Redundanz zur Heizwerttherme oder sinnvoller Ersatz

Ich kann zu der ganzen Problematik nur sagen... wir haben vor ein paar Jahren unser 70er Jahre 30cm-Porenbetonhaus mit der Hilfe eines ausgezeichneten Energieberaters auf KfW70-Standard gebracht.
(Rein von der Dämmung und vom Energieverbrauch her würden wir eigentlich auch noch KfW55 erfüllen... aber da gab es ein oder zwei formale Punkte, die nicht passten... egal.)

Wir haben sehr lange überlegt, mit was heizen.
Öl wollten wir nicht, Gas gibt es hier nicht und Wärmepumpe kam aus diversen Gründen nicht in Frage - u.a. weil es hier im Winter bis zu -25°C haben kann und wir es im Haus gerne wärmer haben.

Daher haben wir uns nach langen Beratungen und Überlegungen für eine Pelletheizung entschieden und diese Entscheidung bis dato nicht bereut.
Es mag schon sein, dass das Heizen mit Pellets nicht ideal ist, und in einem KfW40 Neubau würde ich auch der Wärmepumpe den Vorzug geben!

Aber man muss ja auch mit den Gegebenheiten arbeiten, die man hat - das sagten uns damals alle Fachleute, mit denen wir sprachen, und ich persönlich meine, dass sie damit Recht hatten. Für uns war diese Lösung einfach gut so.

@log11 ich würde mich an deiner Stelle nicht auf die Wärmepumpe versteifen sondern dringend den Rat eines kompetenten Fachmannes suchen, der eure gesamte Situation miteinbezieht - wobei ich dir tatsächlich ähnlich wie SebDob auch empfehlen würde, dich nicht vor Energiesparmaßnahmen zu drücken... ich hätte ohne energetische Sanierung nicht in unserem Haus wohnen wollen.
Schlicht weil ich verfroren bin und wir sonst schon für ungemütlich kühle Wohnraumtemperaturen jede Menge Energie und Geld zum Fenster rausgeblasen hätten.
So dagegen heizen wir effizient und haben es mit einem sehr geringen Einsatz an Geld und Energie kuschelig warm.
Eine fachmännisch gut gedämmte Fassasde/Dach und gute Fenster sind wirklich das A und O, andernfalls ist alles sehr schwierig und jeder Aufwand unverhältnismäßig.
 
  • @Taxus Baccata , danke für Deinen Beitrag zu dem Thema. Es ist sicher richtig, dass man mit Dämmung entsprechend Energie einsparen kann.
    Ohne es genau zu wissen würde ich dennoch sagen, dass ein Porenbetonhaus aus den 70igern einen anderen Energiestandard hat, als ein Porotonsteinhaus aus 2000.
    Wir hatten hier einen Energieberater des örtlichen Versorgers bei uns im Haus. Der hat sich die Bausubstanz und die Heizung angeschaut. Klare Aussage von ihm, an den Fenstern würde er def. nichts machen, da der Austausch in keinem Kosten / Nutzenverhältnis steht. Das sind Thermo-Verbundfenster, bei denen die Dichtungen OK sind und die vernünftig schließen.
    Die Rollladenkästen würde er auf Dämmung prüfen lassen, der Verlust wäre aber auch im niedrigen 1stelligen Bereich.
    Sein Resümee nach Begutachtung. WP dürfte unter Voraussetzung des Heizkörpertausches im EG problemlos gehen. (Typ11 -> Typ22)
    Zusätzlich will ich die Kellerdecke dämmen, das ist mit wenig Aufwand zu machen.
    Das Dach und die Kehlbalkendecke sind mit Steinwolle gedämmt.
    Über Fassadendämmung habe ich auch schon nachgedacht und es aus folgenden Gründen wieder verworfen. WIr haben 2 Nachbarn, die das auch haben machen lassen. Der eine hat inzwischen Schimmel, der von Außen zu sehen ist. (was ich überhaupt nicht verstehe) Das ist sicher nicht die Regel und wenn es fachmännisch gemacht wird, tritt das hoffentlich nicht auf. Aber es schreckt ab.
    Beide Nachbarn haben das Problem, dass Löcher in der Dämmung entstehen. Ich habe inzwischen mal beobachtet, wie das passiert. Wir haben hier jede Menge Spechte und Elstern. Die Biester fliegen die Wand an und hacken dann mit den Schnäbeln Löcher rein. Ganz prima.
    Vielleicht gibt es auch Dämmung, die eine sehr hohe Außenfestigkeit hat u das zu vermeiden. Klinkerdämmung fällt mir da spontan ein, passt aber nicht zu unserem Haus.
    Ich befasse mich also schon mit diesem Thema.
    Gibt es außer Thermografie noch andere Methoden um die Dichtheit der Gebäudehülle zu prüfen? Blowerdoor ist sicher möglich, aber auch entsprechend aufwendig. Zumal das m.W. nur bei Gebäuden nach neuem Energiestandard Sinn macht.
     
    Ohne es genau zu wissen würde ich dennoch sagen, dass ein Porenbetonhaus aus den 70igern einen anderen Energiestandard hat, als ein Porotonsteinhaus aus 2000.
    Nein, das stimmt so einfach nicht, man kann durch die entsprechenden Maßnahmen ein Haus aus den 70ern definitiv auf denselben Standard bringen.
    Aber du hast Recht, natürlich ist es eine Kostenfrage und eine Frage der Verhältnismäßigkeit. Wir haben kernsaniert, da hatten wir andere Möglichkeiten.

    Die Rollladenkästen würde er auf Dämmung prüfen lassen, der Verlust wäre aber auch im niedrigen 1stelligen Bereich.
    Uns wurde damals von allen Seiten gesagt, dass Rollladenkästen ein großes Problem wären. Wir haben uns dann für Außenkästen entschieden.


    Der eine hat inzwischen Schimmel, der von Außen zu sehen ist. (was ich überhaupt nicht verstehe) Das ist sicher nicht die Regel und wenn es fachmännisch gemacht wird, tritt das hoffentlich nicht auf.
    Ja, das sollte nicht passieren. Dafür gibt es konkrete Gründe, die sich mit guter Beratung und Wahl der richtigen Materialien verhindern lassen.
    Ich hatte auch Bedenken, nach den entsprechenden Beratungen und Informationen nicht mehr.
    Das Thema würde ich noch nicht abhaken. Ohne Dämmung keine (massive) Energieeinsparung. Ist leider so.
    Wir haben hier jede Menge Spechte und Elstern. Die Biester fliegen die Wand an und hacken dann mit den Schnäbeln Löcher rein. Ganz prima
    Das ist schwierig. Komisch, hier machen die Spechte und Elstern das nicht. Da bin ich leider auch überfragt. :unsure:

    Ich würde auf jeden Fall noch einen Energieberater mit guter Reputation hinzuziehen, der wirklich alles minutiös durchrechnet und jedes Detail berücksichtigt wie unserer das getan hat.
    Das Thema ist komplex, aber es lohnt sich schon, da etwas zu machen.
    Ein Leben im schlecht isolierten Haus könnten wir uns heute kaum noch leisten.
     
  • Ein kfw70 Haus mit 30er Porenbeton musst du mit satt Dämmung versehen. Dazu kommt natürlich die Gesamtheit des Hauses. Kfw55 HEUTE, 2013 oder so war wieder eine Anpassung bedeutet einen Energieverbrauch von 35kwh pro qm. Das rechne Mal nach ...

    Zur Empfehlung von Pellets:

    Von rd 400€ auf 750€ pro Tonne.

    Wärmepumpen haben auch erst nach ca 2015 einen richtigen Sprung gemacht. Vorher war auch aufgrund des Preises die Pellet Heizung schon die richtige Entscheidung.

    Schimmel hat andere Gründe. Das liegt meist wirklich an den Bewohnern, wenn fachlich alles richtig ist. Meine Frau hat Asthma und Allergien. Wir haben kalkfarbe an der Wand. Dazu wurde Gipsputz verbaut. Beides stark basisch. Das mag kein Schimmel.
    Dazu kommt daß Verhalten der Bewohner. Wenn solche Probleme bestehen, kann ich keine Wäsche im Haus trocknen, ich brauche Abluft beim Kochen etc. Meine dezentrale Lüftungsanlage ist nicht das goldene vom Ei, sorgt aber für frische Luft von draußen, vorgewärmt...

    Gegen Spechte etc gibt's sicherlich auch technische Lösungen.

    Bis jetzt lese ich hier leider nur ausreden. Die Fassade ist frisch gestrichen und und und... Nur das leichteste raussuchen reicht halt nicht. Wie ich zum Anfang schrieb, die Beste kWh Wärme ist die, die nicht benötigt wird.
    Jetzt 20.000kwh Wärme aus Gas. Gas ist egal, wie warm das Heizungswasser sein soll... Mit Dämmung reduziert auch ggf 10.000kwh. Jaz 1:4. Schon sind es 2500kwh Strom. Mit Glück bleibt der Strompreis bei unter 50ct. Was dann 1250€ ergibt. Dazu entfällt der Schornsteinfeger und die Wartung.
    Das klappt aber nur mit entsprechend Maßnahmen um alles für die WP anzupassen.
    Man kann zusätzlich zu den Heizkörpern auch die Wände Schlitzen und dort fbh als Wandheizung verbauen. Sinnvoll, wenn die Aussenwand ohne Dämmung geheizt wird?

    Zu den Kosten, vieles kann man selbst machen. Man muss es nur wollen. Das Material ist schon teuer genug geworden. Viele verbauen auch einen monoblock in Eigenregie. Vorlauf und Rücklauf, Strom ggf vom Elektriker... Daher ist das so beliebt...
     
  • Schimmel hat andere Gründe. Das liegt meist wirklich an den Bewohnern
    Glaube damit waren verschimmelte Fassaden gemeint..?
    Das passiert - aber tatsächlich auch nur dann, wenn die falschen Materialien gewählt/falsch gedämmt wurde/die Gegebenheiten nicht entsprechend berücksichtigt waren.


    Ein kfw70 Haus mit 30er Porenbeton musst du mit satt Dämmung versehen.
    Ja, aber es gibt entsprechende Materialien! Wir haben uns für eine 12cm Dämmung aus teurem Material entschieden - abgesegnet von Energieberater, drei anderen Experten und der KfW.
    Der Effekt ist großartig, der Fassade geht es gut, im Haus ist es trocken. (Manchmal leider zu trocken)


    Dazu kommt natürlich die Gesamtheit des Hauses. Kfw55 HEUTE, 2013 oder so war wieder eine Anpassung bedeutet einen Energieverbrauch von 35kwh pro qm. Das rechne Mal nach ...
    Unsere Kernsanierung fand vor ein paar Jahren statt, weit nach 2013.
    Unser Energieberater ist im Landkreis und allen angrenzenden extrem gefragt, er hat sehr gut gerechnet.
    Ist auch alles aufgegangen.

    Von rd 400€ auf 750€ pro Tonne.
    Ja mag sein. Trotzdem noch billiger als Öl, und sicherer verfügbar als Gas.
    Nicht falsch verstehen: unter anderen Voraussetzungen hätte ich der Wärmepumpe den Vorzug gegeben. (Wenn wir da nicht zusätzlich noch Probleme mit der Aufstellung des Geräts gehabt hätten- Unser Grundstück eignet sich auch nicht gut dafür.) Für uns waren die Pellets in jeder Hinsicht die beste Lösung.

    Natürlich trifft das nicht auf jeden Haushalt zu - uns das hier sollte keinesfalls eine Empfehlung sein, überall Pelletheizungen zu verbauen. Würde ich so definitiv nicht raten!

    Deswegen sagte ich ja, eine Lösung sollte immer individuell erarbeitet werden. Man kann sicher mit der besten Heizung unglücklich werden, wenn sich das Gesamtkonzept nicht ausgeht.
    Kompetente Beratung ist hier unerlässlich.
     
    Zuletzt bearbeitet:
    Ich werde mich erstmal an sie Kellerdeckendämmung machen. Das wird schon eine Herausforderung, den an der Decke geht neben Strom noch Abwasser, Heizung und Gas.
    Unter manche Leitungen komme ich drunter, aber nicht unter alle.
    Ist es hier schlau eine ganz dünne Dämmung zu nehmen oder lieber aus zuschneiden/ frei zu lassen? Danke euch.👍
     
  • Ich rufe mal @Galileo herbei, der kennt sich mit unzähligen Themen rund um Bau und Handwerk einfach super aus. :paar:
    Vielleicht hat er Zeit und Muße zu antworten, ich kenne mich hier fachlich leider nicht aus.
    Wir haben unseren Keller tatsächlich von außen dämmen lassen. Hatten Glück, dass eine Firma das recht günstig und trotzdem gut gemacht hat. Das hat auch ganz enorm viel gebracht. (Ist wahrscheinlich der einzige Keller, der eine durchschnittliche Luftfeuchte von nur 30% aufweist 🙈 es war schon vor der Sanierung recht trocken da unten... wir haben trotz sehr guter Dämmung eher das Problem, genügend Feuchtigkeit ins Haus zu bekommen.)
     
    Trockene Keller bekommt man auch durch Wärmepumpen Trockner. Wir haben im Winter auch nur 30%. Daher läuft jetzt dauerhaft ein Ultraschallbefeuchter.

    Seite 4 und du fragst, ob du Leitungen und Flächen auslassen kannst?? Dafür hab ich echt kein Verständnis.

    Rechne doch Mal dein Pellet Verbrauch hoch, was du da an Werten bekommst.
     
    Seite 4 und du fragst, ob du Leitungen und Flächen auslassen kannst?? Dafür hab ich echt kein Verständnis.
    Wurde das bisher thematisiert? Ich denke nein. Ich frage doch nur, wie man das richtig macht. Die Halterungen für die E-Leitungen kann ich freilich vorher demontieren und dann auf die Isolierplatten mit längeren Schrauben wieder anschrauben.
    Anders siehts aber mit Wasser, Abwasser, Heizungsrohren aus. Die lassen sich nicht mal eben demontieren. Warum, ist denke ist selbsterklärend.
     
    Rechne doch Mal dein Pellet Verbrauch hoch, was du da an Werten bekommst
    Meinst du mich?
    Passt hier genau. 👍
    Wir sind sehr zufrieden, Berechnung und Realität passt hier zusammen.
    (Wir haben Energieeffizienzklasse B an der Grenze zu A, und der tatsächliche Verbrauch deckt sich ganz gut mit den statistischen Werten. Klar kommt es auch bisschen darauf an wie kalt und lang der Winter ist, aber gerade im Winter ist die zentrale Wohnraumlüftung mit Wärmerückgrwinnung ein echter Vorteil, spart immens Heizkosten. Im Sommer sind sie ja ohnehin überschaubar niedrig.)
    Aber, wie gesagt, ich betone nochmal... mit der für uns maßgeschneiderten Lösung.
    Die muss woanders selbstverständlich nicht passen.
    Mir ging es eher darum, dafür zu sensibilisieren, dass man sich nicht in eine vermeintlich gute Lösung verrennen sollte, wenn es die Voraussetzungen nicht hergeben.

    Das Einzige, was ich nach all der Beratung und allen Informationen sicher sagen kann ist, dass ich mir in ein ungedämmtes Haus aus 1999 niemals eine Wärmepumpe einbauen würde - ohne gründlich zu dämmen edit und eine zentrale Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung einzubauen.
    Das kann sonst nur nach hinten losgehen, es sei denn man mag es in den Wohnräumen gerne kalt oder lebt in einer Klimazone ohne Frost im Winter.
     
    Zuletzt bearbeitet:
  • Das ist falsch. Es wird in den Räumen nicht kalt. Wenn warm, dann nur teuer...

    Meine 5kw Wärmepumpe hat einen 9kw heizstab. Kalt ist also zu 100% ausgeschlossen.

    Und eine maz im Winter von 1:2 will schließlich auch keiner haben...
     
  • Das ist falsch. Es wird in den Räumen nicht kalt. Wenn warm, dann nur teuer...
    Würde eine Wärmepumpe selbst mit entsprechendem Stromverbrauch wirklich in jedem Fall die notwendige Leistung erbringen können? Wenn z.B. das Haus schlecht isoliert ist, keine Lüftung mit WRG vorhanden und bei jeder Wintertemperatur, auch unter -20°C? (Da sagte man uns damals seitens der Fachbetriebe anderes, aber mag natürlich sein, dass es Geräte gibt, sie mit entsprechend hohem Stromverbrauch wirklich alles kompensieren können?)
    Nur was, wenn tatsächlich nicht genügend Strom verfügbar wäre, weil im Zuge des Gasmangels jeder zweite mit Strom heizen will/muss.?
    Ich finde Wärmepumpen wirklich toll und in einen KfW40 Neubau käme mir nichts anderes, aber ich habe tatsächlich Zweifel ob sie überall und in jedem Fall zur Nachrüstung geeignet sind (?) (- vor Allem dann, wenn kein Geld in energetische Sanierung investiert werden soll..?)
     
    Wie ich schon immer schrieb. Es ist eine reine Frage der Effizienz.

    Meine novelan schafft Temperaturen bis -20 Grad. Zum Zeitpunkt der Wahl schafften andere nur bis -16 Grad.
    Glaube der vorletzte Winter war an den kältesten Tagen hier um -14 Grad. Da ich die Sicherung des heizstab deaktiviert habe, weiss ich zu 100% dass es allein durch die WP geleistet wurde. Fachlich nicht 100% korrekt, meine WP verbraucht 1,5kw. Sie lief 18 Std am Tag.
    Die Tagesarbeitszahl sinkt dann zum Teil auf 2,5.
    Aber alles über 1:1 ist besser als der heizstab, der macht schließlich nur 1:1.

    Im übrigen ist dazu kein kfw40 Haus nötig. Ich habe kfw55. Aber selbst im Neubau nach Mindeststandards, was 36,5cm yutong entspricht, ohne Dämmung geht es. Es kommt auf das Wärmeübertragungsystem an. Eine Flächenheizung senkt die Vorlauftemperatur.
    Um effizient zu bleiben, bei Normaußentemperatur -13 Grad, lokal unterschiedlich, muss sie drunter liegen. Das schafft man in der Regel nicht mit Heizkörpern.

    Wenn wir kein Strom haben, fällt bei uns allen die Heizung aus. Deine Pellets funktionieren mit Strom, die Gasheizung etc. Dann haben die Leute Endlich Zeit, darüber nachzudenken, wer die 20% sind, die die Grünen gewählt haben.
    Beim Stromausfall ist dann auch wieder derjenige im Vorteil, der eine Flächenheizung hat. Mein Estrich dürfte 12-15 to Masse haben. Das hält def länger warm als ein Heizkörper mit 500l Pufferspeicher.
    Daher sagte ich ja schon. In diesem Forum kann man viel lesen, die Leute helfen. Man muss es nur wollen. Ob später alle Materialien verfügbar sind, ist eine andere Frage. Aber man muß erstmal einen Plan haben und anfangen.
    Flächenheizung in die Wand geht Zimmer für Zimmer. Beim Kumpel wurde der Keller freigelegt und gedämmt.
    Fehler Nummer Eins ist und bleibt aber, Haus kaufen und denken man muß nichts machen und wohnt billiger als in einer Wohnung.
    Nachbarn haben jetzt neue Fenster, mehr Kohle war nicht drin. Haus 180-200qm... Muss sich jeder selbst überlegen...
     
    Beim Kumpel wurde der Keller freigelegt und gedämmt.
    Bei uns auch, sonst wären wir nicht auf KfW70 gekommen und hätten die Förderung nicht bekommen.

    Eine Flächenheizung/Fußbodenheizung haben wir auch. (Alles im Zuge der Kernsanierung gemacht, wir haben viel investiert.)
    Allerdings haben wir z.B. einen sehr niedrigen Estrich - da wir aufgrund des Altbaus keine 25cm für den Bodenaufbau zur Verfügung hatten. Ich wollte keine 2,35m hohen Decken sondern wenigstens knapp 2,50m, um optisch Neubaumaß zu haben.
    Der Ukrainekrieg war damals halt noch kein Thema... 🤷🏼‍♀️

    Fehler Nummer Eins ist und bleibt aber, Haus kaufen und denken man muß nichts machen und wohnt billiger als in einer Wohnung.
    Da stimme ich zu...
    Und nein, billiger ist es wirklich nicht. Es ist halt eine Investition. Lohnen tut es meiner Ansicht nach schon.
    Wir würden hier für Miete inzwischen in etwa das gleiche bezahlen wie für unseren Kredit... aber an andere... und ohne langfristig etwas davon zu haben.
     
    Meine Nachbarn 1,5 Geschosser zur Miete. 1250€ kalt. Dazu über 900qm Grundstück. Er sagt, 140qm in Berlin kostet min das gleiche, hier hat er den Garten umsonst dazu ...
     
    Für die Region München kannst du die Preise verdreifachen... leider auch die Kaufpreise. Fürs Hinterland zumindest verdoppeln. Da stellt sich für viele gar nicht mehr wirklich die Frage ob mieten oder kaufen... hier kosten Häuser zum (Kern-)Sanieren mehr als in anderen Regionen ein top Neubau... :wunderlich:
     
    Zuletzt bearbeitet:
    München hat aber auch das Einkommen von München. Das kannst du nicht mit Dresden vergleichen.
     
    München hat aber auch das Einkommen von München. Das kannst du nicht mit Dresden vergleichen.
    Hier ist nicht jeder reich und nur die wenigsten können sich hier noch eine Immobilie leisten. Auch hier gibt es Menschen mit normalem oder niedrigem Gehalt. Und das Leben in der Stadt ist inzwischen für viele Familien mit durchschnittlichem Einkommen unbezahlbar geworden. Gute Entwicklung... ich sage, nein. Und wir kennen genügend Menschen die mit Familie trotz durchschnittlichem oder gutem Einkommen auf extrem knappem Wohnraum leben. Aber ok, das ist OT und gehört nicht hierher. :unsure:

    Man darf es sich mit seinem Urteil trotzdem nicht zu einfach machen, es hat auch nicht jeder die Möglichkeiten super luxuriöse energetische Sanierungen durchzuführen. Viele sind einfach froh, wenn sie wohnen können. Das muss keine "Ignoranz" sein, wie du sie weiter oben mehrfach implizit unterstellt hast.
     
    Ich habe jetzt unter heizreport.de mal unser Haus mit allem Räumen, Fensterflächen, Außenwänden und Heizkörpern eingegeben und berechnen lassen.
    Wenn ich nur EG und OG angebe (Keller wird als Abstellraum genutzt und wenig geheizt), dann komme ich auf eine Gebäudeheizlast von 8,1kW bei einem Nutzungsgrad von 0.88.
    Durchschnittliche Raumheizlast 68W/m²
    Das einzige was ich nicht verstehe, das unser Gäste WC mit winziger Fläche die höchste Raumheizlast haben soll. 188W/m². Alle Angaben habe ich 3mal geprüft, die passen.
    Insgesamt ist das Ergebnis als Orientierung schon mal nicht so schlecht.
     
    In der Regel wird eine Toilette mit 24 Grad angenommen. Das müsste auch irgendwo stehen.
    "Schummeln" kannst du auch, wenn du generell nur 20 Grad in den Räumen vorgibst.

    Ich würde keine Toilette überhaupt höher planen. Da sitzt du nicht ewig drauf. Und bei Bedarf tut's auch ein IR Spiegel oder Panel.

    Was richtig tolles wäre also eine lamda08.

    Kostet aber.

    Geh Mal in den Download Bereich.


    Dort hast du Hydraulik Schemen und noch viel besser, das Planungstool heizlast.
     
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