Baum als Sonnenschutz

  • Wir würden den Ahorn ja gerne behalten, wenn wir ihn irgendwie in Griff bekommen würden. Schließlich haben wir ihn ja auch dafür ausgesucht Wuchshöhe bis 2,5m und eben die Krone 2,5m . So bis Ende Juni Anfang Juli ist immer alles okay. Er treibt aus und ist schön grün und voller Blätter. Nebenbei hat er auch mal ein paar trockene Äste welche ich dann rausschneide. Dann fängt er jedes Jahr an mehr und mehr welk zu werden und hat eben viel mehr trockene Äste. Bewässert wird er morgens mit Hilfe der Bewässerungsanlage von der Rasenbewässerung. So ist um der Pflanzschale herum immer schön feucht. Der Mann aus der Baumschule meinte vor 2 Jahren das wäre ein Pilz welcher die Wasserbahnen verschließt und so sterben die Äste nach und nach ab.

    Der Aufbau von unten 0,5m Kies - 0,3m Muttererde aus unseren Aushub - 0,2m Kies - 0,3m Muttererde - 0,2m Pflanzerde abgedeckt mit Lavamulch für die Wasserspeicherung.
    Um der Pflanzschale wurden 1,2m - 0,7m Muttererde mit Kiesgemisch aufgebracht.
    Die Bewässerung läuft morgens um 6.30 Uhr für 8 min.

    Ab und zu bekommt der Baum Schatten von unseren Sonnenschirm.

    Anfangs hat die Sonne dem Bäumchen nicht ausgemacht. Einzig der seitlich anfallende Wind hat dafür gesorgt das er sich dort nicht richtig ausgebreitet hat.

    Zur Sonne, waren eigentlich der Meinung, das gerade der japanische Ahorn viel Sonnen mag!



    @00Moni00: sieht toll aus!
    @Rentner: Sollte der Aufbau doch so io sein?
    Ja - ich find die auch toll!
    Schau, ich hab noch so ein Beispiel, unlängst in einer Baumschule gesehen...
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    Was ich ändern würde bei deinem wäre die Bewässerung - jeden Morgen 8 Minuten durch den Bewässerungsschlauch wässern - da hast keine Kontrolle wieviel Wasser da rein läuft und ob es jeden Tag notwendig ist zu wässern...
    Wie schauts mit Dünger aus?
    Versuch einmal die Bewässerung umzustellen auf Händisch und gieße nur wenn es notwendig ist, kann ja auch mal zwei, drei Tage trocken stehen...
    Vielleicht ist er so noch zu retten.

    Ok, lese gerade von Rentner Verticciliumwelke, ja könnte es natürlich auch sein.
     
    Nur die Astenden von ca 5cm bis hin zu 25cm

    Ein Bild vom letzten Jahr im Mai, sah mal schön aus.

    So sah er dieses Jahr auch wieder aus. Und nun wieder diese Welke
     

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  • Die Bewässerung läuft morgens um 6.30 Uhr für 8 min.


    Weder der Rasen noch ein Baum wird so richtig gegossen.

    Rasen 15l/m² pro Woche in einem Durchgang, ab 30 Grad gern 2x. Den Baum würde ich ab sofort nur noch händisch gießen zur besseren Kontrolle. Auch da dürfte 1-2x die Woche reichen.
     
  • Okay Bewässerung umstellen Im Rasen wächst die Supina in diesem Jahr - die soll sich noch bisschen entwickeln.
    Was kann ich gegen die Verticciliumwelke tun? Oder doch besser einen anderen Baum pflanzen?
     
    Wir haben ebenfalls einen Acer p. im Topf. Er stand vorher vollsonnig im Rasen und musste nun aufgrund von Bauarbeiten einige Meter umziehen, auf die Terrasse. Gleiche Lage,, gleiche Pflege ….. und trotzdem findet er den neuen Standort scheinbar schlechter. Es ist ihm auf der Terrasse wohl zu Lufttrocken und heiss (Stauende Hitze).
    Das dürfte bei deinem dunklen Steinbelag noch um einiges stärker sein, als bei unserer Holzterrasse.

    Zur verticiliumwelke kann ich nichts sagen, würde aber wenn der Baum noch rettbar ist, ihn wo anders hin Pflanzen und für die Terrasse einen wählen, der mit den Bedingungen besser klarkommt. Und auch mehr Schatten spendet, weil er z.B. eine breite, Schirmförmige Krone hat, oder so geschnitten werden kann.
     
  • Ich fürchte, dass du ihn komplett entfernen musst. Du solltest ja die betroffenen Partien bis ins gesunde Holz zurück schneiden. Mit etwas Glück sind es nur wenige Äste. Mit schon etwas mehr Pech geht es bereits bis zum Stamm, dann ist schon mal der ganze Aufbau dahin.

    Wichtig ist, dass du möglichst alles entsorgst, also nicht häckseln und kompostieren. Eventuell auch die Erde grosszügig austauschen.
     
    Jetzt kann ich eh keinen anderen Baum Pflanzen, daher schneide ich ihn zurück und warte bis Ende September ab.

    Wenn er sich erholt würde ich ihn noch stehen lassen.
    Gibt es ansonsten mehrere Sorten von der Dachplatane?
     
  • ...Zur Sonne, waren eigentlich der Meinung, das gerade der japanische Ahorn viel Sonnen mag
    @Rentner: Sollte der Aufbau doch so io sein?
    Hallo,

    grundsätzlich stimmt das so mit der Sonne. Bei deinem Dissectum sowieso.
    Allerdings sind Sorten mit hellem Laub etwas empfindlicher (z.B. Orange Dream u.ä.)
    Bei den derzeitigen Verhältnissen mit intensivster Sonneneinstrahlung und entsprechend hohen Temperaturen muss man das Ganze aber schon etwas vorsichtiger betrachten.

    Wird dann auch noch mit sehr hartem Leitungswasser gegossen, kommt es in der Regel oft zu auffälligen Blattschäden. An windexponierten Standorten wird dieser Effekt massiv verstärkt.

    Derzeit stehen 14 meiner 18 Ahorne unter einem Schattierungsnetz und werden überwiegend mit Regenwasser gegossen.

    Mein ältester, ein Deshojo, wohnt bei mir seit 1988 im Topf bzw. in der Schale und steht seit jeher vollsonnig.

    Ich weiß also, wovon ich spreche.

    An deiner Stelle würde ich dem Dissectum noch eine Chance geben. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.
    Ausgraben und Ersetzen kann man ihn später immer noch.

    Eigentlich hasse ich ellenlange Beiträge, aber...

    Zu deinem Substrat:

    Sollte sich das mit der Welke definitiv bestätigen, muss die komplette Füllung ausgetauscht werden.
    Dann würde ich persönlich wieder einen Dissectum pflanzen.

    Wenn du dem dann etwas wirklich Gutes gönnen möchtest, dann verzichte möglichst auf Garten- oder Muttererde.
    So etwas hat meiner Erfahrung nach nichts in einem Pflanzbehälter zu suchen.

    Mach dir deine eigene Mischung, wähle dazu je einen Teil Bims, Blähtonbruch, Lava, hart gebranntes Akadama (alles in grober Körnung), dazu 6-7 Hände voll Weißtorf.
    Mische alles gut und versorge damit deinen Ahorn, er wird es dir danken.
    Falls du nur Leitungswasser zur Verfügung hast, immer viel gießen, damit die im Leitungswasser vorhandenen Mineralsalze zuverlässig ausgespült werden und sich nicht in schädlichen Konzentrationen anreichern können.
    Über Staunässe musst du dir bei der empfohlenen Substratmischung übrigens keine Gedanken machen.
    Das Substrat ist die Drainage.
    Von Mai bis September versorgst du deinen Ahorn 2-3 mal üppig mit Hühnermistpellets. Das funktioniert auch in mineralischen Substraten ausgezeichnet, weil die dazu notwendigen Mikroorganismen auch in der Luft unterwegs sind.
    Darüber hinaus spendierst du deiner Pflanze im Abstand von 7-10 Tagen einen hochwertigen mineralischen Dünger (z.B. Mairol oder Manna Wuxal).
     
  • Welches Schattierungsnetz wäre zu empfehlen?
    Dünger und Pellets habe ich soeben bestellt.
     
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    Solche Schattierungsnetze sollte jeder Baumarkt mit Gartenabteilung im Sortiment haben.

    Du musst dir halt noch ein passendes Gestell dazu bauen.
     
    Meiner Ansicht nach wird dieser Ahorn erst in vielen Jahren einen Sonnenschutz abgeben. Ich würde ihn in den Halbschatten pflanzen und in das Hochbeet eine Dachplatane. Kostet zwar, liefert aber schnell den gewünschten Sonnenschutz.
    Mein Ahorn "Seiryu" steht auch im Kübel, aber im Halbschatten. Auch der bekommt immer wieder trockene Zweige, die ich entferne.
     
    Grau und schwarz ist zwar derzeit hip, aber die dunklen Platten und Kübelwände geben viel Wärme nach innen ans Substrat weiter, was zum schnelleren Austrocknen führt.
    Und die schwarze Schotterabdeckung erledigt den Rest.

    Hinsichtlich Klima und Sonneneinstrahlung würde ich einen Olivenbaum pflanzen.
    Der verträgt nicht nur volle Sonne "rund um die Uhr" sondern ist auch sehr gut schnittvertäglich.

    Klar, ein Acer palmatum macht schon was her, ist aber auch sensibel und eine Platane ist zwar resistent gegen aufsteigende Wärme von unten, da an den Blattunterseiten die Wachschicht dicker ist, als bei anderen Bäumen, aaaber, sie braucht wg. der großen Blätter viel Wasser.

    Das PlatanenHolz hat aber eine hohen Heizwert – falls es schief geht ;)
     
    Der schwarze Schotter ist Lavamulch und soll die Feuchtigkeit halten. Olivenbaum ist auch gut aber nicht Winterfest.
     
    In welcher Region wohnst du etwa?
    Oliven sind erstaunlich Kältetolerant. In vielen Gegenden sieht man sie schon ausgepflanzt. Dein großer Kübel käme den Verhätlissen eines ausgepflanzten Baumes schon sehr nahe. „Nicht winterfest“ ist also relativ…..
     
    Der schwarze Schotter ist Lavamulch und soll die Feuchtigkeit halten.
    Die er sofort nach aussen verdunstet...
    Olivenbaum ist auch gut aber nicht Winterfest.
    In Deutschland mittlerweile schon... oder meinst Du, dass die tausende, in Kübeln rumstehenden Oliven jedes Jahr ersetzt werden ;)

    Aber alles gut – ich sag immer – dem Kunden Wille ist sein Himmelreich – und richte mich danach

    Die Leim-Manschette solltest Du entfernen, da bleiben vor allem Nützlinge kleben, Ameisen krabbeln da drüber.
     
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