Samen von Chilis nehmen

Ich hatte zwar Biologie-Leistungskurs auf dem Gymnasium und die Vererbungslehre war mein Lieblingsthema, aber das ist mir trotzdem zu kompliziert.

Ich fasse für mich das Fazit, dass, wenn ich die Samen meiner Chilis einpflanze, nicht davon ausgehen kann, dass sie wie die Mutterpflanze werden. Also besser wieder erneut Samen kaufen, wenn ich sicher gehen möchte, dass ich die bestimmte Chili bekomme.

Aber trotzdem vielen Dank dafür, dass ich meine grauen Zellen anstrengen durfte... ;)

LG Anja
 
  • Och, ich nehme trotzdem auch immer mal wieder von den Absaaten zum Aussäen. No risk, no fun ;)
    Ich probiere nie wieder die erste Früchte direkt im Garten.:-P Egal ob von gekaufter Saat oder Absaat gezogen.
     
    Amarena: Selbst die gekauften Samen können mal schiefgehen, wie der Ein oder Andere wohl auch schon mal erfahren durfte. :- )
     
  • ja, wenn es so einfach wäre :D
    ich habe dieses jahr billigsamen (einfache cayenne) ausgesät und drei verschiedene chili bekommen - cayenne allerdings immer :d die unterscheiden sich im habitus der pflanze, in der größe der pflanzen, in der laubfarbe, in der fruchtform und die einen sind auch mindestens anderhalb umdrehungen schärfer...:D
    ich habe das allerdings noch vorm auspflanzen gesehen, dass ich nicht drei gleiche pflanzen habe, dazu sind die unterschiede zu signifikant.

    was ich bei der verhütung nicht verstehe: wie finde ich die am ende wieder an meiner pflanze?
    bei den spitzpaprika habe ich im schnitt 40 stück, bei den spiralpaprika vielleicht 70, bei den kleinen chili auch 100 an einer pflanze und grade die kleinfrüchtigen sorten blühen ja permanent und überall...
     
  • Hihi, ich dachte ja mehr, dass das dann eine ziemliche Arbeit wird, wenn eine Pflanze jede Menge Früchte hat, bis man die alle eingetütet hat. Auch nicht besser. *g*
     
    :D:-P:d

    hier mal zwei von meinen drei verschienen pflanzen aus einer samentüte (und ich hatte nur drei gesät! :D)
    nr.3, die ultrascharfe ist leider im garten verschollen, habe ich festgestellt, ratzebuzz von den schnecken gefressen. damit ist auch mein chili-gartenexperiment ad acta gelegt :d
    bei der dickfleischigen scheint es fast, als wäre gemüsepaprika eingekreuzt, die kann man sogar halbwegs so essen. schon scharf, aber man bekommt nicht gleich schnappatmung.
    die pflanzen haben durch die letzten beiden kalten nächte leider schon bissl schaden genommen und ich bin noch nicht dazu gekommen, scharfe soße einzukochen, weswegen alles mehr oder minder vertrocknet noch dran hängt
     

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    Die konische Form sieht bisschen wie ne Jalapeño aus. Kann man bestimmt schön füllen.
     
    ja, wenn man viel zeit und geduld hat :D
    die früchte sind ja nur etwa 3-4cm groß...
    schärfe entspricht aber einer jalapeno, die reifung allerdings nicht: diese früchte sind sehr fix nach rot abgereift, früher als alles andere - als ich noch jalas angebaut habe, hat das immer ewig gedauert.
    geschmack ist tatsächlich ziemlich "gemüsig", man wird ja von der schärfe nicht erschlagen.
    alles in allem finde ich das eine gelungene kreuzung, ich werde gulasch-würzpaste draus machen, dafür hat es genau den richtigen schärfegrad.
    ich werde mir ein paar samen von früchten aus der tiefe der pflanze nehmen - vielleicht habe ich ja glück. man hat bei dieser pflanze schon recht früh nach der aussaat gesehen, dass sie diesen komischen reduzierten wuchs hatte.
    die dritte im bunde hatte übrigens deutlich größere chili als diese beiden, deutliche cayenne-form. ich habe vorm urlaub mal von einer grünen gekostet (im garten ist deutlich alles später, weniger sonne) - da musste ich ne pulle milch trinken, um das in den griff zu bekommen. so scharf war die. echt unglaublich, was eine gemeine nacktschnecke so verdrücken kann :D
    na ja, es sei ihnen geggönnt, ich kann mit so scharfen chili eh nix anfangen, wenn man da draus würzpaste macht, muss man die ja mit der feinwaage ins essen wiegen...
     
  • Wie machste denn Deine Würzpaste? Das wäre bestimmt auch was für uns hier. Oder steht das Rezept schon irgendwo?
     
  • im prinzip mache ich so eine art sambal olek - egal ob scharf, extrem scharf oder eher mild:
    chili grob in stücke schneiden (wenn weniger scharf gewünscht, kerne und häute entfernen - fitzelkram, ansonsten mit häuten/kernen), in reichlich olivenöl kurz kräftig anbraten (die leichte röstnöte ist wichtig), danach klein wenig wasser angießen und mit geschlossenem deckel weichdünsten, etwas zucker dazu, (wer mag auch etwas knoblauch) bei ende der garzeit noch eine spur essig, durch ein sieb streichen, kartoffelpresse oder passiermühle mit feinem einsatz. nicht pürieren, dann wirds bitter wegen der kerne und schleimig. die masse erneut erhitzen (wenn zu zäh, mit olivenöl verdünnen) und in ausgekochte schraubgläser füllen. schraubgläser möglichst klein (kaperngläser oder ähnliches) und bis zum rand füllen, nach befüllen kurz auf den kopf stellen (wie bei marmelade halt), richtig einkochen ginge natürlich auch.
    ungeöffnet halten die gläser locker ein jahr (am besten im kühlschrank), nach öffnung unbedingt kühlen, gegebenenfalls mit öl abdecken. je nach verbauchsmenge werden die offenen gläser auch mal schlecht. (deckel immer sauber halten)
    verbrauchsmengen varieren natürlich stark, es gibt schärfetolerante menschen, die hauen sich das zeug gleich teelöffelweise ans essen :d ich gehöre nicht dazu und benutze das messerspitzenweise, zumindest die sehr scharfen varianten.
    man kann gut auch schon an der pflanze angetrocknete chili noch verwenden - je reifer, um so intensiver wird der geschmack.
    ich habe dank meiner würzpaste die verwendung von schwarzem pfeffer in meiner küche eigentlich abgeschafft. das grantelige von schwarzem pfeffer mag ich gar nicht mehr leiden, chili sind ja nicht nur scharf, sondern auch süß und insgesamt hocharomtisch. jede menge natürliches umami halt
     
    es ist halt eine methode der konservierung von scharfen chilies und für mein dafürhalten besser als trocknen, weil man mit der paste viel flexibler umgehen kann und es auch einen sehr eigenen geschmack hat, das fruchtige, aromatische bleibt erhalten oder wird gar verstärkt, was trockenchili leider verlieren.
    natürlich bekommt man im handel heute ganzjährig frische chili, aber wir haben ja unseren gärtnerstolz, gelle.
    nicht zuviel essig, die meisten handelsüblichen marken sambal olek enthalten viel zu viel davon (klar, aus konservierungsgründen), häufig sind da auch kerne drin und viel zu viel koblauch (wohl auch zur konservierung). ich tue gar keinen knobi dran - ich esse das ja nicht als brotaufstrich :D und den knoblauch tue ich bei bedarf lieber an die jeweiligen gerichte.
    das hier macht einmal im jahr ein bißchen mühe, aber man bekommt ein spitzenprodukt.

    *röhr-schnauf-schwitz* - habe gerade nebenher mein vorjahresprodukt verkostet :d:D
    joghurt....., wo bist du?
     
    Vielen Dank Billymoppel!
    Kann man das auch einfrieren? Mache ich mit Pesto immer so.
     
    davon gehe ich aus.
    bin ich noch gar nicht drauf gekommen, weil ich so wenig frost habe und immer alles voll ist.
    ich friere übrigens gemüsepaprika ein: in küchenfertige stücke schneiden, kurz blanchieren und einfrieren. wichtig ist, dass er dem jeweiligen essen bei der zubreitung gefroren zugegeben wird - nicht auftauen vorm anbraten, sonst wirds matsche.
    ist natürlich schon bissl matschiger als frisch - aber meine spitzpaprika sind hundertmal aromtischer als das unreife/künstlich gereifte gelumpe aus dem supermarkt, da kann ich bissl zu weich verschmerzen.
     
    was ich bei der verhütung nicht verstehe: wie finde ich die am ende wieder an meiner pflanze?
    ...

    Ich nehme bei Tomaten eine Wäscheklammer (die auch das Verhüterli hält)
    Nach Fruchtansatz kommt Verhüterli runter und die Klammer an die Rispe.
    Passte bisher immer.
    Bei Paprika oder Chili ist Tubis rosa (oder bunte?) Schleife eine prima Idee.
    Merke ich mir für nächstes Jahr.

    LG
    Elkevogel
     
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