Hohe Tomaten mit dünnen Stielen

AW: tomaten

Moin Ralph,

wenn ich bis Mitte April noch Dauerfrost im zweistelligen Bereich habe, was durchaus vorkommt, dann war es die Wochen davor auch nicht wärmer. Solche Winter kommen aber auch nicht erst Mitte Januar, das fängt schon viel früher an kalt zu werden und dann ist mir klar dass ich mit der Aussaat noch warten kann.
Solche Winter wie letztes Jahr oder auch jetzt aktuell nehme ich nicht weiter ernst, da kann ich im März mit der Aussaat anfangen und in der zweiten Aprilhälfte auspflanzen, die Wahrscheinlichkeit dass die Eisheiligen dann noch mit Frost antreten ist eher gering. Sollte es aber doch leichten Frost geben dann reicht den Tomaten eine Abdeckung mittels Plane, Bettlaken oder was auch immer denn kalt bringt sie nicht um, nur direkt anfrosten vertragen sie nicht.

Gruß Conya
 
  • AW: tomaten

    Folienhaus bringt auch nicht wirklich was, zumindest meins, da sind mir schon Pflanzen erfroren und es war nur um die -4° C. Deshalb habe ich dich ja nach einem Foto gefragt, Kapha.
     
  • AW: tomaten

    Hm... Ich hab nicht so recht Lust, mich da ranzutasten und zu probieren, nur um dann vor erfrorenen Pflanzen zu stehen. Ich hab einen grossen Unterstand, der nach 2 Seiten offen ist. Den mit Folie ganz zuhängen könnte man sicher machen, ist etwas Aufwand. Eine einsame Kerze rein stellen bringt bei dem Volumen (ca 12m^3) sicher nichts. Ein kleines Folienhaus für 3 Tomaten kann man damit bei -3° sicher frostfrei halten.

    Und wer weiss schon, wenn man im Februar aussät, wie das Wetter Mitte Mai ist. Nqch einem sehr warmen Dezember / Januar haben wir hier nun heute das erste Mal dies Jahr ein paar Schneeflocken... Da kann noch alles kommen. Also gehe ich mal vom schlimmsten aus und das bedeutet, daß die Pflanzen bis Mitte Mai im Wohnzimmer Platz haben müssen.
     
  • AW: tomaten

    Habt ihr Bilder zum Vergleich von Pflanzen ausgesäät im Februar, wie gross die dann Mitte Mai waren? (Aussaatdatum und Fotodatum ganz grob sowie Sortenbezeihnung bzw. det/indet. wäre hilfreich zu wissen).
    Ich muss mal meine Bilderserien durchgucken, wie das bei mir aussieht 6 Wochen nach Aussaat.
     
    Moin Ralph,

    man kann sicher nicht pauschal festlegen ab wann gefahrlos ausgepflanzt werden kann, da gibt es zu viele Aspekte zu beachten. Wenn bei mir bis Mitte Februar kein richtiger Winter aufgetaucht ist kommt erfahrungsgemäß auch nix Gescheites mehr.
    Das soll nicht heißen dass es garantiert keinen Frost mehr gibt, die eine oder andere kalte Nacht kommt meist noch, aber in meinem GWH liegt die Temperatur etwa 10 Grad über der Außentemperatur, also stellt das kein Problem dar.
    Allerdings muss ich zugeben dass es schon ein wenig mit Schummelei zu tun hat, das GWH hat keine technische Heizung, aber unter dem Boden eine dicke Schicht verrottendes Material was einen gewissen Heizeffekt erzeugt. Davon profitieren die Pflanzen aber nur so lange sie auch im GWH sind, wenn ich ab April auspflanze müssen sie mit den Temperaturen klar kommen und so lange sie nicht direkt anfrosten können sie das auch.
    Tomaten werden bei mir grundsätzlich nicht vor März ausgesät, ganz gleich ob es nun einen Winter gab oder nicht, das reicht auf jeden Fall aus, auch für spät reifende Sorten, wobei das regional anders sein kann. Ausgepflanzt wird ab April sofern der März verhältnismäßig warm war, andernfalls verschiebt es sich um 2 bis 4 Wochen, Ausnahme sind so kalte Jahre wie 2013, da habe ich auch erst Mitte Mai ausgepflanzt.

    Gruß Conya
     
  • Wer war das, der hier davon erzählt hat, wie er nachts hektisch seine Zöglinge wieder ausgepflanzt hat, als es auf einmal im Mai geschneit hat? Michi?
     
    Ja, das war ich. Hier ein Beitrag dazu aus Sunfreak's Tagebuch 2014, wo ich von dem Vorfall aus 2012 berichtet habe:

    Sunfreak's Tagebuch 2014 schrieb:
    Für mich ist 2012 das Paradebeispiel in Sachen Eisheiligen. Vielleicht kann der ein oder andere sich noch dran errinnern: Was hatten wir für einen traumhaft warmen Frühling. Von Mitte Februar an, ich hab einfach meine Tomaten-Keimlinge Tag wie Nacht draußen im Freiland (ohne jeglichen Schutz) zu Jungpflanzen großwachsen lassen. Gähnende Leere auf den Fensterbänken oder unterm Kunstlicht. Bereits Ende April knackte es die 30 °C Marke. Ich kannte niemanden, der bei diesen Temperaturen noch keine Tomaten gepflanzt hatte. Jeder sagte: Also wenn wir jetzt schon 30 °C haben, kommen garantiert keine Eisheiligen mehr. Und: Wie lange solle man die Tomaten noch unter den Umständen einsperren & quälen in den kleinen Töpfchen. Irgendwas, ich weis nimmer was, hinderte mich daran es gleich zu tun. Wahrscheinlich die genetisch bedingte Faulheit.

    Und dann kamen sie eben doch die Eisheiligen!

    In der Nacht sind dann unerwartet die Temperaturen gefallen:

    270110d1337126481-sunfreaks-gartentagebuch-2012-temperatur.jpg


    Es gab Frost bis -3 °C und es hat geschneit. Ich hatte das Glück da noch Nachtwandler gewesen zu sein, ich hatte die Wetterentwicklung deshalb zeitnah im Blick und konnte meine Pflanzen alle in der Nacht reintragen (ich war von 3 bis 7 Uhr beschäftigt). Aber mein Nachbar etwa konnte die Pflanzen Tage später entsorgen, sie erholten sich nimmer. Obwohl er sie im geschlossenen Folienhaus hatte.

    Meine Tomaten zickten 'ne Woche und hatten auf den Blättern leichter Frostschaden. Aber die Paprika, Chilis & Auberginen erholten sich glaube ich nie wirklich richtig über die ganze Saison hinweg. Die Gurken & Melonen hatte ich in der Nacht zum Glück im Haus, es war im Wetterbericht von einem kleinen Temperaturrückgang auf 6 °C in der Nacht die Rede, weswegen ich vorsorglich war. Aber Frost mit - 3 °C hatte niemand verkündet.

    Eingeschneite Auberginen:

    http://www.hausgarten.net/gartenfor...123-sunfreaks-gartentagebuch-2012-schnee1.jpg

    Eingeschneite Tomaten:

    http://www.hausgarten.net/gartenfor...123-sunfreaks-gartentagebuch-2012-schnee2.jpg

    Deswegen bin ich vorsichtig und überlasse ungern solche Dinge dem Zufall. Vielleicht ernte ich dann nicht als erster Tomaten und meine Pflanzen sind im Vergleich zu den der anderen hier im Forum immer kleiner. Aber es sind halt Erfahrungen, die prägen. Deswegen mach ich es so und nicht anders.

    Einige Tomaten waren da übrigens auch schon gepflanzt. Glücklicherweise war ich spät dran, sodass sie noch nicht angewachsen waren. Man konnte sie einfach ziehen und zurück ins 9er Töpfchen setzen. Schade nur um die Arbeit.

    Jedenfalls, ich unterschreib o.g. genauso heute noch. Das sind halt gemachte Erfahrungen. Erfahrungen die viele andere Hobbygärtner genauso machen durften in 2012. Auch wenn es ein extremes Beispiel ist - man behält es im Hinterkopf und handelt entsprechend. Deswegen müssen Tomaten bei mir bis nach den Eisheiligen portabel (= tragbar) bleiben, d.h. ich muss sie problemlos von Freiland nach Haus tragen können.

    Grüßle, Michi
     
    So, hab mal in meinen Bildersammlungen geguckt.
    2014 hab ich am 15.3. ausgesäät, Ende Mai direkt vor dem Auspflanzen hier ein Grössenvergleich. Noch gut transportabel, aber drinne vor den zwei grossen Doppelflügeltüren wird es sehr eng und damit das kostbare Licht knapp. Kunstlicht habe ich für soviele nur für die ganz kleinen Töpfe am Anfang. Ein, zwei kalte Tage lassen sich drinne bewältigen, länger und es vergeilt was.
     

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