Welche Größe bei Anzuchttöpfen?

Neben den Obstschale habe ich in der Garage eine Vielzahl von Plastiktöpfen in denen früher mal Pflanzen waren.
Ihr wißt schon die schwarzen und braunen Töpfe us den Gartencentern.

Quelle sind die Gartencenter selbst oder aber natürlich auch Friedhöfe.

Für das auspflanzen bevorzuge ich bei Tomaten 10 l. Kübel mit Staunässeschutz und Untersetzer, damit ich diese auf dem Balkon stellen kann.
Durch den Staunässeschutz macht es auch nichts, wenn Wasser im Untersetzer verbleibt, was ansonsten zum Staunässe Problem führen könnte.

Auf dem Parkplatzbeet verzichte ich auf Untersetzer. Dann ist es jedoch wichtig, dass die Behälter nicht nur unten Löcher haben, sondern auch seitliche Rillen, damit das Wasser ablaufen kann und sich nicht unter dem Eimer staut.

DAHER SIND NORMALE EIMER HÄUFIG UNGEEIGNET.

paprikas habe ich in einfachen schwarzen Pflanzenkübeln mit 5l. bzw. mehr. Das reicht in der Regel und ich kann mehr aufstellen.
 
  • Würde mich wahrscheilich (wenn ich Bedarf hätte) auch eher an solche günstigen Töpfe halten (70 Cent fände ich völlig ok, wenn die Töpfe robust sind), denn Kübel wie z.B. Ketchup-Eimer haben den Nachteil, dass man selbst Löcher in das Plastik schneiden oder bohren muss. Gerade damit habe ich jedes Jahr immer wieder reichlich Erfahrung gemacht (nicht bei Ketchup-Eimern aber bei anderen Plastikkübeln)...
    Zum Einen ist es bei dickem Plastik extrem mühsam (wenn man ein Schneidemesser benutzt, was bei den Ketchup-Kübeln vermutlich ohnehin eher nicht geht), und zum Anderen kann es passieren, dass das Plastik (egal ob hochwertig oder nicht) splittert (auch mit dem Bohrer) und der Boden vom Kübel hin ist. :(
    (Letzteres muss natürlich nicht passieren, kann aber... hängt stark vom jeweiligen Material ab, und wie spröde es schon ist)
    Insofern fände ich (für meinen Bedarf) eine 20-40 Euro teure Lösung vertretbar (200 Euro wären mir aber ebenfalls viel zu teuer, da stimme ich Sunny voll und ganz zu).

    EDIT: Thomashs Idee finde ich sehr gut. Ich habe in meinem Garten auch etliche Kübel, wie sie in Gartencentern für große Pflanzen verwendet werden... Bestimmt kann man solche irgendwo auftreiben. (Hab auch einige solche Kübel von Nachbarn geschenkt bekommen...)

    Wobei ich dem Punkt mit den normalen Kübeln nicht ganz zustimme... die sind m. E durchaus genauso gut geeignet, wenn man am Boden mehrere große Löcher hineinschneidet/bohrt. Kann am Boden alles gut ablaufen, sind sind seitliche Löcher nicht wirklich notwendig.
    Nur müssen die Löcher am Boden eben wirklich groß genug sein. 1cm reicht je nach Kübelgröße oft weit nicht aus, um Staunässe zu vermeiden. Und am besten sind auch mehrere Löcher, da immer eins oder zwei verstopfen können...
     
    Ich meinte keine seitlichen Löcher.

    Wenn man den Eimer auf den Kopf stellt sieht man ob dieser geeignet ist oder nicht.
    Bei einem geeigneten ist unten ein Abstandhalter der den eimer 2 mm vom Boden entfernt hält, welcher gelegentlich unterbrochen ist, damit das Wasser ablaufen kann.

    Wenn der Eimer unten ganz rund ist, dann nutzen die Löcher am Boden deutlich weniger.
     
  • Sorry, das hatte ich missverstanden. :)

    Wobei selbst da ein richtig großes Loch etwas bringen kann (bzw. mehrere)... aber, wie gesagt, sofern bezahlbar würd ich auch zur anderen Variante tendieren, weil es verdammt mühsam ist, hartes Plastik zu bearbeiten (und das Risiko bleibt, dass die Kübel durch die Bearbeitung kaputtgehen)... und natürlich ist es grundsätzlich besser wenn die Stelle, an der die Löcher sind, ein wenig erhaben ist, das will ich überhaupt nicht abstreiten. :)

    Andererseits ist es, wenn man das Geld sparen möchte, sicherlich trotzdem immer einen Versuch wert... kaufen kann man ja am Ende immer noch, falls die Bastelvariante nicht zufriedenstellend funktionieren sollte. ;)
     
  • Ich frag mich schon die ganze Zeit warum du
    1. nicht die Tomaten in die Erde deines GWH pflanzt und da auch weiter drin läßt?

    oder
    2. wenn du sie unbedingt auspflanzen möchtest es nicht schon machst wenn sie noch kleiner sind, also direkt von den Anzuchttöpfen in den Garten?

    Da stehst du dich doch günstiger wenn du dir lieber ein paar Gartenvliese zulegst für wenige Euronen falls es Nachts noch mal zu kalt wird als Töpfe zu kaufen.
    Ab April haben wir hier doch nur noch wenige Frostnächte.
     
    Ich frag mich schon die ganze Zeit warum du
    1. nicht die Tomaten in die Erde deines GWH pflanzt und da auch weiter drin läßt?


    Das liegt daran, dass das GWH für Gurken, Paprika und ev. Melone reserviert ist. :)
    Die Tomaten kommen an die Garagenwand mit großzügigen Dachvorsprung. Doch im April auspflanzen ist mir zu riskant.
     
  • Hat jemand Erfahrung mit den Mini-Tontöpfen, die man im Deko-Bedarf und zum Wachsgießen kaufen kann? Taugen die zur Anzucht? Ich würde gerne mal das Sandanstau-Verfahren für die Versorgung von Sämlingen ausprobieren.
     
    Bei diesen Mini-Tontöpfen ist immer schwer die Feuchtigkeit der Erde darin zu halten, selbst durch langes Wässern der Töpfe oder wenn die lasierten nehmen heißt es, trocknet die Erde sehr sehr schnell aus.
    Wenn du Zeit hast und 2x am Tag mit einem Wasserzerstäuber die Erde besprühen kannst könnte es klappen.
    Einfacher sind die Plastiktöpfe die es ja auch in Mini gibt oder schlichte Joghurtbecher.
     
    Hat jemand Erfahrung mit den Mini-Tontöpfen, die man im Deko-Bedarf und zum Wachsgießen kaufen kann? Taugen die zur Anzucht? Ich würde gerne mal das Sandanstau-Verfahren für die Versorgung von Sämlingen ausprobieren.


    Wie geht denn dieses Verfahren, Tihei?
     
    Ich hatte zuerst mit Sunfreaks Schnapsbecherchen-Anzucht geliebäugelt, diese macht mir aber bewässerungstechnisch zu viel Arbeit und das Löcherschmelzen mit dem Lötkolben mieft sehr bei den stabilen Kunststoffbechern.
    Mit kleineren Anzuchtgefäßen könnte ich zu Beginn der Anzucht einiges an Strom sparen.

    Beim Sandanstau werden die Tontöpfe in feuchten Sand gesteckt. Die Pflanze bekommt "ihre" Feuchtigkeit dann mittels Kapillarwirkung des Sandes und Osmose durch die Tonwandung - so zumindest die Theorie.

    Ich hatte mir das folgendermaßen gedacht: Ich stelle alle Mini-Tontöpfe in ein Anzuchtgewächshaus mit Heizmatte und säe die Tomatensamen darin einzeln aus. Wenn das Körnchen sichtbar gekeimt ist, verfrachte ich das Töpfchen vom warmen Anzuchthäuschen in den kellerkalten Sand. Damit spare ich mir - so die Hoffung - alle weitere Arbeit bis zum ersten Blattpaar und die Pflanzen stehen erstmal auf einer kleinen Fläche, was Lichtstrom spart. Die Pflänzchen müssten sich später leicht umtopfen lassen wenn sie in die Quickpot-Platten kommen, weil der Tontopf eine ausgeprägt konische Innenkontur hat.
     
  • Kenn mich mit der Methode null aus aber wenn du Tontöpfe in feuchten Sand stellst und dazu noch kühl sollte sich die Feuchtigkeit darin länger halten.
    Trotzdem würd ich lieber größere Tontöpfe nehmen und dann ebend 3-4 Pflanzen pro Topf,pikieren musst du ja dann eh noch mal, die trocknen auf jeden fall nicht so schnell aus.
     
  • Tihei, ja das könnte gut klappen. Aber die sind oben schon relativ breit mit dem Rand, so viele Töpfchen kriegt man dann wohl nicht unter.
     
    Vom pikieren bin ich schon länger weg, weil mich das genervt hat. Zuerst hatte ich die kleinen Multitopfplatten, wie sie in den Lidl-Gewächshäuschen enthalten sind. Die haben aber den Nachteil, dass die bereits gekeimten Pflänzchen anfangen zu spargeln, wenn man die Heizung für die übrigen Samenkörner weiter betreibt. Die Schnapsbecher/Tontöpfchen/Quelltabletten kann man einzeln entnehmen, mit denen hat man das "Problem" nicht.
    Und wenn ich einen kleinen Wurzelballen habe, dann muss ich eben nicht mehr pikieren, sondern kann das Pflänzchen bequem eintopfen, nachdem es für das Tontöpfchen zu groß geworden ist.
     
    Vom pikieren bin ich schon länger weg, weil mich das genervt hat. Zuerst hatte ich die kleinen Multitopfplatten, wie sie in den Lidl-Gewächshäuschen enthalten sind. Die haben aber den Nachteil, dass die bereits gekeimten Pflänzchen anfangen zu spargeln, wenn man die Heizung für die übrigen Samenkörner weiter betreibt.


    Und deshalb habe ich die Töpfchen auseinander geschnitten und kann sie nun einzeln aus der Wärmestation nehmen und zur Lichtstation tragen, die in einem kühleren Raum steht.
     
    Till, das klingt sehr spannend.
    Ich habe früher eigentlich das allermeiste in diesen mini-Tontöpfchen angezogen (bin damals gar nicht auf die Idee gekommen, Kunststofftöpfe zu verwenden) und kann nicht wirklich etwas negatives darüber sagen.
    Dass das Wasser viel zu schnell verdunstet wäre, konnte ich auch nicht unbedingt beobachten, eher bleibt mir die Erde in den winzigen Plastikbechern zu lange zu nass (falls mir mal ein Schluck Wasser zuviel ausgekommen ist)

    Aber dieser Aspekt wäre mit der von dir anvisierten Methode ja ohnehin von nachrangiger Bedeutung. ;)
     
    Ich hatte zuerst mit Sunfreaks Schnapsbecherchen-Anzucht geliebäugelt, diese macht mir aber bewässerungstechnisch zu viel Arbeit und das Löcherschmelzen mit dem Lötkolben mieft sehr bei den stabilen Kunststoffbechern.
    Zwei Möglichkeiten:
    1: Löcher machen und über die Schale von unten bewässern, spart Arbeit beim giessen.
    2: Keine Löcher machen und gut dosiert mit der Plastik Laborflasche bewässern, dann brauchts keine Ablauflöcher. (So mach ich das)
     
    Kurze Rückmeldung: Ich habe die Anzucht á la Sunfreak mit Schnapsbecherchen im Lidl-Anzuchtgewächshaus (+Heizmatte) ohne Sand ausprobiert, bis jetzt mit recht enttäuschendem Ergebnis. Zum einen standen meine Anzuchthäuschen wohl minimal abschüssig (alter Tapeziertisch), sodass das Kondenswasser immer nur auf einer Seite ablief und die dort befindlichen Becherchen geflutet hat trotz Abzugsloch, während die Becher auf der anderen Seite trocken fielen. Zum anderen ist meine selbstgemischte "Erde" wohl nicht so gut für kleinste Behältnisse geeignet. Das Substrat muss vermutlich ziemlich durchlässig sein und häufiger leicht gegossen werden, um den gefäßgrößenbedingt geringe Pufferwirkung auszugleichen.
     
    Wieviele Pflanzen hast Du denn, daß Dir das einzeln giessen zu viel ist?
    Ich hatte letztes Jahr mit den Tomaten und Chilis so ca 40 Pflanzen, das giessen mit der Laborflasche ist eine Sache von wenigen Minuten, 3 maximal würde ich schätzen.
     
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