In naher Zukunft nicht mehr arbeiten müssen?

  • Es wird in vielen Branchen die Automatisierung weiter voranschreiten. Aber es wird nie passieren das niemand mehr arbeiten muss.
    Sollte das wieder erwarten doch passieren. Wird die Menschheit über kurz oder langem sich selbst vernichten. Aus langerweile Kriege beginnen. Sich Tod saufen oder -kiffen. Oder oder oder.

    Und wenn dann einmal was an der Technik kaputt geht, weis keiner mehr wie man sie instand setzt. Und wir werden erfrieren, verhungern oder verdursten. Falls wir nicht davor schon am Übergewicht kaputt gegangen sind.

    Oder die Maschinen entwickeln ein eigenes Bewusstsein und sehen es nicht mehr ein für uns zu schuften und bum.
     
    Und damit man sein Selbstwertgefühl behält.
    Ich hätte mich ohne Arbeit nie wohlgefühlt. Es ist doch sehr befriedigend am Abend nach Hause zu kommen und zu wissen was man geschafft hat.

    Ganz genau.
    Und auch, wenn unangenehme Arbeiten dabei sind oder waren, bleibt doch immer ein gutes Gefühl, es doch wieder "geschafft" zu haben.
    Daher auch meine Annahme, dass zumindest Teile der Menschheit verweichlichen würden, von Zivilisationskrankheiten mal ganz abgesehen.


    .....Polizei, Feuerwehr, Bauarbeiter, Jeglicher Kundendienst im Handwerk, Schlüssel Notdienst, Betreuung, Pflege,… etc. Alles wird noch in 20 und von mir aus auch in 100 Jahren noch genauso sein wie jetzt.....

    Ich bin schon sicher, dass es Veränderungen geben wird, gerade bei einfachen Tätigkeiten.
    Aber die Führung und Kontrolle werden sich bestimmte Menschen nicht aus der Hand nehmen lassen. Denn diese zu besitzen, bedeutet ja auch eine ungeheure Macht - nicht nur über die Maschinen, sondern auch wieder über die Menschen, die nicht an den Schalthebeln sitzen.

    .....Es fängt ja auch schon damit, das alle Ressourcen endlich sind, wo soll all das Material herkommen um „nicht mehr arbeiten zu müssen“ ?

    Das ist ein ganz wichtiger Punkt, zumal wir bei manchen notwendigen Stoffen heute schon an die Grenzen der Verfügbarkeit geraten.
     
  • Es geht ja nicht nur um Macht und Kontrolle, sondern halt auch um die Umsetzbarkeit. Der Weg zur Umsetzbarkeit wird – nicht vorhersehbar lang – sein und vielleicht nie kommen (weil vorher Ressourcenmangel?)

    Man braucht ja nicht nur die Ausführende Technik, sondern auch alles was daran hängt, Infrastruktur, Wartung, Herstellung. Es gibt ja nicht mal überall guten Handyempfang. Was Musk erzählt ist Quatsch.

    Veränderungen wird es geben, sind ja schon dabei. Aber diese Veränderungen sind meist ergänzend (Drohnen, Droiden etc. im Krieg, bei Bergung usw.). Alleine schon die Berufe, die ich aufzählte, werden in 20,… 50 Jahren wann auch immer, nicht Autonom von Ki ausgeführt. Massenproduktion, sollte die Technik irgendwann soweit sein, wird es wahrscheinlich nicht geben, weil dann Ressourcenmangel herrscht und die kosten werden daraufhin unverhältnismäßig hoch.

    Dann läuft es wieder darauf hinaus, das es zwar einige Systeme gibt, die vielleicht Autonom sind, aber im Endeffekt immer nur den Menschen bei seiner Arbeit unterstützen. Bis also niemand mehr arbeitet, ist es ein unbekannt langer Weg.
     
  • Es würde mich wirklich interessieren, wie es in dieser Hinsicht in mehreren Jahrzehnten aussieht.
    Vielleicht braucht es auch solche übertriebenen Statements, um eine Technologie richtig voranzutreiben.

    Und in den nächsten Jahrzehnten ist realistisch mit der Marktreife von Kernfusion und Quanten-Computern zu rechnen. Autonomes Fahren wird dann zumindest in vielen Ballungsräumen zum Standard gehören.

    Die Liste der durchgreifenden Veränderungen ist lang.
    Mir wird ganz schwindelig, wenn ich daran denke, was alles auf die nächsten Generationen zukommt.
     
    Arbeit ist eine sinngebende Tätiigkeit.
    Sieht man ja auch daran, wenn man Arbeitslose im Langzeitverlauf untersucht.
     
  • Mir wird ganz schwindelig, wenn ich daran denke, was alles auf die nächsten Generationen zukommt.
    Muss dir nicht werden. Die werden damit groß und kennen es dann nicht anders. Wenn ich mal den Fehler mache und zu meinem Sohn sage, wir haben das damals so oder so gemacht. Kommt dann: Ihr in den alten 90igern. Das kannste nicht vergleichen mit heute.^^
     
    .....:DIhr in den alten 90igern. Das kannste nicht vergleichen mit heute.^^

    Och, das muss man relativ sehen.

    Ich fühle mich von jüngeren Menschen eigentlich nicht abgehängt.
    Zwar springe ich nicht auf jeden Zug auf (z.B. Messenger-Dienste oder Games), aber ich beschäftige mich seit Anfang der 90er mit den neue entstehenden Techniken. 35 Jahre Erfahrung können Jugendliche nicht vorweisen, dann wären sie auch nicht mehr jugendlich. :D
    Aber in jungen Jahren lernt man wohl schneller als in höherem Alter.

    Vielleicht ist es nur ein subjektiver Eindruck. Es kommt mir so vor, als wäre die Zeitspanne zwischen zwei bahnbrechenden technischen Neuerungen heute kürzer als zum Ende des letzten Jahrtausends.
     
  • Und in den Geschäften wird es keine Kassierer mehr geben. Alles Selbstbedienerkassen.
    Ob alle Leute ehrlich sind?
    Ich glaube nicht.
    Die Versuchung, nicht zu zahlen, ist groß.
    Ob sich das durchsetzt?

    Übrigens: in meinen Garten möchte ich keine Roboter einsetzen.

    Aber natürlich werden Roboter zum Einsatz kommen. Daran gibt es keine Zweifel.
    Vielleicht wird damit der Fachkräftemangel behoben?

    Und wer nicht arbeiten will, muss es auch nicht. Der Verdummung sind keine Grenzen gesetzt.
     
    Und in den Geschäften wird es keine Kassierer mehr geben. Alles Selbstbedienerkassen.
    Ob alle Leute ehrlich sind?
    Ich glaube nicht.
    Die Versuchung, nicht zu zahlen, ist groß.
    Ob sich das durchsetzt?
    Bei großen Ketten kann ich mir das gut vorstellen. Mit verbesserten Kontrollmechanismen zur Diebstahlsminimierung.

    Aber natürlich werden Roboter zum Einsatz kommen. Daran gibt es keine Zweifel.
    Vielleicht wird damit der Fachkräftemangel behoben?
    Gut möglich.
    Wenn ein Robot operieren kann, wie bereits geschehen, kann er auch handwerkliche Arbeiten fachgerecht ausführen.
    Das ist nur eine Sache des Lernens.

    Und wer nicht arbeiten will, muss es auch nicht. Der Verdummung sind keine Grenzen gesetzt.
    Wieder eine Finanzierungsfrage.
    Wer bezahlt die Roboter, die anstelle der Menschen arbeiten, die nicht arbeiten wollen ?
    Wer schöpft den Gewinn ab und wer finanziert das Leben dieser nicht arbeitenden Menschen ?
     
    Ich glaube nicht. Bei Ikea in den Niederlanden gibt's nur noch Selbstbediener Kassen.
    Vor ein paar Wochen waren wir dort einkaufen und ich konnte beobachten, dass jemand nur 8 statt 12 Bilderrahmen gescannt hat. Ich stand direkt daneben und ich bin mir sicher, dass es kein Versehen war.
    Bei uns im Real wurden die Waren die übers Kassenband liefen gewogen und dein Einkaufswagen vor dem Ausgang nochmal. Haben deine Sachen die du gescannt hast 3 Kilo gewogen, die in deinem Wagen dann aber 5 , kann das ja nicht stimmen, und dann ging die Türe nicht auf.
     
    Jörg, operieren ist immer noch etwas anderes und für einen Roboter sehr viel einfacher, als ein handwerklicher Beruf (welcher innerhalb einer Gesellschaft ausgeführt wird)! Das darfst du nicht vergessen.

    Stell dir mal 5 Roboter als Dachdecker vor (Einfamilienhaus)?! Das wird es auch in den nächsten 100 Jahren nicht geben, sie lernen ja grade erst laufen. Wenn der Roboter Lieferant, nicht weis wohin mit den Dachpfannen, weil die Straße zugeparkt ist (von Robotertaxis, wie in den USA bei Stromausfall), ruft er dann den Roboter Abschlepper, weil jemand in der Baustellenabsperrung steht und die Straße dicht ist?

    Und was ist, wenn der Roboter Polier auf der Baustelle ein Problem damit hat, das der Roboter Fensterbauer die Roboter Kranzeit braucht, weil der Roboter Gerüstbauer, schon das Gerüst für die Anlieferung geöffnet hat?

    Ein Roboter als Gehirnchirurg, ist dagegen ein Klacks, der arbeitet mit Ki, über Kamera, an einem Objekt (Mensch), mit dem das auch die ein zigste Interaktion ist, der Mensch bewegt sich ja nicht mal.

    Wenn man jetzt mal das Beispiel mit dem Haus nimmt, wo sollen die Ressourcen für die Roboter/Technik und die Möglichkeiten einer Infrastruktur kommen, damit das Weltweit umsetzbar ist? Und ich rede ja nur von einem Haus. Für die Menschheit nicht machbar. Der Roboter Sanitär Notdienst, wird auch in den nächsten 100 Jahren nicht (Flächendeckend auf der Welt) kommen und den Abfluß in der Wanne durch pusten. Gerber, Maurer, Heizungsbauer etc,…. Ich frage mich, wann bei einer Haussanierung die ersten Roboterheizungsbauer, die alten Gußkörper, durch das Altbautreppenhaus schleppen? Wahrscheinlich ist das Eigengewicht der Roboter so hoch, das sie die Altbauten gar nicht betreten dürfen, das halten die Holztreppen und alten Dachböden nicht aus.

    Ich schreibe es mit etwas Humor, aber an dem – nicht mehr arbeiten müßen – hängt viel mehr als nur Ki und etwas Technik.
     
    Das hast Du sehr gut beschrieben, denn genau so stelle ich mir das in ferner Zukunft vor - aber nicht in 20 Jahren und auch nicht in 50, und erst recht nicht weltweit.
    Ich denke da auch nur an die eventuellen technischen Möglichkeiten. Die Finanzierung und die mit den Veränderungen verbundenen sozialen Probleme kann ich nicht ansatzweise überblicken.

    Zugegeben, meine Fantasie ist im technischen Bereich auch stark durch meinen SciFi-Konsum geprägt. Technisch gesehen halte ich in ferner Zukunft vieles für möglich.
    Aber wer sollte schon daran interessiert sein, die milliarden Menschen in Entwicklungsländern arbeitsmäßig gegen Robots auszutauschen ? Die haben ja so schon nicht genügend freie Arbeitsplätze.

    In 20 Jahren..... bleibt also nur eine "verrückte" These für mich, wenn auch der Gedanke an sich schon etwas Faszinierendes hat.
     
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