Das mit einer Woche kann schon stimmen. Oder aber auch nicht. Und das macht die Sache etwas schwieriger, und letztlich auch einen grünen Daumen aus. Denn es geht darum das richtige Feingefühl zu finden.
Wieviel Wasser so eine Pflanze braucht, ist an verschiedenen Faktoren geknüpft. Einerseits zum Beispiel, wie groß die Pflanze ist. Um so größer die Pflanze ist, um so mehr Blattmasse hat sie, über die sie Wasser an die Luft abgibt. Auch die Temperatur spielt eine bedeutende Rolle. Kühle Erde an bewölkten Tagen verdunstet wenig Wasser, während an heißen Tagen (wenn die Sonne noch drauf knallt), das viel schneller geht. Weiterer Faktor ist z.B. die Topfgröße. Pflanzen in 5 Liter Töpfen müssen viel häufiger gegossen werden, als beispielsweise in 25 Liter Töpfen. Und das Substrat (Erde) nimmt auch eine bedeutende Rolle in ihrer Wasserspeicherfähigkeit ein.
Es ist daher unmöglich eine Antwort zu geben, so quasi "gieß' alle 3 Tage". Das Feingefühl musst du letztlich entwickeln.
Probiere aber mal folgendes: Höre auf zu gießen, bis die Blätter leicht welk werden. Wenn du die Zeitspanne beobachtest zwischen Gießen und dem Welk werden der Blätter, bekommst du ein Gefühl dafür, wieviel Wasser die Pflanze wirklich benötigt. Natürlich solltest du sie bei dem Versuch beobachten können. Bringt man Ende ja auch nix, wenn du Abends von der Arbeit heim kommst, und die Pflanzen sind vertrocknet.
Letztlich sind die meisten, die diesen Versuch machen aber erst einmal richtig erstaunt und bemerken, dass sie viel zu viel gegossen haben. Und davon gehe ich auch bei Dir aus. Schimmel und Trauermücken sind ein starkes Zeichen dafür. Die Erde darf durchaus richtig trocken werden, bis die Pflanzen leicht welken.
Beides lässt sich eliminieren, wenn sein Gießverhalten ändert. Da brauchts kein Sand oder Gelbtafeln, wie man es oft immer liest zur Trauermückenbehandlung. Denn damit doktort man immer nur an den Symptomen rum, und nicht an der Ursache.
Ich hatte auch schon oft Trauermücken in der Wohnung. In den allermeisten Fällen durch dazu gekaufte Pflanzen (die Pflanzen in Garten-Centern & Co sind meistens total überwässert). Die Trauermücken verschwinden dann zwar nicht sofort. Aber wenn man wirklich spärlich gießt, lassen sie sich restlos ausrotten. Denn die Eier und Larven brauchen einfach feuchte Erde.
Die Bläschen sind Ansätze von sog. Adventivwurzeln. Das ist völlig harmlos und normal. Würdest du Erde bis an diese Höhe auffüllen, würden da Wurzeln raussprießen. Das kannst du beim nächsten Umtopfen durchaus auch so machen, dass du sie tiefer einpflanzt, damit diese Knubbel Erde fassen und wurzeln können.
Oftmals machen die Pflanzen solche Adventivwurzel-Ansätze, wenn sie feuchte Erde weiter unten "riechen" (ich formuliere das mal so). Oder wenn sie Hunger bekommen und mit neuen Wurzeln versuchen wollen neue Essensangebote zu erschließen. Aber das ist nicht immer die Ursache. Manchmal machen das Tomaten einfach so, auch wenn ihnen nichts mangelt.
Feuchtigkeit kann auch eine Ursache sein. Ich hatte mal eine Buschtomate mit massig dichten Blattwerk (hätte ich auslichten sollen). Die Pflanze ist nach regen wirklich sehr, sehr schlecht abgetrocknet. Und irgendwann war die ganze Pflanze, von oben bis unten, übersät mit solchen Bobbeln, die 5 mm lang wurden und schon richtig wie Wurzeln aussahen. War sehr lustig.
Grüßle, Michi