Der Jammerlappen-Thread

Es ist ja bekannt, dass manche Menschen unnahbar sind. Die ihren Mund nicht aufbringen. Das ist Charaktersache.

und hängt auch mit uns kühlen, zugeknöpften Mitteleuropäern zusammen.
Viele Südländer sind da ja ganz anders.

Muffs wird es immer geben.
(Ein Muff ist bei uns ein Mensch, der seinen Mund nicht aufbringt).

Hier nennt man sie Muffel.
Sie sind muffelig, also missmutig, und verhalten sich immer so, als wäre das Leben eine saure Pflicht.

Einen solchen Muffel - Witwer und über 80 - habe ich mal gefragt, ob er Internet habe.
Seine rigorose Antwort: "Nein. Bis zum bitteren Ende." :rolleyes:
 
  • Gerade bei solchen Handwerksberufen, die oft Solo oder höchstens mit einem Lehrling/Gesellen ausgeführt werden, findet man halt eher Diejenigen, die gerne mit sich allein klar kommen. Deswegen müssen die noch lang nicht unfreundlich, unnahbar oder arrogant sein.
    Ich erkläre meinen Auftrag, der Handwerker macht „Hm, hm, aha, alles klar, macht xxxxx Euro. Komme Montag um 8.30h.“ das reicht mir völlig. Und überzeugen kann er mich nicht durch das was er sagt, sondern das was er macht/schon gemacht hat.
    Leute, die ständigen Austausch brauchen, denen der Mund selbst unter Wasser offen steht, werden irgendwas im Bereich Sales oder PR.
     
  • da gehts dann um die Proben die bei der Op entnommen wurden ?
    Ja, genau, darum wird es gehen. Im vorläufigen Befund steht schon jetzt „Karzinom“ und "Tumor", es soll nur mehr darum gehen, welche Art und wie aggressiv. Wie damit umgehen .. ich weiß noch nicht mal wie ich richtig mit der jetzigen Situation umgehen soll. Ich will nicht wegen falschem Alarm und „das ist nach einer so schweren OP so“ wieder ein paar Stunden im KH verbringen, andererseits stimmt vielleicht wirklich was nicht. Ich bin auch seit Tagen schrecklich durstig, trinke so viel ich kann, stehe sogar in der Nacht auf dafür, und es reicht einfach nicht. Heute neue Schmerzen, ich habe beschlossen abzuwarten, wie es morgen ist .. und ich bin so müde, möchte einfach nur schlafen. Daher Rest der Antwort heute nicht.
     
    Zuletzt bearbeitet:
    Sehe ich nicht ganz so. Ich schilder mein Vorhaben und der Handwerker soll ruhig aus seiner Erfahrung heraus Ideen und Vorschläge einbringen.
    Damit bin ich immer gut gefahren.
    Ja, so kenne ich das auch.
    Außerdem bekommen die Handwerker immer ein Getränk angeboten. Die meisten freuen sich über einen Kaffee oder ein Glas Wasser.
     
  • Ja, so kenne ich das auch.
    Außerdem bekommen die Handwerker immer ein Getränk angeboten. Die meisten freuen sich über einen Kaffee oder ein Glas Wasser.
    Bei uns ist das auch so, gibt immer Kaffee und verschiedene Getränke, wenn ich habe, auch noch Kuchen zum Kaffee!
    Unsere Handwerker sind immer pünktlich, verstehen ihr Fach und es gibt in unserer Gegend GsD noch viele, die man rufen kann, wenns mal nötig ist...
     
    Ja, Platero, da magst Du ja recht haben, wenn Du es auf die Arbeit beziehst.
    Aber ich möchte mich schon ordentlich unterhalten können, eine anständige Antwort auf meine Fragen bekommen.
    Muff bleibt Muff.
     
    Ja, genau, darum wird es gehen. Im vorläufigen Befund steht schon jetzt „Karzinom“ und "Tumor", es soll nur mehr darum gehen, welche Art und wie aggressiv. Wie damit umgehen .. ich weiß noch nicht mal wie ich richtig mit der jetzigen Situation umgehen soll. Ich will nicht wegen falschem Alarm und „das ist nach einer so schweren OP so“ wieder ein paar Stunden im KH verbringen, andererseits stimmt vielleicht wirklich was nicht. Ich bin auch seit Tagen schrecklich durstig, trinke so viel ich kann, stehe sogar in der Nacht auf dafür, und es reicht einfach nicht. Heute neue Schmerzen, ich habe beschlossen abzuwarten, wie es morgen ist ..
    :(:(:( mir fehlen die Worte, drück dir für den 08.01. ganz ganz fest die Daumen für das bestmöglichste Ergebnis

    und ich bin so müde, möchte einfach nur schlafen. Daher Rest der Antwort heute nicht.
    mach dir keinen Stress, keinen Druck du bist hier nicht verpflichtet umgehend zu antworten und alle Fragen zu beantworten
     
  • Mir gings damals auch kräftemässig sehr schlecht, war so erschöpft das ich kaum richtig wach wurde, hatte kaum Kraft mich auf den Beinen zu halten und dann war da der Punkt an dem man wieder einschläft und man dann aber Angst hat einzuschlafen.........
    Angst vor dem Einschlafen hatte ich nie, stelle ich mir sehr unangenehm vor.

    In unserer Nachbarschaft leben freundliche und zugängliche Menschen. Es liegt also an uns .. soziale Kontakte wünschte ich mir zwar, aber sie sind anstrengend für mich, und nun habe ich gar nicht mehr die Energie dafür. .. ..
    Misst du Fieber ?
    Ich messe Temperatur, es gab die ganze Zeit kein Fieber.
    auch keine Verwandschaft in der Nähe ?
    Mein Mann und ich, wir sind die letzten unserer Familien. Weitere Verwandtschaft .. ich erinnere mich vage an Menschen, zu denen es noch Kontakt gab in meiner Kindheit, in Singen am Hohentwiel und Salzburg, und einen Cousin habe ich wohl auch noch, der hat schon vor langer Zeit den Kontakt abgebrochen.
    Bei uns hier gibts die Caritas oder das rote Kreuz, die so Beratungen für alte Leute und Leben Zuhause anbieten.
    So ein Beratungsgespräch muss ich dann auch mal anbahnen.
     
  • Angst vor dem Einschlafen hatte ich nie, stelle ich mir sehr unangenehm vor.
    Ja das ist sehr belastend und wenn man da einmal Probleme damit hat bekommt man das so schnell auch nicht mehr los

    In unserer Nachbarschaft leben freundliche und zugängliche Menschen. Es liegt also an uns .. soziale Kontakte wünschte ich mir zwar, aber sie sind anstrengend für mich, und nun habe ich gar nicht mehr die Energie dafür. .. ..
    Ich hab ja überhaupt keine Ahnung wie alt du bist, vom Alter her von deinem Mann und dem was du so noch schreibst kann man sich das etwas eingrenzen.

    Vielleicht tut sich dann noch was über die Caritas oder das rote Kreuz, (oder wie diese Einrichtungen in Österreich bei euch heißen) bei uns im Ort veranstaltet z.B. die Sozialstation einmal wöchentlich für zwei Stunden so ein Kaffee trinken, da werden die Leute auch von Zuhause abgeholt.

    Ich messe Temperatur, es gab die ganze Zeit kein Fieber.
    Aber das ist doch super wenn du kein Fieber hast, das find ich jetzt mal eine durchaus positive Nachricht

    Mein Mann und ich, wir sind die letzten unserer Familien. Weitere Verwandtschaft .. ich erinnere mich vage an Menschen, zu denen es noch Kontakt gab in meiner Kindheit, in Singen am Hohentwiel und Salzburg, und einen Cousin habe ich wohl auch noch, der hat schon vor langer Zeit den Kontakt abgebrochen.

    So ein Beratungsgespräch muss ich dann auch mal anbahnen.
    Ja das du dich um so ein Beratungsgespräch mal kümmern willst ist eine sehr gute Idee,
     
    Der mir vorgegebene Termin sollte heute um 10 Uhr sein. Ich musste 2 Stunden warten (ich kämpfe immer noch mit dem „entgleisten“ Stoffwechsel) .. und dann die Information: die Chirurgen hätten beschlossen, dass ich eine Chemotherapie machen soll (weil von den entfernten Lymphknoten zwei befallen waren). Bei SOD-2-Mutation ist das ganz und gar keine gute Sache, bei der bereits vorliegenden Schädigung meiner Mitochondrien würde das lt. Information von Dr. Kuklinski, dem SOD-2-Spezialisten, bedeuten, dass ich den Rest meines Lebens total entkräftet im Bett verbringen würde. Als ich darauf hinwies, war der Arzt verwundert, da stehe nichts von SOD-2 .. es war bei der Besprechung und Entscheidungsfindung ignoriert, vergessen oder übersehen worden, denn natürlich steht es in meiner Krankenakte. Jetzt habe ich einen Termin beim Onkologen in einer Woche. Es heißt also wieder warten (auf den nächsten Schock? Wobei, so wirklich überrascht hat es mich nicht. Trotzdem: Wenn ich Alkohol vertragen würde, würde ich mich wahrscheinlich ansaufen).
     
    Irgendwie bin ich einfach sprachlos mit der Schlamperei dort in der Klinik. Warum sind nicht alle Disziplinen an einem Tisch und besprechen das an EINEM Termin mit dem Patienten?
    Weil normalerweise in allen Kliniken alle Disziplinen (sofern nicht durch Krankheit, Urlaub, dringlichere interne Termine verhindert) nur einmal wöchentlich zu den Tumor-Boards zusammen kommen und die Fälle besprechen. Mit dem Patienten dann aber nur 1 betreuender Bereich spricht.
    Alle Disziplinen am Tisch mit dem Patienten zusammen, diese Kapazitäten hat keine Klinik.
     
    Zuletzt bearbeitet:
    Weil normalerweise in allen Kliniken alle Disziplinen (sofern nicht durch Krankheit, Urlaub, dringlichere interne Termine verhindert) nur einmal wöchentlich zu den Tumor-Boards zusammen kommen und die Fälle besprechen. Mit dem Patienten dann aber nur 1 betreuender Bereich spricht.
    Alle Disziplinen am Tisch mit dem Patienten zusammen, diese Kapazitäten hat keine Klinik.
    Evtl. habe ich mich falsch ausgedrückt. Natürlich sitzen alle beteiligten Disziplinen an einem Tisch und nur ein Arzt-Onkologe-bespricht dann alle Ergebnisse. Und dafür muss der Patient nur einmal kommen
     
    Ich les da auch schon einige Zeit hier mit, aber wie hier schlecht über das KH St. Pölten berichtet wird, Nicht Kompetent, Schlampig usw...macht mich Sprachlos... :(
    Meine Mutter wurde dort im Kiefer operiert, meine Schwester mit einem Aneurysma im Kopf - die Ärzte kompetent, freundlich, Top!

    Fjäril, ich verstehe dich und deine Krankheit, du musst viel aushalten und bist verzweifelt, weil nix weitergeht...
    Aber deswegen ein KH so schlecht darstellen ist nicht in Ordnung!
    Die Ärzte, die Schwestern sind unterbesetzt, andere brauchen auch Hilfe, die reißen sich den Ar.... auf auf Deutsch gesagt - das Gesundheitswesen ist im Argen wissen wir alle, aber ich meine, die tun alle ihr bestes um jeden Patienten gerecht zu werden...
    Dass man oft nicht zu den bestellten Termin drankommt ist halt so, andere warten ja auch ein paar Stunden...
    Sei froh, dass du dort betreut wirst, mach das, was dir empfohlen wird und sei ein wenig optimistisch und rede nicht alles schlecht, das hilft dir auch nicht weiter.
     
    Ich weiß es ist der Jammmerlappen.... Ich habe hier einige Schreiben von Fjäril mal verfolgt.
    Ich kenne das Krankenhaus nicht persönlich ,ich wohne ja in Deutschland.
    Ich denke aber, das auch dort kompetente Ärtze arbeiten, und bestimmt alles für Dich getan wird, um Dir zu helfen.
    Aber alle Deine Schreiben kommen so negativ von Dir rüber. Da ist einfach nicht gut für Dich.
    Nur immer negative Dinge bezüglich Deiner Krankheit denken ,und anderen mitteilen ,das hilft Dir doch nicht weiter.
    Ich habe in meinem Umfeld etliche Menschen mit einer Krebserkrankung.
    Bei Besuchen reden wir über schöne Dinge , denken positiv, und machen uns Mut .
    Mit dieser Herangehensweise zu denken und zu sprechen, gibt es Kraft für beide Seiten.
    Nur negative Gedanken machen Menschen kranker und stehen einer Gesundung im Wege.
    Du schreibst, mit dieser Erkrankung altert man schneller, trotzdem kannst Du dich doch über alles Schöne und Erreichte freuen und dankbar sein.
    Ich bitte Dich sehr posetiv zu denken.
    Ich brauche jetzt auch keine weiteren Erläuterungen dazu.
     
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