Der Lavendel blühte wieder üppig, doch die anderen Pflanzen in diesem großen Topf welkten. Von der
Echinacea 'Prima Saffron' kannte ich das schon von Anfang an, es wurde voriges Jahr schlimmer und heuer begann es schon, da war die Pflanze noch klein und die Temperatur niedrig. Ich grub sie aus und setzte sie in einen Topf, den ich in den Schatten stellte. Sie erholte sich, vertrug später auch Sonne und trieb fünf Blüten, die ich diesmal nicht abschnitt. Die Farbe verblasste, doch sie blieben bis fast Ende August ansehlich. Heuer begann auch die Lichtnelke
Lychnis arkwrightii 'Vesuvius' bald die Blätter hängen zu lassen, beim Ausgraben merkte ich, dass eine Menge Ameisen in der Erde waren, deswegen setzte ich nichts Neues ein, sondern stellte einen Topf mit Bienensalbei hin. Zufällig hatte ich gerade was aus der Gärtnerei gebraucht, und er „sprang“ mich dort mit seiner Farbe geradezu an.

'Vesuvius' steht nun in dem großen Topf, in dem zwei Rittersporne 'Blauer Zwerg' eine Weile schön blühten, aber im Juli zeigten, dass ihnen dieser Sommer überhaupt nicht gefiel. Eine der beiden Pflanzen von vorigem Jahr hatte den Winter nicht überlebt und war durch eine neue ersetzt worden, die keine Wurzeln in das umgebende Erdreich trieb und die ich in der Hand hatte, als ich versuchsweise daran zog, die andere habe ich abgeschnitten. Ich denke, es war Mehltau .. ich gieße so, dass die Pflanzen möglichst nicht nass werden und schaue nicht so genau hin, ob wer krank wird .. und dann war es zu spät für eine Behandlung .. ich habe mich auch nie mit Mehltau-Behandlung befasst, vermeide lieber anfällige Pflanzen.

Der Rote Pippau
Crepis rubra, daneben direkt gesät (versetzen mag er nicht), entwickelte sich gut, ist halt ein kurzlebiger Einjähriger, der Ende Juni mit der Blüte begann und schon Ende Juli fast nur mehr Samenstände hatte, was auch hübsch aussah, doch bald fliegen die Samen weg. Es ist eine Anpassung an seine Heimat, wo die Sommer heiß und trocken sind (habe ihn im TV in einer Wildblumenwiese auf einer griechischen Insel gesehen). Ich hebelte die Pflanzen aus dem Boden, sie halten sich nicht gut fest und wären auch bald abgestorben. Abschneiden wollte ich nichts, denn sogar schon Berührung (auch Gießen) setzt Gestank frei, erinnert mich an irgendeine Chemie, weiß nur nicht welche.

Geplant war, dass nun eine daneben gepflanze
Coreopsis rosea 'American Dream' zum Blickfang wird, aber daraus wurde nichts. Ich hatte im Frühjahr eine Pflanze gekauft, d.h. ich dachte ich kaufe eine mit etwas seltsamen unterirdischen Neuaustrieben nach Rückschnitt, der Stumpf war noch zu sehen. Als ich das aus dem Töpfchen nahm, zerfiel es .. es waren ein paar dünne Stängel, Wurzeln waren nur zu erahnen. Vielleicht hatten sie mal welche und die waren verfault in diesem grauslichen Substrat, das die Gärtnerei für alles auf der Verkaufsfläche verwendet. Die Pflanzen werden gegossen, indem das Gestell, in dem die Pflanzen stehen, geflutet wird, und das Substrat säuft sich voll. Pflanzen, die es feucht mögen bzw. viel Wasser verbrauchen, kommen damit klar .. die winzigen
Coreopsis-Pflänzchen offenbar nicht. Ich nahm die vier vielversprechendsten und setzte sie ein .. da standen sie eine Weile unverändert, dann gingen drei ein, eines schaffte eine winzige Blüte, bildete aber leider keine Samen. Eine kleine 'Vesuvius' hat sich im August zu einer späten Blüte entschlossen, sie ist rechts unten im zweiten Bild zu sehen. Aus dem Nachbartopf waren ein paar
Clarkia-Samen herübergesprungen, hatten im Sommer gekeimt, sich rasant entwickelt und blühten ab Ende August. Sah trotzdem etwas leer aus, also habe ich kleine Töpfe hingestellt.

Pflanzen in solchen Töpfen habe ich einige. Die erwähnte
Echinacea, und
Tagetes in Töpfen, in denen Tulpenzwiebeln waren. Das soll eine gute Regeneration für die Erde sein, sodass wieder Blumenzwiebeln hinein können.
Tagetes patula 'Red Marietta' wächst kompakt und blüht bald, neben den Blüten, wie sie sein sollen, kommen auch orangefarbene „Sparversionen“ vor. Außerdem habe ich
Gaillardia 'Arizona Sun', das ist eine Blume, die ich gerne mag, sie blüht den ganzen Sommer, im Winter geht sie meist kaputt. So habe ich diesmal zwei in Töpfe gesetzt, die ich weitgehend frostfrei überwintern möchte.

Außerdem habe ich heuer zwei Gaukleblumen in einem Topf, die habe ich spät gesät, als zu sehen war, dass die früh gesäten dort, wo ich viele haben wollte, nicht gediehen.