Lamellenpergola auf Terrasse sichern

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10. Feb. 2008
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Hallo zusammen,
Wir haben uns eine 170kg schwere Lamellenpergola für die Terrasse gekauft. Diese ist mit 40x40cm Platten schwimmend (Schotter, Sand)verlegt.
Nun möchte ich für die Pfosten jeweils 1 Platte herausnehmen, 60cm tief ausschachten und mit Beton ausgiesen, dann würde ich entweder die Terrassenplatte auf das Betonbett legen, so quasi "festkleben" oder die Platte weglassen und die 40x40cm Aussparung mit Beton "plan" gießen.
Würde das gehen?
Ich würde mich sehr über Antworten und Tipps freuen!
LG blindschleiche
 
  • Hallo blindschleiche,

    prinzipiell sollte Dein Vorhaben funktionieren. Ein paar mehr Details wären aber hilfreich,

    Du hast 2 Pfosten, nehme ich an ?

    Was meinst Du mit
    Diese ist mit 40x40cm Platten schwimmend (Schotter, Sand)verlegt.
    Wie tief reichen die Pfosten ? Wahrscheinlich musst Du mit Pfostenankern arbeiten ?
    Kannst Du ein Foto einstellen ?
     
    Hallo JoergK,
    Danke für die schnelle Antwort.
    Die 4 Pfosten der Pergola sollen (freistehend) auf den 4 Terrassenplatten oder den 4 gegossenen Betonflächen (ohne die Terrassenplatten), aufgeschraubt werden.
    Meine Terrassenplatten liegen alle auf einer Schotterschicht (untere Schicht)und einer Sandschicht (oberste Schicht) auf.
    Fotos hab ich leider keine...
    LG blindschleiche
     
    Zuletzt bearbeitet:
  • 4 Einzelteile (die "Füße") werden unten an die Pfosten geschraubt.
    Nach dem Aufschrauben auf die Unterlage (Terrasse) werden diese mit einem "Deckel" überdeckt.
    Die Pfosten sollen nicht einbetoniert werden!
     
    Zuletzt bearbeitet:
  • Also einfach auf die schwimmend verlegten Terrassenplatten schrauben kannst du glaub ich vergessen. Beim ersten Windhauch fliegt dir die Pergola samt den lächerlich leichten Platten davon.
    Eventuell kannst du das Punktfundament etwas unter dem ursprünglichen Niveau enden lassen, die Füße aufschrauben, eine dünne Schicht Sand auftragen und die ursprünglichen Platten wieder auflegen. Minus einem Ausschnitt im Bereich der Füße natürlich.
     
    So wie ich es verstanden habe, will @blindschleiche unter jeder der 4 Platten bis zu 60 cm ausschachten und mit Beton ausgiessen.

    Dann würde ich die Fundamente von der Pergola rein stecken, so dass sie einbetoniert sind und die Pergola daran schrauben. Sollte doch so genügend verankert sein?
     
  • Hallo Platero,
    Die Pergolapfosten möchte ich nicht einfach auf die 40x40 Terrassenplatten schrauben.
    Ich möchte ein Puntfundament UNTER die (schwimmend verlegten) Terrassenplatten herstellen.
    Also Platte raus - 60cm vorhandenen Schotter rausholen - in das entstandene Loch Beton gießen und ENTWEDER:
    - die Terrassenplatte wieder drauflegen (quasi draufgeklebt auf den feuchten Beton)
    - alles 2-3 Tage hart werden lassen
    - Pfosten drauf aufschrauben,
    ODER :
    - Die Terrassenplatte NICHT mehr drauflegen, sondern die Pfosten auf dem rohen gegossenen ausgehärteten Betonfeld aufschrauben.
    Ich hoffe ich habs verständlich erklärt.
    LG blindschleiche
     
    Hallo Linserich,
    Das mir dem Ausschachten hast Du richtig verstanden.
    Die Pfosten der Pergola haben separate Füße, die unten in die Pfosten geschraubt werden und dann (mitsamt dem Pfosten)auf dem Beton (oder Terassenplatte, die auf dem Beton "festbetoniert" ist) draufgeschraubt werden.
    Ich möchte allerdings die Pfosten mir ihren Füßen nicht einbetonieren!
    Meine Frage ist lediglich, ob es ausreicht 4 Punktfundamente in die vorhandenen Terrassenplattenlöcher zu machen...
    LG blindschleiche
     
  • Alles klar, es sind also Pfostenschuhe zum Aufschrauben.

    4 Betonfundamente in der von Dir genannten Größe für 4 Pfosten reichen aus. Jedes Fundament trägt dann 42,5 kg + Pflanzen + Windlast.
    Die Schlossschrauben mit Dübeln oder Maueranker müssen aber lang genug sein, also deutlich unterhalb der Betonplatten in das Betonfundament hineinreichen.
    Ohne hier genaue Maße nennen zu können, denke ich an 4 Schrauben bzw. Maueranker pro Pfostenschuh mit einem Durchmesser von 10-12 mm und 12-15 cm Länge.

    Genauere Empfehlungen bekommst Du evt. hier:

    Der Beton muss gut verdichtet werden und kann mit Wasserüberschuss verarbeitet werden - um so härter wird er letztendlich.
    Außerdem würde ich ihn besser 1 Woche abbinden lassen. Seine Endhärte erreicht er erst nach Jahren.

    Grüße,
    Jörg
     
  • Meine Terrassenplatten liegen alle auf einer Schotterschicht (untere Schicht)und einer Sandschicht (oberste Schicht) auf.
    Darf ich mal nur am Rande fragen wieso ihr da Sand habt ?

    Der Pflasterer der unsere Terrasse gemacht hat meinte, Sand würde man nicht nehmen, weil da die Ameisen gerne ihre Nester bauen. Kies ist für sie uninteressant.
     
    Das stimmt. Sand wurde früher gerne benutzt. Das Pflastern ist relativ einfach.


    Ich hoffe, er hat Splitt benutzt.
    Natürlich Splitt.
    Ich kenne den Unterschied und trotzdem schreib ich es öfters falsch.

    Danke fürs verbessern.

    Bei unserer alten Terrasse haben die Ameisen immer den ganzen Sand aus den Fugen gebuddelt. Zu der Zeit als man die verlegt hat, wurde noch gerne Sand genommen.
     
    Natürlich Splitt.
    (y)

    Ich kenne den Unterschied und trotzdem schreib ich es öfters falsch.
    Wird häufig durcheinander geworfen.

    Danke fürs verbessern.
    War auch nicht böse gemeint. ;)

    Bei unserer alten Terrasse haben die Ameisen immer den ganzen Sand aus den Fugen gebuddelt. Zu der Zeit als man die verlegt hat, wurde noch gerne Sand genommen.
    (y)
     
    Vielen Dank @Jörg+ Feli871!
    Leider weiß ich nicht, wie ich hier Fotos hochladen kann, aber ihr habt mich ja auch so verstanden...
    ● Welchen Beton sollte ich nehmen? Normalen oder Schnellbeton?
    ●Wie bekomme ich die 4 Punktfundamente auf gleiches Niveau?
    ●Und würdet ihr die "alten" Terassenplatten wieder drauflegen(mit fest betonieren) oder die "rohe" Betonfläche lassen zum Draufschrauben der Pergolapfosten?
     
    Fotos hochzuladen ist ganz einfach über den Button "Dateien anhängen" unter dem Text, den Du schreibst. Danach auf "Einfügen" und dann auf "Vorschaubild".

    Ich nehme für solche Fundamente preiswerten Estrich-Beton, Beton-Estrich, Gartenbau-Beton o.ä., also Sackware. Er wird härter als selbst angemischter Beton.

    Die Höhen nimmt man über 2 Stangen, zwischen den man eine Schnur straff spannt und diese waagerecht oder dem Gefälle entsprechend ausrichtet.
    Bei Fragen dazu schreibe noch mal. Ich lade dann eine Skizze hoch. Gib dann bitte an, ob die Pfosten auf gleicher Höhe stehen und welchen Abstand sie haben sollen.

    Die Platten würde ich wahrscheinlich wieder einbauen, sieht vielleicht hinterher schöner aus als eine Betonfläche. Das hängt aber auch davon ab, ob sie geschnitten werden müssen, was schwierig sein kann.
    Von "mit fest betonieren" kann übrigens keine Rede sein, was aber nicht schlimm ist, weil die Schrauben bzw. Maueranker tief in die Fundamente hinein ragen.
     
    Hi blindschleiche,

    Fundamente Ø 30 x 60 cm aus günstigem "Fertigbeton" sind ausreichend, sofern die obersten 15 cm verbreitert sind, wie ein Säulenkapitell, damit die SpreitzDübel der Befestigungsschrauben nicht den Beton spalten.

    Da sich Deine "Schotter-Terrasse" in den nächsten Jahren noch etwas setzen wird, wäre ein bündig betonieren mit den Terrassenplatten nicht sinnvoll – es würde mit der Zeit ein Überstand entstehen.

    Ich würde, wie Du schon schreibst, die Fundamente tiefer belassen, um Platz für die Platten darauf zu haben – sieht nicht nur besser aus, auch müssten sie bei einer Änderung der Pergola nicht abgerissen werden.
    Darüber hinaus würde ich die Fundamente zusätzlich 1 bis 2 cm tiefer herstellen und die Platten mit dick angesetztem Fliesenkleber (Dünnbettmörtel) darauf kleben.
    So kann, wenn sich die Schotter-Terrasse noch gesetzt hat, die Platte vom Fundament gelöst werden (nach Demontage der Pergolafüsse) und höhengerecht wieder eingebaut werden.

    Statt 1 bis 2 cm dick Dünnbettmörtel, könnte auch eine entsprechend dicke Kunststoffplatte (oder mehrere dünne) unter die Terrassenplatte platziert werden.
     
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