Was muss ein Hund lernen

Bug

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26. Apr. 2023
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Hallo,hier im Forum gibt es viele Hundebesitzer und viele die sich mit Hunden auskennen,auch wenn Sie im Moment keinen haben.MeineFrage was muss ein Hund lernen zielt darauf ab ob bestimmte Rassen anders erzogen werden müssen als andere.In dem Fall geht es um gute Bekannte von mir,sie setzen sich für den Tierschutz ein und haben sich einen Hund aus dem Tierschutz geholt.So weit so gut nur haben sie sich für einen Dobermannmix entschieden.Gut Sie haben Hundeerfahrung bisher hatten sie drei Mischlinge und Irische Wolfshunde aber nicht zusammen sondern nacheinander.Die Tiere waren einfach Zucker einwandfreier Charakter,sie liebten alles und jeden.Nun haben sie den Dobermann,er kann sehr schlecht an der Leine gehen,er spielt mit der Leine,zieht wohin er will und nun wo er zunimmt kriegt er auch die Kraft.Denn Vorschlag mit dem Hund Unterordnung oder Begleithund in einer Hundeschule zu lernen lehnen Sie ab weil sie haben ja Erfahrung.Der Hund ist gut 20 Monate alt der ist in der Pupertät und will jetzt zeigen das er das sagen hat.Nun habe ich die Befürchtung das wenn Sie sich keine Hilfe bei der Erziehung holen es ganz schön Schief geht.Was meint Ihr kann man alle Hunde gleich erziehen oder muss man Rassenunterschiede machen?
 
  • Was meint Ihr kann man alle Hunde gleich erziehen oder muss man Rassenunterschiede machen?
    Dazu kann ich leider nichts sagen, aber... wir hatten in der früheren Wohnanlage Nachbarn, die es mit einem jungen Schäferhund so gemacht haben wie deine Bekannten mit dem Dobermann.
    Das Ergebnis war eine Katastrophe - ein bissiger Hund, der nur an der Leine riss und am Ende nicht mehr ohne Maulkorb nach draußen konnte, weil er versuchte, jeden zu beißen.
    Die Leute mussten schließlich mitsamt Hund aus der Wohnanlage wegziehen, weil es einfach nicht mehr ging. Es war ein absoluter Terror für jeden, der das Pech hatte, ihnen über den Weg zu laufen (und die Leute an sich waren eigentlich nett... und der Hund war als Welpe so süß gewesen... da hatten wir ihn noch gestreichelt...)

    Langer Rede kurzer Sinn - ich weiß es nicht, denke aber wohl das sich ein Mangel an Manieren bei einem Dobermann oder Schäferhund noch ein Stück drastischer auswirkt als bei einem Pudel oder Dackel.... allein schon wegen der Größe und Kraft - und sicherlich gibt es Hunde mit mehr Jagdinstinkt oder Kampfgeist und mit weniger Jagdinstinkt oder Kampfgeist...
     
    MeineFrage was muss ein Hund lernen
    Dass er nicht das Alphatier ist und gehorchen muss !!! Je größer desto wichtiger.
    Langer Rede kurzer Sinn - ich weiß es nicht, denke aber wohl das sich ein Mangel an Manieren bei einem Dobermann oder Schäferhund noch ein Stück drastischer auswirkt als bei einem Pudel oder Dackel.... allein schon wegen der Größe und Kraft
    (y)
    Sehr riskant was da Deine Bekannten vorhaben.
     
    Zuletzt bearbeitet:
  • Es gibt absolut keinen Unterschied in der Erziehung bei verschiedenen Hunderassen. Der Unterschied ist lediglich in der „Folgenschwere“ wenn was nicht klappt. Einen an der Leine ziehenden Yorkie kann man nervig finden, aber locker gegen halten. Einen aggressiven Pudel kann man im Notfall weg kicken.

    Da deine Bekannte hundeerfahren sind, wirst du es wohl ihnen überlassen müssen, wie sie eventuelle Defizite in der Erziehung des Heimtiers ausgleichen. Oder auch nicht….
     
  • Wir hatten mal vor langer Zeit, als wir noch in Baden bei Wien wohnten einen Dobermann - großer Unterschied zu anderen Hunderassen wir Golden Retriever, Labrador und die kleinen Rassen.....
    Wer das anders sieht, hat nicht viel Ahnung von Hunden!
    Dobermänner sind Alphatiere und um die zu bändigen brauchts eine gute Hundeschule mit guten Trainern!
    Konsquenz bei den Übungen zu Hause ist voraussetzun!
    Mit schon 20 Monaten ist der Dobermann schwer zu bändigen, hätte viel früher mit dem Training beginnen sollen..

    Tutmir leid, aber deine Bekannten werden die Probleme, die der Hund jetzt schon macht nicht alleine bewältigen können...

    Aber erziehen kann man alle Hunde, auch Dobermänner..., aber der braucht eine starke Hand....!
     
  • Hallo,hier im Forum gibt es viele Hundebesitzer und viele die sich mit Hunden auskennen,auch wenn Sie im Moment keinen haben.MeineFrage was muss ein Hund lernen zielt darauf ab ob bestimmte Rassen anders erzogen werden müssen als andere.In dem Fall geht es um gute Bekannte von mir,sie setzen sich für den Tierschutz ein und haben sich einen Hund aus dem Tierschutz geholt.So weit so gut nur haben sie sich für einen Dobermannmix entschieden.
    Zum Thema "Tierschutz": wir hatten immer Hunde aus dem Tierschutz und es wurde sich zuerst mal von der Organisation darum gekümmert, wie es mit der Erziehung des Hundes aussieht. Auch erst gemeinsame Gassigänge, um zu sehen, wie der zukünftige Hundehalter mit dem Tier zurecht kommt.
    Wenigstens die Empfehlung für eine zuverlässige Hundeschule mitsamt Tainer sollte eigentlich unabdingbar sein.
     
    Soweit ich weiß war jemand von der Organisation bei Ihnen und hat die Haltungsbedingungen überprüft und nach ca.4Wochen war eine nachkontrolliere.Da war will alles o.k. Aber man macht sich doch Gedanken das da nichts passiert,der einzige der darunter leiden würde wäre der Hund.Der wäre dann als bissig verschrieenen bloß weil ihm die richtige Erziehung fehlt.
     
    @00Moni00 kann ich dir nur absolut zustimmen. 👍 In der Wohnanlage meiner Mutter damals (vor 35 Jahren) hatten viele Leute Hunde, und die meisten davon hatten absolut keine Erziehung. Am schlimmsten aber war es mit den Dobermännern, da musste man sich wirklich in Acht nehmen wenn man Hundebesitzern mit einem solchen begegnete. War furchtbar und ich habe in dieser Zeit eine regelrechte Angst vor Hunden entwickelt (die ich inzwischen sehr gut im Griff habe), aber bei keiner anderem Rasse damals machte sich der Mangel an Erziehung so bemerkbar wie bei den Dobermännern und da hatten so viele Leute welche.
    Zum Glück sind sie dann etwas "aus der Mode gekommen" und man sah kaum noch welche bei uns. Die meisten Leute kennen sich eben nicht gut genug aus um mit so anspruchsvollen Tieren adäquat umzugehen!
     
    Soweit ich weiß war jemand von der Organisation bei Ihnen und hat die Haltungsbedingungen überprüft und nach ca.4Wochen war eine nachkontrolliere.Da war will alles o.k.
    Tja, wenn der Hund da noch sehr jung war sagt das leider nichts, und ob die Leute, die das kontrolliert haben Experten in Hunderrziehung waren oder einfach nur kontrolliert haben ob das Tier anständig behandelt wird, ist die andere Frage. Tragisch in so einem Fall..!
     
  • Das ist eigentlich bei allen Hunderassen so, die nicht auf Kooperation, sondern auf eigenständiges Handeln selektiert worden sind. Wachhunde gehören dazu, aber auch Herdenschutzhunde und einige Jagdhundrassen. Von „Beruf“ sind sie ja dafür gedacht, ohne ihren Menschen Nachts Schrottplätze, Industieanlagen oder Schafherden zu verteidigen oder eine Wildsau zu verfolgen und alleine zu „stellen“. Die „kurze Lunte“ und ein unbeeindruckbares Wesen gehören da zu den erwünschten Eigenschaften. Was sie als Familienhund nicht gerade prädestiniert …..
     
  • @00Moni00 kann ich dir nur absolut zustimmen. 👍 In der Wohnanlage meiner Mutter damals (vor 35 Jahren) hatten viele Leute Hunde, und die meisten davon hatten absolut keine Erziehung. Am schlimmsten aber war es mit den Dobermännern, da musste man sich wirklich in Acht nehmen wenn man Hundebesitzern mit einem solchen begegnete. War furchtbar und ich habe in dieser Zeit eine regelrechte Angst vor Hunden entwickelt (die ich inzwischen sehr gut im Griff habe), aber bei keiner anderem Rasse damals machte sich der Mangel an Erziehung so bemerkbar wie bei den Dobermännern und da hatten so viele Leute welche.
    Zum Glück sind sie dann etwas "aus der Mode gekommen" und man sah kaum noch welche bei uns. Die meisten Leute kennen sich eben nicht gut genug aus um mit so anspruchsvollen Tieren adäquat umzugehen!
    Unser Dobi war auch von einem Sägewerksbesitzer übernommen, da der Hund, sie hieß Zita wie die Kaiserin.. ;) immer von den Sägespänen mit den Augen zu tun hatte und deshalb nur in der Wohnung gehalten wurde...
    Ich hatte keine Angst vor ihr, aber Respekt!

    Und es war viel Arbeit und Training notwendig (unser Sohn war damals gerade mal 1 Jahr alt, lernte laufen,) wo eine besondere Aufmerksamkeit unerlässlich war! Mache ich heute noch so, wenn Kinder und Hunde zusammen kommen!
    Sie konnte sich in unserem Haus mit großen Garten austoben und war dann eigentlich ein braver Hund...
     
    Nach dem Tod unserer Alexa (einer Mischlingshündin mit Rhodesian Ridgeback-Einschlag) interessierte sich mein Mann (er war damals schon gesundheitlich angeschlagen) für einen reinrassigen R.R.-Rüden - sowohl aus dem Tierheim wie auch vom Tierschutz: von beiden Stellen wurde ihm massiv davon abgeraten; unser Aldo, den wir dann bekamen war ein ausgemusterter ungarischer Jagdhund (Vizlsa), der ausgesetzt und der Tötungsstation in Ungarn gelandet war:
    Kostete auch uns in den ersten Wochen und Monaten eine strenge Hand (aber am Anfang in Zusammenarbeit mit der Organistion).
     
    Liebe Taxus Baccata,als sie den Dobermann übernommen haben war er 15Monate und kam aus dem Ausland.Er hatte soweit ich weiß vor der Pflegestelle nicht viel Kontakt mit Menschen und keine Erziehung.Aber Sie meinen da sie Wolfshunde hatten (einen vor 29Jahren und der andere ist vor 2Jahren über die Regenbogenbrücke gegangen)hätten sie viel Erfahrung.Ja mit Sanften Riesen.Ein Dobermann ist als Schutzhund gezüchtet worden,ja bei guter Erziehung kann er auch ein toller Familienhund sein,also braucht er Erziehung.
     
    Ich drücke dir ganz fest die Daumen, dass du deinen Freunden das so vermitteln kannst bevor es ein Unglück gibt. 🙏
    Wenn nicht, ist es nicht deine Schuld. Dann werden sie irgendwie damit zurecht kommen müssen...
     
    • Love
    Reaktionen: Bug
    Ich aus meiner Zeit als ich Hunde aus Ungarn vermittelt habe ich drei verschiedene Hundetypen kennengelernt die ich hier Mal aufzählen möchte.

    Der dominante/arbeitswillige Hund (Starke Führung nötig)
    Diese Rassen sind intelligent, wachsam und oft territorial. Sie eignen sich als Familienhunde, benötigen aber eine sehr konsequente Erziehung und klare Führung, da sie dazu neigen, die Kontrolle zu übernehmen.
    • Deutscher Schäferhund: Vielseitig, intelligent, aber dominant und stark.
    • Rottweiler: Wachsam und territorial, bei guter Erziehung sehr loyal zur Familie.
    • Australian Cattle Dog: Sehr eigenständig und intelligent, braucht viel Beschäftigung.
    • Dobermann: Arbeitshund, der eine starke Hand und viel Bewegung erfordert.
    • Rhodesian Ridgeback: Ursprünglich für die Jagd gezüchtet, souverän und unabhängig.

    2. Der klassische Familienhund (Beliebt & sanftmütig)
    Diese Rassen sind bekannt für ihre Geduld, Freundlichkeit und Anpassungsfähigkeit. Sie gelten als besonders kinderlieb und sind oft "will-to-please" (wollen gefallen).
    • Golden Retriever: Gilt als einer der kinderfreundlichsten Hunde, sehr geduldig.
    • Labrador Retriever: Aktiv, verspielt, freundlich und sehr anpassungsfähig.
    • Berner Sennenhund: Ruhig, ausgeglichen und loyal.
    • Beagle: Happy, aktiv und kinderfreundlich.
    • Cavalier King Charles Spaniel: Sanftmütig und anpassungsfähig.

    3. Der Underdog (Unterschätzte Familienhunde)
    Diese Rassen werden oft übersehen, bringen aber tolle Eigenschaften als Familienbegleiter mit.
    • Nova Scotia Duck Tolling Retriever (Toller): Ähnlich wie der Golden Retriever, aber kleiner und oft noch aktiver/fokussierter – ein "kleineres Kraftpaket".
    • Französische/Englische Bulldogge: Gilt als faul und unkompliziert, ideal für entspannte Familien.
    • Collie: Sehr sensibel, kinderlieb und leicht erziehbar, wird manchmal als "altmodisch" abgetan.
    • Vizsla (Ungarischer Vorstehhund): Sehr menschenbezogen und aktiv, braucht aber viel Auslastung.
    • Pug (Mops): Freundlich, anpassungsfähig und aktiv, wird oft unterschätzt.
    Man sollte wissen das Hunde alles tun um der Führungskraft zu gefallen aber bemerken sie Unsicherheit,übernehmen sie die Rolle des Rudels. Leider stellte ich fest das einige Hundebesitzer mit einer Führung überfordert sind und auch nicht auf die Zeichen der Hunde achten. Ich kommunizieren täglich mit meinen Hunden. Was sollen Hunde können? Meinereiner muss keine Kunststücke machen können. Er muss an der Leine gehen können,auf Abruf kommen, bei Bedarf stoppen,warten und langsamer laufen. Sowie Sitz und Platz machen können. Auch wenn er Platz macht und ich entferne mich muss er warten und erst auf Kommando kommen. Im Prinzip kann jeder Hund es lernen und bei Hundeerfahrung und sich viel Informationen besorgen, ist eine Hundeschule nicht unbedingt nötig. Ich konnte mein Wissen auch so den Hund vermitteln. Allerdings sollte die führende Person sich bewusst machen,welcher Charakter der Hund hat. Ich habe das Gefühl das die beschriebenen Hundehalter es schon hinbekommen. Leckerlis ,Ruhe und strukturierte Vorgehensweise führen zum Ziel. Es gibt bestimmte Techniken für zu erlernendes Verhalten. Information ist das Non plus Ultra.
     
    Ich würde ihn in die Sparte dominant einordnen Selbstbewusst – weiß genau, was er will
    Mutig – geht furchtlos auch an größere Hunde ran
    Eigenständig – trifft gern eigene Entscheidungen
    Intelligent – lernt schnell, hinterfragt aber auch
    Bindung & Sozialverhalten
    Sehr anhänglich – baut eine enge Bindung zu „seinem“ Menschen auf
    Treuer Begleiter – folgt dir oft auf Schritt und Tritt
    Wachsam – meldet zuverlässig, wenn etwas ungewöhnlich ist
    Fremden gegenüber oft erst mal reserviert Arbeits- & Jagdtrieb
    Der Dackel wurde ursprünglich für die Baujagd gezüchtet. Das merkt man bis heute:
    Ausgeprägter Jagdtrieb
    Große Spürnase
    Ausdauernd und erstaunlich zäh
    Typische „Dackel-Eigenschaften“
    Eine gute Portion Sturheit
    Braucht konsequente, aber faire Führung
    Kann bei Unterforderung zum Dickkopf werden
    Für wen geeignet?
    Menschen mit Humor
    Halter, die klare Regeln setzen
    Nicht ideal für extrem inkonsequente Erziehung
     
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