Rasen defekt

Nunja...
Wer den perfekten Rasen haben will, wird allerdings etwas tun müssen und dazu gehört im Sommer das wässern.
So ist es.
Alle von mir gesammelten
Informationen über "Rasenpflege" bestätigen das.

Und erweitert:
Geht die Trockenheit bis an die Graswurzeln,
dann ist da mit anschließender Bewässerung und Düngung nix zu retten
und das ändert sich auch im nächsten Frühjahr nicht,
was auch unser Rasendoc bestätigt:
http://www.hausgarten.net/gartenfor...sern-bei-den-temp-08-07-13-a.html#post1196031
Die Wurzellänge ist genetisch vorgegeben. Die meisten schaffen nicht mehr als
20-25 cm unter optimalen Bedingungen . Bei plötzlich auftretender Trockenheit =
einsetzendem Stess werden sie nicht zu Wachstumsheroes sondern sterben still und leise,wenn nicht beregnet wird.
Tja - dann erzählt in dem Thread auch jemand,
dass er nur 1x im Jahr und selten 2x im Jahr je "Stelle"
eine Stunde bewässert und dennoch alles ist bestens....

Die Botschaft hör ich wohl - allein mit fehlt der Glaube.

Mein Nachbar hat im Vorgarten fast nicht gewässert
und das Ergebnis sieht man trotz der vielen Niederschläge nach dem Hochsommer in Bild2.
(das wird nix mehr)
Daneben befindet sich in Bild1 mein benachbarter Vorgartenrasen.
 

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  • Klar, will ich einen schönen Rasen. Aber "perfekt" muss er nicht sein. Wie gesagt, ist mir Trinkwasser eindeutig zu schade. Ich halte das für Ressourcenverschwendung. Bei uns muss dass Wasser bestimmt zwei Stunden laufen, damit der ganze Rasen nass wird. Neee. Ich habe mich im Sommer zweimal aufgerafft, den Rasen nasszumachen, um ihn doch nicht völlig sterben zu lassen. Und das tat mir dann schon weh.
    Wir haben auch Klee drin und Blümchen und Moos (dessen Menge dank Vertikutieren aber überschaubar ist). So what?
     
    Moos (dessen Menge dank Vertikutieren aber überschaubar ist).
    Kleiner Tipp am Rande: Regelmäßig düngen und das Moss verschwindet ohne Vertikutierer...;)
    Moos ist nämlich "nur" ein Anzeiger für Nährstoffmangel...

    Was häufig das Problem in privaten Rasenflächen ist, ist Moos. Moos hat aber mit Rasenfilz überhaupt nichts zu tun. Moos ist eine Zeigerpflanze für Stickstoffmangel. Moos kommt immer dann – und nur dann – wenn zu wenig gedüngt wird und der Boden Nährstoffarm ist. Meist ist das im Kronenbereich von Bäumen und im Bereich von Hecken zuerst der Fall, weshalb sich hartnäckig das Gerücht hält, Moos komme vom Schatten und von feuchten Böden. In Wirklichkeit werden in diesen Bereichen die Nährstoffe von den flachen Saugwurzeln der Bäume und Sträucher nur schneller verbraucht und es besteht dort einfach mehr Bedarf an Dünger. Natürlich ist es so, dass Dünger, vor Allem organischer Dünger, in Schattenlagen schlechter umgesetzt wird, dies ist aber nicht ursächlich sondern kommt erschwerend hinzu. Moos tritt also da nicht auf, wo ausreichend gedüngt wird, bzw. verschwindet sofort, wenn Stickstoff aufgebracht wird.
    Quelle
     
  • Klar, will ich einen schönen Rasen. Aber "perfekt" muss er nicht sein. Wie gesagt, ist mir Trinkwasser eindeutig zu schade. Ich halte das für Ressourcenverschwendung. Bei uns muss dass Wasser bestimmt zwei Stunden laufen, damit der ganze Rasen nass wird. Neee. Ich habe mich im Sommer zweimal aufgerafft, den Rasen nasszumachen, um ihn doch nicht völlig sterben zu lassen. Und das tat mir dann schon weh.
    Wir haben auch Klee drin und Blümchen und Moos (dessen Menge dank Vertikutieren aber überschaubar ist). So what?

    Ich weiss nicht, wo genau Du herkommst. Ansich ist Deutschland kein Wasser-Mangelgebiet. Sprich, es gibt hier genug davon und die Vorräte werden durch reichlich Regen aufgefüllt. Anders als in Wüsten, wo man 1.000.000 Jahre alte Reservoirs anzapft. Was Du auf den Rasen sprengst versickert auch direkt wieder in das Grundwasser. Schade allenfalls um das Geld, aber bei viellleicht zwei mal die Woche sprengen in den vielleicht 4 extrem heissen Wochen im Jahr ist das verkraftbar.
     
  • Ich weiss nicht, wo genau Du herkommst. Ansich ist Deutschland kein Wasser-Mangelgebiet. Sprich, es gibt hier genug davon und die Vorräte werden durch reichlich Regen aufgefüllt.Was Du auf den Rasen sprengst versickert auch direkt wieder in das Grundwasser. aber bei viellleicht zwei mal die Woche sprengen in den vielleicht 4 extrem heissen Wochen im Jahr ist das verkraftbar.

    So ist es....

    Millionen Flussanrainer werden mit aufbereitetem Flusswasser versorgt.
    Fast alles mündet in der Nord und Ostsee.
    Welch eine Ressourcenverschwendung.....:confused:
    Die Bewohner der Malediven sind aufgrund steigender Meeresspiegel,
    über jeden Kubikmeter Wasser dankbar,
    der von/aus regenreichen Regionen wie in Deutschland - nicht in die Meere fließt....

    Dessen ungeachtet:

    Es geht hier um den ratsuchenden Member @Roki19.

    Er hatte berichtet, dass er im Sommer nicht gewässert hatte
    und so marode sieht sein Rasen aufgrund der Bilder in Post#1 auch aus.

    Außerdem wird ein sattgrüner Rasen angestrebt und der ist schlicht nur
    erreichbar, wenn die bis zu 6 Liter/qm stattfindende Verdunstung
    im Hochsommer (30Grad und volle Sonne) ausgeglichen wird,
    was in jeder Fachpublikation nachlesbar ist.

    Deshalb ist das was hier in Post#18 und #22 steht (im Sinne des TE)
    - schlicht kontraprodukiv.
     
    Ich bemerke hier eine angeregte Diskussion ob wässern oder nicht.
    Ich habe jetzt verstanden das ich dieses jahr zuwenig gewässert habe. Im Bezug auf wasserverschwendung habe ich kein Problem da ich einen Tank im Garten habe von wo ich das wasser nehmen kann.
    Wie bekomme ich denn jetzt im Frühjahr den Rasen am besten wieder auf Vordermann.
    Ich werde am Wochenende oder Anfang nächster Woche ( wenn es regnet) den ,,Winterdünger" auftragen , Mähen muss ich wohl nicht mehr wenn es nicht gerade wieder warm wird.
    Aber wie geht es dann am besten im Frühjahr weiter ????
     
  • Im Frühjahr den Rasen schön kurz Schneiden (2-3cm) Danach mit einem Lüfter, gibt's gute Elektrolüfter schon um 100 € und können mehrmals im Jahr genutzt werden. Danach einen Langzeitdünger (90 Tage) aufbringen und gut Wässern. Oder am besten vor einer Regenphase düngen. Danach auf 4 cm wachsen lassen und diese Höhe beibehalten, 2 x mähen die Woche, mit scharfen Messern am besten ist Mulchfunktion über Mähroboter. Diesen dann jeden Tag laufen lassen.
    In der Hitzephase im Sommer max. 2 x Wässern müsste reichen, dann aber ne gute Stunde.
     
    Im Frühjahr den Rasen schön kurz Schneiden (2-3cm) Danach mit einem Lüfter, gibt's gute Elektrolüfter schon um 100 € und können mehrmals im Jahr genutzt werden.
    Sorry,

    aber das widerspricht den Erkenntnissen von Rasen-Profis:
    http://www.rasenblog.de/
    Auszug:
    Jeder, der einen schönen Rasen haben möchte muss mindestens einmal pro Jahr
    vertikutieren. Richtig oder Falsch? Natürlich Falsch. Warum?
    Warum man nicht vertikulieren sollte, das wird auf der Seite gut erklärt.

    @roki19
    Ich würde aufgrund der Bilder in Post#1 einen Rasen-Profi
    kommen lassen. Aus meiner Sicht, kann nur ein Profi vor Ort eine
    Zustands und Erwartungsdiagnose für Deinen Rasen erstellen.

    Oder ich würde eine Fläche (ev. 50x50cm) vom maroden Rasen 10cm tief
    ausstechen, zu einer Gartenbaufirma fahren und dort begutachten lassen.
    Im Bezug auf wasserverschwendung habe ich kein Problem da ich einen Tank im
    Garten habe von wo ich das wasser nehmen kann
    Wie viele Liter fasst Dein Tank?

    Hier bei uns hätte (bei 300qm Rasenfläche) in diesem Hitzesommer ein 10000
    Litertank nur ca.4Wochen gereicht.
    Einschließlich der vom 100qm Dach aufgefangenen Regenmenge
    von ca. 50L/qm von Juli bis Anfang September.

    Normalerweise fallen hier allerdigs 160L/qm zwischen Juli und Anfang September.
    Dann würde wohl auch ein deutlich kleinerer Tank ausreichen.
     
    Lüften (Aerifizieren) nicht ist nicht gleich Vertikutieren.

    Beim Vertiktuieren wird die Grasnarbe geschlitzt und sozusagen entfilzt. Dieser Filz entsteht z.B.: durch abgestorbene Stängelteile oder ältere Wurzeln.

    Beim Aerifizieren werden ca 10cm tiefe Löcher gestossen, damit Wasser und Luft an die Wurzelzone kommt. Diese Hohlräume kann man anschliessend mit Sand füllen, damit sie durchlässig für Wasser bleiben.

    Anschliessend (um die Reihe komplett zu machen) kommt das Topdressing. Hierbei werden kleine Sandmenge auf dem Rasen verteilt. Am besten mit der Schuafel und dann mit einem Rechen abziehen, sodass der Rasen gepudert aussieht.


    Dem Kurzschneiden auf die von T.Tomberg empfohlene Länge würde ich nicht folgen.
     
  • ... Beim Aerifizieren werden ca 10cm tiefe Löcher gestossen, damit Wasser und Luft an die Wurzelzone kommt. Diese Hohlräume kann man anschliessend mit Sand füllen, damit sie durchlässig für Wasser bleiben. ...

    die Lochtiefe ist Boden- bzw Tragschicht-abhängig und kann bis zu 60cm betragen und die Löcher werden stets mit (kalkfreien) Sand verfüllt ...

    und es geht nur um die Luft ... das Wasser soll nämlich WEG!

    n.

    PS ein guter Aerifizierer fängt weit jenseits der €1.000-Grenze an ...
     
  • Beim Aerifizieren werden ca 10cm tiefe Löcher gestossen, damit Wasser und Luft an die Wurzelzone kommt.
    Das Beispiel-Bild zeigt einen zuvor unbewässerten Rasen-Bereich vom Nachbarn,
    der seit 4 Wochen trotz intensiver Nach- Bewässerung
    noch immer völlig marode aussieht.

    Trotz Sonne und Wärme in den letzten 10 Tagen.....

    Unter der Grasnarbe gibt es im 3cm nachfolgendem Erdbereich
    nur noch wenige pisselige, dünne, braune, trockene Wurzeln.

    Da kannst Du wässern oder lüften so viel Du willst,
    das wird nix mehr, was jeder Rasenprofi so bestätigen dürfte.

    Bei mir gibt es im Rasenkanten Nah - Bereich einer dicken/hohen Birke
    seit einer Woche auch gelblich/bräunlich aussehenen Rasen.(ca. 2qm)

    Die September-Niederschläge haben offensichtlich nicht ausgereicht.
    Ich hatte im September nur ganz wenig bewässert.

    Habe heute mal am Rasenrand zur Birke einen Test mit dem Spaten gemacht.

    Ergebnis:
    Erdbereich bis in 10cm Tiefe absolut trocken,
    was die schwächelnde Rasen-Stelle erklärt.

    Offensichtlich spielt der trockene Wind
    und der lange Sonnenschein der letztenTage eine große Rolle.
     

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    die Lochtiefe ist Boden- bzw Tragschicht-abhängig und kann bis zu 60cm betragen und die Löcher werden stets mit (kalkfreien) Sand verfüllt ...
    Richtig, aber das ist ohne professioneles Gerät nicht zu schaffen. Das einfache Aerifizieren kann mit einer Hohlzinkengabel geschehen. Hierbei kommt man schwerlich manuell weiter als 10cm. Auch das Aerfizieren mit einer Grabegabel kann effektiv sein, da die Kosten von niwashi auf jeden Fall richtig benannt sind.


    niwashi schrieb:
    und es geht nur um die Luft ... das Wasser soll nämlich WEG!

    Negativ. Es soll auch Wasser direkt an die Wurzelzone kommen. Das das Wasser dann abfliesst und sich nicht staut ist ein m.E. eher ein Nebeneffekt.

    @Orta:
    Ich teile Deine Meinung. Ich wollte nur klarstellen, dass Vertikutieren nicht gleich Aerifizieren ist.
    Auch Deine Einschätzung die Birke betreffend ist korrekt. Ich habe die gleichen Erfahrungen rund um meinen "Unkrautbaum".
     
    Negativ. Es soll auch Wasser direkt an die Wurzelzone kommen. Das das Wasser dann abfliesst und sich nicht staut ist ein m.E. eher ein Nebeneffekt.

    ich bin seit über 25 Jahren u.a. im Sportplatzbau tätig, ich glaub zu wissen wovon ich spreche bzw schreibe ... und Aero kommt von Luft .... sonst würds ja Hydrofizieren heißen

    um Wasser an die "Wurzelzone" zu bekommen, verwende ich sogenannte Beregnungsanlagen ...

    n.
     
    @Orta:
    Ich teile Deine Meinung. Ich wollte nur klarstellen, dass Vertikutieren nicht gleich Aerifizieren ist.
    Auch Deine Einschätzung die Birke betreffend ist korrekt. Ich habe die gleichen Erfahrungen rund um meinen "Unkrautbaum".

    Danke.

    Heute zeigte sich im Vorgarten noch eine "Baustelle"
    Bild 2 und 3
    Die befindet sich direkt unter einer 20m hohen Blautanne.
    Dazu noch dicke Efeuwurzeln.

    Besonnt werden die 10qm aber dennoch ausreichend.
    Gedüngt wurde ausreichend.
    Zuletzt vor 3 Wochen Herbstdünger nach Vorschrift.

    Vermutlich entziehn die Baumwurzeln dem Boden sehr viel Wasser.
    Bis Anfang September zeigte sich nur sattes Grün
    Gewässert wurde danch im September / Oktober offensichtlich zu wenig.
    So ein Rollrasenproduzent und Rollrasenverleger,
    der den Garten eines Neubaus gegenüber meinem Haus zur Zeit anlegt.

    Bild 1 zeigt eine benachbarte Vorgarten - Rasenfläche.
    Da gibt es nur Stauden und keinen Baum
    Die wurde weniger gewässert als die Fläche unter dem Baum
    und ist dennoch ok.

    Schaunmermal was die heutige 20L/qm Bewässerung bringt.
     

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