich bin kein Freund von geschlossenen Töpfen, zumal sie nur überdacht nutzbar sind. Aber das muss jeder für sich entscheiden.

    Mein Daumen bezog sich ausschließlich auf @Linserich´s Bemerkung zum abgeworfenen Blatt.
    Das mit deinem Daumen hab ich schon verstanden.

    Danke Jörg.

    Ich mag auch lieber die einfachen Blumentöpfe.
     
    Lechuza ist in etwa vergleichbar mit Hydrokultur, also nicht kompliziert. Die aufwändige Feuchtigkeitsüberwachung ist nicht notwendig, sondern in den Präferenzen von eldxmgw begründet. Normalerweise verwendet man nur den Wasserstandsanzeiger.
    Das ist gleich an mehreren Stellen nicht korrekt.

    Was das Lechuza System angeht, hat der sog. "Wasserstandsanzeiger" aber rein gar nichts mit einer sog. "Feuchtigkeitsüberwachung" zutun. Dieser dient ausschließlich dazu, dir halbwegs das verbliebene Tankvolumina gemäß der Topfgröße abzuüglich des Pflanzvolumens unter Trennboden zu visualisieren.

    Die sog. "aufwändige Feuchtigkeitsüberwachung" die im übrigen keine ist, dient primär dem Zonenmanagement, und eher sekundär der Livedaten Darstellung ab Sensormessspitze in der jewiligen Substrat Einstecktiefe und Topfgröße. Diese bewegt sich i.d.R. bei allen Größen, mit Ausnahme des LC28, im ersten Drittel oder leicht darüber.
    Sich ausschließlich darauf zu verlassen wäre absolut fahrlässig. Eine richtige Feuchtigkeitsüberwachung die zwangsweise auf ein Zonenmanagement hinausläuft, ist nur mit der Kombnination aus Sensor 1/3, Kapillarfluss/Wurzelbrücke Richtung Trennboden 2/3 und letztes Drittel das Analog zum Tankvolumen gesehen werden kann - möglich. Das Zusammenspiel muss erst etabliert werden, bevor erstmals verlässliche Daten vorliegen. U.v.a müssen die Zusammenhänge verstanden werden, ansonsten sind Fehlinterpretationen vorprogrammiert.

    Ich bin kein Freund von geschlossenen Töpfen, zumal sie nur überdacht nutzbar sind. Aber das muss jeder für sich entscheiden.
    Auch das ist inkorrekt.
    Die Töpfe des Herstellers kommen immer mit Überlauf Auslasschraube. Diese dient dazu bei Tanküberfluss Wasser ablaufen zu lassen was bedeutet dass hier ein dual usecase vorliegt. Diese sind nicht ausschließlich überdacht nutzbar!
    Beim Ficus Carica bspw. der als einziger ganzjährig draußen stehen wird, innerhalb der Vegetaionsperiode gar in der pot. Regenzone, lasse ich ebenfalls die Schraube drin. Ich nehme inkauf, dass Regen schnell durchs mineralische Substrat in den Tank fließen könnte. Kontrollwerkzeuge dafür sind u.a. die Tankvolumenanzeige, und das Zonenmanagement.
     
    Schauen wir uns beide dasselbe an?
    Tschuldigung, ich habe überlesen, dass du das letzte Foto meintest und habe als runde Struktur diejenige auf dem vorletzten Bild gemeint.

    Das was du meinst ist natürlich was anderes, aber was genau, kann ich nicht sagen, ich würde mir jedenfalls keine Sorgen machen. Es ist durchaus möglich, dass das schon ein Anzeichen für eine Feige ist.
     
    Blätter sind über Nacht nochmal fester geworden als gestern einige Stunden nach dem gießen.
    Die Ausgangslage ist jetzt deutlich kontrollierter als noch vor kurzem.

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    Der Verlauf der letzten 24h ist eindeutig. Sauberer Drop von ~30 → 29 → 28%. Danach Stabilisierung ohne weiteres Absacken. Keine hektischen Schwankungen → Sensor wirkt plausibel, kein Chaos mehr im Substrat.

    Wichtiger ist aber das Muster. Der Abfall ist langsam und kontrolliert → Wurzelaufnahme funktioniert. Kein Durchrauschen Richtung 25% → Substrat hält Wasser gleichmäßig. Plateau bei 28% → genau der Zielbereich vor Eingriff.

    Das bestätigt, dass die Anpassung der Schwellenwerte passt, die Gießstrategie unter ~27% sinnvoll gesetzt wurde und der Baum nicht mehr im Stressmodus ist.

    Entscheidend ist jetzt wenn er von 28 % weiter Richtung 27% fällt. Dort gilt zu beobachten, die Geschwindigkeit des Drops und die Reaktion nach dem nächsten Gießen (wie schnell er wieder hochgeht). Das wird zeigen, ob die Wurzeln wirklich wieder aktiv ziehen oder nur passiv Feuchte gehalten wird.

    Aktueller Status:
    • Hydration funktioniert
    • oberes Drittel reagiert nachvollziehbar
    • aber kein aktiver Bezug zum Tank → System noch nicht etabliert
    Der nächste Schritt: Wurzeltraining nach unten.
    Das passiert nicht durch mehr Wasser, sondern durch gezielten leichten Mangel oben.
    Der aktueller Plan unterstützt das bereits. Warten bis 26% → oben wird es leicht trockener, während unten die Restfeuchte länger erhalten bleibt. Genau das erzeugt den Zug nach unten.

    Ungefähr realistische Zeitschiene nach so einem Umtopfen + Wurzelbearbeitung:
    • erste Annäherung: 2–4 Wochen
    • echtes System greift: 4–8 Wochen
    Fazit: aktuell bewegt sich der Prozess zur richtigen Stelle.

    Phase 1: Hydration stabilisieren → erledigt
    Phase 2: Wurzeln nach unten ziehen → läuft jetzt an
    Phase 3: System trägt sich selbst → kommt später

    Und ich reisse das Thema hier nochmals an, da das Lechuza System oft falsch interpretiert wird...
    "Das Zielbild (was stabil wirklich heißt)"...

    Ein funktionierendes Lechuza-System erkennst du daran, dass:
    • Sensor oben langsam fällt (isf. verwendet)
    • Tank unten gleichzeitig leerer wird
    • du nicht mehr von oben durchdringend gießen musst
    → dann haben die Wurzeln den Trennboden erreicht und nutzen den Speicher aktiv.
     
    Zuletzt bearbeitet:
    Das ist gleich an mehreren Stellen nicht korrekt.
    Tatsächlich ?

    hat der sog. "Wasserstandsanzeiger" aber rein gar nichts mit einer sog. "Feuchtigkeitsüberwachung" zutun.
    Habe ich auch nicht behauptet.

    Die sog. "aufwändige Feuchtigkeitsüberwachung" die im übrigen keine ist,
    Deine Versuchsanordnung spricht eine andere Sprache.

    Sich ausschließlich darauf zu verlassen wäre absolut fahrlässig.
    Interessant. Das sieht Lechuza allerdings anders.

    Quelle: Lechuza-Website
    In den kommenden 12 Wochen die Pflanze vorerst noch herkömmlich von oben „angießen“. Ist die Pflanze eingewachsen, kann sie sich über das Wasserreservoir selbst versorgen.

    Die Töpfe des Herstellers kommen immer mit Überlauf Auslasschraube. Diese dient dazu bei Tanküberfluss Wasser ablaufen zu lassen was bedeutet dass hier ein dual usecase vorliegt. Diese sind nicht ausschließlich überdacht nutzbar!
    Stimmt, wenn Du die geschätzten 60-70 kg anheben oder kippen möchtest, um die Ablassschraube zu entfernen.
     
    Ach herrje, die nächste Runde Geltungsgeilheit ausleben? Und für den Erguss hast Du 24h gebraucht?
    Ich brösel das gerne für dich auf, aber überleg dir bitte vorher, ob Du dich bei zunehmender Demontage immer tiefer da reinreiten möchtest.

    Natürlich. Wenn Du schon aufzeigen möchtest was fürn toller Hecht Du bist, solltest Du dich zumindest, um nicht sofort aufzufliegen, fachlich korrekt mitteilen:

    Lechuza ist in etwa vergleichbar mit Hydrokultur, also nicht kompliziert. Die aufwändige Feuchtigkeitsüberwachung ist nicht notwendig, sondern in den Präferenzen von eldxmgw begründet. Normalerweise verwendet man nur den Wasserstandsanzeiger.

    Ich bin kein Freund von geschlossenen Töpfen, zumal sie nur überdacht nutzbar sind. Aber das muss jeder für sich entscheiden.

    Mein Daumen bezog sich ausschließlich auf @Linserich´s Bemerkung zum abgeworfenen Blatt.

    Habe ich auch nicht behauptet.
    Lügen stehen dir nicht:

    Die aufwändige Feuchtigkeitsüberwachung ist nicht notwendig, sondern in den Präferenzen von eldxmgw begründet. Normalerweise verwendet man nur den Wasserstandsanzeiger. *** // ***1

    Deine Versuchsanordnung spricht eine andere Sprache.
    Was für eine Versuchsanordnung? Über staging Status ist das schon unlängst hinaus. Dass Du zwar noch immer nicht kapiert hast worum es dabei im Kern geht war mir schon von Anfang an klar. Dass Du aber trotz aller Bemühungen der Klarstellung in #55 immer noch nicht kapierst, dass es sich wenn überhaupt eher sekundär um deine stagnierende Annahme handelt lässt bzgl. deiner Fachkompetenz tief blicken. Ich empfehle dir, dich nochmals in die Evolution der Materie einzulesen, und am Besten nicht wieder nur selektiv: Planungs- und Kontrollmatrix + Monitoring + Wasserfiltersystem für meine Bäume *** // ***2

    Interessant. Das sieht Lechuza allerdings anders.

    Quelle: Lechuza-Website
    In den kommenden 12 Wochen die Pflanze vorerst noch herkömmlich von oben „angießen“. Ist die Pflanze eingewachsen, kann sie sich über das Wasserreservoir selbst versorgen.
    Genau, denn da steht überhaupt nichts von! :ROFLMAO:
    Junge, warum so destruktiv dir selbst gegenüber? Es ist doch schon unlängst aufgeflogen, dass dir die und andere Materie vollkommen fremd ist.
    Im Übrigen ist der Kontext ein gänzlich anderer. Bitte nicht immer nur prä-ejakulativ lesen, und selektiv wiedergeben. Das fällt auf!

    Der ursprüngliche Kontext: siehe -> *** // ***1
    Nachdem im backlog schon mehrfach klargestellt wurde, erneut in #55, und nocheinmal in -> *** // ***2 usw. usf. drehst Du dich noch immer im Kreis, und führst ein Zitat auf der abermals unterstreicht dass Du die Materie nicht verstehst. Wie oft willst Du dich noch selbstdemontieren?

    Stimmt, wenn Du die geschätzten 60-70 kg anheben oder kippen möchtest, um die Ablassschraube zu entfernen.
    .... und als letzten Strohhalm zitierst Du aus meinen backlog eine Feststellung in Sinne der praktischen Umsetzung um deine Dissonanz erneut zu unterstreichen?
    Also ehrlich, initial negierst Du aufgrund defizierer Fachlichkeit den Nutzen der Lechuza Töpe im Freien.
    Dann wirst Du in #55 auf deine Fehlinformation hingewiesen.
    Und nun versuchst Du mit Semantik eine praktische Feststellung des Urhebers zum kaschieren deiner Eigenen initialen Unfähigkeit zu misshandeln?

    Plumper gehts wirklich nicht. :rolleyes:
     
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