Der Fred für aussterbende Wörter

  • Dann wollen weiter machen:

    Blümchenkaffee dünner Kaffee, man konnte die Blümchen vom Tassenboden sehen,

    Feurio, Feuerruf bei Brand

    Kesselflicker reparierte Kochgeräte und Kessel

    Perron Bahnsteig

    Ulster/Parletot Herrenübermantel

    so das reicht jetzt einmal, man liest sich
     
    Ich haette noch die Muhme = Tante anzubieten!!

    Als Kind habe ich Geschichten ueber die Roggenmuhme gelesen, das war eine alte Frau (Tante), die in den Feldern lebte und die Kinder bestrafte, die durch die Felder gingen oder in den Feldern spielten und dabei das Getreide zerstoerten!
     
  • Liebste Kia, ich meine, das schöne Wort 'Muhme' hätte ich schon drinnen stehen.

    Ich gucke aber erst heute Nacht nach, wenn ich die neue Liste schreibe *ätsch*

    Liebe Grüße und nen kleinen Knuff in deine Seite :pa:
    Yentl, die sich bei dir bedankt, denn du und der Oppa, ihr macht euch besonders viele Gedanken, scheint mir
     
    Hallo Opa Dieter,

    das Wort "Tagwerk" wird auch als Flächenmaß verwendet.

    Ein Tagwerk ist ca. 1/3 (ein Drittel) Hektar.

    Wahrscheinlich war das früher die Fläche eines Feldes die an einem Tag bearbeitet werden konnte.


    Das Wort "dengeln" bedeutete in der Landwirtschaft
    die Schneide einer Sense oder Sichel mit einem Hammer so flach klopfen,
    daß sie wieder ganz scharf war,
    also: Sense schärfen,

    wobei Sensen oder eine Sicheln heute kaum mehr zum Mähen verwendet werden
     
    Zuletzt bearbeitet:
    Ich hätte noch die Konkubine anzubieten.

    Früher hatte Mann eine Konkubine, heute ist es einfach die Geliebte :grins:

    Na dann nehmen wir das r raus. Ich danke euch
     
    Zuletzt bearbeitet:
  • Liebste Kia, ich meine, das schöne Wort 'Muhme' hätte ich schon drinnen stehen.
    Ja, klar, Yentl, ist schon in der Liste, habe ich eben gesehen!! Lesen muesste man koennen!!!! 'tschuldigung!!
    Es macht so viel Spass, immer wieder an neue alte Woerter zu denken und sie dann auch zu finden!!!
    Im Moment faellt mir keines ein.....
    Kia ora
     
    :pa:
    Yentl, die sich bei dir bedankt, denn du und der Oppa, ihr macht euch besonders viele Gedanken, scheint mir
    Yentl,vielleicht kommt das einfach daher, dass wir die Aeltesten hier in der Runde sind?? ;) Da kennt man eben auch noch all die alten Woerter! :grins: :grins: :grins:

    Opa, nicht boese sein, man ist immer so jung, wie man sich fuehlt!!! :pa:

    Da ist dann auch noch der Drahtesel = Fahrrad, welchen ich gerade vor ein paar Tagen mal wieder "angespannt" hatte!!

    Kia ora
     
    So ihr lieben Mitwirkenden,

    bevor es dem Morgen graut, sollt ihr wieder mit gestammelten Werk versorgt werden *gg*

    Abakus ('Rechengerät')
    Abort (nicht sehr angenehme 'Toilette')
    aestimieren (hochachten, [ab]schätzen)
    alldieweil (während)
    Anmut (die Eigenschaft sich sehr harmonisch und elegant zu bewegen und zu verhalten)
    Aussteuer ( Güter, die ein Partner mit in die Ehe bringt, meist die Frau)

    Backfisch (Teenager)
    Badeofen (um Wasser aufzuheizen)
    Bader (Friseur, 'Zahnarzt', Doktor)
    Badetag (ein Tag in der Woche, der zum Baden vorgesehen war)
    Bagage (unangenehme Verwandtschaft, aber auch Gepäck)
    Bandsalat (Bänder von Audio- & VHS- Kassetten)
    Bankert (uneheliches Kind)
    Base (Cousine)
    Billett (Fahrkarte)
    Bleichwiese (zum Bleichen wurde die Wäsche in der Sonne auf der Wiese ausgebreitet)
    Blocker (Gerät um den Boden zu glänzern)
    blümerant (flau, übel, unwohl)
    Blümchenkaffee (dünner Kaffee)
    Bohnermopp , Bohnerbesen (siehe Blocker)
    Bohnerwachs
    Bratkartoffelverhältnis (eheähnliches Verhältnis zu Kriegszeiten)
    Bude (Kiosk)
    Bühne (Dachboden)
    Butterbrotpapier

    Chaise (altes ausgedientes Fahrzeug; Kinderwagen; boshaft für alte Frau; ursprünglich zweisitzige Kutsche von Pferden gezogen)
    Chaiselongue (eine Art Sofa)
    Contenance (die Fassung bewahren)


    dengeln (Sense oder Sichel schärfen)
    derweil (indessen)
    deuchen (es deucht mir[mich] - es kommt mir so vor)
    Diwan (Sitz-, Schlafmöbel)
    Drahtesel (Fahrrad)
    dünken (es dünkt mir [mich] – es kommt mir so vor)
    dufte (Synonym für außergewöhnlich, glänzend, attraktiv)
    Dutt (Haarknoten, Frisur)


    Eidam (Schwiegersohn)
    Einkaufsnetz
    Eiskiste (Möglichkeit ohne Kühlschrank Nahrung zu kühlen)
    Eisschrank (Kühlschrank)
    Erbsenzähler (abwertende Bezeichnung eines auf Genauigkeit und Vollständigkeit bedachten Menschen)
    erkennen


    Fernschreiber (Telegrafiegerät zur Übermittlung von Nachrichten in Schriftform mittels elektr. Signale)
    Feurio (Feuerruf bei Brand)
    Firlefanz (unnötiges Beiwerk)
    Fisimatenten (Blödsinn, Unsinn, Faxen)
    flanieren (zum Zeitvertreib langsam spazierengehen)
    Fräulein (junge Frau; früher auch für weibl. Bedienung)
    fürbass (weiter, vorwärts schreiten)


    Garbe (Getreidebündel)
    Gehrock (Kleidungsstück)
    Geldkatze (schlauchförmger Lederbeutel)
    Gelsenkirchener Barock (Wohnstil der 60er)
    Gewand (Kleidung)
    Gewitterkerze ( geweihte Kerze, soll gegen Gewitterschäden schützen)
    Gouvernante (Hauslehrerin, Erzieherin)
    Griffel (Schreibgerät für die Schiefertafel)
    gute Stube (Wohnzimmer)


    Hagestolz (älterer, unverheirateter Mann, eingefleischter Junggeselle)
    Hausierer (Vertreter)
    Henkelmann (Essenkännchen, auch schon) veraltet
    Heureka (überraschter Ausruf, 'ich habe es gefunden')
    hochachtungsvoll (veraltete Grußformel am Ende eines förmlichen Briefes)
    Hübschlerin (Dame in Freudenhaus)
    Humbug (törichte Handlung)


    Jackett (Anzugjacke)
    Joch (altes Feldmaß)


    Kammerjäger ( Schädlingsbekämpfer)
    Kanapee (auch eine Art Sofa, und *gg* was zum Futtern)
    Kartoffelmann ( verkaufte K. vom Wagen)
    Kiepe (Rückentragekorb)
    Kinkerlitzchen (Krempel, Schnickschnack, Ramsch, Klacks, Nichtigkeit u.v. Mehr)
    Kippenstecher (hat die Kippen aufgestochen, um neue Zigaretten daraus zu drehen)
    Kleinod (wertvolles Schmuckstück)
    Knickerbocker (Hose, die kurz unterm Knie endet)
    Kokolores (Larifari, Mist, Kappes u.v. mehr)
    Konterfei (Abbild, Bildnis)
    Kontoristin (kaufmänn. Angestellte)
    Kredenz (besonderer Schrank)
    Kurpfuscher (als Arzt tätig ohne Zulassung/Ausbildung)


    lamäng (aus dem Bauch heraus)
    lapidar (oberflächlich)
    Larifari (siehe Kokolores)
    Lavabo (sowohl die Tätigkeit des Waschens, als auch die Utensilien dazu, wie Schüssel und Kanne)
    Lavoir (Waschschüssel)
    Lehrling (Azubi)
    Leibchen (Kleidungsstück für Kinder mit Strumpfhaltern dran)
    Leibrock (Kleidungsstück)
    Lenz (Frühling)
    Lochkarten (Pappkarte mit Löchern zur Datenspeicherung, Datenverarbeitung)
    Lochstreifen (Lochkarte mit variabler Länge)
    Lohntüte (Monatsgehalt in bar)


    Magnetofon (Spulentonband, später Kassettenrekorder)
    malträtieren (piesacken, schlecht behandeln)
    Matrizen (Hilfsmittel zur Vervielfältigung von Texten)
    Meier (Gutspächter)
    Meierei (veraltet für Pachtgut, im ländl. Raum für Molkerei)
    Milchkanne
    Mitgift ( siehe Aussteuer)
    mitnichten (keineswegs, nicht die Spur, längst nicht u.v. mehr)
    Münzfernsprecher ( Münztelefon)
    Muff (Röhre aus Pelz, Stoff, zum Warmhalten der Hände)
    Muggefugg (Kaffeeersatz)
    Muhme (Tante)

    Nachen (Holzboot)
    Nippes (unnötiger Kram, 'Staubfänger')
    Nylons (Damenstrümpfe)

    ob ...des/der
    Ober (männl. Bedienung)
    Ochsenjoch (Zuggeschirr für den Ochsen)
    Oheim (Onkel)
    ondulieren (die Haare mit der Brennschere wellen)


    Paletot (Herrenübermantel)
    Pantoffelkino (TV/ Fernseher)
    Papperlapapp (leeres, törichtes Gerede abweisen)
    Parapluie (Regenschirm)
    Pauspapier (z. Vervielfältigen von Schriftstücken)
    Perlons (Gegenstück zu Nylons, Damenstrümpfe)
    Perron (Bahnsteig)
    Petticoat (bauschig weiter Unterrock aus versteiftem Perlon)
    Pfennigfuchser (Geizhals)
    Plafond (Decke [Gebäudeteil])
    Plumeau (Federbettdecke)
    Pomade (Gel/ Haarstylingmittel der 50er)
    Portemonnaie (Geldbeutel)
    Präziosen (wertvolle Schmuckstücke, bzw. sonstige Kostbarkeiten)
    Promenade (großzügig ausgebauter Bereich zum Spazierengehen)


    Quacksalber (ähnliche Bedeutung wie Kurpfuscher)


    Rasselbande (Gruppe lärmender und Streiche spielender Kinder)
    Recamiere (ursprüngl. ein Sitz-, Liegemöbel ohne Rücken)
    Rechenschieber (Hilfsmittel zum Rechnen)
    Reifen schlagen (Kinderspiel)
    Repassiermaschine (um Laufmaschen zu 'fangen')
    Rohrstock (Schilf-, Bambus-, Rattanstock, wurde zum Bestrafen benutzt)
    rudimentär (unvollständig, nur in Ansätzen vorhanden)


    Säugling (Baby)
    Schabernack (Unsinn, Streich)
    Schaffner (Zugbegleiter)
    Schlagbrett ( siehe Schlagholz)
    Schlagholz (um die Schmutzwäsche zu traktieren)
    Schrankenwärter (Beaufsichtigung und Bedienung der Bahnschranken)
    Schutzmann (Polizist)
    Schiefertafel (früheres 'Heft' in der Grundschule)
    Seiher (Sieb)
    Sense (zum Mähen verwendet)
    Setzkasten (kleines wandhängendes Regal mit unterschiedlich großen Unterteilungen zum Aufbewahren von allerlei Miniaturen)
    Sichel (Zum Mähen verwendet)
    signifikant (wesentlich, hauptsächlich)
    sinnieren (nachdenken)
    Sommerfrische (anderer Ausdruck für SommerUrlaub)
    Spazierstock
    Spenzer (kurzärmeliges, eng anliegendes Unterhemd für Damen; auch: kurzes, enganliegendes Jäckchen mit Schößchen)
    Spielleute (Sänger und Schauspieler)
    Stift (Lehrling, Azubi)
    Stulle (mit Butter geschmiertes Brot)


    Tagwerk (Feldarbeit eines Bauern an einem Tag; auch altes Flächenmaß)
    Taglöhner (Arbeiter dessen Arbeit abends bar ausgezahlt wurde)
    Tanzknopf (Kinderspiel, Peitschenkreisel)
    Tauchsieder (el. beheizte 'Spirale' um Wasser zu erhitzen)
    Telegramm (telegrafisch übermittelte Nachricht)
    Telegraph (telegr. Gerät zur Übertragung von Daten)
    Teppichklopfer
    Tintenwischer (kleines [meist aus Leder] Läppchen zum Reinigen der Feder)
    töricht (unsinnig, dümmlich, lächerlich)
    Trottoir (Gehsteig)


    Überzieher (Herrenmantel)
    Ulster (schwerer Stadt-, Sportmantel, eher für Herren)
    Unterrock (Kleidungsstück unter dem Rock oder Kleid)


    Vehikel (altes, schlechtes oder altmodisches Fahrzeug)
    Vertiko (besonderer Schrank)
    Vokuhila (Frisur der 80er)
    Vetter (Cousin)


    Wählscheibe (an alten Telefonen)
    Wäschestampfer (Utensil, um die schmutzige Wäsche zu traktieren)
    Waschbrett (Utensil, um die Schmutzwäsche zu traktieren)


    Zähre (Träne)
    Zichorienkaffee (Kaffeeersatz)
    Zimmerherr (Mieter)
    Zipperlein (Gicht, allgemeine Gebrechen, Wehwehchen)
    Zollstock (Gliedermeter)
    zumal („insbesondere angesichts der Tatsache, dass“)
    Zwille (Gabelschleuder)



    Ich hätte noch die Konkubine anzubieten.

    Früher hatte Mann eine Konkubine, heute ist es einfach die Geliebte :grins:

    Na dann nehmen wir das r raus. Ich danke euch
    *gg*, ich weiß zwar nicht, wie du Konkubine zuvor geschrieben hast liebe Melanie, aber du meintest bestimmt die Bine, die mit zur Kur fährt, gelle?

    Yentl, vielleicht kommt das einfach daher, dass wir die Ältesten hier in der Runde sind?? ;) Da kennt man eben auch noch all die alten Wörter! Das wird es sein, Kia!

    Opa, nicht böse sein, man ist immer so jung, wie man sich fühlt!!!

    Ihr Beiden seid goldig!

    Einen inspirierenden Tag wünscht euch
    paar.gif


    Yentl
     
    Zitat von Kia ora schrieb:
    Yentl, vielleicht kommt das einfach daher, dass wir die Ältesten hier in der Runde sind?? Da kennt man eben auch noch all die alten Wörter!
    Zitat von Yentl schrieb:
    Das wird es sein, Kia!

    Ja, was denn,
    KEIN Wider- oder Einspruch??? Tztztz...... :schimpf: :mad: :confused:Da kann ich gar nicht frohlocken = mich drueber freuen, lachen usw...

    Kia ora :pa: :grins:
     
    Ja liebe Kia,

    meinst du, ich traue mich einer älteren Respektsperson (ähm Mama) zu widersprechen?
    mx10.gif
    Niiiemals

    Gute Nacht liebe Kia
    gi87.gif

    Yentl
     
    Das ist schon hanebuechen = unglaublich, das laesst mir die Haare zu Berge stehen.....
    Es gibt auch juengere Respektspersonen! Jawoll!!! :schimpf: :pa:

    Aber brav, dass Du Deine Zaehne so gut vorm Schlafengehen geputzt hast! :grins:

    Kia ora
     
    Damit du nicht arbeitslos wirst, liebe Yentl, präsentier ich dir noch die Altvorderen (Vorfahren die schon gegangen sind).
    Jetzt geh ich schlafen, Tablette wirkt GsD. PN beantworte ich nach dem Aufstehen.
    Guts Nächtle oder guten Morgen... egal ich geh ins Bett.
    Grüßle
    Marianne
     
    Was ich mal loswerden wollte :) abgesehen vom Dank, der Yentl gebührt, die hier viel Zeit investiert um unsere Infos zu sichten und zu sortieren möchte ich allen Beteiligten hier sowohl als auch in Gartenackis Thread mal sagen, dass ich es als wohltuend empfinde wie respektvoll miteinander umgegangen wird.

    Eigentlich sollte es selbstverständlich sein aber einige Wochen im Spätsommer und noch ein Sandkastengezänke bis vor wenigen Tagen haben mich nachdenklich gemacht.

    Von daher macht bitte noch länger weiter so, es ist unheimlich entspannend hier zu lesen :)
     
    Eins geht noch. Beim Biss ins Frühstücksteilchen fiel mir eben ein:

    Plunder = Wertloses Zeug

    Ob der Ausdruck vom (Quark)plunder stammt, der gegenüber dem "echten" Blätterteig als minderwertig angesehen wird? Oder umgekehrt??


    @Donegal:

    dieses Kleinod hättest Du uns beinahe unterschlagen:
    Gezänke = Streit aus reiner Streitlust
     
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