Mein Refugium

  • Vollkommen verboten ist die Entnahme in kleinen Mengen nicht. Es gibt aber etliche Auflagen inkl. einer zu beantragenden Genehmigung. Einzelheiten sind im WHG aufgeführt, Verfeinerungen der Bedingungen finden sich in den Gesetzen der Länder, Gemeinden usw.
     
  • Bei uns können wir glücklich sein, wenn wir mit Leitungswasser gießen dürfen…wenns so weitergeht, dann sind die Bäche eh bald trocken.
    Aber noch sind unsere drei IBC voll.
     
    Meine Idee wäre, einen IBC- Container auf den PKW- Anhänger zu stellen und aus einem offenen Gewässer zu befüllen.:unsure: Gäbe es die Möglichkeit in Eurer Gegend?
    Selbst wenn es erlaubt wäre: das hiesige Flüsschen führt nur noch im Winter etwas Wasser und ist sonst monatelang trocken. Darauf könnte man sich also nie verlassen. Hier wird jeder Tropfen Regen in 4 IBC-Container gelenkt. Letztes Jahr hatten wir das Glück, dass es gereicht hat.

    Von einem Brunnen kann man hier auf den Karstfelsen nur träumen. (Vorteil: keine Sau hier weiß, was Staunässe
    ist! :giggle:)
     
  • Donnerwetter! Ich hatte gar nicht auf dem Schirm, daß man auch in Deutschland solche Wasserprobleme haben kann.:oops:

    Das mit der Entnahme ist hier theoretisch auch nicht erlaubt, wird aber von vielen gemacht und ich habe noch nicht gehört, daß es jemanden interessiert hat. In dichter besiedelten Gegenden scheint das anders zu sein.

    Ich gehe jetzt erstmal raus und bringe Mais und Phacelia in die Erde. :)
     
    Donnerwetter! Ich hatte gar nicht auf dem Schirm, daß man auch in Deutschland solche Wasserprobleme haben kann.:oops:

    Das mit der Entnahme ist hier theoretisch auch nicht erlaubt, wird aber von vielen gemacht und ich habe noch nicht gehört, daß es jemanden interessiert hat. In dichter besiedelten Gegenden scheint das anders zu sein.

    Ich gehe jetzt erstmal raus und bringe Mais und Phacelia in die Erde. :)
    Naja, Lördag, du wohnst halt in einer Region, die viele Seen und wenig Leute hat. Da trägt es nicht auf, wenn einige was machen, was nicht so ganz…..
    Das sieht in Ballungsgebieten schon ganz anders aus. Wasserentnahme mit „Handschöpfgefässen“ (so die Wortwahl im Gesetzestext) ist erlaubt, wird aber bei kritischen Wasserständen, also dann, wenn man es am dringendsten bräuchte, ebenfalls untersagt.
     
    Vielleicht wäre es eine Idee, das Regenwasser von irgendwelchen Industriehallen, Schulen usw. in Sammelteichen aufzufangen und gemeinsam zu nutzen? Sowas ließe sich doch bestimmt irgendwie genossenschaftlich organisieren und vielleicht sogar fördern.:unsure:
    Vorher muß natürlich geklärt werden, ob da nicht irgendein kafkaesker Zweckverband dazwischengrätschen kann.
     
    Ja, es wäre sowieso viel gescheiter, all das Regenwasser von den Dächern in die Natur abzuleiten statt in die Kanalisation.

    Deine Idee ist cool, das wäre ein wirklicher Gewinn. Nur wer stellt den Boden für diese Zisterne (ein Sammelteich wird wohl schnell zum lebendigen Teich und dann darf man wieder kein Wasser mehr entnehmen zum Wohle der Tiere) zur Verfügung?
     
  • all das Regenwasser von den Dächern in die Natur abzuleiten statt in die Kanalisation.
    Regenwasser darf hier auf dem Lande sowieso nicht in die Kanalisation.
    Das wird auch überprüft, mit einem Farbstoff , der in die Regenrinne gekippt wird.
    Kommt das bunte Wasser in der Kanalisation an, kostet das richtig Strafe.
     
  • Jetzt nimmt alles richtig Fahrt auf.

    Im Letzten Jahr nahm ich aus nem Sonderangebot spontan ein paar "Sibirische Blaubeeren" mit und pflanzte sie in eine Ecke mit recht magerem Boden. Das scheint ihnen ganz gut zu passen, denn sie haben in dieser Saison bereits ein kräftiges Wachstum hingelegt und sogar ein paar Blüten. Mal sehen, ob es eine Kostprobe gibt.

    sib_blaubeere_01.05.26.jpg


    Die schönste Zeit...

    apfelbluete_01.05.26.jpg
     
    Momentan ist es etwas stressig. Im Betrieb ist viel zu tun und im Refugium machen mir die Schädlinge zu schaffen.
    Gegen die Wühlmäuse habe ich einen recht erfolgreichen Helfer:

    wuehlmausjaeger.jpg


    Echt schlimm sind die Nacktschnecken. Der Kohl sieht grausam aus und sogar den neuen Austrieb von den gepflanzten Holunderbüschen haben sie zum Teil weggeraspelt. Im letzten Jahr sind sie an den jungen Maulbeerbäumen hoch und haben die Knospen regelrecht aus dem Holz geschält. Fingerdicke Sonnenblumen wurden auf Stümpe reduziert. :mad:
    Ich gehe jeden Abend auf die Jagd, aber draußen im Freien ist das ein Kampf gegen Windmühlen. Her wird wohl nichts um den Einsatz von Schneckenkorn herumführen.
    Anders sieht es im Gewächshaus aus. Gleich beim Aufbau habe ich alle Ritzen zwischen dem Fundament und den Platten zusilikoniert und die Schnecken kommen wohl nur im Hochsommer rein, wenn die Türen ständig offen sind. Jetzt macht sich natürlich die Brut breit, aber die von mir erbeuteten Exemplare werden immer kleiner, was mich annehmen läßt, daß ich ganz gut am Ball zu sein scheine.

    In diesem Jahr blühen die Kiwis im Gewächshaus bemerkenswert spät. Schön sieht's aber aus:

    kiwibluete.jpg


    Nebenbei:
    Vor etwa drei Jahren habe ich mal Knoblauchzehen aus dem Lebensmitteldiscounter gesteckt. Das Ergebnis war recht ernüchternd. Sie taten sich unglaublich schwer beim Anwachsen und bildeten nur winzige Knollen aus. Ich habe sie einfach stehen lassen und inzwischen haben sie sich geteilt, bleiben aber nach wie vor winzig. Hier dürfte wohl Chemie im Spiel gewesen sein.
    Interessanterweise gedeihen die Tochterzwiebeln, die sich oben an der Blüte bilden, wieder prima.
    Hier sieht man den direkten Vergleich:

    knoblauchvergleich.jpg


    Das Ganze dient mehr oder weniger zur Beobachtung. Auf dem Gartenland habe ich gekauften Steckknoblauch angebaut.

    Letztes Jahr habe ich mich mal an Chicoree versucht. Die Wurzeln wurden im Kartoffelkeller aufbewahrt, gruppenweise im Gewächshaus eingegraben und mit einem Maurerbottich abgedeckt.
    Das hat ziemlich gut funktioniert und in diesem Jahr baue ich eine ordentliche Menge an, die hoffentlich für den ganzen Winter ausreicht.

    chicoree_12.05.26.jpg


    Ich überlege noch, was man am Besten mit den abgeernteten Wurzeln anstellen kann. Mal gucken, ob die Hühner das kleingestampft fressen.
    Vielleicht verteile ich auch ein paar davon als Zierpflanzen in der Wiese. Hübsch sind die Blüten ja anzusehen.

    chicoree_12.05.26_2.jpg
     
    Regenwasser darf hier auf dem Lande sowieso nicht in die Kanalisation.
    Das wird auch überprüft, mit einem Farbstoff , der in die Regenrinne gekippt wird.
    Kommt das bunte Wasser in der Kanalisation an, kostet das richtig Strafe.
    Das hab ich noch nie gehört. In welcher Region gibt's das? Hier jedenfalls machen sie das nicht.

    "Sibirische Blaubeeren"
    Hab mal gestöbert, weil ich die gar nicht kenne - war überrascht, dass das eine Lonicera-Art ist; die kannte ich bisher nur als Zierpflanzen. Mit Gartenheidelbeeren haben sie - ihrem Aussehen nach - offenbar nichts zu tun. Probieren tät ich die ja gern mal, hab sie hier aber noch nie gesehen.
    Wenn der so gut schmeckt, wie er aussieht, ist er dir großartig geraten! (y) :) (Hab noch Chicoree-Saatgut vom letzten Jahr hier liegen und mich noch nicht rangetraut ... :rolleyes: ...kann man das jetzt säen?)

    (Deinen Wühlmausjagdgehilfen kannst du auch gern mal von vorne zeigen!;))
     
    Hab mal gestöbert, weil ich die gar nicht kenne - war überrascht, dass das eine Lonicera-Art ist; die kannte ich bisher nur als Zierpflanzen. Mit Gartenheidelbeeren haben sie - ihrem Aussehen nach - offenbar nichts zu tun. Probieren tät ich die ja gern mal, hab sie hier aber noch nie gesehen.

    Nein, die sind nicht nahe verwandt.

    Heidelbeere / Blaubeere) (Vaccinium myrtillus) -> Familie Heidekrautgewächse (Ericaceae)
    Blaue Heckenkirsche / Sibirische Blaubeere (Lonicera caerulea) -> Familie Geißblattgewächse (Caprifoliaceae)
     
    Ja danke, hab ich vorhin auch gemerkt. Heidelbeeren hab ich 4 unterschiedliche Sorten. Sollten die Sibirierinnen ebenso lecker sein, käme ein Pflanzenkauf in Betracht - aber nur, wenn ich die zuvor irgendwo probieren kann, versteht sich! ;)
     
    Bei wikipedia sind jedenfalls massenhaft Sorten aufgeführt. Dort wird der gewerbliche und private Anbau angesprochen.
    Die Asiatischen sollen besser schmecken als die Nordamerikanischen.

    Würde mich auch interessieren, wie die schmecken.

    Vielleicht kannst Du, @Lördag, was zum Geschmack sagen ?
     
    Zum Geschmack der Beeren kann ich leider noch nichts sagen. Wie es aussieht, könnte ich aber in dieser Saison die ersten paar Früchte dran haben.
    Ich habe die Pflanzen erst im letzten Sommer gekauft. Sie stehen in einer Ecke mit recht magerem Boden, den ich nicht weiter behandelt habe, also kein Dünger oder pH- senkende Maßnahmen. Das scheint ihnen ganz gut zu bekommen, denn sie sind in diesem Jahr schon gut 20cm gewachsen.
    Leider weiß ich die Sorte nicht, da sie auf dem Etikett nicht vermerkt war.

    sib_blaubeere_13.05.26.jpg


    Der Zeitpunkt zum Aussäen des Chicorees ist eigentlich ab jetzt. Säe ihn nicht zu dicht, denn die Wurzeln brauchen Platz. Stehen sie zu eng, bleiben sie klein und damit werden auch die Triebe im Frühjahr klein.
    Geschmeckt hat er prima. In meiner Kindheit hatten meine Eltern mal welchen angebaut, den ich scheußlich bitter fand. Der hier ist überhaupt nicht bitter. Vermutlich hat man die Bitterstoffe inzwischen weggezüchtet.

    Hier ist mein Reißwolf von vorn::)

    kalle_3.JPG
     
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