Fragen zum Ficus Carica (Feigenbaum)

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eldxmgw

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Ich mag grüne Feigen nicht nur essen, sondern auch als Baum finde ich diese wunderbar.
Über Jahre kam immer mal wieder der Gedanke auf mir einen Baum zu kaufen.
Jetzt ist er wieder da und ich würde mir gerne einen ca. 160cm hohen zulegen wollen.
Die Baumkrone hat ca. 75cm Durchmesser. Stammdurchmesser habe ich leider vergessen zu messen.

Die gibts aktuell für 129€ im Bauhaus. Ungefähr so wie auf dem Symbolbild darf man sich den vorstellen.
Hier gibt es keinen Garten, sondern ich plane den auf einen großen überdachten Balkon mit Westauslage im großen Lechuza Classico Topf aufzustellen.
Der Balkon ist auf einer Seite offen, auf der anderen Seite gibts eine hölzerne Wand.
Es kann mal starken Wind geben, aber durch die Wand keinen permanenten Durchzug.

Der Übergangstopf in der die aktuell angeboten werden messen 42cm breit und 34cm hoch.
Da ich mit Lechuza und dem Wasser Tank im Classico und kapazitativen Sensoren sehr gute Erfahrungen gemacht habe, denke ich an einen 60er oder 70er. Damit würde dem Wurzelwerk auch erstmal Zeit zum ausbreiten gegeben werden.
Die Ablaufventil würde obwohl der Baum draußen steht, nicht geöffnet werden.

Die Sache ist aber, einmal auf dem Balkon aufgestellt, kann ich den im Winter nicht wieder rein in die Wohnung holen.
Gründe dafür sind, kein Platz in der Wohnung, aber noch viel wichtiger, er würde mit der Baumkrone immer schlechter oder gar nicht mehr durch die Balkontür passen.
Ein regulrärer Rückschnitt ist zwar geplant, aber keiner, nur um ihn durch die Balkontür zu bekommen.
Deshalb müsste er auch den Winter im Topf überstehen. Ich wohne hier in Stuttgart auf einer der höchsten Punkte auf ca. 540m.
Im Winter sind -10°C oder kälter keine Seltenheit. Es gab auch seltene Jahre wo -17 bis -20°C gemssen wurden.
Kann der das aushalten ohne komplett einzugehen, und falls ja, wie kann ich dem am Besten vorbeugen?
Ich habe Null Erfahrung damit, andere Pflanzen sind ab Spätherbst wieder drinnen.
Hin und wieder höre ich etwas wie Syropohr Platte unter dem Topf und Kork irgendwas um den Topf hüllen.

Die andere Frage die sich mir stellt und keine Antworten finde ist, kann die Ficus Carica in ausschließlich mineralischen Substrat aus Lava Bims und Zeolith gedeihen?
Ich habe hier Ficus Microcarpa, Yucca Gigantea, Beaucarena Recurvata, Euphorbia Trigona und Ingens die alle in diesem mineralischen Substrat prächtig gedeihen.
In Andorra habe ich auch mal eine uralten Feigenbaum gesehen der soweit ich den Boden deuten konnte in allen anderen als organischen Untergrund verwurzelt war.
Ich würde die Linie gerne auch div. Gründen beibehalten. Wenns es keine guten Erfahrungswerte gibt, was wäre die Alternative?

Mir wurde mitgegeben, falls sich herausstellt, dass mineralisches Substrat kein Problem sei, sollte ich aber bedenken, dass bei der Überwinterung mit Frost mineralisches Substrat durchgängig mehr Kälte in Richtung Wurzelballen transportiert, als organisches. Stimmt das?

Was aber jetzt schon klar ist, ein Lechuza Classic in der Größe 60 oder 70 gefüllt mit mineralischen (oder was auch immer Substrat) und dem Ficus Carica wird nicht einfach mal so im Fall der Fälle zu bewegen sein.
Da der Balkon überdacht ist, überlege ich mir gleich von Anfang an einen stabilen Roller drunter zu setzen, um ihn wie alle anderen Pflanzen auch, jede 2 Wochen um 90° zwecks gleichmäßigen Wuchs zu drehen.

Das Gesamtinvestment wird nicht ohne sein. Falls das zum scheitern verurteilt ist, würde ich mir gern die Gründe anhören.
Kann das jemand mit Erfahrung einschätzen?
 

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  • Nur einige Punkte, ohne auf alle Deine Fragen eingehen zu wollen:

    - Dein Beispielbild ist bzgl. des Stammumfangs weit von dem Bauhausbaum entfernt

    - Der Baum vom Bauhaus ist offensichtlich keine winterharte Sorte. Sonst wäre diese Eigenschaft zusammen mit dem Sortennamen angegeben.
    Unter "Produktbeschreibung" steht "Standort: Hell und warm, idealerweise geschützt vor Frost"
    und unter "Prudukteigenschaften" "Empfindlichkeit Pflanze Frostempfindlich.".

    - Für Deinen Standort empfehle ich eine frostverträgliche Sorte. Auch dann ist bei -17 bis -20° C ein guter Winterschutz nötig mit der Möglichkeit, die Temperatur bei minimal ca. -5 bis -10° C halten zu können.

    Zu Lechuza werden sich vielleicht andere Mitglieder melden.
     
    Nur einige Punkte, ohne auf alle Deine Fragen eingehen zu wollen:

    - Dein Beispielbild ist bzgl. des Stammumfangs weit von dem Bauhausbaum entfernt

    - Der Baum vom Bauhaus ist offensichtlich keine winterharte Sorte. Sonst wäre diese Eigenschaft zusammen mit dem Sortennamen angegeben.
    Unter "Produktbeschreibung" steht "Standort: Hell und warm, idealerweise geschützt vor Frost"
    und unter "Prudukteigenschaften" "Empfindlichkeit Pflanze Frostempfindlich.".

    - Für Deinen Standort empfehle ich eine frostverträgliche Sorte. Auch dann ist bei -17 bis -20° C ein guter Winterschutz nötig mit der Möglichkeit, die Temperatur bei minimal ca. -5 bis -10° C halten zu können.

    Zu Lechuza werden sich vielleicht andere Mitglieder melden.
    Wenn du dir das angeschaut hast: https://www.bauhaus.info/feigenbaeume/piardino-feigenbaum-bonsaiform/p/78754526
    .... die gab es auch. Das Bild passt aber nicht zur Beschreibung. Ich war vor Ort, die die ich meine gehen tendentiell eher in Richtung des Symbol Bild.

    Ich habe wirklich geschaut aber unterschiedliche Angaben auf den Karten vorgefunden. Bei manchen war -10C angegeben bei anderen gar nichts. Grundsätzlich konnte ich bei den großen zwei unterschiedliche Bezugsquellen dingfest machen. Aussehen war soweit ich das deuten konnte identisch. Zur Sorte konnte ich aber nichts finden. Dort stand nicht mehr als Ficus Carica und Feigenbaum.
     
  • Wenn du dir das angeschaut hast: https://www.bauhaus.info/feigenbaeume/piardino-feigenbaum-bonsaiform/p/78754526
    .... die gab es auch. Das Bild passt aber nicht zur Beschreibung. Ich war vor Ort, die die ich meine gehen tendentiell eher in Richtung des Symbol Bild.
    Genau, auf der Seite war ich. Vor Ort hattest Du dann einen besseren Eindruck von der Qualität.

    Ich habe wirklich geschaut aber unterschiedliche Angaben auf den Karten vorgefunden. Bei manchen war -10C angegeben bei anderen gar nichts. Grundsätzlich konnte ich bei den großen zwei unterschiedliche Bezugsquellen dingfest machen. Aussehen war soweit ich das deuten konnte identisch. Zur Sorte konnte ich aber nichts finden. Dort stand nicht mehr als Ficus Carica und Feigenbaum.
    Du kannst Dich auf die -10° C verlassen oder skeptisch sein.
    Erfahrungsgemäß werden gerade bei frostverträglichen Feigen die Sortennamen angegeben, damit man die Winterhärte vergleichen kann. Außerdem fehlt der verkaufsfördernde Hinweis "winterhart" o.ä.
     
  • Meine ´Hardy Chicago´ steht seit Jahren ungeschützt und ohne Schaden im Kübel auf der Terrasse.

    Es haben aber auch andere Mitglieder Erfahrung mit der Frosthärte von Feigen.
    @Platero hat sogar eine ausgepflanzt.
     
    Meine Erfahrung ist, dass die Mitarbeiter keinerlei Informationen haben um welche Sorte es sich handelt wenn man sie direkt darauf anspricht. Es scheitert schon meist daran wenn man mit Euphorbia Trigona anstatt Western Kaktus, Beaucarena Recurvata anstatt Elefantenfuß oder Ficus Carica anstatt Feigenbaum um die Ecke kommt.
    Wobei letzteres doch ging, wenn auch erst bei der zweiten Person.

    Ich muss mich auch korrigieren. Die Annahme ein Lechuza Classico 60 oder gar 70 zu nehmen war zu ambitioniert.
    Das ist nicht zu handeln. Auch das Gewicht mit Substrat... das wiegt viel zu viel um es mal zu bewegen. Hoch heben no way. Ich habe mich für ein LC 50 als sweet spot entschieden, sollte ich das umsetzen.

    Zweifel habe ich auch bei der Idee den ganzjährig draußen zu lassen. Wenn das was ich gelesen habe ohne die Sorte wirklich zu kennen richtig ist, dass muss davon ausgegangen werden, dass die Sorte doch empfindlich auf Frost reagiert. Wenn dann Spitzen auftreten wie über -10, -15 oder gar -20C.... zumindest letzteres könnte selbst mit Korkmatten, Luftpolsterfolie Topfummantelungen Vließ in der Krone usw usf. den Tod bedeuten. Ich will auch daran erinnern, dass es rollbar sein muss. Für solche Temperaturen soll ein Bodenabstand hergestellt werden.
    Nur wie will man bspw. ein LC 50 mit 50L Pflanzvolumen / * Substrat anheben + Baum anheben selbst wenn der Wasser Tank leer ist? Ich weiß wie viel ein LC 43 wiegt, und das echt schwer mit mineralischen Substrat anzuheben nur um es 2x im Jahr über die Balkon Schwelle zu hieven. Kurzum ich kann in der Konstellation nicht gewährleisten dass der Baum mind. Frostschäden davonträgt, wenn nicht komplett wegstirbt. Auch wenns bei Frostschäden bliebe und er im Frühjahr wieder neue Triebe entwickeln würde, ist der Aufwand ohne Garantien offenbar komplett übers Ziel hinaus geschossen.

    Somit habe ich mir eine alternative Strategie überlegt. Anstatt den Feigenbaum ganzjährig draußen zu lassen, wird er Ende Oktober, spät. im November sobald die Nächte unter 5C rutschen rein geholt. Bis zu dem Zeitpunkt wird er eh schon alles Laub abgeworfen haben und nackt dastehen. Um das umzusetzen liegt das Limit an der Breite der Balkontür (max. 80cm).
    Ich habe 75cm an breitester Stelle der Baumkrone aktuell bei den Exemplaren vor Ort gemessen.
    Bedeutet ich muss ihn zu diesem Zeitpunkt in der Baumkrone zurückschneiden um ihn reinzubekommen.
    Keine Hauptäste, nur neue kleine verästelungen die er über die Saison gebildet hat.
    Mit zwei Rolluntersetzern und einem dünnen flexiblen Holzbrett in der Breite der Rolluntersetzer halte ich es grade noch mit einem LC 50 für möglich, ihn trotz innen/außen Höhendifferenz von 2cm über die verdammte Balkonschwelle zu bekommen.
    Dann würde er im Wohnzimmer mit ca. 5m Entfernung zum nächsten Westfenster und sehr indirekten Licht überwintern.
    Da er eh kein Laub mehr haben wird, gehe ich davon aus dass die Entfernung zum Fenster + tief stehende Sonne ihn nicht animieren wird viele neue Triebe auszubilden.
    Ab März irgendwann würde er dann wieder rausgestellt. Sollte er dennoch so gewachsen sein dass er wieder nicht durch die tür passt, wird er wieder zurück geschnitten was dem normalen Frühjahrsschnitt gleich käme.
    Innerhalb der Wachstumsperiode darf er frei wachsen wie er will.
    Mit dem handling würde er prinzipiell außersaisonal nicht großer als er jetzt mit 160x75cm ist.
    Und falls früchte gebildet werden, die würden eh nur an etablierte Stämme gebildet (soweit gelesen).

    Was die Substratwahl angeht, so gedeiht auch ein Ficus Microcarpa wunderbar in ausschließlich mineralischen Substrat. Wieso dann nicht auch ein Ficus Carica?
    Auf der Kontraseite steht klar dass mineralisches Substrat recht Nährstoffarm ist.
    Das müsste dann mit ensprechenden Dünger in der Vegetaionszeit nachgeführt werden.
    Da das aber eh getan wird, ist das kein Zusatzaufwand.
    Staunässe wird durch perfekte Wasserableitung vermieden was der Feigenbaum (Wurzelfäule) eh nicht mag.
    Und die grobe Struktur sorgt für optimale Belüftung (Wurzelgesundheit).
     
  • Wieder einige Bemerkungen (nicht zu allem):

    Meine Erfahrung ist, dass die Mitarbeiter keinerlei Informationen haben um welche Sorte es sich handelt
    Sie sind oft Gärtner/innen, aber nicht unbedingt Spezialisten für (sub)tropische Pflanzen.

    Zweifel habe ich auch bei der Idee den ganzjährig draußen zu lassen. Wenn das was ich gelesen habe ohne die Sorte wirklich zu kennen richtig ist, dass muss davon ausgegangen werden, dass die Sorte doch empfindlich auf Frost reagiert. Wenn dann Spitzen auftreten wie über -10, -15 oder gar -20C.... zumindest letzteres könnte selbst mit Korkmatten, Luftpolsterfolie Topfummantelungen Vließ in der Krone usw usf. den Tod bedeuten.
    Das ist richtig.

    Auch wenns bei Frostschäden bliebe und er im Frühjahr wieder neue Triebe entwickeln würde, ist der Aufwand ohne Garantien offenbar komplett übers Ziel hinaus geschossen.
    Sehe ich auch so.

    Somit habe ich mir eine alternative Strategie überlegt. Anstatt den Feigenbaum ganzjährig draußen zu lassen, wird er Ende Oktober, spät. im November sobald die Nächte unter 5C rutschen rein geholt. .....
    Bedeutet ich muss ihn zu diesem Zeitpunkt in der Baumkrone zurückschneiden um ihn reinzubekommen. Keine Hauptäste, nur neue kleine verästelungen die er über die Saison gebildet hat.
    Meine Feige fruchtet auch an den Triebspitzen. Du würdest also einen Teil des Fruchtholzes entfernen.

    Da er eh kein Laub mehr haben wird, gehe ich davon aus dass die Entfernung zum Fenster + tief stehende Sonne ihn nicht animieren wird viele neue Triebe auszubilden.
    Die Wärme könnte ihn austreiben lassen, auch, wenn Du sie sehr trocken hältst.

    Sollte er dennoch so gewachsen sein dass er wieder nicht durch die tür passt, wird er wieder zurück geschnitten was dem normalen Frühjahrsschnitt gleich käme.
    Nicht ganz. Wenn sie ausgetrieben hat, sind die Triebe im Frühjahr vergeilt und von Schädlingen befallen.

    Was die Substratwahl angeht, so gedeiht auch ein Ficus Microcarpa wunderbar in ausschließlich mineralischen Substrat. Wieso dann nicht auch ein Ficus Carica?
    Das kann ich nicht sagen.
    Gegen etwas Humus spricht aber meiner Meinung nach nichts, es ist ja eine Nutzpflanze. Außerdem sind auch viele mediterrane Böden nicht humusfrei.


    Ich würde einen anderen Weg wählen.
    - Mir eine Feige mit guter Winterhärte kaufen,
    - vor wirklich tiefen Temperaturen ein einfaches Zelt herum bauen (oder ein fertiges Pflanzenschutzzelt kaufen) und
    - einen preiswerten Frostwächter oder Grableuchten hineinstellen.
    Beim einfachen Zelt denke ich z.B. an ein paar Alu-Profile, stabile Außenfolie und mehrlagige Luftpolsterfolie.

    Die Überwachung der Innentemperatur dürfte für Dich kein Problem darstellen, ggfs. sogar mit Alarmfunktion beim Unter- oder Überschreiten einer bestimmten Temperatur.
     
    In Deiner Wohnung ist es im Winter zu warm und zu dunkel, um eine Feige ohne Austrieb zu überwintern.
    Ein Austrieb zieht bei diesen Bedingungen zwangsläufig die genannten Symptome nach sich.

    Möglich wäre bei der Feige aus dem Bauhaus auch, sie absolut dunkel, weitgehend trocken, aber über 0° C zu überwintern. Die laublose Überwinterung schadet dann nicht.
    Alleine die Zimmertemperatur widerspricht einer artgerechten Überwinterung.
     
    In Deiner Wohnung ist es im Winter zu warm und zu dunkel, um eine Feige ohne Austrieb zu überwintern.
    Korrektur:
    In Deiner Wohnung ist es im Winter zu warm, um eine Feige ohne Austrieb zu überwintern und zu dunkel dafür, dass ein möglicher Austrieb bis zum Ausräumen gesund bleibt.
     
  • Ich stimme JoergK zu - ich würde keine Feige ohne genaue Sortenangabe kaufen.
    Investiere dein Geld in eine Pflanze aus einer spezialisierten Gärtnerei (auch wenn du da um diesen Preis kein so "schönes" Bäumchen bekommst).
    Ich habe seit Jahren Feigen ausgepflanzt - früher eine Pfälzer Feige, die musste leider Bauarbeiten weichen. Jetzt wächst dort eine Takoma Violet Bio Feigenbaum - Takoma Violet Fruchtfarbe blau-lila Überwinterungsplatz Nein Winterhärte -22°C (6a) Wuchs Mittel 3-4m Eignung Topf & Freiland Größe Small, seit letztem Jahr habe ich auch noch eine Rivers Brown Turkey. Sie hat im Topf überwintert, aber ich habe sie jetzt ausgepflanzt.
    Wenn du keine entsprechende Gärtnerei in der Nähe hast, empfehle ich dir, die Seite, die ich verlinkt hab, mal anzuschauen....
     
  • Ich erkenne an, dass ein komplett mineralisches Substrat bei Feigen im Kübel extrem pflegeintensiv ist, da es kaum Puffer für Nährstoffe und Feuchtigkeit bietet.
    Evtl. ist 20–30 % hochwertige Pflanzerde (Humus) unter Ihr mineralisches Substrat besser, oder gleich ausgewiesene Erde die ich idealerweise im Bauhaus finden kann die für solche Sinnvoll wäre. Das verbessert die Nährstoffspeicherung enorm. Die brauchen in der Wachstumszeit viel Wasser und Nährstoffe, um Früchte auszubilden – das ist mit reinem mineralischen Substrat im Kübel ein ständiger Kampf gegen den Düngermangel was sich bei einem Feigenbaum wohl anders zeigen könnte als bei meinen anderen die ich als vermutlich ungleiche Referenz herangezogen habe.
    Ich glaube im dort organisches Substrat in der Ecke gesehen zu haben das für mediterane Pflanzen ausgewiesen war.
    Möglicherweise würde mir das auch beim umtopfen helfen nicht jedes einzelene quentchen organisches von den Wurzeln abzuknubbeln wie ich es sonst bei den Transfer in ausschließlich mineralisches machen würde.
    Womöglich bestünde gar die Option viel des vorhandenen Subtrats an einem Stück zu übernehmen, was das sonstige Stressen bei der Prozedur verringen könnte.
    Die einzige Sorge die dabei etwas habe ist die Anfälligkeit von Trauer Mücken bei organischen Substrat.

    Ich sehe keine Möglichkeit mit dem Überwintern auf dem Balkon. Ganz unabhängig von der Sorte, selbst wenn ich wüsste was für eine das ist, und selbst wenn es die härtesten Kandidaten wären wie Brown Turkey, Violetta oder Bornholm, das Problem mit der grundsätzlichen Frostanfälligkeit bei einer Kübelpflanze bleibt.
    Die -10°C Angabe ist oft eine Sicherheitsangabe der Großhändler auf dem Etikett. Fast jede Feige hält im Freiland -10°C aus, wenn sie etabliert ist. Aber im Topf erfrieren die Wurzeln viel schneller, da der Frost von allen Seiten eindringt.
    Bei meiner ursprünglichen Idee komplett auf mineralisches Substrat zu gehen nochmal schneller.
    Das Risiko bei garantierten -10, wahrscheinlich Spitzen darüber selbst bei bekannter Sorte zu gehen ist bei dem Aufwand und v.a. auch Gewicht bei einem Kübel eines LC50 (Systemgewicht 60Kg +) ist nicht zu unterschätzen und kann von mir nicht gewährleistet werden.
    Somit bleibt unter dem Strich nur übrig mir bis zum Winter eine Rampe für die Türschwelle zu bauen und ihn in der Wohnung überwintern zu lassen.
    Ich verstehe, dass der "zu warme" Standort bei 18–19 °C in der Wohnung die Pflanze denken lässt den Frühling zu spüren. Wenn sie jedoch kein Licht bekommt, treibt sie vergeilt aus, also schwache, blasse Triebe.
    Da ich aber plane diese im Frühjahr ohnehin wieder abschzuschneiden um ihn wieder durch dieselbe Tür wieder raus zu bekommen kann das logisch betrachtet doch egal sein.
    Wenn es für mich keine andere praktische Möglichkeit gibt, wäre dieser Opferschnitt zu akzeptieren. Vom sizing her soll er eh sein ursprüngliches Volumen behalten, und nur im der Vegetationsperiode frei wachsen und ausbilden können. Das Zurückschneiden der Vergeilungen im Frühjahr sollte kein Drama sein. Und das zurückschneiden auf das Ursprungsmaß Ende Herbst bevor er wieder reingeholt wird auch nicht. Es ist eher als ein kontrollierter Rückschnitt zu sehen, der ohnehin vorgenommen würde.
     
    Ob die Feige in deinem gewünschten Substrat gut wächst dazu kann ich nichts sagen.
    Habe meine Feigen ausgepflanzt, vorher alle in Kübeln gezogen - die Sorte weiß ich gar nicht und Winterhart kann viel bedeuten...
    Meine Erfahrung - in Kübeln sollte sie hohen Minusgraden eingepackt werden und an einer geschützten Stelle am Haus überwintert werden.
    Bei niedrigen Minusgraden abdecken, ab und zu mal gießen, rückschnitt im Herbst wenn nötig, Geiltriebe hatten meine Feigen noch nie...
    Überwintern im Haus geht gar nicht.
     
    Doch, das zurückschneiden kann ein Drama sein. Nämlich dann, wenn deine Feige zweimal tragend ist. Dann schneidest du im Frühjahr den ersten Satz Früchte, die am vorjährigen Holz entstehen, weg und für den zweiten Satz, der am einjährigen Holz entsteht, sind unsere Sommer oft zu kurz. Das klappt nur in Ausnahmejahren.

    Du brauchst auf jeden Fall eine einmaltragende Sorte. Und du brauchst eine eher kleinwüchsige Sorte. Mit einer unbekannten Bauhausfeige (oftmals Brown Turkey, grosswüchsig und geschmacklich eher „naja“) wirst du unter Umständen nicht glücklich.

    Mach dich bei den Feigensorten erst mal extrem schlau und wähle klug. Die Feigen, die du im Versandhandel bekommst, sind meistens 2-3 Jährige Stecklinge. Brauchen die ersten Jahre also keinen Riesen-Pott. Aber die jungen Feigen haben noch nicht ihre volle Winterhärte.
    Ich hatte meine (Negronne, zweimaltragend, kleinwüchsig) die ersten 4-5 Jahre im Topf und bei extremeren Frösten in die ungeheizte Garage gefahren. Mit einer Sackkarre. Rollbrett ginge bei deiner Wohnung auch.
    Den ganzen Winter bei 16-18 Grad, das geht schief. Aber für eine oder zwei Nächte mal kurz rein holen und dann aber auch wieder raus, das ginge.

    Die Investition wäre dann insgesamt auch nicht so hoch.
    Hier zur Information die Seite des führenden Feigen-Erzeugers in Frankreich.
    Auch Lubera hat viele Sorten, die Beschreibungen finde ich nicht ganz so gut wie bei Baud.
     
    Möglicherweise würde mir das auch beim umtopfen helfen nicht jedes einzelene quentchen organisches von den Wurzeln abzuknubbeln wie ich es sonst bei den Transfer in ausschließlich mineralisches machen würde.
    Die komplette Entfernung des (organischen) Pflanzsubstrats kann bei älteren Pflanzen gewaltig schief gehen und ist - wenn überhaupt - nur in der Wachstumsruhe zu empfehlen. Ich würde das gar nicht wagen.

    Womöglich bestünde gar die Option viel des vorhandenen Subtrats an einem Stück zu übernehmen, was das sonstige Stressen bei der Prozedur verringen könnte.
    (y)

    Die einzige Sorge die dabei etwas habe ist die Anfälligkeit von Trauer Mücken bei organischen Substrat.
    Die Sorge ist beim Stand auf dem Balkon unbegründet., in der warmen Wohnung bei feuchtem Substrat aber gut möglich.

    Da ich aber plane diese im Frühjahr ohnehin wieder abschzuschneiden um ihn wieder durch dieselbe Tür wieder raus zu bekommen kann das logisch betrachtet doch egal sein.
    Die Logik ist eine Sache, die Wachstumserfordernisse von lebenden Pflanzen eine Andere.

    Wenn es für mich keine andere praktische Möglichkeit gibt, wäre dieser Opferschnitt zu akzeptieren.....Das Zurückschneiden der Vergeilungen im Frühjahr sollte kein Drama sein.....
    Regelmäßiger Austrieb im Winter in der Wohnung mit anschließendem Rückschnitt der Vergeilung schwächt die Feige auf Dauer.

    Diese Art der Überwinterung ist in den Genen der Pflanze nicht vorgegeben.

    Vergleiche Dein Vorhaben mal mit den winterlichen Wachstumsbedingungen am Mittelmeer.
    Dort ist es mild, hell und oft nass.
    In Deinem West-Wohnzimmer hingegen warm, dunkel und vermutlich trocken.
    Noch Fragen ?
     
    Danke für die ganzen Rückmeldungen.
    Ich bin ja willig ob drinnen oder draußen, ich suche nur mit meinen Gegebenheiten nach den Besten Weg der für mich umsetzbar ist.

    Die blöde Balkonschwelle um die es geht:

    IMG_20260422_104028.webp


    Der überdachte Balkon mit Westauslage. Ich würde den Baum innerhalb der Wachstumsperiode in dem Eck Holzwand / linkes Geländer aufstellen. Und zwar so, dass der LC50 Kübel mit etwas Abstand dahin steht, so dass er nicht innerhalb der ersten 50 bis 100cm vom Regen erfasst werden könnte und durch die Holzwand etwas Windgeschützt ist.

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    Ob für eine womögliche Überwinterung auf dem hinteren Balkonteil etwas positives abgewonnen werden kann und ihn dann doch nicht reinzuholen weiß ich nicht. Ich bin bei dem Thema absoluter Laie:

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    Ich war Heute Morgen nochmal bei Bauhaus und habe die Mitarbeiter gelöchert die dann telefonisch und im System andere gelöchert haben. Keiner konnte mir mehr Auskunft geben, geschweige denn etwas über den Typ Ficus Carica sagen als auf dem Etikett selbst steht. Sie konnte aber verifizieren, dass es sich bei den großen um andere / anderer Zulieferer handelt als bei den mittleren und ganz kleinen. Zur Winterhärte ob jetzt -15 oder -20C konnte man auch nicht viel sagen, außer dass bspw. auf dem Etikett der mittleren von anderen Zulieferer der Standard -10C drauf steht was bei den großen gänzlich fehlt. Das kann aber auch nur eine unzutreffende Standard information sein.
    Eine Mitarbeiterin meinte dass die von mir angepeilten Bäume die in den letzten Jahren verkauft und ausgesetzt wurden bei -10 und -15C nie problematisches feedback verursacht hätten.
    Sie verstünde aber meinen Ansatz sich u.a. mehr Sorgen bei einem Kübel Baum selbst wenn er zu den größeren gehört, älter und etablierter ist als ein kleiner.
    Die Bäume die dort stehen waren seit der Anlieferung auch schon Minusgrade ausgesetzt, wenn auch keine -10C seit dem die dort stehen.

    Es gibt vier Kandidaten die ich im Fokus habe. Kann etwas anhand der Bilder gedeutet werden? Und ggf. auch welcher von den vier eher zu nehmen würde? Alle mit dem schwarzen Topf sind vom selben Lieferanten. Von der Baumkrone sind alle max. 75cm breit.

    Gemessen von Topfunterkante sind zwei zwischen 1,80 bis ca. 1,85m groß:

    IMG_20260422_093003.webp
    IMG_20260422_092646.webp


    Zwei andere sind 1,60m groß:

    IMG_20260422_092843.webp

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    Anhand der Nummern auf dem Etikett oder auf dem Bauhaus Label konnten mir die Mitarbeiter auch nicht mehr sagen:

    IMG_20260422_093016.webp

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    Was dort aktuell für organisches Substrat im Übergangstopf bei den Feigenbäumen genutzt wird ist mir unbekannt.
    Den Vorteil den ich und so ein Baum hätte nicht komplett auf mineralisches Substrat zu setzen ist, er hat weniger Stress, weil ich nicht mühselig so viel organisches von den Wurzeln und Stamm abknibbeln muss, und ich kann den nach herausnehmen und auflockern der sicherlich schon im Kreis gewachsenen Wurzeln einiges des alten im neuen Substrat mitnehmen. Wie das am Ende mit kapazitativen Sensoren im organischen Substrat funktioniert weiß ich noch nicht, denn davon hätte ich noch einen für mein Ecowitt System übrig.

    Jedenfalls wurde mir das Neudorff Substrat empfohlen. Ausschließlich oder um es aufzulockern mit mineralischen mischen. Nicht nur als Drainage unten (was bei Lechuza Töpfe mit Trennboden zum Wassertank eh obsolete ist), sondern komplett mischen:

    IMG_20260422_093453.webp

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    Ich fragte mich aber, ok warum das so Mischen wenn es bspw. von Vulkatec organisches und mineralisches Substrat in verschiedenster Zusammensetzung und Korngröße gibt? Ich habe mal eine Fehllieferung mit solch ein Paket bekommen, daher kam mir der Gedanke.
    Hab mal bei denen angerufen, und die wiesen darauf hin dass deren mineralisch-organisches Substrat mit 10-15% organischen Anteil eine gute Lösung wäre. Dort wäre noch genug organisches Material drin. Das auch als guter Kompromiss wie ursprünglich komplett auf mineralisches zu setzen. Bei einer Pflanztiefe von max. 50cm (der LC50 hat 31,5cm) wäre das zulässig. Wäre das aus eurer Sicht akzeptabel? Kakteensubstrat mineralisch-organisch für gesunde Pflanzen

    Mir wurde von denen empfohlen auf den Trennboden im LC50 ein Vließ zugeschnitten zu legen, so dass die Abflüsslöcher in den Bodentank nicht verstopfen. Habe ich mit deren mineralischen Substrat zwar nie gemacht aber sei es drum, wenn das was mit dem organischen Anteil und Vorbeugen gegen Verstopfung helfen soll.
     
    Zuletzt bearbeitet:
    Ob für eine womögliche Überwinterung auf dem hinteren Balkonteil etwas positives abgewonnen werden kann und ihn dann doch nicht reinzuholen weiß ich nicht. Ich bin bei dem Thema absoluter Laie:

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    Wenn ich mir deinen Balkon so anschaue, dann würde ich die Feige im Winter in der Tat nach hinten an das Fenster schieben und bei längerem Frost ein Vlies oder eben ein Frostschutzzelt um die Feige errichten. Bei ganz starkem Frost dann noch eine Grabkerze (gut gesichert gegen das Umfallen!) darunter stellen. Es gibt übrigens auch sogenannte Frostschutzwächter für Treibhäuser.

    Nachteil: es wäre direkt vor deinem Fenster und mit dem Vlies nimmst du der Euphorbia, die da neben deinem Fernseher steht, etwas Licht. Aber wenn das Vlies nicht dauernd drüber hängt, sollte das vernachlässigbar sein.
     
    Was dort aktuell für organisches Substrat im Übergangstopf bei den Feigenbäumen genutzt wird ist mir unbekannt.
    Auf den Fotos zu sehen ist mineralischer Boden mit hohem Anteil an Feinmaterial und einem gewissen (geringen) Humusanteil - so, wie es in den Ländern der Exporteure üblich ist.
    Wahrscheinlich handelt es sich um den dortigen Ackerboden, also kein Pflanzsubstrat und auch nicht "organisch".
    Kann es sein, dass Du "organisch" mit "feine Körnung" gleichsetzt ? "Organisch" bedeutet nur Humus. Mineralsubstrat kann in sehr unterschiedlichen Korngrößen vorliegen.

    Jedenfalls wurde mir das Neudorff Substrat empfohlen. Ausschließlich oder um es aufzulockern mit mineralischen mischen.
    Das Neudorff-Substrat ist in keinster Weise mit Mineralsubstrat vergleichbar, da es zu 90 oder mehr % aus Humus besteht.

    Ich fragte mich aber, ok warum das so Mischen wenn es bspw. von Vulcatec organisches und mineralisches Substrat in verschiedenster Zusammensetzung und Korngröße gibt?
    Wahrscheinlich weil Bauhaus kein VulkaTec führt.

    Hab mal bei denen angerufen, und die wiesen darauf hin dass deren mineralisch-organisches Substrat mit 10-15% organischen Anteil eine gute Lösung wäre. Dort wäre noch genug organisches Material drin. Das auch als guter Kompromiss wie ursprünglich komplett auf mineralisches zu setzen.
    (y)
     
    Meine Meinung zu den gezeigten Feigen und dem überdachten Standort - für Feigen zu wenig Licht und Sonne, das klappt nicht mit leckeren Früchten...
    Von der Größe her, die Feige ist sehr wüchsig und würde bald oben anstehen, schneidest du immer zurück, gibts keine Feigen.
    Zum Substrat -Erde für mediterrane Pflanzen reicht völlig, ich versteh jetzt nicht was du dir noch für Gedanken machst, wenn in einfachen Sätzen schon alles dazu gesagt wurde.

    Meine Feige im Herbst geschnitten - trägt zweimal im Jahr aktuelle Fotos

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