Steckling sinnvoll?

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Hallo Rosenkenner,

meine "Amadeus" im Topf wächst nicht mehr so wirklich gut und verkahlte trotz "Querziehen" und was man so alles machen soll. Ich habe u. A. einen falschen Schnitt in Verdacht. Was auch immer es war: So ist sie keine Bereicherung (mehr) und ich würde sie gerne rauswerfen. Nun dachte ich vorhin, das ich ggf. Stecklinge machen könnte, um es noch einmal in "neu" zu versuchen. Allerdings ist sie ja veredelt. Dann bringen Stecklinge vermutlich eher weniger was. Oder wäre es doch einen Versuch wert? Was meint ihr?

Gruß,
Knofilinchen
 
  • Ich würde es an deiner Stelle auf jeden Fall versuchen. Amadeus ist sooo eine schöne Rose!


    Wie wäre es zusätzlich die Mutterpflanze auf Stock zu setzen (also über der Veredelung) und zu schauen, was besser wächst? Die Mutterpflanze im Neuaustrieb oder die Stecklinge?

    Ich weiß bei Stecklingen nur nie, wann im Jahr man sie schneidet.
     
    Ich würde es auch mit Stecklingen versuchen. Vielleicht hast Du Glück und sie gedeihen auch auf eigenen Wurzeln gut.

    @Pyromella
    Stecklinge schneidet man im Sommer vom diesjährigen, aber schon relativ ausgehärtetem Holz. Es darf also nicht mehr ganz frisch gewachsen sein, sonst faulen die Stecklinge eher, als dass sie Wurzeln bilden. ;)
     
  • Rosenstecklinge werden meist im Frühsommer oder Herbst geschnitten, ein schon verholztes Stück abschneiden und gleich in die Erde stecken - Frühsommer finde ich besser, im Herbst gibts oft schwierigkeiten..
     
  • Wenn im Herbst das Laub runter ist, sind es streng genommen Steckhölzer.
    Und stimmt, bei der Herbstvermehrung hat man mehr Ausfälle.
     
    Ich würde es an deiner Stelle auf jeden Fall versuchen.
    Ich würde es auch mit Stecklingen versuchen. Vielleicht hast Du Glück und sie gedeihen auch auf eigenen Wurzeln gut.
    Das ist halt genau die Frage: Ist "Amadeus" alleine fit genug? Ein Ableger mag gelingen, aber wenn er dann krankheitsanfällig ist, macht's mir auch keine Freude. Auf Herumärgern habe ich keine Lust. Eventuell weiß da ja jemand etwas Genaueres.

    Wie wäre es zusätzlich die Mutterpflanze auf Stock zu setzen (also über der Veredelung) und zu schauen, was besser wächst?
    Eine Idee, ja. Aber auf Stock soll man wohl im Frühjahr schneiden, was ich las. Dazu wäre es jetzt eventuell zu spät. :unsure:
     
  • Ich konnte bei meinen stecklingsvermehrten Rosen noch nie einen Unterschied zur originalen, veredelten Pflanze feststellen. Außer, dass man keinen Schaff mit den Wildtrieben hat. Das sehe ich aber eher als Vorteil.
    Eventuell, wenn man einen nicht ganz so idealen Boden hat, oder bodenbürtige Krankheiten könnten sie einen Vorteil bringen. Ist bei mir aber nicht der Fall, insofern…..Versuchs einfach. Die Mutterpflanze jedoch nicht entsorgen, bis die Stecklinge fest etabliert sind. Sonst spielts gar keinen Mozart mehr bei dir.
    Jetzt ist genau die richtige Zeit dafür!
     
    Interessant, dass du noch keinen Unterschied feststellen konntest.

    Aktuell komme ich leider weder zum Entsorgen noch zum Stecklingschneiden, da viel um die Ohren und unterwegs. Eventuell gegen Ende nächster Woche, sonst wird's erst Juli. Vermutlich zu spät, aber Versuch macht kluch.

    Ich danke euch für eure Infos; die halfen sehr.
     
    versuche es auf jeden fall. ich habe vor x jahren stecklinge einer santana gemacht. 2 sind durchgekommen und blühen wunderbar.
    es ist doch keine mühe, einen pott mit erde zu füllen und ein paar stiele hineinzustecken. nur gegossen werden müssen sie.
    ende juni bis anfang august ist die passende zeit:

     
    Probieren werde ich es, aber erst nach dem Urlaub, habe ich entschieden. Mir fehlt gerade ein wenig die Kraft für alles, insbesondere fürs Erdebesorgen, da keine mehr vorhanden.
     
  • Hey Knofilinchen,
    ein Versuch mit Stecklingen kann sich auf jeden Fall lohnen, auch wenn die Amadeus veredelt war. Die neue Rose wächst dann auf eigener Wurzel und könnte etwas schwächer sein, muss aber nicht. Viele Sorten kommen auch so gut klar. Probier's einfach aus, verlieren kannst du nix.
     
    Gut zu wissen, dass einige keinen Unterschied feststellen konnten. Ich hätte vermutet, dass sie auf eigener Wurzel deutlich schwächer sind. Wieder was dazugelernt.
     
    Danke Lupe, dass du den Thread noch mal hochgeholt hast.

    Ich fand im letzten Jahr keine Kraft mehr, noch überhaupt irgendwas Sinnvolles auf dem Balkon zu machen. Die Rose ließ ich dann einfach wachsen und naja... schön ist anders. Aktuell scheint sie gut auszutreiben. Ich werde die Tage die alten Blätter entfernen und dann entscheide ich, ob ich ihr dieses Jahr noch mal eine Chance gebe oder ob ich direkt Stecklinge schneide und die Rose auf Stock - wie auch immer das gehen mag. Dann melde ich mich noch mal.
     
    Jetzt treibt die Rose oben herum wieder schön aus,
    rose_austrieb.webp

    wenngleich man davon insgesamt noch nicht gar so viel sieht, da wirkt sie noch sehr dürr. Das wird aber noch.

    ganz.webp

    Und unten herum sieht sie aber definitiv naja aus. 2 x musste ich ganz kürzen, der Rest, nun ja.

    unten.webp

    Also war ich die ganze Zeit am hin und her überlegen, ob raus oder doch noch mal eine Chance - und nun sah ich, dass sie von unten zwei neue Triebe schiebt.

    minis.webp

    Als hätte sie was von wegen "entsorgen" gehört....

    Das Dicke in der Erde dürfte die Veredlungsstelle sein (Ja, ich muss noch Erde nachschütten...), und der rechte Trieb dürfte von der Unterlage kommen, aber was ist mit dem linken? Ist das ein Trieb der Unterlage oder der Veredelung? Habt ihr da eine Idee?

    Als ich die Rose vor einigen Jahren bekam, wuchs sie gut an, ich zog die Triebe immer schön diagonal, so weit das bei dem schmalen Bogen geht, es gab viele Seitentriebe und sie machte einen tollen Eindruck. Beim Schneiden orientierte ich mich dann an diversen Videos, hatte aber das Problem, dass in den folgenden Jahren immer die beschnittenen Seitentriebe "abstarben". Vielleicht habe ich ja auch etwas komplett falsch verstanden, aber es geht doch darum, die Seitentriebe zu kürzen, damit sie sich dann neu verzweigen, oder? Bei mir hatte der Schnitt jedenfalls immer zur Folge, dass dann zwar noch mal Blätter kamen, aber nichts von wegen neuen Trieben und Verzweigung. Deswegen wurden die Haupttriebe zwar länger, aber weitere Triebe gab es nicht so wirklich mit Ausnahme an den neuen Pflanzenteilen. Ich nehme mal an, da muss ich grundlegend etwas ändern. Aber was?

    Vielleicht könnt ihr mir ja helfen, damit ich die neuen Triebe direkt etwas erfolgreicher gehandhabt bekomme. Die Rose ist schon schön, und irgendwie muss das ja funktionieren.

    Die Tage werde ich jetzt erst mal die Erde lockern und nachfüllen und düngen.
     
    @Rosabelverde: Pflegemaßnahmen, Rose - vielleicht hast du ein paar Tips für mich.
    Danke, dass du mir das zutraust, und ja, ich hatte deine Frage sehr wohl gesehen, wollte mich aber lieber zurückhalten, da ich mich mit Rosen nur soweit auskenne, wie ich es hier auf dem Forum gelernt habe, also schneiden, düngen, Bodenbeschaffenheit, Winterschutz, unter welchen Bedingungen man eine Austriebsspritzung braucht ... so Sachen halt. Und auch nur in freier Wildbahn, nicht als Topfgewächs auf einem Balkon.

    Hab mir deine Bilder nochmal angesehen, aber mir fällt nur ein, dass deine Rose eventuell zu wenig Licht hat und sie deshalb unten kahl ist, vermutlich Schuld der Balkonbrüstung. Könnte also gut sein, dass die beiden Austriebe von der Unterlage stammen, genau sieht man das erst später. Und ja, neue Erde, Dünger, Urgesteinsmehl wären gut, und je nachdem, was für eine Rose das ist, hätte sie sicher gern auch einen größeren Topf.

    Hättest du vielleicht Fotos aus ihren besseren Zeiten? Oder weißt gar, wie sie heißt?

    Zum Thema Stecklinge kann ich nur sagen, dass ich keine Ahnung habe: meine beiden bisherigen Versuche sind misslungen.
     
    Naja, jeder der eine oder gar mehrere Rosen hat, hat im Laufe der Zeit sicherlich die ein oder andere Erfahrung gesammelt. Insofern darf sich da ruhig jeder äußern, auch, wenn es dann womöglich nicht passt. Es bringt aber ggf. neue Ideen hervor. Und woher jemand sein Wissen hat - ob von Oma, einem Rosenfachbetrieb, dem Hausgartenforum oder sonstwo - ist doch egal. Du machst mich auch gerade neugieirig: Unter welchen Bedingen braucht man denn z. B. eine Austriebsspitzung? Was auch immer das sein mag?

    Meine Rose ist eine "Amadeus". Ich hatte damals vorab bei Rosenpark Dräger gefragt, ob die Rose für diese Topfgröße geeignet ist. Man hatte mich da (gefühlt) gut beraten und gemeint, dass Amadeus in dem Topf gut funktionieren würde. Als ich das letzte Mal die Rose "hochholte", um Erde nachzufüllen, war das zwar sehr mühsam, und natürlich ist der Topf auch gut durchwurzelt und mit mehr Platz wäre es besser, aber ich hatte nicht den Eindruck, dass der Topf viel zu eng ist und sie deswegen mickert. (Das schaue ich mir demnächst aber noch mal an, sie braucht wieder Erde.) Es ist ja auch nicht so, dass sie nicht wachsen würde und kein Grün oder keine Blüten hervorbringt. Im oberen Bereich macht sie das alles durchaus. Am Licht kann das m. E. auch nicht liegen. Der Balkon ist zwar vorne gemauert, aber die Sonne kommt ja schräg von oben, und aufgrund des Winkels bekommt sogar eher der untere Bereich mehr Licht ab, weil der obere Teil durch das Dach stärker geschützt wird. Aber wie gesagt: Die Rose wird nicht grundlegend am Blühen und Austreiben gehindert. Das Problem ist einfach, dass nach einem Schnitt der Seitentriebe, sich diese nicht verzweigen oder neu wachsen, trotzdem ich da immer viel gelesen und Videos geschaut habe und mich meines Erachtens auch an alles hielt. Ich glaube, ich werde dieses Jahr mal gar nicht schneiden und schauen, was passiert...

    Ich recherchierte mal, was ich hier im Forum so fand:
    • wurzelnackt gekauft und gepflanzt 2020; im selben Jahr wurde sie so:
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    • Im März 2021 meinte Jola, ihr Gärtner hätte gesagt, schneiden frühestens ab dem dritten Jahr. Da ich auf den Seiten vom Rosenpark nichts gefunden hatte, fragte ich direkt dort an und erhielt die Antwort: "Wir empfehlen eigentlich die Kletterrosen ab dem ersten Jahr schon zu schneiden - es gibt keinen Grund dies nicht zu tun, da sie durch den Rosenschnitt die Pflanze anregen gut auszutreiben." Vielleicht war aber genau das der Fehler?

    • Hero hatte damals im selben Thread gemeint: "Bei Kletterrosen sollten die langen Triebe erhalten werden. Seitentriebe werden auf wenige Augen eingekürzt und bei jungen Kletterrosen muß das dünne Zeugs unten raus. Also kurze dünne Triebe, die im ersten und zweiten Jahr gebildet werden." Für mich als Rosenanfänger mit einer noch recht jungen Rose und echt wenig Ahnung aber schwer zu entscheiden, was "dünn" ist.

    • Mehltau hatte die Pflanze dann aber wohl auch, dazu fragte ich hier ein bisschen was - ich weiß aber nicht, ob ich dann nur die Blätter entfernte oder auch etwas zurückschnitt, was auch geraten wurde.

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    • Im Frühling 2022 vermutete ich, dass die Rose Spinnmilben hatte. Ich bin aber nicht sicher, ob das wirklich der Fall war. Behandelt hatte ich, und das Problem war auch weg, aber ich weiß nicht mehr, wie die Rose das vertrug.

    • Vor 2024 holte ich die Rose dann mal hoch, weil Erde nachgefüllt werden musste.
    Irgendwo zwischen 2021/22 und heute muss dann auch noch was mit den Trieben unten gewesen sein, ich kann mich aber nicht erinnern, was das war und scheine es im Forum auch nicht weiter erwähnt zu haben. Und irgendwann kam auch schon mal von unten ein Trieb hoch.
     
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